Der richtige Preis

  • kann ich auch sagen:

    Ist (aus meiner sicht) ja auch was positives. Hätte ich auch gern.

    Auch gut gemeinter Rassismus ist und bleibt Rassismus. Auch hier gilt: Gut gemeint ist nicht gut gemacht. Einen angeborenen Geschäftssinn unterstellt zu bekommen mag auf den ersten Blick vielleicht gut klingen, hat aber bspw. den Juden im Laufe der Jahrhunderte kein Glück gebracht - vorsichtig formuliert. Sippe finde ich tatsächlich auch einen sehr negativ behafteten Begriff, der eine gewisse Abwertung impliziert.


    Auch wenn hier sicher keiner entsprechenden Meinungen zum Ausdruck bringen wollte ist dies doch eine unglückliche Ausdrucksweise. Das wurde nun angesprochen, zur Kenntnis genommen und damit ist das Thema im Rahmen eines Imkerforums meiner Meinung nach abschließend besprochen. Also zurück zum Drehspieß-Kartell ;)

  • So ist es wohl einwandfrei verwendet. Ist halt schwierig bei Worten, die man als junger Mensch auch in ganz anderen Zusammenhängen gelernt hat. Gemeint ist ein Familienverband oder Verbund aber keine Großfamilie. Oh Gott, das kann ganz schön kompliziert sein, gerade für Alte wie ich, die nur drei verschiedene Schnitzelsorten kennen.

    Und jetzt zurück zum längst ausgelutschten Thema.

    Viele liebe Grüße und bleibt vorsichtig

    Wolfgang

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Fakt ist, Döner ist ein Urdeutsches Essen.


    Dass er heute überwiegend von Türken verkauft wird, zeigt nur, dass die traditionell einen wesentlich besser ausgebildeten Geschäftssinn haben - und dass das so ist, ist auch ein Fakt, da beißt die Maus keinen Faden ab. Die weitaus größere Neigung zum (Ver-)handeln ist in vielen Ländern auch für deutsche Urlauber dort unübersehbar, genau so wenig wie das Gegenteil bei unseren Landsleuten.


    Und für mich ist das etwas, wovon wir uns sehr wohl was abschauen sollten. Gerade weil bei uns Deutschen traditionell das Geldverdienen richtiggehend verpönt ist und man möglichst nicht mal darüber spricht, habe wir in der konservativen Imkerschaft genau das was wir heute haben: Lauter Typen, die ihren Honig eher verschämt unter die Leute bringen und richtiggehend ein schlechtes Gewissen haben, dafür auch noch Geld zu verlangen. Ja sogar so weit gehen, den Nachbarn, der das dennoch tut kopfschüttelnd als "dreisten Profitgeier" beschimpfen (so von einem Kollegen erzählt bekommen!).


    Und während die Dönerbudenbetreiber im Zweifel den Preis lieber an den des Nachbarn nach oben anpassen, neigt so mancher deutsche Imkern eher dazu, lieber den "unverschämten Kollegen" zu unterbieten, um ihm zu beweisen, dass er es übertreibt!


    Das sind nicht einfach so Behauptung, sondern das höre ich von Kollegen immer wieder genau so heraus, wenn das Thema Preis zur Sprache kommt. Besonders gerne auf Märkten, weil man da ständig von Kollegen angesprochen wird. Auch meine Preise waren dann schon öfter Gegenstand von Diskussionen, die ich dann aber immer rigoros abwürge, weil sowas geht gar nicht.


    Die einen haben flächendeckend Erfolg, die anderen brauchen Fäden wie diese und bleiben trotzdem weiter uneinig.


    Wer davon wer ist, kann sich jeder selber denken und genau zu diesem Zusammenhang wollte ich mit den Dönerbuden einen Gedankenstoß geben. Ganz nach dem Motto von Eggers "an den Guten sollt ihr euch orientieren".