Mysterium Honig-rühren

  • Melitherm leihen, die Frage empfände ich als übergriffig.

    Halten wir also fest, dass man für Imker den alten Spruch "Frauen und Autos verleiht man nicht" ergänzen kann auf: "Frauen, Autos und Melitherms verleiht man nicht". :D

    "Wie stellst du dir das Land vor in dem Milch und Honig fließen?" "Klebrig."

  • Ich verleihe grundsätzlich nichts, was mit der Honigverarbeitung zu tun hat.


    So weiss ich auch was damit passiert und kann das alles beruhigt weiter für die Verarbeitung eines Lebensmittels, welches ich verkaufen möchte, nutzen.


    War vor kurzem bei einem Altimker aus dem Ort, wo mir dann mitgeteilt wurde, dass man die Schleuder nur Ende der Saison reinigen müsste........

  • War vor kurzem bei einem Altimker aus dem Ort, wo mir dann mitgeteilt wurde, dass man die Schleuder nur Ende der Saison reinigen müsste........

    8|8|<X

    Ja. Ist aber auch so. Der Schleuderraum sollte halt so sauber sein und die Schleuder entsprechend zu. Dann finde ich das d e u t l i c h besser, als immer mit Wasser im Schleuderraum zu hantieren, wohlmöglich noch mit dann keimfähige Konzentrationen in irgendeiner Ritze.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • War vor kurzem bei einem Altimker aus dem Ort, wo mir dann mitgeteilt wurde, dass man die Schleuder nur Ende der Saison reinigen müsste........

    8|8|<X

    Ja. Ist aber auch so. Der Schleuderraum sollte halt so sauber sein und die Schleuder entsprechend zu. Dann finde ich das d e u t l i c h besser, als immer mit Wasser im Schleuderraum zu hantieren, wohlmöglich noch mit dann keimfähige Konzentrationen in irgendeiner Ritze.

    Das alte Spiel, sauber sein wollen und sauber sein hängt eben nicht vom Auge des Betrachters ab, sondern auch von den tatsächlichen Gegebenheiten. Honig alleine, bzw. mit ein bisschen Wachs drin ist per se haltbar und nicht gärfähig. Das sieht dann mit einem Wasser/Honig Gemisch im Spalt zwischen Schleuderwand und Schleuderboden schon anders aus. Da heißt es dann optisch hui, in der Fuge pfui. Und so mancher wundert sich dann, warum sein eigentlich trockener Honig wie der Wal von Moby Dick bläst und die Eimer aufpumpt. Rein fachlich nennt sich das dann Gärstarter.

    Da ist gut gemeint nicht das selbe wie gut gemacht.

    Anders sieht es dann aus, wenn der Keller wie eine Tropfsteinhöhle "feuchtelt",

    aber dann ist es eh egal, ob der Honig vom Putzwasser oder der Umgebungsfeuchte gärt.

  • Ja, okay. Da hab ich es natürlich einfacher mit meiner Minischleuder, die ich draußen im Garten abspüle und putze, da ich obendrein keinen Schleuderraum habe und das Ding daher danach verpackt bis zum nächsten Schleudern in die Garage kommt. Das geht ab einer bestimmten Größe natürlich nicht mehr.

    Unter meinen Bedingungen klang die Idee eklig ;)

    "Wie stellst du dir das Land vor in dem Milch und Honig fließen?" "Klebrig."

  • aber dann ist es eh egal, ob der Honig vom Putzwasser oder der Umgebungsfeuchte gärt.

    Wenn in der Schleuder kein Honig ist, kann dort auch keiner gären.

    Die Fuge unten ist nach einem Tag trocken.

    Trotzdem ist es kein Weltuntergang wenn trockener Honig mal länger in der Schleuer bleibt, bei ensprechend trokener Raumluft und einem funktionfähigem Deckel.

  • Entscheidend ist Luftfeuchtigkeit!

    Hab im Schleuderraum, in dem ich auch Auftaue und Rühre das ganze Jahr den luftentfeuchter laufen. Dann konserviert der Zucker statt zu gären/schimmeln.

    In irgendeiner blöden Ecke/Schweißnaht findet sich immer etwas Honig(Wasser) der sonst gammelt….

  • aber dann ist es eh egal, ob der Honig vom Putzwasser oder der Umgebungsfeuchte gärt.

    Wenn in der Schleuder kein Honig ist, kann dort auch keiner gären.

    Die Fuge unten ist nach einem Tag trocken.

    Trotzdem ist es kein Weltuntergang wenn trockener Honig mal länger in der Schleuer bleibt, bei ensprechend trokener Raumluft und einem funktionfähigem Deckel.

    Wenn Du keinen Rundgeschweißten Boden hast, dann hast Du da nicht nur einen Tag Honig/Wassersiff in dieser Kapillarfuge drin. Da würde ich drauf wetten, dass noch keine 5% der Imker eine solche dichtgeschweißte Fuge an der Schleuder haben. Putzt mal so gut Ihr meint die Schleuder und lasst die trocknen wie Ihr meint dass sie dann trocken ist.

    Dann nehmt Ihr mal ein weißes Blatt Papier oder ein Löschblatt und fahrt mal in die Bodenfuge runter. Oder nehmt eine Taschenlampe/Handylampe und leuchtet mal senkrecht in die Fuge runter. Sicherlich wird meistens nichts passieren, weil die Menge an neuem Honig das runterverdünnt. Ist es aber eine Schleuder die wegen: "Ich putze jeden Tag, weil ich bin kein Schwein", oder eine Vereinsschleuder die jeden Tag jemand anders benutzt und natürlich diese nicht Honigverklebt weitergeben werden soll, dann noch ein Imker mit wenig Honig am Schluß schleudert, der dann die gesammelten Hefen von allen Vorgängern mit abbekommt, dann wundert man sich wo es her kommt. Bei einer Woche Pause sieht es anders aus, dann sind die Hefen hoffentlich verhungert oder vertrocknet. Man kommt nicht zum trocknen rein, es hat nicht jeder eine Bodenheizung. Die wenigsten denken daran was da schlummert.

    Nicht verrückt machen deswegen, aber putzen ist nicht immer die bessere Alternative.

    Zusammenfassend:

    - In der Schleuder ist auch nach dem Putzen definitiv noch Honig

    - Die Fuge ist definitiv nicht nach einem Tag trocken

    - Wenn der Honig trocken ist, ja, dann ist es natürlich kein Weltuntergang

    - Ein funktionsfähiger Schleuderdeckel hält keine Luftfeuchte draußen, zumindest habe ich noch keine Schleuder gesehen, bei der der Deckel dazu imstande wäre.

    - Ich würde schätzen mind. 80% der Imker schleudern im Keller ohne Trockner, da ist die Raumluft nicht vor dem putzen trocken, schon gleich gar nicht danach

    - Meistens passiert nichts, wenn doch, dann war vermutlich die Varroa schuld.

    - Eigentlich geht es hier nicht um die Schleuder, aber für Abfüller und Klärfässer (die meisten) in denen man Honig cremig rührt, gilt das auch.