Futter schwindet!

  • Ob die (Bienenvölker) gesund sind oder bleiben entscheidet der Winter...

    Korrekt - da haben wir ja mal den gleichen Blickwinkel. ;)


    Dazu einen Erfahrungswert meinerseits über die letzten 10 Jahre: Es gibt keinen Unterschied zwischen Styropor- und Holzbeuten. Ich leiste mir den (imkerlichen) Luxus, über mehrere Jahre DN1,5-Styrobeuten neben DD-Holzbeuten zu nutzen. So kann ich selbst beurteilen, wo die Differenzen liegen.


    Diese beschränken sich auf das Hantieren und das Gewicht - in Styro mehr Verbau, Holzkisten sind schwerer.


    Die Völker entwickeln sich in beiden gut und Winterverluste lassen sich in jeder Kiste vermeiden.

  • Ich verfolge die Gewichtsentwicklung meiner Völker auch mit Sorge. Bekomme einfach nicht die beruhigende Menge rein. Zander-Einzarger haben zum Teil nur 6-7 Kilo. Bei den Zweizargern habe ich Ende Oktober in zwei Völkern eine neue Königin eingesetzt und 2 Wochen später mal wieder gewogen beiden fehlen 6-8 Kilo. Nun habe ich in einer Futtertasche fertigen Sirup gefüttert und es wird auch abgenommen, die Völker werden aber nicht oder nur unwesentlich schwerer. In zwei Wochen sind 5 Kilo verschwunden. Hatte die Fluglöcher auf zwei Fingerbreit eingeengt und die Fluglöcher sind auch nicht verklebt. hebe ich den Decken ab stürmen mir keine Räumer entgegen. Kann es also sein, dass in zwei Wochen 5 Kilo verheizt/ verbrühtet werden? Das Gewicht müsste bei verbrühten doch ähnlich sein, zumal wie wild Pollen eingetragen wird.

    Zielfutter Einzarger >> 10-12 kg

    Zielfutter Zweizarger >> 15-17 kg

  • Ich verfolge die Gewichtsentwicklung meiner Völker auch mit Sorge. Bekomme einfach nicht die beruhigende Menge rein. Zander-Einzarger haben zum Teil nur 6-7 Kilo. Bei den Zweizargern habe ich Ende Oktober in zwei Völkern eine neue Königin eingesetzt und 2 Wochen später mal wieder gewogen beiden fehlen 6-8 Kilo. Nun habe ich in einer Futtertasche fertigen Sirup gefüttert und es wird auch abgenommen, die Völker werden aber nicht oder nur unwesentlich schwerer. In zwei Wochen sind 5 Kilo verschwunden. Hatte die Fluglöcher auf zwei Fingerbreit eingeengt und die Fluglöcher sind auch nicht verklebt. hebe ich den Decken ab stürmen mir keine Räumer entgegen. Kann es also sein, dass in zwei Wochen 5 Kilo verheizt/ verbrühtet werden? Das Gewicht müsste bei verbrühten doch ähnlich sein, zumal wie wild Pollen eingetragen wird.

    Zielfutter Einzarger >> 10-12 kg

    Zielfutter Zweizarger >> 15-17 kg

    Hmm...also ich hab versucht mich daran zu halten.

    https://www.bienenjournal.de/i…ratgeber/bienen-fuettern/

  • wBienen


    Hallo, wann hast du denn angefangen einzufüttern und wie? Aktuell 6-7kg Futter reicht nicht. Dein Zielgewicht von 10-12kg würde bei mir auch nicht reichen. Kommt aber auf die Bienen, Beute und das Klima an.

    Wenn die neuen Kö‘s nochmal massiv in Brut gegangen sind, können 5kg in 2Wochen schon passen. Gerade wenn bei Dir noch massiv Pollen eingetragen wird, werden deine Völker noch in Brut sein. An deiner Stelle würde ich mir gerade auch etwas Sorgen ums Futter machen.


    Viele Grüße

    Ron

  • wBienen Ich zitiere mich mal ausschnittsweise selber:

    Nach einem sehr schwierigen letzten Jahr habe ich fast nur Problemvölker in den Winter geschickt (mangelnde Erfahrung bei aussergewöhnlichen Trachtverhältnissen; passiert mir nicht noch einmal, hoffe ich). Die haben alle im Oktober vier bis sechs Kilogramm Futter verbraucht. Ich habe mir fast in die Hosen gemacht. Danach war der Verbrauch aber ganz normal.

    Meine Vermutung ist: Deine Völker hatten – wie meine letztes Jahr – noch mit Problemen zu kämpfen, gegen die sie so lange wie nur irgend möglich angebrütet haben. Die Witterung spielt da ja oft noch mit, zumindest letztes und dieses Jahr. Das ist kein gutes Zeichen, allerdings haben es meine Völker allesamt aus dem Winter geschafft; Frühtracht war dann halt hauptsächlich Aufbautracht. Der Verbrauch ging letztes Jahr ab November praktisch schlagartig auf null. Er stieg erst ab Mitte Februar wieder merklich an; da kann man dann auch schon bald wieder notfüttern.


    Dieses Jahr hat bei mir «nur» noch die Hälfte der Völker im Oktober ordentlich Futter verbraucht; die andere Hälfte hat fast nix verbraucht (Senffeld in der Nähe hat sicherlich noch etwas geläppert). Bei mir gibt es also nach wie vor Optimierungsbedarf. ;)


    Zander einzargig für den Winter geht, finde ich aber recht knapp. Ich betreue noch zwei Zandervölker mit (der Anfänger als Möchtegern-Pate). Bei diesen haben wir begonnen, mit einer aufgesetzten Halbzarge einzufüttern.

    «Wer heute die Dunkle Biene, die Carnica oder die Buckfast will, findet dieselbe Ausgangslange vor: Allein intensives Züchten und gepflegte Belegstationen entscheiden darüber, ob sich die gewünschte Rasse halten, bzw. erhalten lässt. Der Unterlassungsfall nennt sich Swissmix, hat alle erdenklichen Eigenschaften und ist vor dem Anspruch der Biodiversität wertlos» (aus: mellifera.ch-Magazin, April 2018, S. 10).

  • Erst mal vielen Dank Franz für die guten Links zur Varroabekämpfung!:thumbup:


    Wenn ich mir die Beiträge alle so anschaue sieht es wirklich danach aus als ob die bisher gebräuchlichen Vorgehensweisen zukünftig nicht mehr ganz sicher anwendbar sein werden, weil sich zuviele Parameter gleichzeitig ändern.
    Die starken Temperaturveränderungen scheinen sich jetzt auch massiv auf die Natur auszuwirken.
    So hab ich heute noch Wespen an meinem verbleibenden Bienevolk entdeckt und musste die letzten Tage auch die Fluglochverengung öffnen, weil die Bienen sich vollbepackt am Einflugloch drängten.
    Hier blühte heute noch der Löwenzahn!
    Auch die langen Brutzeiten und den starken Schwund der Einfütterung finde ich ungewöhnlich.


    Um so wichtiger wird es sein, das es ein Plattform wie diese hier gibt die einen möglichst sachlichen Erfahrungsaustausch ermöglichen sollte. Engstirnige Grundsatzdiskussionen werden uns nicht helfen künftige Probleme um das Überleben unsere Bienen zu lösen.

  • Ich habe heute bei meinen Völkern Futterteig aufgelegt. Trotz Einfütterung auf Zielgewicht im September + Nachschlag Mitte Oktober saßen zwei Völker heute ohne Futterkappe ganz oben direkt unterm „Kissen“. Die anderen hatten nur noch Randwaben mit Futter.

    Bisher gab es hier noch keine wirklich kalten Tage/Nächte. Blühenden Löwenzahn sieht man häufiger, genauso wie immer noch blühende Sonnenblumen/Phalecia usw.

    Anfängerin 2019, Ökotante, Warré klassisch, aktuell 4 Völker

  • Es liegt auch daran, dass Dir flache Raum (einräumiges Überwintern) zu einer überwiegend seitlichen Futtereinlagerung führt. Überkopf haben sie dann wenig. Bei dem Wetter sind sie dann schnell durch und sitzen ganz oben.

    Was sonst?

    Ob sie in der Kugel dann die erforderlichen Wege gehen (können), wird sich zeigen.

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?

  • Ich habe locker 20% mehr Futter als im letzten Jahr gefüttert und noch immer sind die Völker 2 bis 4 Kilo unter dem erreichten gewicht aus 2019. Ich habe schon zweimal Futter nachgekauft und auch schon weg. Nun habe ich aus mangelnden Reserven wieder Zucker aufgelöst und gieße morgens und abends in kleinen Mengen nach - 0,5 Liter in flacher Eisdose von oben um die "Leichtgewichte" noch etwas schwerer zu bekommen. Mit der Brut gibt es vermutlich auch wieder Milben ... Bin sehr gespannt wie das weiter geht.

  • Meine sind schon seit Wochen aus der Brut gegangen (obwohl der erste Frost erst vor ca. 10 Tagen stattfand) ..bis auf einige wenige starke Völler.

    Ich war hiervon extrem irritiert.

    Könnte das auf das Wetter und fehlendes Futter zurückzuführen sein, dass sie sich selbst regulieren? Hatte bei einigen tatsächlich weniger Reserven festgestellt. Bisher aber noch nicht nachjustiert - sollte bis Februar reichen.

    Andere haben dafür um so mehr, obwohl gleich viel eingefüttert wurde.


    Überwintere in 1,5 DNM, bis auf 2 vereinigte Völker (1,5 DNM + 1,0 Ablegerzarge) - hatte das im letzten Herbst ähnlich gemacht und die stärksten Völker aus diesen Vereinigungen im Frühjahr gehabt.

  • ...die richtige Futtermenge ist scheinbar schwierig einzuschätzen, wohl besser zu viel als zu wenig, bisher hatte ich immer zu viel gefüttert und somit noch nie Probleme.

    Frage: Was ist Eure Erfahrung...

    ...nehmen die Bienen im Winter überhaupt noch sicher den Futterteig an ?

    (ich habe bisher nie nachgefüttert, daher auch keinerlei Erfahrung)

    ...falls ja, sollte ein eventueller Mangel ja leicht abzustellen sein, oder...

    Gruss Freibachhonig

  • Hallo zusammen, ich habe bei meinen 5 Völkern, die ich einzargig im Zandermaß überwintere, auch einen sehr rasanten Futterverbrauch festgestellt. Deshalb habe ich jedem Volk nun schon 2x je 2,5 kg Apifonda Futterteig aufgelegt, der auch schnell verarbeitet bzw. verbraucht wurde. Ein gestriges Wiegen mit der Kofferwaage ergab ein Futtergewicht von 12,5 kg beim leichtesten bis 13,5 kg beim schwersten Volk. Übrigens hatte ich am 1. Oktober in jedem Volk 15kg Futter.