Bewertung von Königinnen - Praktische Herangehensweisen gesucht

  • Vielen Dank für die ausführliche Erklärung! :thumbup:

    Gibt es einen allgemeinen Konsens, wann man noch von Verwandschaft der Vater- und Mutterlinie spricht bzw. ab wievielen (zurückliegenden) Generationen bis zum gemeinsamen Ursprung nicht mehr? Wird sowas überhaupt geprüft, zB. um einige Merkmale erbfester zu stabilisieren (Stichwort Inzucht) oder geht man dann eher den Weg der künstlichen Besamung mit direkten Verwandten der halbwegs gleichen Generation?

  • Verwand ist man nach meinem Verständnis, solange sich da ein gewisser Prozentsatz gleichen Erbgutes nachweisen lässt.

    Ich habe im Kopf ab 4. Generation spielt das dann nicht mehr so die Rolle, aber es sind immer noch 6,25% Anteil aus der Abstammung jedes Elternteil enthalten.


    Im Enddefekt bleibt es von Generation zur nächsten Generation bei der Halbierung der Anteile.


    Wenn man das jetzt aufdröselt bis zur 1. Biene hat man dann den Urschleim mit Anteilen woraus, bzw in Abstufungen zur xten Generation dann deren Verwandschaftsverhältnis.


    Liebe Grüße Bernd.

    Pushen wir uns nicht an den Stöckchen dieser Welt, bewegen wir Baumstämme, auf denen wir stehen.

  • wie unterscheidet sich die Betriebsweise von Zuchtvölkern bzw Zuchtvölkern in Leistungsprüfung mit WV? Bzw wie muss ich die die bekannte Betreibsweise für WV anpassen? Das muss ich noch ausknobeln, gefunden habe ich noch nicht viel

  • Gar nicht, denn das ist ja der Witz, das du sie in deiner normalen Wirschaftsumgebung bewertest und genauso wie die anderen Völker führst.

    Sonst kannst du mögliche Unterschiede ja nicht real vergleichen.


    Liebe Grüße Bernd.

    Pushen wir uns nicht an den Stöckchen dieser Welt, bewegen wir Baumstämme, auf denen wir stehen.

  • Gar nicht, denn das ist ja der Witz, das du sie in deiner normalen Wirschaftsumgebung bewertest und genauso wie die anderen Völker führst.

    Sonst kannst du mögliche Unterschiede ja nicht real vergleichen.


    Liebe Grüße Bernd.

    naja, zb werden ja die Zuchtvölker ned geschiedet

  • Wer sagt das?


    Was meinst du eigentlich mit Zuchtvölker?

    Du mischt hier scheinbar mehrere Sachen.

    Zuchtvölker in der Leistungsbewertung und Völker mit Zuchtkönigin zum Nachziehen ?


    Liebe Grüße Bernd.

    Pushen wir uns nicht an den Stöckchen dieser Welt, bewegen wir Baumstämme, auf denen wir stehen.

  • Wer sagt das?

    jeder Züchter, mit dem ich bisher gesprochen habe, die Königin muss zeigen was sie kann in der Leistungsprüfung, auch im zweiten Jahr werden sie oftmals nochmal geprüft also wieder kein schieden, erst ab dann schieden oder ins Mini, damit die Genetik lange erhalten bleibt

  • Gar nicht, denn das ist ja der Witz, das du sie in deiner normalen Wirschaftsumgebung bewertest und genauso wie die anderen Völker führst.

    Sonst kannst du mögliche Unterschiede ja nicht real vergleichen.


    Liebe Grüße Bernd.

    naja, zb werden ja die Zuchtvölker ned geschiedet

    Nein. Die Königin muss ihre Leistung unter den Bedingungen zeigen, die ihre Nachkommen im Betrieb hinterher auch erwarten können. Sonst vergleichst du Äpfel mit Birnen. Und Schieden im speziellen wirkt ja nicht leistungsbegrenzend, sondern das muss das Volk auch mitmachen.
    Ein Züchter mit Erwerbsbetrieb wird seine potenitellen Zuchtköniginnen nicht anders führen können, wie die Ertragsgvölker. Das würde ja auch die Selektionsbasis dramatisch verkleinern.

    Grenzen sind konstruiert. Was uns trennt und verbindet, wird von Menschen gemacht.

  • Schieden und Pressen sind 2 Sachen.


    Wenn ich schiede, mache ich das im ersten Step evt auf die zu erwartende Maximalleistung eines Volkes, bzw 1 Brutwabe weniger.


    Wenn ich merke, das Volk kann mehr, dann gibt es noch eine weitere Wabe dazu.

    Bzw es wird von Anfang an dynamisch geschiedet, wenn in die Randwabe reingebrütet wird, bis keine Brut mehr auf einer neuen Wabe angelegt wird.

    Pressen bezeichne ich, wenn es einen fixen Brutwabensatz gibt, der kleiner als die maximale Brutleistung eines Volkes ist.


    Das kann aber jeder in seiner Völkerhaltung halten wie er will.


    Wenn man dynamisch oder teildynamisch schiedet, kannst du die zu bewertenden Völker auch in der Brutvitalität bewerten, sonst eigentlich nicht.


    Liebe Grüße Bernd.

    Pushen wir uns nicht an den Stöckchen dieser Welt, bewegen wir Baumstämme, auf denen wir stehen.

  • Wenn ich merke, das Volk kann mehr, dann gibt es noch eine weitere Wabe dazu.

    Bzw es wird von Anfang an dynamisch geschiedet, wenn in die Randwabe reingebrütet wird, bis keine Brut mehr auf einer neuen Wabe angelegt wird.

    an diese herangehensweise hatte ich auch gedacht, bedarf aber wieder mehr Eingriffen im Brutraum

  • Dann siehst Du nicht, wie sie im direkten Vergleich auswintern. Für Frühtrachtimker wie mich nicht ganz unwichtig. Adam konnte das egal(er) sein, der hatte nur Heide.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife