Notfallzulassung für Neonics

  • rase wohnst ja bei mir in der Nähe.

    schön, dass das für alle so gut ersichtlich ist...;(

    Sechs Seiten lang hab ich mir verkniffen über das Stöckchen zu springen.

    Die Probleme betreffen nicht nur dich.


    Die verlinkten Seiten sind sehr interessant. Es fällt mir allerdings schwer solche fachspezifischen Texte in englischer Sprache zu lesen und zu verstehen. Darum bitte ich um noch etwas Geduld.

    dann lapidar erzählt bekommen, dass alles ganz anders ist.

    das lapidar finde ich unpassend. Es gibt durchaus unterschiedliche Ergebnisse verschiedener Untersuchungen. Meist werden die genehmen zitiert, je nachdem, was man belegen möchte.

    Das gilt natürlich für alle verschiedenen Einstellungen. Es gibt in den letzten Jahren einige Untresuchungen, die zu anderen Ergebnissen kommen, als die, die die Hersteller der Produkte für die Zulassung eingereicht haben.


    Schlimm finde ich, wenn nachweislich falsche Aussagen getroffen werden, um Forderungen zu untermauern.


    Bei nicht zugelassenen Neonic-Beizen in den Rüben:


    -muss man mit Ernteausfällen von 50% bis zum Totalausfall rechnen.

    Es gab vor 2000 schon Zuckerrübenanbau ohne Neonics und der Hektarertrag ist auch in den letzten Jahren ohne die Neonics nicht gesunken. Schon garnicht in diesem Ausmaß.


    - (besonders schön) werden flächendeckene Insektizidbehandlungen notwendig.

    (aus einer landwirtschtlichen Fachzeitschrift)

    man fordert eine garantiert flächendeckende Insektizidbehandlung, um eine eventuell flächendeckende Insektizidbehandlung zu vermeiden.


    - werden 4-5 malige (zusätzliche?) Spritzungen gegen die Schadinsekten notwendig.

    Ich habe bei allem Lesen noch kein hierfür relevantes Mittel gefunden, das mehr als zwei Anwendungen überhaupt erlaubt. Die Flächen, die garkeiner Behandlung bedürfen, lässt man gepflegt unter den Tisch fallen.


    -...


    Man könnte sich die Finger wundschreiben. Macht aber keinen Spaß, und ist eigentlich auch nicht meine Aufgabe.


    Es werden oft haarstreubende Begründungen gesucht, um eine vermeindlich billige und bequeme Vorgehensweise zu ermöglichen. Das funktioniert nur mit Scheuklappen.


    Ralf, bei allem Respekt, dies ist so eine:

    Meine Bienen und viele andere Insekten fliegen 4-5x von Punkt A nach B durch den Spritznebel,

    Sie fliegen bestimmt nicht unter der Spritze her, wenn sie zu interessanten Trachten fliegen. Bei weiter entfernten Trachten ist da schon eine andere Flughöhe zu beobachten.

    Und wenn die Kultur sowieso für Bienen und Bestäuber uninteressant ist, gilt das in gleichem Maße für jeglichen Insektizideinsatz.

    Viele wissen es sowieso besser...

    Das dürfte alle Branchen betreffen, nicht nur die Landwirtschaft. In gewissem Rahmen finde ich das sogar sehr gut. Wenn jeder mit Gefahrstoffen verfahren könnte, wie er wollte, dürfte es sehr viele äußerst skrupellose Handlungen geben, die die Verursacher dann oft am wenigsten belasten und schädigen. Ausbaden müssen es andere. Das fände ich sehr schlimm. Auch dies nicht nur die Landwirtschaft betreffend.

    Ich denke, man sollt denen, die eventuell Schaden nehmen könnten, durchaus eine eigene Meinung zugestehen.

    Gleichgültigkeit und Wegsehen ist vollkommen unangebracht.

  • Es fällt mir allerdings schwer solche fachspezifischen Texte in englischer Sprache zu lesen und zu verstehen.

    Das geht den meisten so. Da helfen auch keine Versuchsergebnisse die man garnicht einordnen kann. Ist aber nicht schlimm!

    Problem ist dass das mangelnde Verständnis um durch so mehr (lautstarke) Meinung ersetzt wird.


    Dass belegst Du auch sehr deutlich durch Deine weiteren Gedankengänge.


    Ein Totalausfall ist nicht dass „nichts“ mehr wächst, sondern dass ein Umbruch wirtschaftlicher als ein Weiterführen der Kultur ist. Der Vergleich mit Erträgen aus Bio oder vor 2000 Jahren ist daher...., sieht oben!


    Du suchst nach Insektiziden, die für eine vier- bis fünffache Anwendung zugelassen sind?

    Man setzt schon aus Gründen der Resistenzvermeidung die Verschiedenen Insektizide (Wirkstoffgruppen) im Wechsel ein!

    Deine Gedankengänge dazu sind daher total...., siehe oben!


    ...

  • Du suchst nach Insektiziden, die für eine vier- bis fünffache Anwendung zugelassen sind?

    Man setzt schon aus Gründen der Resistenzvermeidung die Verschiedenen Insektizide (Wirkstoffgruppen) im Wechsel ein!

    Deine Gedankengänge dazu sind daher total...., siehe oben!


    ...

    Die Zulassung eines einzelnen Produktes geht bis zu 3 Anwendungen. Aber im Rahmen der Zulassung spricht nichts gegen die Anwendung eines weiteren Mittels. Also sind 5 Anwendungen durchaus zulässig. Ob das sinnvoll ist, steht auf einem anderen Blatt. Schließlich kosten die Insektizide ja auch Geld!

  • Imkerei Pfalzgraf

    Du scheinst sogar mit dem Lesen der deutschen Sprache Schwierigkeiten zu haben.


    Ich habe nichts mit Bio oder vor 2000 Jahren verglichen. Es geht um das Jahr 2000 nach Christus. Das ist die heute hier übliche Zeitrechnung. Und es geht um vollkommen konventionelle, übliche Anbaumethoden. Ist noch nicht sooo arg lange her.

    Vielleicht mal langsamer lesen.


    Bei der Definition des Totalausfalls bin ich sogar bei dir. Hatte auch garnichts anderes behaupet. Bei der Ermittlung der statistischen Zahlen wäre dann aber fraglich, ob diese zur Anbaufläche dazu gehören, oder ob die Ersatzkultur da gerechnet wird. Ich würde mich nichtmal wundern, wenn es je nach gewünschtem Ergebnis gehandhabt wird.

    Der "point of no return" ist ja auch stark abhängig davon, was als Folgekultur zum Zeitpunkt der Entscheidung noch möglich ist.

    Man setzt schon aus Gründen der Resistenzvermeidung die Verschiedenen Insektizide (Wirkstoffgruppen) im Wechsel ein!

    In einer Saison, bei einem Befall?

    Das würde bedeuten, dass zu wenig Wirksamkeit/Menge eines Wirkstoffes ausgebracht worden wäre und die Resistenzen durch das Wechseln sogar noch gefördert würden.


    Problem ist dass das mangelnde Verständnis

    nicht mangelndes Verständnis, mühsames Verständnis. Du scheinst dir nichtmal die Mühe zu machen.

  • Hängt stark von der Region, bzw. was da an Umsätzen gemacht wird ab.

    Bei Sonderkulturen mit 40.000,- € Kostem pro ha, haben bereits kleine Vorteile einen ganz anderen Mehrwert als wenn überwiegend extensiv Roggen im Sandkasten für die Subventionen anbaut wird...


    Kann Sir so pauschal also niemand sagen.


    Mach’s selber!
    Vom Lohner ne günstige Blühmischung drauf, kostet Dich nicht mal die Subventionen!