Der richtige Preis

  • Ich glaub das. Aber was soll die Heulerei über die zu geringen Honigpreise, wenn man nichtmal weiß, ob sie wirklich (und wenn ja, wieviel) zu niedrig sind :)


    Solange man sich weigert, das zu hinterfragen, sind die vergossen Tränen ebenfalls Folklore. Klappern gehört zum Handwerk und so.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Reich wird man nicht und es gibt unbestritten einfachere Wege. Aber wirklich auch keinen Grund Trübsal zu blasen.

    Ich habe jetzt tatsächlich mal mein Sheet überflogen.
    Ich lande bei Entstehungskosten von ~7€/kg, wobei das Material noch nicht die 10 Jahre erreicht hat - Tendenz also fallend. Mein Verkaufspreis liegt zwar darüber, aber wenn ich dann noch Fahrt- und Arbeitskosten einrechnen würde, dann würde es nicht nur eng, und erfordert eine Rationalisierung (keine kleinen Stände/Technik, die Zeit spart).

    Die Frage ist ja, was sind meine Kosten? Zählen Fahrt- und Arbeitszeiten, oder ist das Hobby/Berufung?

    Rein betriebswirtschaftlich macht meine Imkerei, unter Berücksichtigung der Fahrt- und Arbeitszeiten, keinen Sinn - die kann ich auch kaum auf den Honigpreis umlegen - siehe Vortrag. Auch die Bestäubungsleistung kann ich nicht einklagen, aber mache ich es nicht auch aus Überzeugung/Profession?
    Wie ist das als Berufsimker, ist da nicht auch Hobby oder Profession bei, wenn man 1-2h für den Schwarmfang beschäftigt ist. Beruf ist auch irgendwie Berufung, wie bewertet man BWLmäßig die eigene Freude am eigenen Tun - unabhängig von der Imkerei?


    Bin ich glücklich bei meinem Tun? Meistens ja. Es sind aber keines Falls die finanziellen Aspekte, die es mir manchmal verleiben, sondern eher meine falschen Sparschrauben, die mir die Arbeit unnötig erschweren und die vielen, vielen Ungereimtheiten rund um die Bestrebungen der Bienen und der Kristallisation des Honigs, die mich manchmal verzweifeln, aber auch wachsen lassen.

  • Um ein zu niedrig im Sinne von nicht kostendeckend bzw. nicht ausreichend um daraus ein (Zusatz-)Einkommen zu generieren zu ermitteln braucht es sicher eine genaue Kalkulation und die Erzeugungskosten, keine Frage.


    Um ein zu niedrig im Sinne von nicht das, was möglich ist braucht es diese Kalkulation hingegen nicht. Und das ist es worum es mir in dieser Diskussion geht und worauf auch der Vortragende hinaus will (meiner Meinung nach).


    Vielleicht haben wir einfach aneinander vorbei geredet. Einigen wir uns vielleicht statt auf die Honigpreise sind zu niedrig vielleicht darauf, dass sie nicht so hoch sind, wie sie sein könnten (und sollten, meiner Meinung nach) ;)

  • Aber was ich lustig finde, wie sich hier alle davon drücken, auf die Kosten zu schauen. Das würde echt helfen. Allen hier.

    Inwiefern? - Möchtest du Jung-Hobbyimker-Glücksrittern den Zahn ziehen, die glauben mit wenig Geld (und noch weniger Wissen) in die Imkerei einsteigen zu können, und glauben Investitionen würden sich schnell von selbst refinanzieren, oder gar von Anfang an Gewinn abwerfen?


    Sinngemäß ist ja schon oft der Satz gefallen "Wenn ich vor Beginn gewußt hätte was mich alles erwartet, wäre ich nie eingestiegen". - Als Warnung, ernst zu nehmen.

    Ich bin auch voll dabei, wenn es danach darum geht, einen guten Preis zu erzielen.

    Ich freue mich darauf. - Gerne in Spielfilmlänge mit Bild und Ton auf deinem YT-Kanal.

    Wolkenkuckucksheimkurse, jetzt auch für Imker?

    Eggers hat außerordentliches Talent für Vertrieb. - Was bei ihm souverän und leicht ausschaut, ist für die meisten Menschen auch mit viel Training nie erreichbar.


    meikel hatte ja schon angemerkt, dass der Vortrag von Eggers eher eine Motivations-Veranstaltung ist, als eine Schulung.

  • Interessantes Thema!
    Ich hab es schon immer geahnt, dass das "(Un-)boxing" dem Kunden etwas über den Wert des Produktes vermittelt. Gebt einfach bei Pinterest die Worte "Honig Verpackung" ein, dann versteht ihr, was ich meine ;-) Daher lege ich bei Neukunden gerne die hier im Forum erworbene Broschüre "Was Sie über Honig wissen sollten" und ein Tütchen Blumensaatgut in die Honigtüte rein. Ich liebäugel schon lange mit neuen, besonderen Gläserformen, aber für unsere kleine Hobbyimkerei haben wir einen verhältnismäßig guten Kundenkreis, sodass ich eigentlich keinen Schnickschnack brauche, um den Honig in seiner Wertigkeit hervorzuheben- er geht schon so gut weg. Wäre das mein Beruf, würde ich allerdings im Bereich Marketing wahrscheinlich völlig aufgehen! ;)
    Extravagante Präsentation/Erscheinung darf sich einen "extravaganten" Preis erlauben. Für den Kunden ist das unterbewusst- das i-Tüpfelchen neben dem regionalen Gaumenschmauß, sodass er diesen Honig völlig anders wahrnimmt, als das runtergesetzte Aldiglas- obschon der Inhalt vergleichbare Qualität haben kann. Auch ein Grund, weshalb wir uns gegen DIB Gläser entschieden haben.

    Liebe Grüße,
    Miriam

  • Moin,

    selbstverständlich nimmt man den Preis, den man erzielen kann, das hat nur bedingt mit den Produktionskosten zu tun. Wenn man nicht mehr rauskriegt, muss man die Gestehungskosten irgendwie runterbekommen.

    Das ist in allen Branchen so. Auf dem Bau gibt's zur Zeit mehr Arbeit als man schaffen kann - deshalb sind die Preise.... erträglich für den Anbieter.

    Das war Anfang der 2000er anders - da musste man sehen, daß man trotz der "verdorbenen" Preise über die Runden kam.


    Im übrigen sehe ich das so: Auch die Vermarktung ist ein Aufwand, der sich in Kosten ausdrückt. Wenn ich, um für 8 € Honig zu verkaufen, mir einen Marktstand anschaffen, dort Gebühren zahlen und dann auch noch bei jedem Wetter gut gelaunt rumstehen soll,

    dann verkaufe ich lieber für € 5 an Bekannte, Freunde und Verwandte und bilde mir ein, damit gar nicht so schlecht zu liegen. Übrigens führen wir seit 1955 (mit kurzen Unterbrechungen in den "wilden 90er) über die Bienen Buch - einfach um zu sehen, ob wo wir stehen. "Arbeitszeit" wird natürlich nicht gerechnet - ich mach das ja aus Spaß an der Beschäftigung mit den Bienen.


    Mach auch noch Modellbahn. Soll ich mir da auch Arbeitszeit rechnen? Wobei ich bei den einschlägigen Treffen und Stammtischen auch so einigen Honig loswerde. Wegen der blöden Seuche findet nur im Moment nix statt....


    Ja, an den Großhandel hab' ich auch schon verkauft - da hatten wir mal ein seeehr gutes Jahr und ich fürchtete, auf den 20 Zentnern sitzen zu bleiben. Wäre nicht nötig gewesen :-)


    Grüße Ralf

  • der Kleinimker subventioniert seinen Honig, in dem pro Glas min. nen € dazu legt, steht der auch noch neben dir auf dem Markt mit DIB Label drauf, hast dauerhaft keine Chance...... isso.

    dieser 80%-Anteil des Marktes ist für alle Imker Deutschlands also gar nicht nutzbar und kann ignoriert werden.

    Wir Hobbyimker tun hier denen die davon leben müssen keinen Gefallen!

    ja, die meisten in meiner Region haben diesen Stolz auf ihr Produkt und ihr Treiben nicht.

    Apple einfach nur zu kopieren ist zu wenig. - Die eigene Authentizität steht im Mittelpunkt des Marketings.

    Die Parodie mit dem iHonig auf die iWatch (etwa ab 28:05) fand ich richtig vergnüglich.

    Das Bestreben ist lobenswert, aber Honig ist keine Apple Watch. Für das Honigglas schläft und friert keiner vorm Laden.

    Es funktioniert einfach nicht so einfach wie dargestellt.

    Das Aldi-Sonderangebot macht alles kaputt. Da sieht man im Kundengespräch am Marktstand alt aus. Deshalb bin ich zufrieden wenn ich zwischen 5-8€ für 500g, je nach Sorte in der Selbstvermarktung

    Ich glaube genau darum geht es ihm! Da ist nix rational!

    Und natürlich hinkt der Vergleich zu einem Produkt wie Honig

    Also nicht das Geld in den Vordergrund stellen, da können wir nur verlieren.

    Wenn es reicht, seine Rechnungen dann auch nur auf der Gefühlsebene zu bezahlen, mag das stimmen.

    Dieser "etwas andere" Ansatz ist genau das, was wir brauchen. Bewusstsein schaffen, dass wir was Tolles produzieren, das auch kosten darf.

    Die Direktverkaufs-Preise sind hier vor allem deshalb niedrig, weil viele Freizeitimker aus verschiedenen Gründen ein völlig unterentwickeltes unternehmerisches Denken und Preisbewusstsein haben. Die meisten sind halt Bienenhalter, keine Verkäufer.

    Er will dazu motivieren, sich an den Erfolgreichen zu orientieren und mal was zu wagen, es mal so oder so ähnlich zu machen.

    Ich hab woanders auch schonmal meine Preise mäßig erhöht und plötzlich waren alle Stammkunden weg und Laufkunden gab es auch kaum noch.

    Von den 20% in Deutschland produziertem Honig setzt sich Eggers ab, und verkauft ein gutes Gefühl.

    Er geht davon aus, dass man "nur" überzeugend und raffiniert genug die psychologischen Verkaufstricks anwenden muss.

    Wüßte der Imker, warum ihn sein Honig 9€/kg kostet, würde er ihn deutlich unwilliger für 4€/Glas verkaufen. Das wäre zumindest meine Hoffnung

    Statt mühsam die eigenen Gestehungskosten zu ermitteln, habe ich einfach den Markt angeschaut.

    Ergebnis: Jedes Jahr bin ich um 100% gewachsen, jedes Jahr hatte ich zu wenig Honig.

    Aber was ich lustig finde, wie sich hier alle davon drücken, auf die Kosten zu schauen. Das würde echt helfen. Allen hier. Ich bin auch voll dabei, wenn es danach darum geht, einen guten Preis zu erzielen.

    Da werden steigende Honigbestände im Keller beklagt, aber nichts zusätzlich unternommen um diesen Zustand zu ändern.

    ...

    Klasse Diskussion!!! Und ich finde den Vortrag richtig gut!

    ...

    bis #174 durchgelesen, vielleicht sieben Gedanken dazu:


    1) Es gibt eine Markträumung. Wenn der zu günstig verkaufte Honig abverkauft ist, wird der nächst teurere verkauft. Und auch den werden viele ImkerkollegInnen mit etwas Geschick offensichtlich los.


    2) Apple halte ich für ein gutes Beispiel: Der Kunde kauft nicht den Honig. Sondern der Kunde kauft das IMAGE des Honigs. "Ihr glaubt, Harley Davidson verkauft ein Motorrad? Nein! Sondern Freiheit und Lebensfreude!" Dazu m.E. sehr interessant >>dieser Vortrag<< , zum Thema "Preis" ab Minute 7. "Was ist das Produkt hinter dem Produkt?"


    Dazu ergänzend das Konzept der "sozialen Distinktion", wenn ich "den" Honig kaufe. Kann auch ziehen. Was kann meinen Honig "besonders" machen?

    3) Ein Beispiel von vielen (aus meiner Gegend): Flenburger Pilsener verkauft Bier "Mit Küstengerste gebraut". Im Kleingedruckten zu lesen auf jeder Flasche: "Gebraut mit mindestens 20% Gerstenmalz aus Schleswig Holstein" - die haben es geschafft. Prost.


    4) Rewe bei uns auf dem platten Land verkauft Sommerblüte DIB für 6,99 Euro. Warum soll ich als Imker billiger sein als ein Discounter? Ist mein Produkt schlechter?


    5) aus 4) - dass ich mein Produkt niemals unter dem Preis vom Endverkaufspreis verkaufe, eigentlich klar. Wäre argumentativ auch nur schwer zu verpacken.


    6) Mal schauen unter "polypolistischer markt". Viele Anbieter. Es gibt ein Marktgleichgewicht. Stichwort "innerer Vorbehaltspreis". BWL in der Praxis.


    Dazu ein kleiner Erfahrungsbericht:


    Ich führe seit etwas über einem Jahrzehnt einen kleinen Imbiss mit inzwischen 7 Angestellten, den ich aufgebaut habe. Ganz zu Beginn bei Eröffnung - und ohne jede Erfahrung - habe ich als Begrüßungsangebot meine Gerichte damals zum Selbstkostenpreis verkauft, um Gäste anzulocken (s. Vortrag: "Produkt - Preis"). Eines Tages hörte ich zwei Leute sich unterhalten:

    Person A: "Hast Du gesehen, der Imbiss ist ja ganz schön billig oder?"

    Person B: "Ja..... wer weiß, wo der sein Fleisch herbekommt"... (aus Rumänien oder so...).


    kann mal kurz jeder überlegen, was er/sie jetzt gemacht hätte....


    Für mich war das damals der letzte Tag meiner Angebots-Aktion. Ich schaute mich um, was der Preis aller anderen Imbisse der Umgebung war, erhöhte diesen noch leicht (wegen Sonderfaktoren wie "schöne Terrasse", "regionale Produkte mit guter Qualität vom Schlachter", "gutes Ambiente" usw.). Dazu entsprechend offensive Werbung, da der Betrieb sehr abgelegen ist. Und - seitdem werde ich zwar nicht reich, aber ich kann davon leben.


    7) Vielleicht kann ein guter Vergleich mit Honig der mit Wein sein. Es gibt die Pulle Rotwein für 2,49 beim Netto, es gibt einen deutlich schlechteren Wein für 9,90 die Flasche - verkauft werden beide. Und die Winzer haben denke ich exakt das selbe Problem.


    Es ist m.E. keine Schande, sich etwas von jemandem abzugucken, der es kann. Ich selber kann von dem Erfolg anderer nur lernen. Was machen die besser? Und: Ich selbst muss nicht besser sein. Ich muss nur "gut genug" sein.


    Soweit einige Gedanken zum Thema... danke für die vielen Sichtweisen!


    Schöne Grüße - Matthias

    "Wenn du es eilig hast, gehe langsam". Lothar M. Seiwert

  • Wenn Du bei Deiner Modellbahn auch anderen, die von der Modellbahn leben müssen das Leben schwer machen willst, dann mach es auch dort weiterhin, nicht.

    Manchmal wünschte ich mir, dass andere Leute Eure Jobs als Hobby umsonst machen. Einfach so.

    Als Beschäftigung zur Entspannung am Feierabend.

    Und Ihr könnt Euch überlegen, ob Ihr umsonst arbeitet, um den Job weiter machen zu können.

    Oder ob es besser wäre damit aufzuhören, um andere mit zu viel Zeit den Job machen zu lassen.

    Klingt böse?

    Dann überlegt mal wo der Vorteil sein soll, ein Produkt ohne wirkliche Gegenleistung

    (zumindest für die Arbeit) anzubieten. Ich hab es schon mal geschrieben und mach es wieder.

    Es gibt ein Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb. Dazu gehört, dass nichts unter Gestehungskosten angeboten werden darf. Zu den Gestehungskosten gehört meines Wissens auch die Arbeitszeit.

    Ob man die dann mit Mindestlohn ansetzen will oder mit 50,-- €, ist dem persönlichen Geschmack überlassen. Aber von Haus aus in vollem Bewusstsein erst gar nichts rein zu kalkulieren, das finde ich ein starkes Stück.

    Ich finde es auch ein starkes Stück, dass unsere Gesetzgebung diesen andauernden Rechtsbruch hin nimmt. Dass z.B. die Milchwirtschaft in krimineller Weise vom LEH an die Wand gedrückt wird und keiner schreitet ein. Geiz ist ja soooo geill!!!

    Nur die Imkerschaft, (ein großer Teil zumindest) die macht sich die Preise selber kaputt.

    Hauptsache, man kauft für das gute Gewissen mal einen dritte Welt Kaffee und ein bisschen Bio, dann ist für das Gewissen auch was getan.

    Sorry, das musste mal raus.

  • Muss ich mal sagen: Das war jetzt ein mindestens ein Missverständnis.


    Ich sehe aber auch nicht ein, in Ostbrandenburg Preise vom Münchner Viktualienmarkt versuchen zu erzielen - das passt einfach nicht.


    Und bitte, komm mir nicht mit so dummen Zeug, wie Wettbewerbsverzerrung … ich mach dreißig Jahre Stahlbau und weiß wie der Hase läuft.


    Grüße Ralf

  • Wenn der zu günstig verkaufte Honig abverkauft ist

    ist er hier nicht. Nie.

    Ihr glaubt, Harley Davidson verkauft ein Motorrad?

    Der Imker verkauft Familienglück, oder was?

    Flenburger Pilsener verkauft Bier

    das mir in erster Linie nicht schmeckt.


    Alles das, was hier als aufwertendes Gefühl verkauft wird, trifft auf die meisten anderen Imker im Umkreis auch zu. Viele Eigenschaften treffen sogar auf die Importhonige zu.

    Und die Kunden wissen das auch zum größten Teil.


    Ein angenehmes Umfeld mit Mehrleistung bringt höhere Preise, aber sobald etwas vergleichbar wird, bestimmt der Preis fast immer die Entscheidung.

  • Der richtige Preis ist der, der genau bis zur nächsten Honigernte das Lager räumt.

    Bei dem Argument gehe ich nicht mit. Bedingt nämlich, dass jeder Heiopei irgendwann die Kosten komplett ignoriert und z. B. die Angetraute mit Körbchen durch die Ladenzeile schickt, um den nicht so sehr nachgefragten Honig für 3,50 €/500g an den Kunden zu bringen.

    Wir haben zuwenig inländischen Marktanteil, allerdings eine Übersättigung in manchen Regionen, die bedürfen auch keiner weiteren Neuimkerwerbung.


    Meine Kosten habe ich durchaus im Blick und gehe mit meinem VKPreis auch nicht runter. Aber dazu braucht es Rückgrat, daß hat nicht Jeder, schon gar nicht, wenn man meint, mal dem Nachbarimker was abjagen zu können. Und die Kunden entscheiden hier auf dem Land immer noch vorwiegend nach Preis.

  • Wenn man Imkerei als Hobby bespielt, hat man die Kosten nie seriös im Blick, sollte man auch gar nicht haben, denn es dient ja schließlich dem Vergnügen.


    Wir haben zuwenig inländischen Marktanteil, allerdings eine Übersättigung in manchen Regionen, die bedürfen auch keiner weiteren Neuimkerwerbung.

    Das höre ich in meinem Verein auch immer.
    Von Leuten, die 75+ Jahre alt sind.

    Genauer gesagt ist der halbe Verein 75+ Jahre alt.


    Anders ausgedrückt: In meinem Verein werden in den nächsten 10 Jahren rund 50% der Mitglieder wegsterben, gleiches gilt in etwa für die Imker in meiner Nachbarschaft.

    Ehrlich gesagt mache ich mir langfristig nicht so sehr Gedanken darüber, dass wir zu viele Imker haben - da steht die natürliche Flurbereinigung gerade erst vor der Tür, zumindest in meiner Region.