Der richtige Preis

  • rase die Augen und Ohren vor den Gestehungskosten zu verschließen heißt nicht keinen Überblick zu haben.

    Wenn ich in einfacher Milchmädchenrechnung alle meine Ausgaben zu meinen Einnahmen gegenüberstelle und das zur Schönung 2 Stellen vor dem Komma Runde, und da immer noch Rot bei rauskommt, warum soll ich mir die Mühe machen, auszurechnen was mich das Glas wirklich kostet.

    Da mache ich mir doch eher Gedanken, welchen Preis kann und möchte ich erzielen um das Minus zu minimieren ohne noch Mehr Minus zu machen.

    Und wenn es dann dahergeht ich brauche eine gewisse Durchsatz enge und Umsatzpromotion, kann ich mir überlegen, ob ich das will.

    Im Enddefekt hat es Amape auf den Punkt gebracht, wieviel Verlust zur Spassfinanzierung will und kann ich mir leisten (Gesundheit, Arbeitsaufkommen...... Spaß).

    Das hat nichts mit mangelnder Wertschätzung für betriebswirtschaftlich ambitionierte Imker zu tun.

    Ja du hast auch Recht, das das Gefühl ein anderes ist, das man sich jetzt auch ein Melitherm wirklich leisten kann.

    Wenn viele danach streben ihre Preise im oberen Regional üblichen oberen Segment zu positionieren, des regelmäßig auch machen, dann ist vielen geholfen.

    Für mich heisst das zum Beispiel +50ct pro Jahr und max 300€ Invest pro Monat.

    Spar ich da 4 Monate oder 6, könnte ich wenn nicht immer etwas dazwischen kommt, auch mal etwas größeres kaufen.

    Und über Abschreibungen zu kalkulieren ist, wenn auch betriebswirtschaftlich richtig, für mich auf Grund ausschließlich Eigenkapitaleinsatz nur eine Seite der Medaille.


    Liebe Grüße Bernd.

    Pushen wir uns nicht an den Stöckchen dieser Welt, bewegen wir Baumstämme, auf denen wir stehen.

  • Und über Abschreibungen zu kalkulieren ist, wenn auch betriebswirtschaftlich richtig, für mich auf Grund ausschließlich Eigenkapitaleinsatz nur eine Seite der Medaille.

    Abschreibung nicht im steuerlichen Sinne, sondern wenn Du Dir eine Schleuder kaufst, die 15 Jahre benutzt wird, dann wäre es schon okay, die nicht wie Verbrauchsmaterialien im selben Jahr voll auf die Erzeugerkosten anzurechnen ;)

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • rase ich weiß. Ich habe kaufmännischen und steuerlichen Background für eine Optimierung von Bilanzen und Auswertungen mit Kapitalrentabilitäten.

    Die Schmerzen des Wachstums habe ich zu Genüge genossen, wenn auch in einer anderen Branche.


    Wir konnten doch bisher 2 Ansätze für eine Imkerei herausarbeiten:

    - betriebwirtschaftliche Herangehensweise

    - verlustminimierende Herangehensweise


    Man kann beide nicht mit gleichem Maßstab messen, da letztere auf Grund der Produktionsmenge nie eine Change für eine betriebswirtschaftliche Art erreichen kann.

    Man muss eine gewisse Menge an Rohstoff erwirtschaften, damit der Invest möglichst gut ausgenutzt wird.

    Der Invest hat gewisse Größenstufen, die man versucht bis zum; Nun geht's nicht mehr anders; auszunutzen, um die nächste Stufe zu vermeiden. Diese Stufe bringt am Anfang immer Schmerzen, die man schnell überwinden will bzw. die man vorher mit Schmerzen aufgepuffert hat, um den positiven Ertragspunkt sehr schnell zu erreichen.


    Aus diesem Grund ergibt sich für die Preisfindung auch eine andere Herangehensweise. Bei ersterer über Gestehungskostenkalkulation bei 2. über alles anderes im besten Fall über Wertigkeitspoker.


    So lange man sich mit einem geringen/null Preis für die eigene Arbeit belügt, wird man auch keine richtigen Gestehungskosten ermitteln können, die all das beachten was notwendig ist. Da nehme Mann sich die Analogie zu einem abhängig Beschäftigten als Kalkulationsbasis mit dazu bzw rechne sich das durch mit jemanden den man dafür bezahlen müsste, um alles zu leisten.


    Was glaubst du passiert dann?


    Liebe Grüße Bernd.

    Pushen wir uns nicht an den Stöckchen dieser Welt, bewegen wir Baumstämme, auf denen wir stehen.

  • Ich hab BWL nicht studiert, weiß aber, daß man Bilanzen schon so frisieren kann, daß das Finanzamt und Bank zufrieden sind.

    Das geht nur so lange genug Geld reinkommt, die Ausgaben der Firma und das „Gehalt“ der Inhaber darzustellen.

    Bei den meisten Imkern scheint es zu passen - werden immer mehr :-)


    Und gerade die Alten sind geradezu versessen drauf, daß die Bienen anschaffen.


    Die jungen Wilden neigen eher dazu, das Bienenwohl, oder was sie dafür halten, in den Vordergrund zu stellen.


    Grüße Ralf

  • Ich glaube schon, dass insgesamt auch ein Plus bei der Imkerei herumkommen kann.


    Der Honigpreis ist hierbei nur ein (wichtiger) Punkt.


    Ein weiterer Punkt sind zusätzliche Produkte, die genutzt werden können und wo sich jeder vielleicht eins bis drei Sachen je nach Belieben heraussuchen kann, um die Ertragskraft je Bienenvolk zu steigern. Warum sollte man das komplett wegwerfen?


    Wie Verkauf von Bienenwachskerzen, Propolis-Produkten wie Cremes oder Tropfen, Honig-Seifen, Werkzeugwachs, Pollen-Produkte, Gelee Royal, Met, Honiglikör, Ableger, Königinnenverkauf, Bestäubungsprämien, Bienenvölker "verleasen" (vermieten), Honig-Bonbons herstellen, "Stockluft" anbieten, usw.


    Wir werden uns dieses Jahr das erste Mal mit Met befassen und mal eine kleine Menge herstellen, vielleicht 25 Liter. Nächstes Jahr versuchen wir uns mal mit ein paar Kerzen.


    Das alles ist natürlich ebenfalls Arbeitszeit, aber vielleicht ergeben sich hier zusätzliche Einnahmemöglichkeiten. Warum nicht auch diese nutzen?


    Schöne Grüße - Matthias

    "Wenn du es eilig hast, gehe langsam". Lothar M. Seiwert

  • Da sind jetzt aber ganz schön viele Ideen dabei, die eine ganz schön hohe rechtliche Anforderungshöhe haben - oder gar verboten sind, zumindest nach meinem Kenntnisstand.

    Mag sein, dass das z.B. bei "Stockluft" in Thüringen zutrifft, ich möchte damit nicht sagen, dass das alles Sachen sind, die ich empfehle. Der Anbieter steht hier natürlich in der Verantwortung, sich entsprechend zu informieren, bevor er/sie irgendetwas auf dem Markt anbietet.


    Der Punkt, auf den ich hinaus möchte, ist aber denke ich klar geworden.


    Schöne Grüße - Matthias

    "Wenn du es eilig hast, gehe langsam". Lothar M. Seiwert

  • Wir werden uns dieses Jahr das erste Mal mit Met befassen und mal eine kleine Menge herstellen, vielleicht 25 Liter

    Da würde ich dem Rat von ChrisAusEssen folgen, bevor Du mit 25l Met den Markt flutest. Selbst hast Du ja auch schon festgestellt:

    Der Anbieter steht hier natürlich in der Verantwortung, sich entsprechend zu informieren, bevor er/sie irgendetwas auf dem Markt anbietet.

    Ich wurde gut erzogen. Keine Ahnung, was dann passiert ist...

  • Moin, moin,


    Apple überzeugt mich überhaupt von gar nichts mehr. Der Einstieg ist für mich schon negativst besetzt. Keines von den Geräten kann ich bedienen, und der Klappappel meiner Frau kann seit einem Update nicht mehr drucken. Sie muss mir die Dateien als pdf oder als Worddatei abgespeichert als Mail schicken, auf mein deutlich billigeres und älteres Klappfenster und dann kann ich sie öffnen und drucken. Ein Rechner, der über 1000 Euro gekostet hat, sollte das alleine können. Kann er nicht. Ist auch nicht wieder hinzukriegen. Dafür kann er schöner singen und hat eine beleuchtete Tastatur.

    Meinen Honig halte ich für ein deutlich seriöseres Produkt.


    Gruß Clas

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...

  • Jou Clas,

    ich habe mich für diese Firma entschieden weil man mir sagte, der Umgang damit sei Idiotensicher. Was soll ich sagen, bei mir läufts.

    Vielleicht bist Du nur zu schlau?

    Viele liebe Grüße, bleibt vorsichtig und immer mit der Ruhe

    Wolfgang

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Wahrscheinlich waschen die in Wirklichkeit Geld für die sächsische Mafia. Aber das erzählen sie natürlich nicht ihrem Steuerberater.

    Du hattest Dir gewünscht, dass ein Berufsimker mal offen legt, was so verdient werden kann.

    Bei vielen läuft es sehr gut, die machen Ihr Ding, verdienen genug für ein sehr gutes Leben, Investitionen und Altersversorge. Warum auch nicht?

    Darauf kann man auch stolz sein, weil man es sich erarbeitet hat ohne Förderung und Zuschüsse.


    Will man reich werden, ergreift man sicher einen anderen Beruf.

    Aber von seiner Leidenschaft sehr gut leben zu können, ist doch eine tolle Sache für die man sich nicht schämen muss.