Warum ist eine Starkstromrührmaschine günstiger wie eine 230V Rührmaschine

  • ist das dein Ernst mit den 220V / 380V im Osten von Berlin??

    Hab gedacht wir hätten mittlerweile in ganz Deutschland 230V / 400V.


    gruß

    rako

  • ist das dein Ernst mit den 220V / 380V im Osten von Berlin??

    Hab gedacht wir hätten mittlerweile in ganz Deutschland 230V / 400V.

    Technisch richtig, jetzt haben wir überall 230V/400V - aber das wissen die Meisten noch nicht ;) - Sprachgebrauch ist oft noch 220V/380V und bei meiner Antwort wollte ich nicht "klugscheißen" ;) - und ich denke die anderen haben es entweder nicht besser gewusst oder es auch nicht berichtigt, da die Voltzahl nicht so wichtig ist die die Anschlußart, Bauart von Geräten und Verkabelungstechnik, die hier diskutiert wurde...

    • Offizieller Beitrag

    Wie kann man denn zwischen zwei Phasen 220 V haben?

    Das liegt nicht am Hausanschluss bzw. der älteren Installation im Haus, sonder am Versorgernetz an dem das Haus angeschlossen ist. Da hilft es auch nicht sich einen neuen Drehstromzähler installieren zu lassen. Das Problem liegt bereits bei der das Haus versorgende Zuleitung von der nächsten Trafostation. Also da muss erst der Versorger aktiv werden.

    Gruß Eisvogel

  • https://de.wikipedia.org/wiki/Netzspannung


    DAS ist nicht das Problem!

    Wir reden hier von einer abweichenden Schaltung und Leitungsführung im Niederspannungbereich und Hausbereich, das nur noch einige Straßen in den Außenbezirken von Berlin betrifft. Wenn der Versorger die Niederspannungsversorgung auf Standard 400V-Drehstrom umschalten will (alte Trafostationen und Schaltanlagen erneuert), müssen vorher alle noch angeschlossenen Häuser auch auf den aktuellen Standard umgestellt werden.

  • Ich habe auch nur eine Phase ab Stromzähler.

    Mein Rührwerk ist gerade im Bau.

    Mittwoch ist der Schweißer fertig.

    Nen Kollege (Fachmann) macht die Elektrik.

    Ich muss mein SEW Winkelgetriebe auch mit Kondensator betreiben...

    Werde berichten wenn fertig.

  • Ich muss mein SEW Winkelgetriebe auch mit Kondensator betreiben...

    Werde berichten wenn fertig.

    Die paar Watt für ein kleines Rührwerk macht auch der sogenannte Lichtstrom. DU rührst ja so wieso nicht tagelang am Stück. Doof ist nur wenn du den Honigraum mit nur einer Sicherung abgesichert hast, und willst gleichzeitig.........

    Ich hatte Glück und habe 3 Phasen in der ehemaligen Waschküsche.

    Bis bald

    Marcus

    40 Wirtschaftsvölker auf DN 1,5, 8 Miniplus, 20 Ableger Dadant, Zander und DN, Waage 401

  • Und mir hat der lokale Netzbetreiber an der Hotline erzählt' dafür bräuchte ich einen anderen Zähler, weil anderer Anschluss, damit sogar einen anderen ZählerKasten am Übergabepunkt .... usw.

    Wir hatten bis vor ein paar Jahren hier "altes Netz"-Drehstrom. Schon beim Hausbau (2002) stellte sich heraus, das die Estrich -Rührmaschine nicht angeschlossen werden konnte und ein teurer Stromerzeuger angemietet werden mußte um den Baustop zu verhindern. Als dann die Umstellung auf "neues Netz" kam (ca. 2012 oder so) wurde der Sauna-Ofen nicht richtig warm und mußte anders angeschlossen werden. Im Sicherungskasten hat der Elektriker auch einiges umstellen müssen, kann sein das da auch ein anderer Zähler rein mußte...

  • Nun bin ich etwas spät dran mit meiner Antwort....

    es gibt imer noch Haushaltsanschlüsse die keinen Drehstromanschluss haben. Elektroherde kann man meist auch an 230 V betreiben. Es ist also durchaus sinnvoll einmal seine Zählertafel zu betrachten.

    es gibt? (gab noch 2004/2005) im Osten Berlins in einigen Gebiete noch Hausanschlüsse mit 220V zwischen den Phasen- zwischen 2 Phasen 220V, statt 380V-Drehstrom von. Ein Gebiet in Kaulsdorf wurde vor 2-3 Jahren auf Drehstrom umgestellt, da musste die Hausinstallationen vom Elektriker geändert werden, bevor der Versorger dann die Hausanschlüsse auf 380V-Drehstrom umstellen konnte.


    Dazu kommen alte Zählertafeln, die nicht für 3Ph ausgelegt waren und Sicherungsverteiler mit einer Reihe Schraubsicherungen statt den heute üblichen Installationsleisten in den Verteilern

    So langsam versteh ich die Zusammenhänge, denn erklären konnte es mir die Hotline nämlich nicht...

    Ich wohne im Berliner Osten, genau dort wo es wie von Bienenfred beschrieben, diese komische „Bergbau-Variante“ gab.... nenne ich mal so, weil es damals bei meiner Recherche zum Netz hieß, außer bei uns in einem kleinen Teil des Beziks gäbe es dass nur noch ein einigen ehemaligen Bergbaugebieten... Und ja, das Haus ist von 1934. Bei der Sanierung kam nicht nur in den Wänden Übles zu Tage (genagelte und völlig versprödete, diagonal gespannte Flachkabel aus Alu, umsponnene Aludrähte und die überquellenden Verteilerdosen), der erste Elektriker hat gleich mal den ganzen Schaltschrank ausgeräumt, was sich dann als Fehler erwies...Die zwei Sicherungen pro Kreis kannte er auch nicht.


    Bei uns wurde aber vor drei oder vier Jahren das System umgestellt... Neuer Zähler und neues Verdrahten im Schaltschrank - und das an einem Tag parallel in der ganzen Straße, weil dazu ja das Netz abgeschaltet wurde. Sah aus wie ein Fest der Innung....


    Ich ging daher davon aus, dass wir mit der neuen Verdrahtung im Schaltschrank und den neuen Zählern, die nach der Abnahme reinkamen, dann auf den Standard wären.... ist es dann aber wohl immer noch nicht so, was wohl durch die alten Zählertafeln und die alten Leitungen in der Straße begründet ist. Ab Sicherungskasten ist seit der Sanierung eh alles neu...

  • Hallo,


    das Problem bei Motoren, gerade bei drehzahlvariablen Motoren mit Frequenzumrichter liegt in der Symetrie/ Unsymetrie die nachher im Netz herrscht. Jeder Motor der dynamisch drehzahlgeregelt wird belastet das Netz mit Oberwellen und Schwingungen, weiterhin ergibt sich durch die Induktivitäten in einem Motor eine Verschiebung von Strom zu Spannung. Solche Sachen belasten entsprechend die Netze. Hast du nun einen 1-phasigen Motor (230V) belastet der das Netz, auch wenn nur ganz wenig, unsymetrisch. Bei 3-phasigen Motoren werden die Leistungen auf die 3 Leiter verteilt.


    In Industrieanlagen werden bspw. Kompensationsanlagen gebaut, die diese anfallende Blindleistung von Induktivitäten etc. kompensieren.

    Es gibt Kraftwerke die fahren nur als "Phasenschieber" um hier ein gewisses "Gleichgewicht" herzustellen.


    Also wer größere Motoren einsetzen möchte, tut sich und dem Netzbetreiber einen großen Gefallen indem er 3-phasige Motoren einsetzt. Sind i.d.R. günstiger, haben mehr Kraft und sind besser für das Netz.


    Gruß Chris

  • Schwerer Tobak hier mit sehr viel physikalischen/elektrotechnischen Hintergründen aber auch teilweise einer munteren Verquickung von Wissensgebieten, die ich jetzt wegen OT nicht weiter korrigieren/kommentieren mag. (kann man gern mal im Imkersofa oder Elektro Board diskutieren)


    Um es mal für einen Imker auf den Punkt zu bringen, bitte schaut ob ihr schwere/größere Maschinen mit Motoren um/über 1KW Leistung als Drehstromausführung bekommt.

    Dazu ist es vorteilhaft eine CEE 32A 3phasige Steckdose mit passender Absicherung installiert zu haben. Sofern man mehrere 3phasige Geräte hat, ist ein schön wenn man Kleinverteiler von der Decke hängen hat oder mobile Kleinverteiler für CEE / Schuko Steckdosen zur Verfügung hat.

    Bei Maschinen mit vorgeschriebener Drehrichtung oder Drehrichtungsumkehr, Schutzschaltungen sind besondere Bedingungen zu beachten. Bitte experimentiert da nicht für euch herum und bastelt was zurecht, sondern wendet Euch an einen Fachkundigen.


    Liebe Grüße Bernd.

    Pushen wir uns nicht an den Stöckchen dieser Welt, bewegen wir Baumstämme, auf denen wir stehen.

  • Stichwort "symetrisch" - "Asynchronmotoren" heißen sie, dieser Begriff fiel mir nicht ein. Diese Art Motor lässt sich mit vorgeschaltetem FU regeln, auch wenn es eine 220V-Variante sein sollte.

    Ja, Asynchronmotoren heißen sie aber, weil der Läufer asynchron zum Statorfeld läuft. Bei Synchronmaschinen erfolgt das halt synchron.


    Aber jetzt genug off-topic.


    Gruß Chris