Futter schwindet!

  • Hallo zusammen,
    durch die intensiven Nachfragen von Ullbert bin ich auf diese Konversation aufmeksam geworden und hoffe auf ein paar Ideen oder auch ein wenig Trost.X/
    Im letzten Jahr hab ich mit vier Völkern (Carnica) DN in alten Styroporbeuten angefangen.
    Alle vier Völker waren im letzten Winter weg! Weg heist so gut wie keine toten Bienen im Stock, Futterwaben voll.
    In diesem Frühjahr hab ich mir ein neues Volk gekauft und konnte auch den ersten Schwarm einfangen.
    Am Freitag den 30.10.20 war bei beiden Völkern noch ein reger Flugbetrieb zu erkennen.
    Es wurde noch ordenlich geschleppt (hab eine große Menge alten Efeus in unmittelbarer der Nähe).
    Gestern 2.11.20 war im Rheinland ein, für November ungeöhnlich warmer Tag (21C) und auch nach Sonnenuntergang waren vor einem Flugloch noch eine Ansammlung von ca. 10 Bienen zu sehen.
    Am anderen Stock keine Biene, nicht einmal eine Wächterbiene hinter der Fluglochverengung.
    Kurzerhand habe ich, mit Taschenlampe bewaffnet die Beute geöffnet und den Stock komplett verweist vorgefunden. Die heutige genaue Duchsicht der Beute hat ergeben, dass es keine toten Bienen am Boden gibt, die 14kg Futter bis auf ca. 2kg weg sind, es keine Anzeichen von Mäusefrass oder Schimmel gibt.
    Jetzt hab ich Angst um das zweite Volk! Nach dem anheben des Deckels konnte ich unter der Schutzfolie zumindest erst mal eine Vielzahl von Bienen ausmachen.
    Wespen und Hornissen gab es in diesem Jahr in überflüssiger Stückzahl und ich habe auch so einige Kämpfe am Flugloch beobachtet. Selbst heute, bei Temperaturen von ca. 12C, kamen mir noch einige Wespen beim Öffnen des verweisten Volkes entgegen. Ist es wiklich möglich das Wespen alleine über 10kg Futter und die Bienen aus dem Bau geklaut haben?
    Welche Massnahmen würdet Ihr empfehlen um das verbleibende Volk zu schützen?:/

  • Im letzten Jahr hab ich mit vier Völkern (Carnica) DN in alten Styroporbeuten angefangen.
    Alle vier Völker waren im letzten Winter weg! Weg heist so gut wie keine toten Bienen im Stock, Futterwaben voll.

    Klingt wie typischer Varroaschaden... - wie hattest Du behandelt?

    Ist es wiklich möglich das Wespen alleine über 10kg Futter und die Bienen aus dem Bau geklaut haben?

    Nein glaub ich nicht, da war bestimmt auch Räuberei von Bienen mit dabei - der beobachtete Flugverkehr am 30.10.20 kann auch Räuberei, bei zumindest einem Volk, gewesen sein... - Wiegst Du Deine Beuten, kann es sein das Dein noch vorhandenes Volk das verschwundene Volk ausgeräubert hat?

    Welche Massnahmen würdet Ihr empfehlen um das verbleibende Volk zu schützen?

    Mehr als Flugloch klein, kannst Du nicht machen - jetzt ist Bienenwinter, was jetzt nicht passt, wird auch nicht besser mit rumpfuschen.... - mehr als, zur gegebenen Zeit Winterbehandlung mit geeignetem Mittel, ist nicht mehr zu tun bis zum Frühjahr...

  • Hallo Ullbert,
    keine Ahnung ob du anstrengend bist ;), aber du befasst dich offenbar intensiv mit den Bienchen und stellst entsprechende Detailfragen die mich auch interessieren. Ich für mein Teil will gerne den Rat der geübteren Imker annehmen.
    LG lohgo

  • Hallo Spendierbiene,
    die Varroabehandlung im letzten Jahr wurde noch von meinem Impkerpaten durchgeführt mit einem Mittel das APILIFE VAR heisst und überwiegend aus Thymol und Eucalyptus Oil besteht. Das hatte ich auch dieses Jahr direkt nach der Honigernte auf die Rähmchen gelegt.

    Bisher habe ich noch keine Wiegung vorgenommen. Der rege Flugverkehr in den letzetn Wochen hat mich schon ein wenig stutzig gemacht. Die Völker waren bei der letzten Durchsicht meines erachtens nach sehr stark und hatten auch genug Brut in allen Stadien. Räuberrei verwundert mich ein wenig, weil beide Völker über 14kg Futter eingelagert hatten und ich auch nicht alle Waben ausgeschleudert habe.


    Bei der Varroerkennung und Bekämpfung könnte ich noch ein paar Tips gebrauchen. Bisher habe ich mich noch nicht mit den Säurespritzungen befasst....


    Das Flugloch werde ich von nochmal verengen. Sollte ich bei warmen Wetter vieleicht doch auch noch mal einen Blick in die verbliebene Beute werfen ?

  • Hallo Ullbert,
    keine Ahnung ob du anstrengend bist ;), aber du befasst dich offenbar intensiv mit den Bienchen und stellst entsprechende Detailfragen die mich auch interessieren. Ich für mein Teil will gerne den Rat der geübteren Imker annehmen.
    LG lohgo


    War auch nur mehr Spaß. Mach mir ehrlich gesagt keine Gedanken groß darüber wie ich bin.

    Ich bin einfach so.

    Manchmal muss nur ein Thread nen bisschen aufgelockert werden.

    Es gibt schon viele Meinungen und Glaubensfragen und und und.

    Und es sind halt auch Lebewesen um die es im Endeffekt geht, bei vielen hört der Spaß bei "Spielereien" damit einfach auf und das verstehe ich auch voll und ganz.

    Ehrlich gesagt hat mich auch der ein oder andere Kommentar auch ein bisschen gereizt, zuerst, aber ich bin froh über jeden. Man muss auch mal links und rechts schauen, sonst kann man sichs gleich sparen weil geht eh ja nur grad aus.


    Intensiv mit den Bienchen befassen, naja....Es geht bestimmt auch weniger.

    Aber auch mehr!:/:)

    Apropos mehr:/

    Eigentlich wollte ich meine Klimadeckel längst fertig haben.

    Ron und Franz und Jaki steinigen mich wenn die das lesen.

    Ruhestörung!

    Soll ich das für diesen Winter sein lassen?

    Aber dazu mach ich mal nen extra Thread auf.

  • alles was jetzt propolisiert ist sollte bleiben, kein neuer Deckel bei dem die Kittharzdichtung fehlt, eher eine dicke Styropor oder Holzfaserplatte als Kopfdämmung oben auf den aktuellen Zwischendeckel drauf.

    Dacht ich mir schon...nicht mehr verkittet ist das Stichwort.

    Sonst ziehts in der Bude

  • die Varroabehandlung im letzten Jahr wurde noch von meinem Impkerpaten durchgeführt mit einem Mittel das APILIFE VAR heisst und überwiegend aus Thymol und Eucalyptus Oil besteht. Das hatte ich auch dieses Jahr direkt nach der Honigernte auf die Rähmchen gelegt.

    Na, einmal im Jahr, einmalig zu behandeln zur Brutzeit mit so "Hustenmitteln" wie Thymol, ist nicht wirklich ein fundiertes Varroabehandlungskonzept, hier ein paar Beispiele:

    Räuberrei verwundert mich ein wenig, weil beide Völker ....

    Das sagt gar nichts, wenn ein Volk einen Schwächling findet, wird dieser schon einmal ausgeräubert, auch wenn der Imker denkt das schon genug Futter drin ist, die Bienen haben keine Waage sind aber im Winter auf Überleben getrimmt... ;-) :-) und...

    Der rege Flugverkehr in den letzetn Wochen hat mich schon ein wenig stutzig gemacht.

    Du hattest Dich ja schon gewundert, warum wohl? ... :-) - jedenfalls ist Dir die Situation wohl nicht als "normal" erschienen, eine gute Voraussetzung :-) auf dem weg zum Imker... ;-)

    über 14kg Futter eingelagert hatten und ich auch nicht alle Waben ausgeschleudert habe.

    Wann hattest Du 14kg gefüttert? Es ist irrelevant was Du gefüttert hast, wichtig ist was an einem Stichtag, wie z.B. am 1.10., an Futter im Volk ist. Aber wenn das verbleibende Volk das andere ausgeräubert hat dann sollte genug drin sein... - aber wissen tu ich das nicht, hier ist bei Remoteberatung wirklich eine Grenze ;-)

    Bei der Varroerkennung und Bekämpfung könnte ich noch ein paar Tips gebrauchen. Bisher habe ich mich noch nicht mit den Säurespritzungen befasst....

    Ja, definitiv - siehe Links oben als Start in das Thema... :-) - Gott sei Dank ist der Winter noch lange genug da kannst Du viel lesen und besser Du suchst Dir einen Paten der sich mit Varroabehandlung auskennt.

    ist schon etwas spät.
    Beim nächsten mal klapps dann auch mit der Anrede.

    Kein Ding, das passiert schon mal... ;-)