Notfallzulassung für Neonics

  • Kann mal jemand auflisten wofür die 4-5 Behandlungen sein sollen, die hier immer unbelegt angeführt werden?

    Blattläuse. Die wäre eigentlich ziemlich egal, aber sie übertragen ein Virus, dessen Effekte gehen bis zum Ernteausfall. Man sieht das den Läusen äußerlich nicht an, und viele braucht man dazu auch nicht. Und die Schäden werden erst viel später sichtbar. Da bleibt nur Prävention. Und natürlich Resistenzzucht.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Da stimme ich dir voll zu! Wir reden uns alles als normal ein!

    "Nein, wir versuchen unser Leben möglichst bequem und ohne Bedarf an größeren Änderungen am Laufen zu halten."


    Machst du das jetzt mit deinen Autofahrten???


    Rolf

    Konfuzianer:

    "Man soll ein anständiges Menschenleben führen, aus dem einfachen Grund, weil man ein anständiges Menschenwesen ist."

  • So undifferenziert ist mir meine Zeit zu schade.

    Ja, das trifft es ganz gut. Daher wollte ich auch erstmal nachhören, ob du das ernsthaft so meinst oder ob das Ironie war. Wenn ich allerdings sehe, dass weiter unten im Beitrag dann noch Risiken durch Wasser oder durch die Frucht (also für uns?) als Argumente mit aufgeführt werden, dann möchte ich auf rases Beitrag #18 verweisen.

  • Gebeizt wurde früher auch. Hier geht's um Neonics, die auch noch systemisch wirken. Warum werden immer härtere Mittel, hier sogar Nervengifte eingesetzt?

    Weil dies Wettrüsten gegen die Natur nicht gewonnen werden kann. Wenn man es nüchtern betrachtet bleibt nur der kontrollierte Rückzug, oder alles geht den Bach runter.

  • So undifferenziert ist mir meine Zeit zu schade.

    Ja, das trifft es ganz gut. Daher wollte ich auch erstmal nachhören, ob du das ernsthaft so meinst oder ob das Ironie war. Wenn ich allerdings sehe, dass weiter unten im Beitrag dann noch Risiken durch Wasser oder durch die Frucht (also für uns?) als Argumente mit aufgeführt werden, dann möchte ich auf rases Beitrag #18 verweisen.

    Da der Zuckerrübenanbau auf Grund der genannten Strukturen (Wegfall der Zuckermarktordnung, Schließung von Raffinerien, niedrige Preise) auf dem Rückzug ist, sieht das aber eher nach einem Trojaner aus, damit auch an anderer Stelle wieder Beize möglich sein soll.


    Außerdem schafft das der Ökolandbau ja auch ohne Beize - natürlich mit einem geringeren Ertrag von durchschnittlich ca. 45-55t/ha im Gegensatz zu durchschnittlich ca. 70-75t/ha.


    Letzten Endes hätte die Öko-Variante für den heimischen Markt eine Zukunft, während man beim Konvi-Zucker nicht am Weltmarkt bestehen kann und das ist ja auch der Knackpunkt. Selbst mit Beize war man nicht konkurrenzfähig.

    "Immer wenn man die Meinung der Mehrheit teilt, ist es Zeit, sich zu besinnen." Mark Twain

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Hagakure ()

  • Nein. Ich habe ein Auto und benutze es. Ich beschränke die Fahrten, indem ich sowas wie Einkaufen am Heimweg von der Arbeit mit erledige, kurze Strecken mit dem Rad fahre... trotzdem wäre sicher viel mehr möglich, wenn ich müsste.

    Ich kaufe ja auch nur überwiegend frische Lebensmittel von lokalen Produzenten oder Bio-Ware. Wenn ich nur 100g Schinken zum Kochen brauche, nehme ich das beim Einkauf im Supermarkt mit. Ich mache lieber pragmatisch so viel wie möglich als 100% mit riesen Aufwand und "Religion" zu versuchen, um dann an meinen Ansprüchen zu scheitern und ganz hinzuschmeißen.

    Ich kann als landwirtschaftlicher Laie auch nicht beurteilen, wie viel Spritzmittel wirklich nötig sind, aber ich maße mir an zu beurteilen, dass vorbeugende Notfallzulassung nur ein Kniefall vor der Industrie ist und wieder einmal "alternativlos" sowie alles andere, bei dem der Umweltschutz zu Gunsten der Wirtschaft zurückstehen muss.

    In der Natur gibt es weder Belohnungen noch Strafen. Es gibt Folgen.
    (Robert Green Ingersoll)

  • kannst du ausschließen? Wo bleibt der Wirkstoff?

    Sechs Seiten lang hab ich mir verkniffen über das Stöckchen zu springen. Da muss ich echt standhafter bleiben... Zum Thema: Hier und da hatten Leute die ausgefallene Idee, solche Dinge auch mal zu untersuchen. Ich hab aber ehrlich gesagt keine Lust mehr, meinen Sonntag damit zu verbringen die Daten raus zu suchen und dann lapidar erzählt bekommen, dass alles ganz anders ist.


    Einen groben Überblick über die Neonics gibt die EFSA hier. Die Infos, die du suchst sind z. B. hier, hier oder hier. Wenn du liebei bei den Amerikanern liest: auch das ist möglich, etwa hier. Wir sprechen hier übrigens über eine Beize von Zuckerrübe. Das nur vorbeugend, bevor Argumente aus der Risikobewertung vom Raps o. Ä. kommen.


    Wie auch immer, ich bin raus. Schönen Sonntag, egal ob mit oder ohne entsprechender Lektüre :)

  • Es gibt aber auch Getreide, was auf schlechteren Standorten wächst.

    So wirtschaftlich und mit Abnehmern?
    (also für mehr als 1000t)

    Ich bin gespannt.

    Auf den Sandböden Brandenburgs baut man z.B. Hafer und Roggen an.

    Damit die Sandböden Ertrag abwerfen müsse die zuerst aber mal gründlich mit Mineraldünger aufdüngen, sonst wächst dort nix ausser Pionierkräuter


    Gruß

    rako

  • Schlaumeier 🍺

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?

  • Mit Mineraldünger aufdüngen können Biobetriebe nur sehr eingeschränkt und trotzdem bauen die in Brandenburg Getreide an. :/

    "Immer wenn man die Meinung der Mehrheit teilt, ist es Zeit, sich zu besinnen." Mark Twain

  • Wenn das Land schlecht genug ist, dass die Pachtpreise entsprechend niedrig sind, bleibt man mit den Kosten unter den Subventionen. Da brauch man dann auch nicht mehr wirklich düngen/ernten.