Honig in den Waben kristallisert

  • Liebe Imkerinnen und Imker,


    mir ist es dies Jahr passiert, dass Honig mit zumindest hohem Rapsanteil in den Waben kristallisiert ist. Ich habe ihn aus Zeitmangel im Frühsommer in einem kühlen, dunklen und trochenem Raum stehen lassen - und habe nun rege Nachfrage nach Rapshonig. Einen Deckelwachsschmelzer besitze ich auch - also frisch ans Werk.


    Ich habe verschiedene Verfahren probiert:


    "Verfahren" Pro Contra
    Mit den sauberen Rähmchen den Schmelzer Schnell und einfach
    Nur ca 5-7 Rähmchen, alle voller Wachs und Honig, mühsames Abkratzen der kompletten Rähmchen auf allen Seiten (da sie zum Teil übereinander liegen müssen)
    "durchdrücken" des Wabenbaus durch die Drähte, dann Auskratzen
    Draht bleibt erhalten, mehr Raum im Schmelzer, Rähmchen werden nicht erwärmt
    Honig verklebt alles, Draht stark gelängt (nachspannen), Rahmeninnenseiten müssen abgekratzt werden
    Kappen des Drahtes, Ausschneiden des Wabenbaus
    teilweise kann ich die Drähte herausziehen
    Draht hin (klebrige Rähmchen neu drahten), Rahmeninnenseiten müssen abgekratzt werden


    Kurz gesagt, bin ich bisher nicht so zufrieden. Wenn ich den Wabenbau vor dem Schmelzen rausschneide, geht das Einschmelzen besser, da könnten Drahtstücke beim Kappen sogar drinnen bleiben, die liegen dann ja auf dem Siebboden. Ich merke aber beim Ausschneiden mit dem Messer oder dem Stockmeißel, dass mir nach 15 Rähmchen dann nicht nur die gesamte Handinnenfläche glüht, auch die getackterten Rähmchen gehen ziemlich aus dem Leim...


    Wie macht die Profis das hier? Oder machen die das eben nicht und geben die nächstes Jahr als Futter in die Völker? Das habe ich mit dem Teil der Waben gemacht, der nicht ganz verdeckelt war. Black-Peterle, Du "recycelst" doch auch ganze Melizitiose-Waben, oder?

  • Auf wieviel Grad hast du ihn gestellt? Laut den Herstellern soll man mit hoher Temperatur den Schmelzvorgang über 4-5 Stunden laufen lassen. Warum stapelst du? Stell die Rähmchen nebeneinander, dann kann das Wachs Honiggemisch frei nach unten laufen.

  • Auf wieviel Grad hast du ihn gestellt? Laut den Herstellern soll man mit hoher Temperatur den Schmelzvorgang über 4-5 Stunden laufen lassen. Warum stapelst du? Stell die Rähmchen nebeneinander, dann kann das Wachs Honiggemisch frei nach unten laufen.

    Der stand auf ich glaube 90 Grad...Stapeln musste ich weil in den inneren Ring sonst nur 5 Rähmchen nebeneinander passen.

  • Moin, moin,


    Und hochkant? Oder sind da die Ohren zu lang? Und dann einmal durch den Wurstkessel schwenken? Eventuell Zwischenlager in Plastiksäcken.

    Gruß Clas

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...

  • Moin, moin,


    Und hochkant? Oder sind da die Ohren zu lang? Und dann einmal durch den Wurstkessel schwenken? Eventuell Zwischenlager in Plastiksäcken.

    Gruß Clas

    Hochkant ist zu knapp, da müsste ich das Gitter über dem Lüfter entfernen und hoffen, dass keines der Ohren hinein gerät...außerdem steht dann immer die Schmalseite im „Matsch“. Richtig Ute fließt es nur durch das Gitter, wenn kein Holz im Weg ist....

    Kann man nicht mit einem Messer am Draht entlang schneiden?

    Dicke Waben mit kristallisiertem Honig - entweder bin ich zu dem, oder es geht auch nicht gut. Bleibe immer hängen und der Draht ist danach auch endlos lang...


    Ich sehe schon, da bleibt mir wohl nur das gemauschelt. Immerhin ist die Honigausbeute sehr gut und er ist danach schon sehr sauber.

  • Soviel rein wie stehend rein geht, anmachen, nach einer halben Stunde (oder solange wie's halt dauert) austauschen mit frischen Rähmchen. Quasi im Umlauf.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • bei meiner Selbstbauvariante vom Entdeckelungsschmelzer ist der Heizdeckel ca 430x520 - passt genau auf eine Zarge, unterhalb der Zarge muß ich nur noch einen "Trichter" basteln, der auf ca 490x 290mm vom Innenmaß des GN-Siebes reduziert.


    HaroldBerlin

    Wenn du den Zargenstapel auf 40°C vorwärmst, der Honig wird zum Teil wieder aufgelöst, lässt sich das Wachs leichter ausschneiden, dann klappt der Rest im Entdeckelungswachsschmelzer schneller.

    Achtung- niemals den Heizlüfter unter den evt. tropfenden Honig stellen, sondern Luftumlauf von oben nach unten durch die Zargen.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von bienenfred ()

  • Hochkant ist zu knapp, da müsste ich das Gitter über dem Lüfter entfernen und hoffen, dass keines der Ohren hinein gerät...außerdem steht dann immer die Schmalseite im „Matsch“. Richtig Ute fließt es nur durch das Gitter, wenn kein Holz im Weg ist....

    Moin, moin,


    das ist dann wohl ein echter Vorteil von DN. Deutschnormalrähmchen passen hochkant rein. Andersum steht halt der Unterträger im Matsch.

    Gruß Clas

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...

  • Soviel rein wie stehend rein geht, anmachen, nach einer halben Stunde (oder solange wie's halt dauert) austauschen mit frischen Rähmchen. Quasi im Umlauf.

    Moin Ralf,


    6 Rähmchen, schrieb er, passen rein... das kann in die Wochen gehen. Da würde ich nochmal probieren, wieviele sich liegend darauf stapeln lassen bis oben... Klebrig sind die nachher sowieso.

    Gruß Clas

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...