Welche Beute zum Anfang?

  • Guten Morgen,

    ich möchte nächstes Jahr mit dem Imkern anfangen, und bin mir komplett unschlüssig welche Beute ich dafür nehmen soll.

    Überall liest man verschiedenes, und keiner ist sich wirklich einig.


    Ich denke das mit den meisten Beuten der Start sicher funktionieren wird, allerdings will ich später nicht nocheinmal umsteigen, und ich hätte gerne von Beginn an alles möglichst kompatibel untereinander. Zudem möchte ich beim Kauf/Verkauf von Ablegern möglichst die Breite Masse ansprechen, so daß die Rähmchen auch immer passen.


    Ins Auge gefallen ist mir Deutsch Normalmaß. Einfach mit dem Gedanken das es auch das "Normale" ist.


    Ich würde mich über Tipps freuen und eventuell auch Hinweise worauf ich beim Kauf achten soll/muss.


    Auch wäre es super wenn ihr mir verraten könntet wie man möglichst Preiswert an die Beuten kommt. Unter dem Preis soll die Qualität natürlich nicht leiden, sie steht an oberster Stelle, die Beute soll mich ja hoffentlich auch viele Jahre begleiten.


    Viele Grüße

    Maurice

  • Die Frage ist ja, wo du heute in 10 Jahren mit der Imkerei stehen willst. Davon hängt mehr oder weniger alles ab!

    Also zum Anfang plane ich, jenachdem was das Budget am Ende hergibt 1-3 Beuten. Wahrscheinlich starte ich erstmal mit einer.


    In den nächsten Jahren möchte ich dann maximal so auf 10-12 Beuten aufstocken. Alles nacheinander, und mit den Erfahrungen in einem gesunden Tempo.


    Hilft das weiter? ^^


    Viele Grüße

  • Du hast ein Lesedefizit.

    In diesem Forum ist diese Frage ausreichend beantwortet. Lesen musst du schon selber.

    Einen Zahn kann ich dir gleich ziehen:

    Es gibt nicht die eine richtige Beute. Mehr oder weniger geschenkt shonmal gar nicht.

    Imkern erfordert Zeit. Gut und angenehm ausgefüllte, aber trotzdem.

  • Hallo,

    Zudem möchte ich beim Kauf/Verkauf von Ablegern möglichst die Breite Masse ansprechen, so daß die Rähmchen auch immer passen.

    Dann ist Zander genau das richtige Maß, es wird sehr wirksam schon jahrelang wie ein Schweinchen durchs Dorf getrieben. An zweiter Stelle kommt dann DN, für die die kein Zander haben aber trotzdem auf die ungeahnten Vorteile der 2 Bruträume nicht verzichten wollen.

    Persönlich wollte ich mit beiden Maßen nicht imkern. Wenn ich heute noch einmal die Wahl hätte gäbe es Dadant.....

    Viel Spaß bei der Betriebsweisenfindung, lies hier schön im Forum, denn das ist der wahre Schatz des Internets, kein FB und Konsorten, für den Obolus eines Imkerbuches, kann man sogar das Forum unterstützen.

    Bis bald

    Marcus

    40 Wirtschaftsvölker auf DN 1,5, 8 Miniplus, 20 Ableger Dadant, Zander und DN, Waage 401

  • Du hast ein Lesedefizit.

    In diesem Forum ist diese Frage ausreichend beantwortet. Lesen musst du schon selber.

    Einen Zahn kann ich dir gleich ziehen:

    Es gibt nicht die eine richtige Beute. Mehr oder weniger geschenkt shonmal gar nicht.

    Imkern erfordert Zeit. Gut und angenehm ausgefüllte, aber trotzdem.

    Also ich bin wirklich in einigen Foren unterwegs, und muss sagen, wenn hier alle so denken, dann gehe ich direkt wieder.


    Keine Frage steht sicherlich viel im Forum, ich bin auch die ganze Zeit fleißig am lesen und durchsuche unzählige Seiten nach Informationen. Ich lese aktuell auch ein Buch zum Imkereinstieg.


    Aber ich frage nunmahl nach, weil nicht alle Informationen bis jetzt gefunden habe.


    In allen anderen Foren die ich kenne, ob Computer, Garten, Chili oder sonstigem, wird man herzlich begrüßt. Gerade Anfängern werden auch Fragen beantwortet und vor allem wird ihnen gerne weitergeholfen.


    Wenn du keine Lust hast einem Anfänger weiterzuhelfen, dann lass es eben sein. Aber so eine hochnäsige Antwort kannst du dir sparen. So vergraulst du einfach nur Neueinsteiger.


    Ich hoffe inständig das auch hier den ein oder anderen gibt, der einem Anfänger gerne weiterhilft und Tipps gibt.


    Dennoch Viele Grüße

    Maurice

  • Hallo Maurice, du solltest mal schauen, welches Maß in deinem Umkreis verwendet wird, dann ist es für dich leichter, Bienen zu bekommen oder auch mal zu verkaufen. Bei uns im Raum Ingolstadt, Pfaffenhofen wird viel auf Zander gemacht, mit langen Ohren. Ich hab alles an die Hohenheimer Einfachbeute angelehnt, da es mir am besten passt und die Beuten relativ einfach zu bauen sind. Imkern sollte ja eigentlich einfach sein. Viel Spaß Gruß Sascha

  • du solltest mal schauen, welches Maß in deinem Umkreis verwendet wird, dann ist es für dich leichter, Bienen zu bekommen oder auch mal zu verkaufen.

    Hallo, und wenn die alle auf Freudenstein in Hinterbehandlung arbeiten ? Ich möchte mit dem Maß arbeiten, die Umgebung ist mir eigentlich egal. Auch werden nie Waben usw getauscht. Imkern ist ein Einzelkämpfersport. Jedes Traummaß ist höchstens eine Autostunde entfernt.

    Bis bald

    Marcus

    40 Wirtschaftsvölker auf DN 1,5, 8 Miniplus, 20 Ableger Dadant, Zander und DN, Waage 401

  • Also ich bin wirklich in einigen Foren unterwegs, und muss sagen, wenn hier alle so denken, dann gehe ich direkt wieder.

    Es gibt zum Imkerforum im deutschsprachigen Raum KEINE Alternative mehr . Sei doch froh, dass du nicht mit Samthandschuhen angepackt wirst und etwas lernst. Facebook ist da viel sanfter, aber da beraten Anfänger andere Anfänger.....

    Bis bald

    Marcus

    40 Wirtschaftsvölker auf DN 1,5, 8 Miniplus, 20 Ableger Dadant, Zander und DN, Waage 401

  • Hallo Maurice,

    die Wahl der "richtigen Beute" gibt es nicht. Deshalb ist das ein ständiges Reizthema, wie du an den ersten Posts gelesen hast.

    Als ich vor der Wahl stand, fragte ich den Imkermeister meines Grundkurses. Der imkert selbst in Zander und Dadant US.

    Er sagte zu mir: "Wenn du noch garkein Material hast, dann starte mit Dadant US."

    Das habe ich gemacht und die Entscheidung bis heute nicht bereut.


    Für Anfänger (und auch Profis) ist ein Brutraum einfacher zu handhaben als zwei (wie bei DNM und Zander). Das umwohnen von Vereinskollegen von Zander in meine Beuten war problemlos. Das machst du einmal. Danach machst du dir keinen Kopf mehr.


    Du wirst aber immer Kritiker von allen Systemen finden.

    Falls du das Buch "Einfach imkern" liest, dann wird alles andere als Liebig-Beute als nicht möglich beschrieben. Dr. Liebig ist da sehr von sich eingenommen.


    Falls du ein gutes Einsteigerbuch für Beutensysteme mit einem Brutraum suchst, empfehle ich dir:

    - Natürlich imkern in Großraumbeuten - Melanie von Orlow

    - Buckfast Biene in der angepassten Dadantbeute, die einfachste Art erfolgreich zu imkern - Werner Gerdes (geht auch ohne Buckfastbiene)

    - Imkern mit Dadant - Reiner Schwarz (musst du allerdings nach dem Start nochmal lesen, damit du es komplett verstehst)


    So, jetzt hast du genug Lesestoff für den Winter.

    Und lass dich nicht bequatschen von "das haben wir schon Jahrzehnte im Gebrauch", "bei uns gibt es nichts anderes/besseres", ...


    ... und bleibe offen, auch wenn die Antworten etwas ruppig sind. Die meisten sind sehr hilfreich.


    Grüße

    Byl

  • KoelscheJungTV Sei nicht gleich eingeschnappt. :) Deine Frage lässt sich in etwa vergleichen mit: «Welches Auto soll ich mir kaufen? Es soll genau das Richtige sein. Und günstig.» Wie soll man jemandem, von dem man rein gar nichts weiss und der selbst auch null Ahnung von Autos hat, antworten? Man könnte schreiben: «Marke X, Modell Y. Ganz klar!» Damit wäre dem Fragesteller null geholfen.


    Mein Antwortversuch: Verabschiede Dich von der Vorstellung, für wenig Geld mit der Imkerei beginnen zu können. Gerade am Anfang muss man nun mal einige hundert Euro in die Hand nehmen. Ist so. Man kann sich selbst was vormachen, aber das ändert nichts an der Realität. Kauf Dir zwei Beuten von irgendeinem Typ, völlig egal, solange es nichts völlig Exotisches ist. DNM, Zander (mit langen Ohren), Dadant, Langstroth, spielt keine Rolle. Dann beginnst Du, damit zu imkern. Nach drei Jahren ziehst Du Bilanz: Was gefällt Dir, was nicht? Wenn Du zufrieden bist, super, wenn nicht, frag Dich, was genau Dich am meisten stört, und dann such etwas in der entsprechenden Richtung. Zwei Beuten, die man dann allenfalls nicht mehr brauchen kann, sind kein wirtschaftlicher Weltuntergang.


    Ich habe zum Beispiel mit Zander begonnen, finde das auch eine gute Sache (mit einem Brutraum), aber das Handling gefiel mir nicht: Zu viel Kittharz, zu wenig Schieberaum, zu beengte Platzverhältnisse. Also habe ich zu Dadant gewechselt.

    «Wer heute die Dunkle Biene, die Carnica oder die Buckfast will, findet dieselbe Ausgangslange vor: Allein intensives Züchten und gepflegte Belegstationen entscheiden darüber, ob sich die gewünschte Rasse halten, bzw. erhalten lässt. Der Unterlassungsfall nennt sich Swissmix, hat alle erdenklichen Eigenschaften und ist vor dem Anspruch der Biodiversität wertlos» (aus: mellifera.ch-Magazin, April 2018, S. 10).