Welche Beute zum Anfang?

  • Im Frühjahr werden dann die überzähligen Völker abgegeben und ich habe wieder Honigräume.

    ....und wie macht es denn der normale Imker, der nicht jedes Jahr 2 Ableger pro Wirtschaftsvolk verkaufen will und kann ?Also das Argument mit den Honigräumen ist meiner Ansicht an den Haaren herbeigezogen, weil ja auch Rähmchen gelagert werden müssen.

    Bis bald

    Marcus, der auch gerne Ableger verkauft, aber keinen Markt für 80 Stück pro Jahr sieht.

    Jetzt bin ich kein normaler Imker mehr? Der Markt ist da, sonst gäbe es weniger Importe von Völkern. Du magst es an den Haaren herbeigezogen sehen. Aber wer nur eine Garage zur Verfügung hat und im Winter sein Auto unterbringen will, muss planen und organisieren können.


    Und ganz ehrlich, du kannst auch zwei, drei Völker im Frühjahr vereinen, wie Bruder Adam es gemacht hat. Die beste Königin behält man und hat deutlich stärkere Völker und mehr Honig in der Frühtracht. Aber pssssst, nicht weitersagen.


    Du willst recht haben und damit bekommst du von mir natürlich recht.... alles Unsinn. Dadant ist super. :D

  • Kuntzsch- normal als Breitformat, mit den kürzesten Ohren, ist schon bei den Hinterbehandlungsbeuten viel seltener vertreten als DNM, im Magazinbereich fast verschwunden, weil es keine Vorteile bringt gegenüber andern Maßen, wenn man keine anderen Kuntzsch-beuten hat.

    Nur als Kuntzsch-hoch-Format bei Bremer/Golz-Beute und Bienenbox noch bei wenigen Imkern in Betrieb, aber wie bei Holtermann zu sehen, kann man Lagerbeuten in jedem Rähmchenformat anbieten.

  • Dadant ist super.

    siehst du, wieso nicht direkt, lach. Aber gerade das Argument mit den Honigräumen erinnert mich eher an manchen von diese Argumente:Wieso Dadant Mist ist und Zander viel besser

    Sicherlich hat das Dadantsystem auch Schwächen gegenüber Zander, aber nicht das mit den leeren Honigräumen.

    Bis bald

    Marcus, der auch Zander hat

    40 Wirtschaftsvölker auf DN 1,5, 8 Miniplus, 20 Ableger Dadant, Zander und DN, Waage 401

  • Ich bin langjähriger 10er Zander-Einbrutraum-Fetischist gewesen. Zander hätte beinahe jeder hier in meiner Gegend. Bisher waren der Einraumzander mit 2/3 Zander-Honigräumen für mich die richtig gute Honigabgreifmaschinerie. Dann gewechselt zum 10er ZaDant. Diesen Umstieg möchte ich nicht missen. Erst so kann eine richtig gute Königin mit ihren Arbeiterinnen zeigen, was sie wirklich kann.


    Würde ich nochmals ganz neu anfangen, wäre ich beim 10er Dadant modifiziert.


    "Brachiales" Schieden mache ich übrigens ausdrücklich nicht! Im Wirtschaftsjahr während der Saison MUSS das Volk den kompletten 10er Brutraum benutzen. Das heißt nicht 10 bebrütete Waben, aber 8 sollten es schon sein im Juni. Die weiteren 2 Waben sind Futterwabe und Drohnenwabe. Platz für Pollen ist da sowieso genügend da.


    Das heißt im übrigen nicht, dass ich alle Völker auch auf 10 Waben überwintere. Je nach Zeitpunkt der Bildung als später Kunstschwarm, normaler KS oder früher Ableger, sind das dann auch schon Mal nur 7 Waben bis zum Oktober.

    :u_idea_bulb02:

    Grüße Luffi


    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. :u_idea_bulb02:

    (Lucius Annaeus Seneca - römischer Politiker, Dichter und Philosoph - * 4 v.Chr, † 65)

  • beeinflusst den Herren nicht so sehr.

    Hä? Wie war die Frage nochmal, die oben drüber steht?

    Disskussionen sind falsch, Einzelmeinungen auch?

    Man kann einem Anfänger viel helfen, in fast sämtlichen Bereichen.

    Aber beim Beutemaß ist es schwierig. Jeder hat seine eigene Meinung, sowie Marcus Göbel und ich. Keiner von uns hat Unrecht, wenn man die Situation des einzelnen kennt.


    Aber wir wissen, was wir in der Imkerei wollen. Welche Ziele wir haben, und was uns erwartet im kommenden Jahr, hoffentlich.


    Ein Anfänger hat erstmal nur eine Vorstellung, manchmal grob oder übertrieben oder zu einfach vom Imkern. Er setzt sich Ziele, die oft schwer in der Umsetzung sind, weil ihm die Erfahrung fehlt.


    Wenn ich die Beiträge von ihm lese, dann denke ich, dass er Imkern will, aber auch mit dem Blick auf Vermarktung von Ablegern und dass er nicht nur, dass Imkern als Selbstzweck versteht, sondern auch, dass er etwas daraus zieht.

    Das ist nichts verkehrtes, die Kosten im Blick zu behalten und sich solche Ziele zu setzen.


    Ob er diese Ziele erreicht, hängt von ihm selber ab.


    Wo kommt das Beutemaß ins Spiel? Viele fangen an zu imkern, mit einem Beutemaß, was ihnen gerade über den Weg hüpft. Rat durch Imkerpaten, durch Imkerbedarfsläden, durch andere Imkergruppen, durch..... der Anfänger wird überfordert. Zu viele Möglichkeiten und alles unübersichtlich, es sind teils kleine Unterschiede, die im Nachhinein wichtig werden. Dadant 12er oder doch 10er?


    Somit gilt für alle Anfänger, schaut euch die Beutemaße in Benutzung an, sprecht mit Imkern und dann probiert es einfach aus. Und wenn ihr nach 2-5 Jahren merkt, dass es nicht passt, dann wechselt ihr, auf etwas was für euch besser passt. Das passiert immer wieder, und man lernt nicht aus.


    Ich nutze Dadant um Honig zu haben, DNM für Honig und Königinnenzucht. Da ich dort die Qualtiät der Königin am besten beurteilen kann. Meine Entscheidung, andere sehen es komplett anders, die nehmen Dadant zur Königinnenzucht und Beurteilung der Königinnen. Jeder imkert anders.....


    Die Imkerei ist frei.... aber frei heißt auch ausprobieren und versuchen und manchmal landet man damit auf der Schnauze.

  • Wenn ich die Beiträge von ihm lese, dann denke ich, dass er Imkern will, aber auch mit dem Blick auf Vermarktung von Ablegern und dass er nicht nur, dass Imkern als Selbstzweck versteht, sondern auch, dass er etwas daraus zieht.

    Das ist nichts verkehrtes, die Kosten im Blick zu behalten und sich solche Ziele zu setzen.

    Ich werde versuchen bei einigen Imkern mal die praktische Anwendung der verschiedenen Beuten anschauen.

    Und ich sag mal so, in erster Linie geht es mir um das Bienen halten und "gutes" zu tun, ich finde Bienen einfach interessant und freue mich auch jetzt schon immer wenn ich im Garten sehe wie sie von Blüte zu Blüte fliegen. Natürlich ist mir Honig auch wichtig, ich glaube es muss einfach ein gutes Gefühl sein wenn man gute Ernten hat, dann scheint es dem Volk auch zumindest nicht schlecht zu gehen.


    Ich weiß auch nicht wie viel Honig üblich ist. Ich lese in der Literatur häufig was von 15-25 Kg pro Volk, im Netz ist auch häufiger mal von 40-50 Kg die rede, und in Ausnahmefällen sollen ja wohl auch teilweise schon über 100Kg geerntet worden sein. Und ich muss sagen, selbst 20 Kg finde ich schon beeindruckend viel (Aus Nichtimkersicht).


    Mittelfristig ist es mein Ziel, die Kosten durch die Erträge zu decken, und dann ein tolles Hobby zu haben für welches ich nicht Unsummen verbrennen muss. Klar, Gewinn ist auch nicht schlecht, aber darum geht es mir nicht. Es soll ein Hobby, vielleicht auch ein Lebensgefühl, aber kein Beruf sein.


    Wenn ich an Königinnenzucht denke, kann ich mir das aktuell nicht vorstellen. Ich glaube das ist mir zu "Aufwendig", wenn ich ein gutes Ergebnis haben möchte, und wenn ich richtig gelesen habe, sollte man dafür auch einige Völker, und vor allem viel Erfahrung haben. Also da werde ich erstmal lange gar nicht dran denken :D Ich bin froh wenn ich die Völker munter über den Winter kriege, und den ein oder anderen Ableger hinbekomme, um mich zu vergrößern oder diesen zu verkaufen falls ich ihn selbst nicht brauche.


    Ich denke in den nächsten Tagen findet sich ein Pate, und dann freue ich mich schon auf viele interessante Gespräche und praktische Einblicke. Ehrlich gesagt weiß ich nicht mal ob ich Allergisch bin, deswegen wird nächste Woche mal ein Test gemacht, ich denke Vorsicht ist besser als Nachsicht, und bis jetzt wurde ich tatsächlich noch NIE gestochen, aber das wird sich wohl schnell ändern :D


    Viele Grüße

    Maurice

  • Ehrlich gesagt weiß ich nicht mal ob ich Allergisch bin, deswegen wird nächste Woche mal ein Test gemacht, ich denke Vorsicht ist besser als Nachsicht, und bis jetzt wurde ich tatsächlich noch NIE gestochen, aber das wird sich wohl schnell ändern

    Das mit "Allergie durch einen Test ausschliessen" ist jetzt so eine Sache:

    Wenn Du noch nie von einer Biene gestochen wurdest, wird Dir kein Test eine Bienengiftallergie anzeigen können (hat was mit "Sensibilisierung und Antikörperproduktion nach Kontakt mit einem Allergen" zu tun...). Zudem kannst Du, auch wenn nach deinem 10. oder 100. Stich ein "negativer Test" vorliegen würde, nach dem 11. oder 101. Stich eine eine Allergie entwickeln...

    Etwas anders sieht es natürlich aus wenn Du nach einem Stich Symptome entwickelst, dann muss geschaut werden (wobei sich erst nach dem zweiten Stich eine Allergie entwicklen kann...)

    Also kurz zusammengefasst: Du kannst Dir den Test sparen.

    Liebe Grüsse

    Pica

  • Dann warte ich erstmal ab, die ersten Stiche kriege ich ja bestimmt schon bei meinem Paten ab :D

  • man merkt, dass die Imker allesamt zuhause sitzen und kaum was zu tun haben :D



    du kannst ewig über das Thema philosophieren. Hab mir auch Monatelang den Kopf zerbrochen.

    Aber man findet es nur für sich selbst raus wenn man eine Zeit mit verschiedenen Systemen gearbeitet hat.

    Fazit: geh zu verschiedenen Imkern mit verschiedenen Systemen und versuche eine bisschen mitzuhelfen. Um so gegensätzlicher die Betriebsweisen und Denkweisen - desto besser für deine Meinungsbildung.

  • Moin,

    also um noch mal auf das Thema Kosten zurück zu kommen, geh da nicht zu unbedarft ran.

    Das ganze kostet (leider) am Anfang Geld (wie bei jedem Hobby).

    Honig oder was auch immer, was du dagegen rechnen könntest, wirst du erst nach dem 2. oder 3. Jahr effektiv haben. Der erste Honig (wenn denn im ersten/zweiten Jahr was geerntet wird), geht für dich persönlich drauf oder wird im Verwandten/Bekannten Kreis angepriesen;-))

    Ich hab mir damals die Mühe gemacht, und mir meine Hauptkostenträger notiert, auch weil ich meine (Rad-)Schleuder selber gebaut und jedes Jahr nochmal was an der Schleuder verbessert habe.

    In den ersten 4 bzw. 5 Jahren habe ich fast 6000€ in die Imkerei gesteckt (bei 6 Völkern), wobei da auch etwa 1500€ für die Schleuder und 600€ für meine Stockwaagen drin waren.

    Die ersten Völker (Kunstschwarm/Ableger) habe ich über meinen Imkerverein recht günstig bekommen, da solltest du als erstes nachfragen. Ansonsten sind zwischen 130-180€ für gute Völker mehr als i.O. Kleine Ableger, bei denen du nicht weißt, was aus denen wird, bekommst du bestimmt auch günstiger. Vertrau da aber bitte jemandem, der auch gute Völker abgibt, am besten bereits behandelte oder einen Kunstschwarm, und kauf nicht irgend so einen 1Waben Ableger, wo die Kö noch nicht mal zu finden ist. Wenn du Pech hast, setzt du da Geld in den Sand und Frust kommt auf, als nötig ist.

    Für die Beuten kannst du gut 150-200€ pro Volk ansetzten plus Wachs plus Rähmchen, etc. Selbst, wenn du die Beuten selber baust (was ich auch gemacht habe), wirst du nicht auf die Hälfte kommen.

    Also zum Start würde ich 300-400€ pro Volk ansetzten inkl. Material, auch wenn du auf viele Dinge (Schleuder, Entdeckelungsgeschirr, Eimer, Siebe, Varroamanagement, Wachsschmelzen, etc.) vom Verein zurück greifen kannst.

    Und für Kleinteile, die du brauchst, gibt man schnell noch mal den einen oder anderen Hunderter aus (Stockmeißel, Smoker, etc.) plus Beitrag für den Imkervein, inkl. DIB-Beitrag

    Nach oben, gerade was Technik angeht, gibt es keine Grenzen......

    Grüße aus HH Andreas


    Man kann sich den ganzen Tag aufregen :evil: ------- Ist aber nicht verpflichtet dazu :cool:

  • Hallo

    Ich kann nur sagen das ich 50 Jahre mit dem Normalmaß imkere und keine schlechten Erfahrungen gemacht habe.Die Segeberger Beute benutze ich jetzt ca. 18 Jahre und bin voll zufrieden! Konnte in diesem Jahr bei einem Volk 192 kg Honig ernten. Das war Rekord in meiner Imkerlaufbahn! Wenn ich wieder anfangen würde dann nur mit Normalmaß und Segeberger Magazin Beuten.


    Viele Grüße