Varromilbengewinnung für gezielte Infektion von VSB Prüfvölkern

  • Damit die interessante Diskussion weitergeführt wird Achtung Winterbehandlung, wir suchen Varroamilben. habe ich unter dem Link Bilder zum Bau eines möglichen Siebeimers und Videos zum Milben ernten und infizieren der Testvölker eingestellt.

    https://drive.google.com/folde…BaTkMcas4ir_gU5whdCvsgsXJ


    Den Siebeimer (20kg Honigeimer) habe ich unten am Boden mit einer Stichsäge und ganz feinem Sägeblatt so ausgeschnitten, das ein ca 5 bis 10mm Rand bleibt. Danach habe ich mir vom Bodenstück einen kleinen Streifen ausgeschnitten für das Transfermaterial. Ein passend zurechtgeschnittenes Stück Edelstahlgitter (Reste vom Bau der Beutenböden) wurde mit einem 60W Lötkolben mit Hilfe des Transfermaterial mit dem Bodenreststück verschmolzen (verschweisst)


    Die Videos sind, so denke ich selbsterklärend. Das Prinzip ist wie folgt:

    -Völker in den Siebeimer abschütteln (in dem 20kg Eimer maximal 3-4 volle DD Waben)

    -Eimer verschließen und umdrehen

    -über das Siebgitter 1 - 2 Packungen Puderzucker dazu geben, das die Bienen ordentlich eingepudert sind

    -dann leicht durchschütteln einwirken lassen wieder durchschütteln (10min)

    -den Rest des Volkes in einem 2. Siebeimer abschütteln

    -über einem größerem Gefäß das Puderzucker Milbengemisch aus sieben

    -1. Schwung Bienen zurück ins Volk zeitgleich den 2. Siebeimer mit Puderzucker versehen und vorbereiten

    -Puderzuckergemisch über feines Honigsieb durchsieben, das die feinen Puderzuckerbestandteile herausfallen und die Milben weiter konzentriert werden

    -das verbleibende Gemisch un einen größeren flachen Behälter schütten

    -mit feinem Pinsel die Milben aufnehmen und feuchtes Küchenpapier geben

    -in 50iger Portionen hintereinander dann in die Völker geben


    Vorgabe waren 150 Milben in ein einzargigem Volk.

    Teilweise werden dadurch aber einige Testvölkchen mit der hohen Anzahl Milben überfordert und gelangen in einen Panicmodus, wo gnadenlos alles ausgeräumt wird.

    Damit entwickelt sich kaum Bienenmasse und zur Auszählung findet man kaum Brut.

    Darum habe ich mich nach Informationsaustausch mit anderen Kollegen auf deren Anraten entschlossen beim nächsten Mal die Zugabe pro vorhandener Brutwabe auf 30 Milben zu limitieren.

    Da kommt man bei einem guten Volk mit 5 Brutwaben auch auf 150 Milben bei einem 2 zargigen Volk mit 8 Waben dann auf 240 Milben und einem schwachen Volk mit 2 Waben auf 60 Milben.


    Liebe Grüße Bernd

    Pushen wir uns nicht an den Stöckchen dieser Welt, bewegen wir Baumstämme, auf denen wir stehen.

  • Ist die Milbenernte eine Terminarbeit?


    Können die geernteten Milben per Post verschickt werden?

    Ja - die Milbenernte ist Terminarbeit. Die Einheiten werden normalerweise gerade so infiziert, dass die eingebrachten Milben die Zellen infizieren, die beim Auswertungstermin kurz vor Schlupf stehen. (Lila Augen Stadium der Larven) D.h. das Zeitfenster beträgt ca. 36h.


    Nein - die Milben sollten idealerweise direkt nach der "Ernte" ausgezählt und in die Prüfvölkchen gegeben werden. Ich stelle die "abzumelkenden" Völker deshalb schon Tage vorher an den Infektionsstand. Mein Ziel sind 10min zwischen Ernte und Infektion. Da ist sicherlich noch Luft - aber Milben sind empfindlicher als Zuchtstoff. Postversand ist vermutlich ausgeschlossen.


    Gruß
    Ludger

  • Das ganze System ist Terminarbeit beginnend im März bis zum Auszählen im Juli.

    Hier mal grobe Eckdaten:

    1. Geeignete Drohnenvölker von den Kandidaten auswählen und Entwicklung beobachten.

    2. Ausgesuchte Drohnenvölker 50 Tage vor Besamung mit Drohnenrahmen zum frei Ausbau oder 45 Tage mit Drohnenwabe bestücken und Honigwasser füttern.

    3. 40 Tage vor Besamung die Verdeckelung der Drohnen Waben kontrollieren.

    4. Völker mit nachzuchtwürdigen Königinnen auswählen, mit Honigwasser füttern.

    5. Ziehvölker zusammenstellen und mit Honigwasser füttern

    6. Umlarven zentral organisieren

    7. Ziehvölker mit Edellarven versorgen

    8. Drohnenableger mit den kurz vor Schlupf stehenden Drohnen bilden und mit Honigwasser füttern, wöchentlich immer mal eine Brutwabe dazu geben, Ausflug der neuen Drohnen reglementieren und Zuflug fremder Drohnen verhindern.

    9. Miniplusvölkchen vorbereiten

    10. Schlupfreife Zellen oder geschlüpfte Königinnen verteilen und in die vorbereiteten Minis einbringen.

    11. Minis mit Bedacht füttern


    12. Instrumentelle Besamung

    Das ist der Basistermin wegen langfristigen Dienstleisterplanungen, Start ermittelt sich aus ca -50 Tage wegen der besten Drohnenvitalität

    Von hier ab wird dann alle frühesten nachfolgenden Termine geplant.


    13. Zum passenden Termin basierend auf 14. 1-2 Leerwaben in TestVölker geben und markieren

    14. Milben sieben und Völker infizieren passend zu 15.

    15. Brutwaben Auszählen


    16. Völker entwickeln, aussortieren, ständig füttern und Einwinterungsstärke erreichen

    17. über den Winter bringen (Soft oder Hardbond)

    18. Im kommenden Frühjahr unbehandelte Völker bewerten.


    Zu den zeitlich genauen Abhängigkeiten der Teilschritte können wir später nochmal diskutieren.

    Es bleiben aber wenig zeitliche Puffer von Schritt 1 bis 12.

    Größter zeitlicher Puffer ist ab 12 bis 14 der allerdings Regeln unterliegt.


    Wer seinen Besamungstermin frei wählen kann, hat natürlich mehr Puffer und kann schieben wenn ein Schritt nicht wie gewünscht klappt.

    Beim LBMV ist der schon im Juli diesem Jahres für 2021 fixiert worden.

    Wenn man keine Puffer hat muss man mit doppelten bis dreifachen Redundanzen arbeiten, angefangen bei den Drohnenvölkern bis hin zum Umlarven und Königinnenverteilung.

    Dieses Jahr sind beim Umlarven leider knapp 50-100 Zellen ausgefallen. Redundanzen müssen nicht nur bei der Menge (Zuchkönigin, umzularvenden Zellen, Ziehvölker, Drohnenvölker, Milbenvölker) sondern auch in den Standorten existieren.

    Fällt ein Standort mit viel Mengenredundanz wegen Faulbrutsperrgebiet oder höherer Gewalt aus, muss etwas zum kompensieren da sein.


    13 bis 15 kann man auch in Wellen verschoben machen, wenn an mehreren Wochenenden wegen der Menge an Königinnen oder geringer Personaldecke es nicht in einem Anlauf geschafft wird.


    Liebe Grüße Bernd.

    Pushen wir uns nicht an den Stöckchen dieser Welt, bewegen wir Baumstämme, auf denen wir stehen.

  • Da lichtet sich der Nebel,

    Der für mich über dem Projekt lag.


    Dem Kind einen neuen Namen zu geben,

    Bzw. einen neuen Faden mit deutlicher Ansage aufzumachen,

    gefällt mir sehr gut!


    Es geht um Punkt 14 ?!


    Auf gehts !:thumbup::thumbup::thumbup:

    Stewfan

  • Deichkind,


    naja - Bernd kümmert sich sowohl um die Prüfvölkchen als auch um die Drohnenseite und organisiert für eine Reihe von Teilnehmern noch Zuchtstoff und die Infizierung. Hut ab, ja das ist ein Programm, dass nicht Alle mal eben von 0 auf 100 stemmen können. Wenn man sich aber darauf konzentriert "nur" ein paar Prüfvölkchen zu führen, dann reduziert sich das Programm schon deutlich. Der Block bis 12 sieht dann genauso aus, als ob man Königinnen für eine Belegstelle (oder eine Besamungsaktion) vorbereitet.


    bis 12) Pflegevolk vorbereiten, umlarven (fahren), Mini+ vorbereiten, Zellen stecken, Schlupf kontrollieren, zur Besamungsaktion fahren. (Absperrgitter an den Minis nicht vergessen)


    Dann kümmert man sich um die Minis - Wenn du dich bei Bernd einbringen würdest, erinnert der dich dann schon daran, wann es ans infizieren geht.


    13-15) Passend zum Termin ein brutfreies Volk erstellen. (z.B. frühe TBE bei 2-3 Völkern machen)

    Völkchen infizieren und zur Auszählaktion bringen.


    Mini füttern und einwintern.


    schon sieht die Welt viel einfacher aus. Und wenn alles optimal gelaufen ist, hat man im nächsten Jahr schon erste überwinterte Königinnen, mit denen man weitermachen kann. Und wenn du nah genug 'dran bist, freut sich Bernd auch schon über einen Sammelbrutableger aus TBE, wo er Milben für die anderen Teilnehmer herbekommt.


    Und wenn dir die Verantwortung für ein SDI Völkchen für den Einstieg noch zu viel ist, dann kannst du den ersten Block damit üben, dass du eine Fahrt zur Belegstelle planst. Schritt für Schritt lernt man dazu und irgendwann ist alles ganz einfach. (Wenn auch wegen der Termine vielleicht trotzdem mal stressig)


    Gruß

    Ludger

  • Bevor ich hier Federschmuck für fremde Arbeit bekomme, das ist eine Gesamtleistung unseres Verbandes im speziellem unserem VSB Projekt Koordinator Carsten Ziegs. Das einige Mitglieder fast überall mitmischen ist einfach der Tatsache geschuldet, daß sie teilweise auf Grund von Vorkenntnissen, guten Lehrmeistern und starkem Wollen sich mit einbringen, damit unser 1. Projekt auch ein Erfolg wird.

    Das Wissen ist nun teilweise verbreitet und die Basis ist gelegt, die Machbarkeit ist aufgezeigt.

    Jetzt geht es darum das Wissen in die Breite zu tragen, Interessenten zu kanalisieren und gemachte Fehler analysieren um den nächsten Durchgang effektiver zu gestalten.


    Darum lade ich immer Alle die Lust drauf haben ein mitzuwirken. Dabei ist es egal wieviel und womit sie uns unterstützen können und woher sie kommen. Glaubt mir, da braucht man nicht mal mehr als 3 Monate zu imkern, wir finden etwas wo jeder mitmachen kann oder auch Lust zum dazulernen hat.

    Gern sehen wir auch kompetente Unterstützung durch Tips und Tricks zur Verbesserung der Arbeit und Ausbeute.


    Liebe Grüße Bernd

    Pushen wir uns nicht an den Stöckchen dieser Welt, bewegen wir Baumstämme, auf denen wir stehen.

  • Und alle müssen ja nicht alles machen...


    Ich würde es sehr begrüßen, wenn wir uns (Interessenten im Norden) im frühen FJ mal zusammenfinden könnten und eine Arbeits- und Aufgabenteilung vornehmen könnten. Es wird gleichzeitig ja eine stringente Terminplanung, die überwacht und einzuhalten ist. Das muss koordiniert werden, damit es einigermaßen klappt; geht ja noch genug schief...


    Bernd, sicher hast Du eine Excelplanung oder wir fertigen eine an - mit Aufgaben etc. (wer - wann - was). Ist ja schon ein Mammutprogramm.

  • 8) natürlich haben wir als LBMV eine strigente Planung dafür, wo die Teilnehmer auch immer erinnert werden, was wann zu tun ist.

    Im Winter kann man sich seine MP und Absperrgitter vorbereiten, malern, ausbessern und Rähmchen vorbereiten für ca. 12 Einheiten bis zu 3 Zargen.

    Ich hatte im letzten Winter mal kurzentschlossen 250 MP Rähmchen besorgt.

    Dazu noch Mittelwände aus eigenem Wachskreislauf einlösen und im zeitigen Frühjahr 2 Wirtschaftsvölker in MiniPlus umquartiert, damit sie mir Rähmchen ausbauen. Ich hatte teilweise bis zu 24 MiniPlus Prüfvölker aus 2 Besamungsaktionen.

    Kollegen haben mir sogar noch mit Brutwaben und MiniPlus Völkern wegen der mehrfachen Redundanz ausgeholfen.


    Im Moment habe ich noch 11 Völker auf 3 bis 5MP Zargen und 10 Völker auf 1/2 DD , 6DD oder MP 2-3 Überwinterungszargen neben zahlreichen 12DD, DNM1. 0/1.5 teilweise auch als ZKV.


    Man muss es wirklich nicht so übertreiben wie ich, es gibt auch Teilnehmer die mit 4 bis 6 MP Einheiten dabei sind.


    Doch sollte man bedenken, daß die Ausfallrate im Jahr gesehen sehr hoch sind.

    Eingewintert habe ich 7 SDI Einheiten aus Projekt und 2 MDI Einheiten aus Projekt1.

    Ausfallen werden wohl noch mindestens 2 SDI Einheiten.

    So gesehen bleiben wahrscheinlich 7 aus 30 Startvölkchen übrig. Das ist für mich unbefriedigend und gilt es 2021 zu verbessern. Ob die Spermamenge im Frühjahr 2021 für die Entwicklung und Projektweiterverwendung der SDI Völkchen reicht, muß man sehen.


    Liebe Grüße Bernd.

    Pushen wir uns nicht an den Stöckchen dieser Welt, bewegen wir Baumstämme, auf denen wir stehen.

  • Da die kleinen (Blut-) Sauger nicht tot sondern lebendig geliefert werden müssen......

    Ist wohl eine Reise mit Volk angesagt.

    Wann ist der geplante Termin?

    Wieviele Varroa-Milben werden gebraucht?

    Wie schätze ich eine brauchbare Größenordnung meiner „Spende“ vorher ein?


    Liebe Grüße

    Stewfan

  • Stewfan ja das ist teilweise mit Fahrerei verbunden. Wie Ludger schon schrieb, bringt man am Besten die Milbenspender in die Nähe der Infektionsvölker oder anders herum.

    Dabei versuchen wir schon alles mögliche ohne das größere Zeiträume zwischen Gewinnung und Infektion entstehen.

    Es geht auch die angesammelten Milben feucht durch die Gegend zu transportieren. Das klappt auch über mehrere Stunden.

    Zum Milbenspenden stimme dich bitte mit den Ansprechpartnern die ich dir geschickt habe ab, denn jedes Zuchtteam hat da andere Termine.

    Hier mal als Beispiel die Vorplanung des LBMV


    21.04.2021 Drohnenrahmen in Drohnenspender

    14.05.2021 Umlarven

    04-06.06.2021 Instrumentelle Besamung

    19.07.2021 Varroainfizierung 1 (gute Varroaentwicklung bevorzugt)

    31.07.2021 Varroainfezierung 2 (Nachzügler)

    13-15.08.2021 Auszählung


    Knackpunkt sind vitale, stülpfähige spermaabgebende Drohnen bei der Besamung und später wichtig für das Ergebnis vitale Milben die mehrere Vermehrungszyklen hinter sich haben und ich nenne es mal keine Vermehrungsdepression haben.

    Diese kann passieren indem Milben sich nicht gut entfalten könnten, durch Recaping ständig in ihrem Brutzyklus gestört werden, da Milben einmal begonnen das männliche Ei in der Zelle abgelegt, dort geflüchtet und in einer anderen Zelle weiterleben, kein Männchen mehr zur Befruchtung der weiblichen Nachkommen haben.

    Klar wollen wir das, aber wenn wir von der Infektion bis zur Auszählung zu kurze Zeiten haben sind die Milben nicht vital genug.

    Das führt dann zu Fehlinterpretationen des Auszählergebnis da da schon halbschlaffe Milben vor dem Abnippeln in den Zellen sind.

    Wenn eine vitale Milbe 2 bis 4 Nachkommen in der Zelle hat und eine schlappe Milbe gerade mal 1, würde das dann als SMR good Parameter in die Auswertung mit eingehen.

    Darum ist es für mich wichtig, ob das Volk im Frühjahr noch da ist.

    luffi sagte mir, das man hochprozentige Königinnen erst eine Weile päppeln muss. Ich habe es dieses Jahr erlebt und war dem noch nicht richtig gewachsen und ich konnte das Volk auch wegen Panic-VSH nicht lange genug am Leben halten bzw war da zu leichtfertig.

    Klar sagen Zahlen nix, allein das Überleben zählt und das ist eine der Punkte, die bei mir persönlich im nächsten Jahr zur Verbesserung anstehen. Man muss das Gefühl entwickeln, wie lange muß man helfen und unterstützen und wann kommt der Daumen. Das habe ich noch nicht gut drauf, wird aber besser je größer die Auswahl oder Masse ist, aus der man schöpft.

    Wenn man die Basics im Ablauf drauf hat, geht's ans optimieren.

    Man vermeidet Fehler und macht dann wieder andere. Mein Hintern ist seit Jahren virtuell wund von den Bissen die ich mir verpasst habe. Einfachste Sachen gehen dann teilweise schief, wenn Termindruck, Unwissen und Überforderung körperlicher, geistiger, zeitlicher oder finanzieller Art sich überschneiden.

    Aber jeder hat seinen Rahmen in dem er sich bewegt und damit muss man optimieren und sich arrangieren.

    In diesem Sinne nicht locker lassen .... wir schaffen das, auch wenn unser Anspruch teilweise größer als unser Können ist.


    wasgau immen hat da eine treffende Signatur- es ist schwer .....


    Liebe Grüße Bernd.

    Pushen wir uns nicht an den Stöckchen dieser Welt, bewegen wir Baumstämme, auf denen wir stehen.

    Einmal editiert, zuletzt von d2dum ()

  • Hi Bernd d2dum !


    Ich finde es prima, was ihr im Norden da auf die Beine stellt. Das ist aller Ehren wert. Ich gebe noch etwas Senf von mir dazu:


    Der Transport aller Einheiten ist sensibel. Bei unserer ersten Auszählung überhaupt in 2016 sind uns einige Einheiten verbaust. Sie hatten sich zu gut entwickelt und waren zu stark. Trotz SDI.


    Im nächsten Jahr hatten wir ein totes Milbenspendervolk. Verbaust.


    Bei der Besamung wieder ein Jahr später habe ich meine Drohnenvölker ausnahmsweise unmittelbar zur Besamung mitgebracht. Da fehlte dann vom Transportstress das Sperma. Eine Nacht mit Flüssigfutter später war alles gut.


    Zur Milbeninfektion haben wir Milben transportiert und die damit infizierten Minis waren zur Auszählung nahezu milbenfrei. Konntest vergessen!


    Ich muss hinzu fügen, dass wir jedes Jahr eben auch wieder Neulinge dabei hatten. Alles ein kontinuierlicher Lernprozess. Vielen neuen Gruppen europaweit haben wir Starthilfe gegeben. Inzwischen hat sich der Schneeball schon zur ganz kleinen Lawine entwickelt und das ist gut so. Neue genetische Breite ist hinzu gekommen. Auch bei den Gruppen. Schade dass hier auch manches auseinander läuft, weil es andere Interessen gibt.


    Aber auf eines solltet ihr bei der Milbenunterstützung aufpassen: der Transport ist sensibel. Die Milbenspender nicht unmittelbar vor der Infektion durch die halbe Republik fahren. Und die Milbenempfänger am besten nach der Infektion ein paar Tage stehen lassen. Die erhöhten Temperaturen durch den Transport schaden den Milben und verfälschen die Ergebnisse.


    Dies einfach beachten.


    Und das heißt unter Umständen dann den Transport ausschließlich in der Nacht durchzuführen. So als Notlösung, weil es oft nicht anders geht.


    :u_idea_bulb02:

    Grüße Luffi


    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. :u_idea_bulb02:

    (Lucius Annaeus Seneca - römischer Politiker, Dichter und Philosoph - * 4 v.Chr, † 65)