Mysterium Honig-rühren

  • Ich impfe nicht, wenn ich größere Mangen schnell benötige, mische ich.

    Das heisst, dass Du auch 1/3 kristallfreien und 2/3 perfekt auskristallisierten Honig mischst und das direkt abfüllst?


    Deinen letzten Absatz hab ich leider nicht genau verstanden.

    Da er Dir aber besonders wichtig zu sein scheint, frage ich mal detailliert nach:

    Wann genau muss der Honig schnell abgekühlt werden?

    Nachdem er durch ein melithermartiges Gerät gelaufen ist, um ihn komplett von Null an neu zu rühren?

    Oder nach dem leichten Verflüssigen eines perfekten Honigs im Eimer, um ihn direkt abfüllen zu können?

    Und erinnerst Du Dich auch noch, warum dieser Punkt so wichtig ist?

    Wie gehst Du dabei vor?


    Liebe Grüsse;

    humml

  • Eine Frage an die Experten:


    Ich habe einen extrem grob kandierten Frühjahrshonig - hier war Blatt mit drin im Frühjahr, er wolle partou nicht kandieren. Also ins Lager damit und "vergessen" - irgendwann hat er gemeint doch zu kandieren und jetzt taugt er als "Schmiergelmasse".........


    Der Plan ist, den Honig komplett durch den Melitherm zu jagen, also ihn auf 0 zu stellen. Nach dem abkühlen dann mit Raps impfen, einmal rühren und direkt dann ins Glas und kühl stellen ( ins Lager, welches 10 Grad hat ). Dann müßte er doch eigentlich fein auskristalisieren oder habe ich da einen Denkfehler drin?


    Liebe Grüße

  • Hallo, wenn du es wirklich schaffst den ganzen Impfhong gleichmäßig zu verteilen, dann müsste er das eigentlich machen, lass ihn doch im Rührfass bis er anfängt zu kristalisieren und dann erst ab uns Glas.

    Bis bald

    Marcus

    40 Wirtschaftsvölker auf DN 1,5, 8 Miniplus, 20 Ableger Dadant, Zander und DN, Waage 401

  • ...Plan ist, den Honig komplett durch den Melitherm zu jagen, also ihn auf 0 zu stellen. Nach dem abkühlen dann mit Raps impfen

    Frage zum Verständnis des Tips von rase in #2: Würde es auch genügen, 1/3 des grobkörnigen Honigs zu verflüssigen und damit dann nach Impfung die anderen 2/3 durchzurühren und abzufüllen -> kühl zu stellen -> alles feinchremig?. Resp.: Löst das flüssige Drittel die groben Körner der anderen 2/3 auf und läßt feinchremige Neukristallisation zu?

  • Hallo miteinander,

    ich bin ganz neu hier im Forum und hoffe es ist ok, mich hier in dem Beitrag mit einzuklinken.


    Aktuell bekomme ich die Möglichkeit, meinen Honig in Automaten anderer Direktvermarkter mit verkaufen zu können. Allerdings stehen die spärlich überdacht, relativ im Freien.

    Deswegen mache ich mir gerade jetzt im Herbst/Winter Gedanken wegen der Blütenbildung.


    1. Hat jemand von euch Erfahrungen mit solchen Verkaufsständen und sehr niedrigen/schwankenden Temperaturen?


    Schließlich kommt ja doch irgendwann der Frost.

    Bisher hatte ich damit wenige Probleme, weil der Honig selten so großen Temperaturschwankungen ausgesetzt war.


    2. Ist das Thema erledigt, wenn ich den Honig wie von euch beschrieben im Kühlschrank auskristallisieren lasse oder sind die Temperaturschwankungen dann doch noch zu groß bzw. wird die Temperatur dann doch zu niedrig?


    Ich nehme an, dass ich ihn nach ein zwei Wochen im Kühlschrank herausnehmen und normal kühl lagern kann.


    3. Bei welcher Temperatur sollte ich den Honig dann am besten lagern, wenn er auf Märkten/in Automaten auch um/unter 0°C zum Verkauf stehen soll?


    Bisher kommt der Honig bei mir durchs Melitherm direkt in einen 50kg Edelstahlabfüller und wird darin nach ein/eineinhalb Tagen Abkühlen/Ruhe und Abschäumen geimpft und anschließend cremig gerührt. Die Temperatur zum Rühren bekomme ich über die Umgebungstemperatur halbwegs hin. Aber ich muss den Honig vermutlich etwas früher als ihr abfüllen, weil ich keine Möglichkeit habe, ihn nochmal auf ca. 28 °C zu erwärmen.


    4. Oder gibts für meinen Fall einen Trick ihn doch noch erwärmt zu bekommen?


    5. Macht es einen entscheidenden Unterschied in der Qualität, wenn ich ihn im Vergleich zu euch wahrscheinlich einen halben oder ganzen Tag kürzer rühre?


    Die Kristalle sollten doch auch in meinem Fall in genügend großer Menge vorhanden und gleichmäßig verteilt sein.


    Fragen über Fragen…

    Ich hoffe, ich erschlage euch jetzt nicht gleich mit meinem ersten Kommentar.

    Für eure Profitipps und –tricks bin ich euch jetzt schon sehr dankbar!

    Besser geht ja schließlich immer. :)


    Beste Grüße

    Stefan

  • Herzlich willkommen hier im Forum. Ich kann Dir nichts genaues dazu sagen aber eine grundsätzliche Idee wäre sicherlich, nicht zu viel Honiggläser dort zu “lagern“ und sie öfters auszutauschen.

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Gibt es beim Melitherm eigentlich irgendwo Hinweise, welche Temperatur ich für welchen Honig nehme?

    Beispielsweise Linde... sind da 65 Grad schon zu warm? Oder macht man das davon abhängig, wie grob oder feinkristallien der eingefüllte Honig ist?


    ich hatte gerade eine feine Spur karamellisierten Honig auf dem Seisack, kurz nachdem der Honig durch war. Ich weiß nicht, ob das erst ganz am Ende, als der letzte Honig durchgelaufen ist, entstand, oder schon mittendrin. Temperatur war rund 62 Grad laut Regler.