Der richtige Preis

  • Ein weiterer Punkt sind zusätzliche Produkte, die genutzt werden können

    , die sich alle selber herstellen... (und vermarkten).

    Arzneimittelgesetz, Kosmetikverordnung, Detergenzienverordnung, ....es gibt Leitplanken, die einen fix wieder auf den rechten Weg zurückführen. Der da heißt: Du sollst Dich nicht in die Geschäfte der Industrie einmischen!


    Die volkswirtschaftliche Bedeutung der Imkerei ist die Bestäubung, nicht der Honig. Damit das in der Fläche garantiert ist, läßt man den Hobbyimkern die Brosame, also den Honig steuerfrei verkaufen. Das war sogar in der DDR so, oder? Sobald allerdings Industrieinteressen berührt werden, greifen 1000 Regularien, die das verhindern, s.o.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

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  • Sobald allerdings Industrieinteressen berührt werden, greifen 1000 Regularien, die das verhindern, s.o.

    Sind es vielleicht eher Verbraucherinteressen, die hier geschützt werden sollen?

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • NATÜRLICH! o_O


    Sobald man sich, oftmals ziemlich unberührt von Fakten, mit teuren Zertifikaten den Weg in den Markt kaufen muß, geht es eher um Markteintrittsbarrieren als um Verbraucherinteressen. Beispielhaft Hausschlachtung vs. Tönnies. Na klar argumentieren die immer mit Verbraucherschutz und Sicherheitsaspekten.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

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  • Vielleicht solltet Ihr nicht so oft bei Attila H. Essen gehen!

    Natürlich müssen die Mehrzahl der Regularien sein, gerade wenn man mit größeren Mengen hantiert, explosiv, leicht entzündbar oder giftig. Gerade bei Sachen, die ich mir oral oder sonstwie zuführe wäre ich sehr vorsichtig. Im Bereich Oxalsäureverpuffung versteht Ralf das sehr gut. In diesem Zusammenhang, meinen Dank für die umfassende und bildliche Beschreibung der Risiken. So deutlich und klar habe ich das von Keinem bisher gehört.

    Viele liebe Grüße und bleibt vorsichtig

    Wolfgang

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Du hattest Dir gewünscht, dass ein Berufsimker mal offen legt, was so verdient werden kann.

    Du hast ja nichts offen gelegt, sondern nur behauptet, es gäbe Berufsimker, die den Grenzsteuersatz zahlen.

    Das sagt jetzt über die Ertragsverhältnisse nicht viel aus. Schon deswegen nicht, weil man da erst mal wissen müsste, ob und wieviele Kinder der/die Imker/in hat und ob er/sie evtl. mit Ehegatt/e/in gemeinsam veranlagt wird usf.

    Wichtig wäre doch die Betriebsgröße, Zahl evtl. Mitarbeiter usf. Dann könnten wir uns ein Bild machen.


    (Eins immerhin scheint klar: Spaß verstehen die sächsischen Berufimker keinen.)

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • In der DDR herrschten paradiesische Zustände für Imker, für denen man heute eine Niere geben würde, wenn sie denn wiederkämen: Honig wurde im Eimer abgenommen, es wurde pro Kilo mehr gezahlt, als das Kilo dann im Laden gekostet hat, dein Bienenwagen wurde von der LPG in die Tracht gefahren...

    Die ganzen Altimker im Verein bekommen ganz glasige Augen, wenn sie von der Imkerei in der DDR erzählen.

    Da hat der Hobbyimker mit seiner Imkerei ein sattes Zubrot zum normalen Job verdient.

  • Ja nee, iss klar, früher sind die Imker eh nicht gereist. Außerdem war es wohl spannend, sich Buckfastköniginnen reinschmuggeln zu lassen, Pampers und Nutella waren sowieso kein Thema.

    Viele liebe Grüße aus Bitterfeld

    Wolfgang

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • In der DDR herrschten paradiesische Zustände für Imker, für denen man heute eine Niere geben würde, wenn sie denn wiederkämen: ...

    Bei aller Liebe, aber das ist exakt die selbe Argumentationsschiene, wie wenn man sagt, dass die 30er Jahre des letzten Jahrhunderts für Autobahnbauer paradisiesche Zustände waren. Leider haben mehrere Menschen dafür in der Folge unfreiwillig ihre Nieren gegeben...

    Imkerei ist nicht alles. Man muss sich schon fragen, was da noch alles in der DDR dafür mitgetragen werden musste.

    Geht gar nicht, sorry...

  • Ob das ohne Förderung und Zuschüsse passiert kann man diskutieren, weil man ja indirekt von den Agrarsubventionen und deren unterschiedlichen Maßnahmen profitiert.

    "Immer wenn man die Meinung der Mehrheit teilt, ist es Zeit, sich zu besinnen." Mark Twain

  • Ja nee, iss klar, früher sind die Imker eh nicht gereist. Außerdem war es wohl spannend, sich Buckfastköniginnen reinschmuggeln zu lassen, Pampers und Nutella waren sowieso kein Thema.

    Viele liebe Grüße aus Bitterfeld

    Wolfgang

    Stimme ich dem Kollegen rall0r zu. Sollte man differenziert sehen.

    Ich bin bei weitem kein "Nostalgiker", Kommunist oder vergleichbares. Aber wenn ich das lese, kling es als wäre der DDR viel an den kleinen Imkern gelegen.

    Da könnte sich die BRD was von abschneiden.... Nicht kopieren, aber inspirieren lassen.

    Ich sage ja immer wieder, lerne von denen dies es versaut haben, aber auch von denen die es gut gemacht haben...

    Wo wir grade drüber reden - was ist eigentlich aus der Initiative des DBIB geworden, die Imkerei Steuerfrei zu machen?

  • In der DDR herrschten paradiesische Zustände für Imker, für denen man heute eine Niere geben würde, wenn sie denn wiederkämen: ...

    Bei aller Liebe, aber das ist exakt die selbe Argumentationsschiene, wie wenn man sagt, dass die 30er Jahre des letzten Jahrhunderts für Autobahnbauer paradisiesche Zustände waren. Leider haben mehrere Menschen dafür in der Folge unfreiwillig ihre Nieren gegeben...

    Imkerei ist nicht alles. Man muss sich schon fragen, was da noch alles in der DDR dafür mitgetragen werden musste.

    Geht gar nicht, sorry...

    Das eine (Imkerparadies) hat aber erstmal nichts mit dem anderen zu tun (Repressionen) und auch wenn beide Staaten eine Diktatur waren, würde ich deren Auswirkungen deutlich differenzierter betrachten. In der DDR wurde nicht 40 Jahre lang quer durch alle Schichten nur geweint, es wurde kein Angriffskrieg geführt, der mehreren dutzenden Millionen Menschen das Leben kostete - von der Shoa ganz zu schweigen.

    "Immer wenn man die Meinung der Mehrheit teilt, ist es Zeit, sich zu besinnen." Mark Twain

  • Ja es würde auch ohne Zuschüsse funktionieren.

    Deutsche Bauern werden im speziellen aus einem Grund bezuschusst - Günstige Lebensmittel.


    Von der Förderung hat der LW effektiv NIX, denn durch Marktmechanismen werden durch die Förderungen die Produktpreise soweit gedrückt bis der LW wieder bei seinem alten DB (Deckungsbeitrag) ist.


    Die Greening-Maßnahmen hätte man gesetzlich auch ohne das Subventionsmodell einführen können.


    Auch ohne die Förderung gäbe es Raps, Wälder, etcpp uws..

    Nur würde das kg Mehl auf dem Deutschen Markt mehr kosten.