Achtung Winterbehandlung, wir suchen Varroamilben.

  • Ich bin dazu über gegangen, einige "Wald und Wiesenbienen" extra für die Varroa unbehandelt auf einem weit entfernten separaten Stand zu halten. d2dum werden die Milben bei euch vergütet?

    Wozu machst Du das ? - Das hat doch ein Ziel..

    ...ja, um Milben für ein VSH Projekt zu haben. Bei den durchgezüchteten Linien hat man Probleme effektiv Milben zu ernten. Bei diesen Wald und Wiesenbienen habe ich in diesem Jahr von einem Volk auf einen Schlag 3.000 Milben geerntet. Und das war kein Brutsammler. :oops:

  • Na na na, Wald- und Wiesenbienen sind doch wohl jene Biens, welche die Varroen trotz Imker und ohne Behandlung nicht stören!

    Ich weiß, dass ich nicht weiß. (Sokrates)

    Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! (Kant)

  • Helmholt


    Also wenn du eh Milben für ein VSH Projekt bereitstellst, dann wäre auch ich bereit einen kleinen Obolus für deinen Aufwand beizutragen. Die Milben müssten aber zu einem Stichtag vital und abgezählt in Petrischalen zur Verfügung gestellt werden.

    Wärst du dazu bereit? Falls ja, bitte PN an Bernd oder zu mir...


    Viele Grüße

    Ron

  • Bereitstellen zu einem Termin, Ja. Abgezählt, ja. Petrischalen, nein. Ich könnte die Milben abgezählt auf angefeuchtetem Papier anbieten, damit die Milben nicht austrocknen. Wenn man sich dann noch auf einen für beide Seiten fairen Preis einigen kann :thumbup:

  • Gut, wenn du dann einen fairen Preis für eine unser selektierten Königinnen zahlst, werden wir uns schnell einig.

    Ich hatte vorhin mal meinen Aufwand im LBMV VSB Projekt zusammen gestellt und bin 2020 auf ca. 5000 Fahrkilometer nur für das Projekt gekommen.

    Insgesamt ergab es über 8000km für mich persönlich, die mit Projekten um die Suche nach einer Varroa überlebenden Biene zu tun hatten. Der positive Nebeneffekt ist, ich lernte viele Bienenverrückte in vielen Landesteilen Deutschland neu kennen und festigte ältere Verbindungen. In Bayern dachten die Kollegen bestimmt, ich bin von um die Ecke oder mache bei einer gewissen Person ein Praktikum, weil ich gefühlt immer wenn es etwas zu holen gab, da war.😉

    Und dann bin ich in BW und RLP und treffe auch dort immer wieder einige bekannte Gesichter, die selbstlos diese Projekte unterstützen, lernen und auch ihr Wissen und Können weitergeben oder mir selbstlos ein Schlafplatz angeboten haben.


    Danke Mädels und Jungs für den ganzen Support. Wir sind da noch ganz klein im Norden, aber holen auf. Es fühlt sich jedoch manchmal wie Hase und Igel an, aber wir sind trotzdem stolz wie Bolle über unsere Arbeit und das gemeinsame Ziel.


    Liebe Grüße Bernd.

    Pushen wir uns nicht an den Stöckchen dieser Welt, bewegen wir Baumstämme, auf denen wir stehen.

  • Hallo Bernd, von solchen aktiven Bienenverrückten brauchen wir mehr, dann ist die Varroa bald Geschichte.:liebe002:

    Für einen angemessenen Preis für eine gute Königin bin ich auch. Denn ich weiß selber, wieviel Schweiß darin steckt. Es soll jetzt nicht überheblich klingen, aber ich möchte lieber bei meinem eigenen Material bleiben, weil ich weiß, was ich habe. Nach diversen Bauchlandungen mit Hochgepriesenen Abstammungen bin och davon Satt geworden. :roll:

  • Helmholt kein Ding, das respektiere ich vollkommen. Mir ist es vollkommen egal womit jemand arbeitet. Wenn es was zu lernen gibt bin ich dabei. Wenn ich das dann noch an andere weitergeben darf ist das noch besser.

    Stehe ich persönlich oder wir als LBMV ja noch am Anfang und so schmücke ich mich noch mit der Arbeit die andere geleistet haben. Auch wenn sich das schon etwas verwässert ist doch Demut davor angebracht.


    Liebe Grüße Bernd.

    Pushen wir uns nicht an den Stöckchen dieser Welt, bewegen wir Baumstämme, auf denen wir stehen.

  • Das ich das gut finde habe ich schon geschrieben. Mich würde mal Interessieren, warum immer alle über den Zaun zum Nachbarn schaun und nicht selber etwas auf die Beine stellen? Ich finde es Merkwürdig, (schliesse mi h da selber auch nicht aus) das andere bessere Bienen haben als man selbst. Ob das dann wirklich so ist. :confused::roll:

  • Das ich das gut finde habe ich schon geschrieben. Mich würde mal Interessieren, warum immer alle über den Zaun zum Nachbarn schaun und nicht selber etwas auf die Beine stellen? Ich finde es Merkwürdig, (schliesse mi h da selber auch nicht aus) das andere bessere Bienen haben als man selbst. Ob das dann wirklich so ist. :confused::roll:

    Sicherlich nicht!

    :wink:

    Grüße Luffi


    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. :u_idea_bulb02:

    (Lucius Annaeus Seneca - römischer Politiker, Dichter und Philosoph - * 4 v.Chr, † 65)

  • Moin,

    wie fängt man eigentlich mehrere Tausend lebende Milben?

    Ich hoffe ja, daß ich gar nicht soo viele im Bestand habe - nur für den Fall, daß...


    Bisher hab' ich keine Gefangenen gemacht - die lagen meist tot unten auf der Windel, wenn ich mit denen fertig war.

    Bei Hinterbehandlung gern auch hinter dem Fenster - man staunt schon, wie die dahin kommen.


    Grüße Ralf

  • Die gleiche Frage habe ich auch. Also wie das mit dem Milbenernten geht.


    Ich werde winterbehandeln, bin noch zu „klein“ und unerfahren um etwas anderes zu riskieren. Aber da ich bei meiner Betriebsweise keine Drohnen schneide, könnten trotzdem genug Milben wachsen.


    Wie ist das zeitlich bei euch mit der Milbenernte?

    Anfängerin 2019, Ökotante, Warré klassisch, aktuell 4 Völker

  • Moin,

    Bienen werden in einen Behälter abgefegt. Darauf gibt man Puderzucker und schüttelt es vorsichtig durch. Jetzt werden die Bienen in ein Doppelsieb gegeben und durchgesiebt. Unten im Doppelsieb landen die Milben. Diese gibt man auf eine große weiße Unterlage um die Milben besser zu erkennen. Jetzt können die Milben mit einen feinen Zeichenpinsel auf angefeuchtetes Papier übertragen werden. Angefeuchtet deshalb, um ein austrocknen und wegkrabbeln der Milben zu verhindern. 8)

  • Die Milben werden mit Hilfe von Puderzucker geerntet. Dafür werden die Bienen des Spendervolkes in einem umgebauten Hobbock mit Bodensieb abgeschlagen, mit Puderzucker bestreut und vorsichtig geschüttelt. Die an den Bienen ansitzenden Milben fallen durch den Puderzucker ab und durch das Sieb in einen Sammelbehälter. Es ist das gleiche Prinzip wie der Schüttelbecher mit Puderzucker zur Befallskontrolle. Danach kommen die Bienen wieder zurück ins Volk. Die Milben werden dann mit Hilfe eines feinen befeuchteten Pinsels aufgenommen und auf feuchtes Küchenpapier in Petrischalen abgezählt. Mit diesen Milbenportionen werden dann bewusst ausgesuchte Prüfvölker infiziert und diese nach einem definierten Zeitraum auf Infektionsgrad und Ausräumverhalten überprüft. Erst durch diese kontrollierte Infektion kann man die Prüfvölker zeitgleich miteinander vergleichen und entsprechend selektieren.


    Ich hoffe, ich habe es korrekt wiedergegeben...

    Ansonsten kommt die Korrektur durch Luffi oder Bernd. 😉


    Viele Grüße

    Ron