Pollengewinnung und Lagerung zur Königinnenvermehrung

  • Moin,

    Wie schon im Titel geschrieben hab ich vor nächstes Jahr für die Königinnenvermehrung Pollen zu ernten. Die Tage habe ich eh etliche Nicot Böden und Futterzargen in Frankreich bestellt und dachte warum nicht auch ein paar Pollenfallen.
    Ich hab mich für das Model Big Guy Anel entschieden.
    Die Völker stehen am Haus können also Problemlos täglich, zur Not auch mehrmals geerntet werden. Die Frage ist nun müssen die Pollen getrocknet werden bevor sie in die künstliche Pollenwaabe gerieben werden können oder reicht es wenn die Pollen vorher ein paar Tage eingefroren werden ?

    Ich habe keine Ambitionen zum Pollenverkäufer zu werden und möchte daher auf die Anschaffung eines dörrapparates verzichten. Könnte mir aber gut vorstellen den Pollen einzufrieren und in Pollenarmen Zeiten über den Fütterer zu geben sofern das irgendwie möglich ist.
    vielleicht hat ja jemand Erfahrung damit.

    Die künstlichen Pollenwaben habe ich bei Michael Palmer und auch bei B. Heuvel gesehen und ich möchte die bestmögliche Versorgung der Larven ermöglichen.

    Bei uns gab es dieses Jahr Zeitweise eine leichte Unterversorgung.

  • Chrisbee Die Frage habe ich mir im Verlauf dieses Jahres auch schon gestellt! :thumbup: Ich wollte dann aber keine weitere Baustelle mehr eröffnen und habe die Idee dann gleich wieder begraben … ;)

    «Wer heute die Dunkle Biene, die Carnica oder die Buckfast will, findet dieselbe Ausgangslange vor: Allein intensives Züchten und gepflegte Belegstationen entscheiden darüber, ob sich die gewünschte Rasse halten, bzw. erhalten lässt. Der Unterlassungsfall nennt sich Swissmix, hat alle erdenklichen Eigenschaften und ist vor dem Anspruch der Biodiversität wertlos» (aus: mellifera.ch-Magazin, April 2018, S. 10).

  • Die künstlichen Pollenwaben habe ich bei Michael Palmer und auch bei B. Heuvel gesehen und ich möchte die bestmögliche Versorgung der Larven ermöglichen.

    Bei uns gab es dieses Jahr Zeitweise eine leichte Unterversorgung.

    Auch zum Zeitpunkt der Vermehrung im Frühjahr/Frühsommer? Den Aufwand den Heuvel betreibt, mag für seine Zwecke ok sein, für eine normale Vermehrung im Hobbybereich sehe ich da keine echte Notwendigkeit, wenn man nicht in einer total ausgeräumten Landschaft imkert.

  • Chrisbee , ich würde den Aufwand auch nicht treiben aber vom Gedanken her die Larven optimal zu versorgen, ist es schon richtig und vielleicht gibt es ja einige %-Punkte. Berichte mal bitte darüber :-). Sehr gut finde ich Deine Idee, den Extrapollen aus eigener Ernte zu nehmen und nicht spanischen zu verfüttern...

    Wenn Du es machst, dann solltest Du auf jeden Fall vorher trocknen, allein deshalb schon, weil er dir sonst verschimmelt! Ich würde also trocknen und einfrieren, am besten im Dörrschrank trocknen und dann schockfrosten und dann ins Gefrierfach.

    Viel Erfolg, Rudi

  • Ähhhhhhhh..............., was hat Pollengewinnung mit Königinnenvermehrung zu tun ?????????????

    Zusätzliche Pollenfütterung sorgt (in Mangelsituationen) dafür, dass trotzdem vitale Brut gepflegt wird, aus der man gut umlarven kann und fördert gleichzeitig die Pflegefähigkeit der jungen Bienen für die Versorgung der Weiselzellen. Solche Zusatzfütterung ist in meinen Augen bei der Königinnenvermehrung aber nur notwendig, wenn man unabhängig vom natürlichen Pollenfluss Königinnen ziehen muss/möchte. Bei einem Königinnenbedarf wie ihn Mike Palmer hat - sicherlich sinnvoll. Bei der Größenordnung, die Bernhard inzwischen hat, sicherlich auch.

    Aber wenn man nur 1-2 dutzend Königinnen braucht, und selbst wenn man seine Serie "auf Termin" für die Belegstelle machen muss, stellt sich die Frage, ob man nicht einfach eine Woche früher oder zwei später fährt.

    Belegstellenbetreiber, die Woche um Woche fitte, gut versorgte Drohnen garantieren müssen, haben da schon eine andere Herausforderung. Die brauchen nämlich dafür auch guten Pollen.


    Gruß
    Ludger

  • Ich habe einige Studien gelesen.

    Laut den Studien bringen diese "Reizfütterungen" langfristig keinen Gewinn.

    Kurzfristig geht es etwas aufwärts aber auf die gesamte Entwicklung von Brut und Völkern soll das nichts bringen.

    Außer bei schlechter Versorgung (Tracht) oder Hunger!


    Rolf

    Konfuzianer:

    "Man soll ein anständiges Menschenleben führen, aus dem einfachen Grund, weil man ein anständiges Menschenwesen ist."

  • Zusätzliche Pollenfütterung sorgt (in Mangelsituationen) dafür, dass trotzdem vitale Brut gepflegt wird, ...


    Gruß
    Ludger

    Tut mir leid , aber wenn Völker in dieser Zeit (der Königinnenzucht) an Pollenmangel leiden sollte man schnellstens den Standort wechseln.

    Alles andere ist nur Murks und Kitterei.

    Pflegevölker müssen immer aus dem Vollen schöpfen ! Und keine Zufütterung kann die Natur ersetzen. Mangel bleibt Mangel. Da ändert auch die beste Zufütterung nichts.

    ... alle sagten das es unmöglich ist, .... bis einer kam der das nicht wußte

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  • Da ich nicht jeden Tag am Stand vorbeikomme, habe ich bisher auf Pollenfallen verzichtet. Die sollten möglichst in den Böden integriert sein statt vor dem Flugloch, und täglich geleert werden (nach Aussage von mehreren Berufsimkern )

    Hat jemand Erfahrung mit den o.g. gelben Plast-Vorsätzen - ich habe davon 2 neue bei einer Auflösung in der Kiste gehabt.

  • Ich habe eine Vorbaupollenfalle in Holz dieses Jahr betrieben.

    Tägliche bis 2 tägige Entleerung ja, die kleine Menge sofort auf der sonnigen Fensterbank getrocknet. Der Pollenkamm war nur auf die halbe Breite des Flugschlitzes eingeschoben und brachte noch ausreichend Pollen. Es ist erstaunlicherweise nicht so, das die Bienen den bequemen (offenen) Eingang nehmen. Nein sie gingen bei mir schnurgerade vom Landepunkt in die Beute und verloren so den Pollen am Kamm.

    Das hat als Testpilot für mich erstaunlich gut funktioniert und ist ausbaufähig.


    Liebe Grüße Bernd.

    Pushen wir uns nicht an den Stöckchen dieser Welt, bewegen wir Baumstämme, auf denen wir stehen.

  • Ich hab das letztes Jahr gemacht, allerdings nicht mit Pollen, sondern einfach Ultrabee, nach dem zuhängen der Larven so ca. 100-150g auf die Oberträger. Wurde auch angenommen.

    Obs was bringt - keine Ahnung, aber schaden kanns auch nicht, werds also wieder machen. Kostete ja kaum Zeit & Geld...


    Hat auf jeden Fall schöne Zellen gegeben...

    Woran das jetzt lag kann man natürlich nicht sagen...


    Mikrowellen-Essen aus biologischem Anbau lässt uns nur so leise aufstoßen, dass sich niemand belästigt fühlt.


    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Imker_luis ()

  • ma nen Tip Luis.

    icko hat Zuchtrahmen in deren extra hohen Oberträger ne Futterkammer gefräst ist. Da drin kannst Pollen etc. sehr gut füttern. (mach ich auch) über Nacht is das Ding leer...

    Feiner (trockener) Kristallzucker zusätzlich gegeben, bringt die (Futtersaft)Drüsen der Pflegebienen auf Drehzahl....;)

    Das, was du sicher weisst, hält dich vom Lernen ab.

    sine missione

  • Tut mir leid , aber wenn Völker in dieser Zeit (der Königinnenzucht) an Pollenmangel leiden sollte man schnellstens den Standort wechseln.

    Alles andere ist nur Murks und Kitterei.

    Ich hätte am liebsten einen Stand in der Wüste. Zufüttern wie man es benötigt, keine Probleme mit zu wenig oder zu viel Tracht bzw Honigtau etc.

    Ansonsten bi ich natürlich voll bei dir.

    Ich hab das letztes Jahr gemacht, allerdings nicht mit Pollen, sondern einfach Ultrabee, nach dem zuhängen der Larven so ca. 100-150g auf die Oberträger. Wurde auch angenommen.

    Da ist es schon zu spät. Die künftigen Ammenbienen müssen im Paradies leben um volle Leistung bringen zu können.

    Feiner (trockener) Kristallzucker zusätzlich gegeben, bringt die (Futtersaft)Drüsen der Pflegebienen auf Drehzahl....

    So sieht es aus, ein beständiger Nektarfluss regt die Produktion der Drüsen an.

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit