Philosophisch-technische Frage zu Honigschleudern

  • N'Abend zusammen,


    beim probeweise Aufbau meiner Schleuder im frisch renovierten Mehrzweckraum ist mir eine Frage in den Sinn gekommen:

    warum zeigt bei Honigschleudern (zumindest die im Hobbybereich gängigen, die ich bisher gesehen habe) eigentlich der Ablasshahn immer in dieselbe Richtung, wie die Klappe zum Befüllen?


    Das ist doch total unpraktisch: da steht mindestens ein Eimer, den man beim Hantieren mit den Waben vor den Füssen hat. In meinem Fall (einfacher Eimerhonigsumpf) sogar deren zwei. Und damit dürfte ich ja nicht allein sein.


    Wäre es nicht pfiffiger, der Ablasshahn wäre um 90° versetzt? Dann könnte man die Eimer rechts oder links hinstellen (ggf. nach umdrehen der Traverse; bei meiner Schleuder geht das) und könnte zum Befüllen frei vor der Schleuder stehen. Wäre das nicht viel praktischer?

    Munterbleiben!


    Erste Gehversuche mit 3 WV und einem Ableger in 12er Dadant mod.

  • sofern du die Schleuder nicht in eine Ecke stellen willst schon. Sonst müsste es links und rechts Variante geben...

    In der Natur gibt es weder Belohnungen noch Strafen. Es gibt Folgen.
    (Robert Green Ingersoll)

  • Sonst müsste es links und rechts Variante geben...

    Wie gesagt: bei meiner Schleuder kann man die Traverse mit dem Motor (und damit die Abdeckungen) um 180° drehen. Da könnte man sich also aussuchen, ob der Ablass nach rechts oder links zeigen soll (wäre die Schleuder so konstruiert). Ich weiß aber nicht, ob das üblich ist.


    So wie es aussieht, werde ich das tatsächlich dennoch tun, Ablass in dem Falle also nach hinten. Klingt erstmal lustig, so wie ich es mir momentan denke, wäre das aber dennoch praktischer, als den Ablass nach vorn zeigen zu lassen.


    Ideal wäre Hahn um 90° versetzt.


    PS nein, ideal wäre: Richtung des Auslasses frei wählbar. Aber das wäre recht aufwändig zu konstruieren.

    Munterbleiben!


    Erste Gehversuche mit 3 WV und einem Ableger in 12er Dadant mod.

  • Bei der kleinen Anfängerschleuder spielt das noch keine Rolle, da der dann noch kleine Eimer fast unter der Schleuder verschwinden kann. Größter Vorteil ist, dass man den Eimer dann automatisch immer im Blick hat, dass er nicht überläuft.

    Bei organischem Wachstum, macht man dann schon oft einen zweiten Quetschhahn dazu, bei Schleuder Nr. 2 (so bei mir), spätestens bei der Dritten.

    Mir gefällt wie Du denkst. ;)


    Grüße

    Peter

    Man kann ohne Bienen leben, aber wie halt.

  • Größter Vorteil ist, dass man den Eimer dann automatisch immer im Blick hat, dass er nicht überläuft.

    Das habe ich auch schon überlegt. Und ich kenne das Problem von meinem Brauequipment. Da gibt es auch so eine Stelle. Aber wenn alle Stricke reißen, gibt es ja inzwischen erschwingliche Niveauwächter, die das übernehmen könnten (die ich im Imkereibedarf fand und ich überlege, schon für o.g. Zweck mal einen anzuschaffen).

    Mir gefällt wie Du denkst.

    Ich bin mal so naiv, dass nicht als Ironie aufzufassen und danke für die Blumen :).


    Ich versuche gerade, mir zu überlegen, wie ich das Geraffel im Schleuderraum möglichst ergonomisch aufgestellt bekomme. Ein Ablasshahn seitlich würde das sehr vereinfachen. Und ich kann mir nicht vorstellen, dass das nur für meine Gegebenheiten viel praktischer wäre :/.

    Munterbleiben!


    Erste Gehversuche mit 3 WV und einem Ableger in 12er Dadant mod.

  • Warum zeigt bei Honigschleudern (zumindest die im Hobbybereich gängigen, die ich bisher gesehen habe) eigentlich der Ablasshahn immer in dieselbe Richtung, wie die Klappe zum Befüllen? [...] Wäre es nicht pfiffiger, der Ablasshahn wäre um 90° versetzt?

    Hallo Waldi,


    bei meiner Schleuder is das übrigens so gelöst...vielleicht sind es nicht genau 90 Grad, aber der Hahn ist seitlich versetzt gegenüber der Mitte der Klappe. Ist für mich ganz angenehmem, aber in der Tat hat man dann den Eimer oder Hobbock nicht so gut im Blick.

    Da meine Schleuder auch noch die -sinnvollerweise- an einem Beinbefestigte vollautomatische Steuerung hat, die ebenfalls versetzt wurde, bewegt man sich immer wieder ringsum die Schleuder herum...


    Dafür ärgerte mich meine damit, das zwar ein Hobbock darunter passt, es anber mit einem Doppelsieb extrem knapp wird.

  • Ich habe die Traverse auch 'verkehrt' herum aufgesetzt, damit ich nicht ständig über dem offenen Eimer hantiere. Das ist für mich nicht nur eine Frage der Ergonomie, sondern auch der Hygiene.

    Nächstes Imkerforumstreffen am 26-28.3.2021 im Jagdhof Kleinheiligkreuz bei Fulda!

  • Hmm... Ich habe die Traverse auch so aufgesetzt das ich auf der einen Seite Befülle und sich der Auslauf auf der anderen Seite befindet.

    Habe dies bisher auch für richtig/normal gehalten und wäre nicht auf die Idee gekommen das Befüllen und bei manuellem Antrieb auch noch das Schleudern über dem offenen Eimer zu machen.

    Das wäre für mich die absolute Notlösung bei beengten Platzverhältnissen wenn die Schleuder in einer Raumecke stehen muss.

  • Als Problemlösung hätte ich als Idee beizusteuern, beim Edelstahlverarbeiter Deines Vertrauens mit dem abgeschraubten Quetschhahn vorstellig zu werden und einen 90° Bogen mit einem beliebig langen Rohr verschweißen zu lassen. Am Bogen das passende Innengewinde und am Ende des Rohres das entsprechende Außengewinde. Da, dann den Quetschhahn aufschrauben und den Bogen in die Schleuder reindrehen. Dann wäre der Eimer wahlweise links oder rechts, trotzdem verschließbar und sichtbar, außerdem stört er Dich nicht bei der Arbeit.


    Grüße

    Peter

    Man kann ohne Bienen leben, aber wie halt.

  • black.peterle ... nur dass Du mit jedem cm Rohr wieder etwas an Auslaufhöhe verlierst, wenn ein Gefälle drin sein soll.


    Waldi : Ich verstehe Dein Problem nicht ganz. Rähmchenbestückung kannst Du doch auf beiden Seiten der Traverse machen, oder geht das bei den Motorschleudern nicht? Und wie Kiki schon richtig bemerkt hat, über dem Eimer kurbeln geht halt auch nicht. Außerdem hast Du ja Arme mit einer gewissen Reichweite, so dass Du Standpunkt der Füße und Arbeitsbereich Bestückung ja variieren kannst. Oder?


    Grüße

    Roland