Notfallzulassung für Neonics

  • Und das ist dann ökologisch sinnvoll, wenn um die desaströs Effizienz des Bioanbaus auszugleichen ein Vielfaches an Regenwald platt gemacht wird um den Bedarf auszugleichen?

    Ökologisch sinnvoll wäre die ganze Tierproduktion in dem Ausmaß, wie sie jetzt stattfindet, zurückzufahren und die Haltungs-Standards deutlich nach oben zu setzen. Dann würden auch mehr Ackerflächen allein für den menschlichen Nahrungsbedarf vorhanden sein.


    Der Regenwald wird ja auch nicht wegen Weizen und Co. abgeholzt, sondern wegen Tierhaltung und Sojaproduktion, was wiederum an die Tiere verfüttert wird.


    Wenn man die durch intensive Landwirtschaft verursachten Kosten nicht externalisieren würde, wäre die sog. "desaströse Effizienz" des Bioanbaus gar nicht so desaströs.

    "Immer wenn man die Meinung der Mehrheit teilt, ist es Zeit, sich zu besinnen." Mark Twain

  • Ökologisch sinnvoll wäre die ganze Tierproduktion in dem Ausmaß, wie sie jetzt stattfindet, zurückzufahren und die Haltungs-Standards deutlich nach oben zu setzen.

    Aha. Tierproduktion? Geht aber um Zuckerrüben. Das beleuchtet aber schön das Problem: es geht um eine ganz konkrete Fragestellung, aber da schüttet man dann einen ganzen Kübel gute Absicht und Ideologie drauf und am Ende erhält man die schlechtest mögliche Entscheidung.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Hätte, hätte Fahradkette...


    Fakt ist, wer Bioanbau fördert zerstört massiv die Natur!

    Wo sollen die zusätzlich benötigten Flächen herkommen?

    In Deutschland wird die Ackerfläche immer weniger.

    Den Insekten fehlt Lebensraum. Den haben die auch nicht auf Bioflächen.

  • Hätte, hätte Fahradkette...


    Fakt ist, wer Bioanbau fördert zerstört massiv die Natur!

    Wo sollen die zusätzlich benötigten Flächen herkommen?

    In Deutschland wird die Ackerfläche immer weniger.

    Den Insekten fehlt Lebensraum. Den haben die auch nicht auf Bioflöchen.

    Das ist ja mal eine groteske Verdrehung der Tatsachen, allein da von Fakten zu sprechen.


    Die intensive Landwirtschaft hat doch die Agrar-Katastrophen der letzten 100 Jahre zu verantworten. Aralsee, Dust-Bowl, zu hohe Nitratwerte im Boden, DDT etc.pp....das hat nichts mit Ökolandbau zu tun.

    "Immer wenn man die Meinung der Mehrheit teilt, ist es Zeit, sich zu besinnen." Mark Twain

  • Ökologisch sinnvoll wäre die ganze Tierproduktion in dem Ausmaß, wie sie jetzt stattfindet, zurückzufahren und die Haltungs-Standards deutlich nach oben zu setzen.

    Aha. Tierproduktion? Geht aber um Zuckerrüben. Das beleuchtet aber schön das Problem: es geht um eine ganz konkrete Fragestellung, aber da schüttet man dann einen ganzen Kübel gute Absicht und Ideologie drauf und am Ende erhält man die schlechtest mögliche Entscheidung.

    Der Kollege hat aber das DBV-Standard-Argument (und wahrscheinlich das von den "Freien Bauern") herausgekramt, dass wegen Ökolandbau der Regenwald abgeholzt wird und nicht genügend Menschen ernährt werden können.

    "Immer wenn man die Meinung der Mehrheit teilt, ist es Zeit, sich zu besinnen." Mark Twain

  • ja klar... vor 100 Jahren...


    ...dann aber bei Bio von Zukunftsvisionen phantasieren...


    Relevant ist JETZT!

    Alles andere ist Wunschdenken.

    DDT, zu hohe Nitratwerte, Insekten und -v.a. für hier relevant- Bienenschäden durch Neonics-Beize ist keine hundert Jahre her, der Aralsee starb auch erst ab den 50ern.


    Das diesselben Worthülsen wie bei den ganzen Institutionen: agrarheute, topagrar und co.


    Es hat seinen Grund, warum Neonics stark eingeschränkt wurden. Das sich gewisse Akteure nur mit mehr Spritzung und Schauermärchen zu helfen wissen, spricht Bände.


    Hier immer zu quatschen, dass einem die Bienen und Natur am Herzen liegt und gleichzeitig chemische Pflanzenschutzmittel abfeiern, während wissenschaftliche Untersuchungen nahelegen, dass u.a. PSM eine Rolle spielen ist bigott.

    "Immer wenn man die Meinung der Mehrheit teilt, ist es Zeit, sich zu besinnen." Mark Twain

  • o.k.

    Und wo willst du jetzt die ganzen zusätzlich benötigten Flächen herbekommen?

    Wie willst Du die ganzen für den Bioanbau bereits zerstörten Naturflächen wieder herstellen?

  • Wird schon nicht nur Schwarz & Weiß geben. Das die Landwirtschaft naturverträglicher werden muß, ist auch unstrittig. Nur mit gegenseitigem Anklagen kommt man da nicht weiter.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • ...indem man vielleicht doch die Tierhaltung mit Mast für übermäßigen Fleischkonsum einschränkt und so Futterproduktionsflächen anderweitig nutzen kann.

    ...indem man vielleicht weniger Energiepflanzen anbaut und so Flächen übrig behält...

    Oh Mist, ist ja schon wieder Ideologie, weil man damit Fleischkonsum und Energieverbrauch einschränken müsste. Komisch ist nur, dass mit Corona viele andere Einschränkungen ohne Probleme möglich sind, die man vorher als undenkbar bezeichnet hätte. Statt dritter Startbahn gibts im MUC gerade Pause im Terminal 1 ohne dass Bayern untergeht...

    Wenn man will, wird vieles möglich. Wenn man alles andere so lassen will, aber nur einen Punkt rausnimmt, den man ändern will, wird es wohl nicht klappen. Höher, schneller weiter ist mit Bio nicht kompatibel, aber anständig leben vielleicht schon.

    In der Natur gibt es weder Belohnungen noch Strafen. Es gibt Folgen.
    (Robert Green Ingersoll)

  • Das wird mir eindeutig zu dumm. Es wurden für den Ökolandbau keine Naturflächen zerstört. Was soll diese absurde Lüge? Fühlst du dich damit gut?


    Weniger intensive Tierhaltung und die Rücknahme von Biogasanlagen würden massive Flächen-Kapazitäten freisetzen, dann wären 95% der Maisflächen schon mal verfügbar.

    "Immer wenn man die Meinung der Mehrheit teilt, ist es Zeit, sich zu besinnen." Mark Twain