Welche Beute zum Anfang?

  • Also zum Anfang plane ich, jenachdem was das Budget am Ende hergibt 1-3 Beuten. Wahrscheinlich starte ich erstmal mit einer.


    In den nächsten Jahren möchte ich dann maximal so auf 10-12 Beuten aufstocken. Alles nacheinander, und mit den Erfahrungen in einem gesunden Tempo.

    Mit einer Beute kann man nicht imkern. Zwei ist Minimum. Besser drei.


    Die Antwort wo du in 10 Jahren stehen willst, solltest du dir in den nächsten paar Jahren jeweils nach Saison-Schluß neu stellen. Nach der Saison ist vor der Saison.

  • Zunächst muss ich meinen Vorrednern Recht geben: "Die" Beute gibt es nicht. Aber ein paar Anhaltspunkte, anhand der die ideale Beute für eine Imkerei ausgesucht werden kann. Ein paar Anregungen:

    1. Zunächst einmal die Verbreitung des Maßes in der Umgebung (Völkerkauf und - kauf, Imkerpate, Austausch im Verein, ...)
    2. Imkergesundheit: Das Gewicht der vollen Honigräume ist nicht zu unterschätzen. Es gibt zwar auch für Zander geteilte Zargen, aber ist das praktisch?
    3. Möglichkeiten, Völker zu transportieren: Für mich der einschränkende Faktor und extrem entscheidend. Vier Völker Dadant 10er (ohne Honigräume) bekomme ich in meinen Fiesta ohne Quetschen rein. Bei Völkern, die auf zwei Bruträumen geführt werden habe ich da keine Chance. Da passt keines rein. vom 12er Dadant passen zwei rein. Mit Verrenkungen vielleicht 3. Ist für viele vielleicht nicht ausschlaggebend, für mich schon.
    4. Arbeitsaufwand / Materialaufwand: Halte ich persönlich bei einzargigem Brutraum für geringer als bei zweizargigem, auch wenn die Schwarmkontrolle etwas aufwändiger ist.


    Die Liste lässt sich bestimmt fortsetzen und soll nur ein paar Anregungen geben.


    Lass Dich nicht verunsichern, den Bienen ist es egal. Egal welches Maß: Es bedarf etwas Übung, um damit erfolgreich zu imkern. Ein Vorschlag, falls Du unsicher bist, ob der zweizargige Brutraum überhaupt für was Dich ist: Kompatibles 10er System. Auch Zander-Zargen passen als Honigraum auf den Dadant-Brutraum. Mache ich auch so. Ist zwar nicht optimal, aber so können alle angeschafften Zargen verwendet werden. Und wenn es nur in der Funktion als Leerzargen zum Füttern oder zur Ameinsensäurebehandlung ist.


    Auch wenn ich jetzt Prügel beziehe: 12 er Dadant braucht keine Biene. Auch bei der stärksten Königin sind nicht mehr 8 oder 9 Waben mit Brut besetzt, und selbst dann könnte man noch enger führen. Und mit 12er Dadant hat man sich auf ein Maß endgültig festgelegt.


    Viele Grüße


    Carsten

  • Auch wenn ich jetzt Prügel beziehe: 12 er Dadant braucht keine Biene. Auch bei der stärksten Königin sind nicht mehr 8 oder 9 Waben mit Brut besetzt, und selbst dann könnte man noch enger führen.

    Keine Prügel, aber eine Anmerkung: das ist ja das Schöne daran - der Bien hat genug Platz und der Imker auch. Da kann man wunderbar die Rähmchen hinschieben bei der Kontrolle und muss keine Waben neben die Kiste stellen. Sehe ich persönlich ganz klar als einen Vorteil an.


    Viele Grüße,

    Tobias

  • Auch noch eine Anmerkung zur weiteen Verwirrung:

    Wer meint, DNM bedeutet 2 Brutraumzargen, imkert wahrscheinlich in einem anderen Maß.

    Viele DNM-Imker führen ihre Völker einzargig (seit 2020 gibt es eine BR-Zarge mit einem Rähmchen mehr).

    Im DNM gibt es auch kleinere Honigzargen, für den älteren Imker...

    Seit 2005 Sächsischer* Hobby-Imker mit ca. 10 Völkern in DNM

    * sie summen weicher als die nicht-sächsischen Bienen

  • @KoelscheJungTV ueberleg Dir zuerst ob Du schwer heben kannst/willst.

    - Wenn ja, dann nimm ein Magazinsystem, das Dein Imkerpate oder ein guter Bekannter hat um mal zur schnell helfen zu koennen falls Du Material brauchst

    - Wenn Du Rueckenprobleme hast oder nicht schwer wuchten willst, dann nimmst ne Lager oder Trogbeute oder was anderes, bei der Du nur in einer Ebene imkern musst (z.Bsp CityBox, Golzbeite, Bremerbeute, etc). Diese haben meist KuntzschHoch Raehmchen und Du musst immer nu max 1 Rahmen also 2 kg heben und keine 20 kg bei einer vollen Zarge :)
    Meine Meinung: Fang erstmal mit max 2 Voelkern an und lerne die Bienen kennen und uebe das Imkern eine Saison lang.

    Im naechsten Fruehling machst ne TBE und schwupps hast Du aus den 2 Voelkern 4 gemacht und dabei kannst Du einschaetzen on Dein aktuelles Beutensystem taugt und zur Not welchselst Du dann.

    Rechne damit, dass Du am Anfang Deiner Imkerkarriere eh 300-400 euro locker in den Sand setzen wirst bis Du die fuer Dich passenden Klamotten, Beuten und Material gefunden hast, das ist halt Lehrgeld.

    Also mein Fazit, fang erstmal ueberhaupt an, denn nicht die Beute macht den Honig sondern die Biene :)


    Weiterhin viel Spass mit den Maedels!

  • Auch bei 10er Dadant hatte ich bislang immer einen Wabenplatz frei. Ist dann nicht ganz so viel Platz wie beim 12er vorhanden, aber wenn ich die Wahl habe zwischen weniger Platz in der Beute und neuem Auto ist für mich die Wahl ganz klar: Kleinere Beute. Die Entscheidung kann bei anderen natürlich anders ausfallen.


    Viele Grüße


    Carsten

  • In meinen alten Astra Kombi bekomme ich bei umgeklappter Rückbank vier Zweibruträumler rein aber nach der ersten Dadant wird es schnell dunkel. Auch an der Tatsache, daß es mehrere Beutenarten gibt kann man leicht sehen, daß es einen Markt für verschiedene Beutenarten gibt. Ja, man kann sogar Dadantbeuten kaufen, was ich persönlich überhaupt nicht verstehe, 😂. Die Wahl entscheidet, wie Du lesen kannst, der Kofferraum Deines Autos, die geschwenkten Ableger Deiner Freunde im Imkerverein und evtl. das Auftreten des Verkäufers oder der ersten Imker, die dir begegnen, Deinem Imkerpaten. Vielleicht spielt auch eine Rolle, was Du willst nachdem Du drei oder vier Jahre Erfahrungen gesammelt und Dich weitergebildet hast. Dann von drei Völkern das Maß zu ändern ist nicht das Problem. Ab 40 Völkern wird es ärgerlich.

    Viele liebe Grüße

    Wolfgang, aber wenn Du lieber beleidigt abziehen willst wenn Dir ein erfahrener Imker und Forianer bedeutet, daß Dein Thema schwer, Deine Frage sinnlos und überdies schon seitenlang hier besprochen wurden, dann solltest Du das tun, es gibt schließlich schönere Themen wie Garten und Chilli

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Servus, Einzelkämpfersport ist bei uns was anderes.

    Hab immer mit Kollegen zusammen gearbeitet und andere mit mir. Egal, wenns Hinterbehandler wären, dann wäre es auch ned schlimm^^. Jede Kiste hat Vorteile und Nachteile. Sollte ja nur eine kleine Hilfestellung sein. Bis bald Sascha

  • Köln ist traditionell Dadantland.

    Wie lange dauert diese Tradition schon? Gibt es das in Deutschland überhaupt irgendwo?

    Habt ihr ne Grenzmauer Richtung Ruhrgebiet?:D

    Unser Verein war dicke mit Bruder Adam. Das hatte eine gewisse Strahlkraft. Namentlich Hubert Bremm & Co, die waren auch alle in Kassel dabei und auch zu Besuch in Buckfast Abby. Ich hab noch Rähmchen von Hubert im Betrieb, es könnte schon sein, das Adam selbst die mal in der Hand hatte!


    ;)

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife