Notfallzulassung für Neonics

  • Tiere sind daher viel mehr Verwerter für "Abfälle"

    Der Mensch könnte diese "Abfälle" genauso gut direkt verwerten. Die müssen nicht erst durch ein Schwein gehen. Das wäre viel effektiver.

    Man könnte sich sogar die Ölgewinnung sparen. Es ist garnicht notwendig Fett und Eiweis für den menschlichen Verzehr zu trennen.

    Somit könnt man durchaus die Flächen einschränken, wenn man weniger Tiere mästet.

  • Tiere sind daher viel mehr Verwerter für "Abfälle"

    Der Mensch könnte diese "Abfälle" genauso gut direkt verwerten. Die müssen nicht erst durch ein Schwein gehen. Das wäre viel effektiver.

    Man könnte sich sogar die Ölgewinnung sparen. Es ist garnicht notwendig Fett und Eiweis für den menschlichen Verzehr zu trennen.

    Somit könnt man durchaus die Flächen einschränken, wenn man weniger Tiere mästet.

    Klar geht das, geht aber am Leben vorbei, keiner Snackt übermorgen eine Sojabohne statt einem Schokoriegel

  • Machen wir mal die Rechnung auf:

    1 Mio Bienenvölker in D 2019 (Quelle DIB)

    X 17l Ambrosia-Sirup (Empfehlung Nordzucker) für die Winterfütterung

    = 17 Mio l Sirup

    = 17 Mio kg = 17.000t Kristallzucker


    Bio Rübenanbau:

    45t/ha x 16% bereinigter Zuckergehalt = 7,2t/ha


    Das heißt alleine zur Fütterung eurer/unserer Bienenvölker mit Bio Rübenzucker würden wir 2.360ha Bio-Rüben brauchen.


    Und wieviele ha stehen in Deutschland? Ca 4000ha.

    Und aktuell gehen 80% in Verarbeitung von Getränken und Lebensmitteln.


    Kauft mal alle Biozucker, dann reden wir weiter!

  • Bei deiner Rechnung fehlen ein paar Zahlen. Wenn die Nachfrage sich zum Bio-Zucker verschiebt, wird auch das landwirtschaftliche Angebot folgen. Denn im Wirtschaftsjahr 2019/20 wurden in Deutschland immerhin 27.000.000t Zucker auf 372.287 ha angebaut.

    Da dürften dann potenziell noch ein paar Sack Bio-Zucker für die Imker drin sein.

    Wenn die Zahlen vom Zuckerverband stimmen, werden 72,5 t /ha (inkl. Bio) geerntet. Nach deinen Angaben sind es beim ökologischen Anbau (im Vergleich) weniger als 10% Ertrag?

  • Muss ja auch nicht jeder auf Bio-Futter umstellen, nur die, die PSM in der Landwirtschaft vermeiden möchten. Da verhält es sich wieder wie im Supermarkt.

    Aber laut aufschreien wenn gebeizt wird und andererseits schauen ob man nicht Sirup unter 50ct kriegt ist schräg.

  • Es gibt aber auch Getreide, was auf schlechteren Standorten wächst.

    So wirtschaftlich und mit Abnehmern?
    (also für mehr als 1000t)

    Ich bin gespannt.

    Auf den Sandböden Brandenburgs baut man z.B. Hafer und Roggen an.

    Da geht es weniger um Produktion, sondern darum mit den Kosten unterhalb der Subventionen zu bleiben.


    Spätestens wenn bei mir ein neuer Mähdrescher fällig wird, werde ich wohl auch auf Bio umstellen.

    Im Frühjahr ne Mischung aus Phacelia und etwas Klee säen. Im Herbst wieder abmulchen.

    200,- €/ha Kosten, 900,- €/ha Subventionen, das für drei Stunden Arbeit (oder Lohner machen lassen) pro Hektar.

    Meine Bienen haben auch noch was von.

    Aus meiner Sicht alles gut...

  • Natürlich verschiebt sich bei Nachfrage auch das Angebot! Auch wir Landwirte können Betriebswirtschaft! Beizen und andere Pflanzenschutzmittel werden nicht eingesetzt um die Imker zu ärgern. Das kannst du glauben oder du kannst es lassen.


    Zu den Zahlen: du beziehst dich bei Anbaufläche und Ertrag auf Bio PLUS konventionell. Und die 10% sind Quatsch! Zucker wächst ja nicht in Reinform auf der Fläche.

    45t/ha ist der Rübenertrag. In der Zuckerfabrik werden den Rüben dann die enthaltenen 16% Zucker entzogen.


    Also nochmal nachrechnen!


    Bei Biorüben ist ja nicht nur die fehlende Beize das Problem! Auch das Thema Unkraut ist ja bei Biorüben richtig Handarbeit!