Oxalsäurebehandlung von heute an in drei Wochen (?)

  • Vorweggenommen, alles unter 3 WG ist nicht (einigermaßen) stabil lebensfähig und stirbt nächstens. Will man noch vereinigen muss man diesen Rest meist vorher erwärmen, damit man sie einem stärkeren (!) zugeben kann.

  • Moin Manuel,


    imho würde ich eher die Schwachen mit mittelstarken oder stärkeren Völkern vereinen.


    Zwei Schwache machen kein starkes oder überwinterungsfähiges Volk aus. Aber wie hier schon einige mal thematisiert, sollte bekannt sein, wie stark, wie schwach sie sind.

    Hast du Windeln drunter, so dass du durchs Gemül besetzte Wabengassen ausmachen kannst?


    Viel Erfolg beim Vereinen! :thumbup::)

  • Frage: Was bringt das schwache für das starke Volk tatsächlich, außer vorübergehend mehr Bienen. Meistens sind es ja ältere „Jahrgänge“.

    Bienenhaltung in modifizierten Warre-Beuten, BR und HR unterschiedliches Wabenmaß, Naturbau im BR und in einzelnen Völkern auch Stabilbau, Einzelaufstellung mit mehreren hundert Meter Abstand an zwei Aufstellungsorten.

  • M.E. geht es darum, die Bienen nicht über den Jordan zu schicken sondern die Chance zum Überleben.


    Frage: Was bringt das schwache für das starke Volk tatsächlich, außer vorübergehend mehr Bienen. Meistens sind es ja ältere „Jahrgänge“.

    Wenn man sich mit solchen Überlegungen trägt, kann man natürlich einfach beide schwachen Völker zusammenlegen und sie beisammen hops gehen lassen!!


    Die Frage, was es dem starken Volk bringt oder nicht, stellt sich nicht!!

  • dachte, wäre klar:


    Nur schwach mit schwach ?!

    Und nicht stark mit schwach.....

    Schwach hat doch seine Gründe.

    Die Chancen für schwach + schwach sind doch dann ein wenig besser.

    ( schwach wäre bei mir DN, weniger als 5 WG besetzt.)




    Also manu_nr !


    Erkläre es und spreche !:)

  • Den Sinn sehe ich darin, die KÖ zu erhalten.

    Mir sind die Spätschwärme (August) verschwunden/ kaputt gegangen.

    Mir stellt sich die Frage... wie kann ich die KÖ noch erhalten.

    Notumsiedlung auf M+ um ihnen den geringeren Raum in kleiner Traube zu bieten? 5 Gassen M+ sollten sich doch besser als 1e sonstwas halten.

  • man muß nicht alle retten- ein bißchen natürliche Auslese zulassen;

    im Baum überleben auch nur ein Teil der Schwärme und in manche Bäume ziehen auch keine Schwärme ein.

    Oder ist in eine Bienenbox oder Schiffertree schon mal ein Schwarm freiwillig eingeflogen?

  • Den Sinn sehe ich darin, die KÖ zu erhalten.

    Mir sind die Spätschwärme (August) verschwunden/ kaputt gegangen.

    Mir stellt sich die Frage... wie kann ich die KÖ noch erhalten.

    Notumsiedlung auf M+ um ihnen den geringeren Raum in kleiner Traube zu bieten? 5 Gassen M+ sollten sich doch besser als 1e sonstwas halten.

    würde ich nicht mehr machen ( mache ich auch nicht) .

    a) lassen wie es ist

    oder

    b) vereinen, auch wenn es schwer fällt, eine KÖ zu verlieren. ( hatte das im November auch machen müssen)

    Schauen woran es evtl. lag ( Volksstärke) ?


    Auf Ableger im nächsten Jahr konzentrieren und weiter geht's.


    a) wie " abwarten"

    b) wie "besser" ;)

  • Die schlechte Nachricht: Zwei Völker sind sehr schwach. Ich bin mir nicht sicher, ob die den Winter überleben. Wir werden sehen.

    dann leg die Beiden doch schnell zusammen.

    Bei uns sind auch zwei Völker sehr schwach, ebenfalls bei der Oxalsäure-Träufelbehandlung gesehen. Wir lassen diese so wie sie sind und hoffen, dass sie überleben. Jetzt noch Unruhe reinbringen, halte ich für zu spät, am Ende überlebt keins der zusammengelegten Völker, befürchte ich.

    Letztes Jahr hatten wir ebenfalls einige Schwächlinge ausgewintert, die dann zur Spättracht sehr stark geworden sind und noch eine gute Honigernte Ende Juli ermöglichten.


    Interessant ist m.E. die Frage, warum die Völker jetzt so schwach sind (sehr schwach = 3 Wabengassen DNM 1.0). Denn wenn ich das weiß, kann ich es im nächsten Jahr vielleicht besser hinbekommen.


    Wir haben dieses Jahr letztmalig Ein-Waben-Ableger ("EWA-Krüppel") mit Königin selbst nachschaffen gebildet. Es war Ende Mai.


    Heraus kam, dass erstmal es zwei Wochen dauerte, bis die neue Königin schlüpfte. Wetter war nicht so pralle, nach weiteren zwei Wochen war sie in Eilage. Wurde dann von den Bienen entsorgt, weil irgendetwas an der Königin nicht passte, es wurde nachgeschaffen. Wieder Wochenlang Brutpause. Die zweite nachgeschaffene Königin war in Eilage, es waren aber zu wenige Bienen da, die die Brut wärmen konnte. Dazu kam, dass wir das Jungvolk einmalig mit Milchsäure behandelten. Das hat, einmalig durchgeführt, einen recht niedrigen Wirkungsgrad. Die Milbe vermehrte sich in dem Völkchen, zwar waren in der Brut nur wenige Milben zu sehen, aber offenbar schlüpften doch zuviele "angepiekste" Bienen - im Oktober noch sah das Volk mit 6 Wabengassen einigermaßen ok aus, wenn auch nicht stark, und jetzt nur noch 2-3 Wabengassen.


    Das hat für kommendes Jahr einige Konsequenzen:

    1) Wir statten die Ein-Waben-Ableger direkt mit unbegatteten, gut aufgezogenen Königinnen aus (über Zweitschlupfzelle sollte die Annahme funktionieren). Diese können dann direkt loslegen mit dem Eier legen, ohne große Brutpausen. Und es wird (sehr wahrscheinlich) nicht erneut nachgeschaffen, weil es eine gute Königin ist.

    2) Wir statten die EWA mit etwas mehr Bienen aus, so dass diese die Brut besser wärmen können.

    3) Wir behandeln mit Oxalsäure, diese ist deutlich effektiver.


    Dadurch sollten sich im nächsten Jahr die Völker besser entwickeln können.


    Im Frühjahr (nach Reinigungsflug) habe ich noch vor, die Schwächlinge mit invertiertem Futterteig zu füttern, weil das zusätzlich dazu reizen soll, schnell Volksstärke aufzubauen. Vielleicht sieht es zur Rapsernte dann doch gar nicht so schlecht aus. Wie gesagt, aus Fehlern lernt man, und ich bin (zumindest noch) optimistisch, dass die beschriebenen Maßnahmen zu besseren Einwinterungsstärken führen werden.


    Schöne Grüße und allen ein gutes Durchkommen durch den Winter - Matthias

    "Wenn du es eilig hast, gehe langsam". Lothar M. Seiwert

  • Die schwachen Völker sitzen auf vier Wabengassen.

    Dann ist das vorerst ausreichend und ich würde bis zum Frühling nichts tun. 4 WG haben Winter abhängig noch eine gute Chance.