Mysterium Honig-rühren

  • 5-7 °C optimale Temperatur für die Bildung von Kristallkeimen

    14-15 °C optimale Temperatur für das Kristallwachstum

    28 - 30 °C optimale Temperatur zum Abfüllen.


    Honig flüssig impfen und abfüllen. Alle Gläser in eine Gefriertruhe (ausgesteckt, nicht kalt) stapeln. Deckel zu und Gefriertruhe einstecken. Warten bis die Temperatur -18 °C erreicht hat, einige Tage so belassen. Gefriertruhe ausstecken, Deckel zulassen. Wenn die Gefriertruhe bei geschlossenem Deckel dann wieder Raumtemperatur erreicht hat, ist der Honig feinsteif und verkaufsfähig. (Tipp von Baudus beim IFT 2020.) Hat bei mir inzwischen mehrfach prima funktioniert. (Dank an Baudus!)

    Gruß Bernd http://www.hommel-blechtechnik.de

    "Das ist der ganze Jammer: Die Dummen sind so sicher und die Gescheiten so voller Zweifel."

    (Bertrand Russel, englischer Philosoph und Mathematiker 1872 - 1970, Nobelpreis für Literatur 1950)

  • ...... Den Raps selber kannst Du auch einfach retten: nimm ein Drittel und mach den wieder ganz flüssig, dann alles zusammen, gut mischen und abfüllen. ....

    Hallo rall0r ,

    Wei rase es schreibt.

    Auch Wulf-Ingo Lau sagte es im Cremigrührenkursus, und selbst habe ich es auch schon mal getestet.


    Nicht alles zu Brei oder Schleim machen, sondern mit einem richtig flüssigem Teil dann alles durchrühren. Die Kristallbildung diese flüssigen Anteiles setzt dann erneut ein, und der Honig kann dann wieder schmalzug werden von der Konsistenz.

    Wenn alles angewärmt und gerührt wird, bleibt es breiig, da die verbliebenen Kristalle rundgeschliffen werden, sich weniger "verhaken"; und die vor dem Anwärmen kleineren und geschmolzenen Kristalle kristallisieren dann anschliessend etwsa gröber wie die noch nicht getauten Kristalle.

    Das Rühren ist ein Handwerk mit viel Praxiserfahrung. Deshalb Eimerweise testen, und sich langsam heranarbeiten. Oder auch beim Kollegen mitgucken :).

  • rall0r, zum Animpfen kann man jeden feincremigen Honig ohne markanten Eigengeschmack nehmen. Oder einfach ein Glas super "Schmalzhonig" besorgen oder Kaufen, und damit den ersten Eimer Starten. Dann hast Du nach dem ersten Eimer genug Start/Impfhonig für alle weiteren Eimer. Zum echten Animpfen von flüssigem Honig reichen eigentlich auch nur 1% Starter.

    Aber wichtig: der Honig darf nicht mehr warm sein beim Impfen, damit die Vorlage nicht schmilzt.

    Wie oben einmal geschrieben, den Honig aus dem Melitherm nicht direkt in den Rührer. Ansonsten ist das sehr gut, ein Drittel aus dem Rührer, zwei Drittel neu dazu, im Kalten dann regelmässig kurz Rühren bis fast gut und fest; dann mit deinem wärmbaren Rührer auf 25-28° erwärmen, und abfüllen. Der letzte Rest des Kandierens erfolgt dann im Glas bei kühler Lagerung.

    Dann :):).

    LG Andreas

  • Selbst habe ich auch letztes Jahr einen erwärmbaren Rührer erworben.


    Hat den Nachteil einer Isolierung, wenn der Honigraum im Sommer 19° hat.

    Durch das Rühren (mechanische Reibung) wird der Honig leicht wärmer. Mit einer Isolierung wird die Wärme nicht direkt uns schnell abgegeben über die ABehälteraussenwand, und ich konnte bis 3° Temperaturunterschied Umgebungsluft-Honig messen. Wie gesagt, bei zwar kurzem, aber regelmässigem Rühren.

    Dann sind´s im Sommer im Honigrührer beim Kandieren schnell 20° oder 22°. Optimal wäre --> ... siehe Oben in diesem Faden.


    Also

    kühler Raum,

    Kühlraum, oder

    kühlbarer Rührer.

    Wenn Du es perfekt willst aus technischer Sicht.


    LG Andreas

  • Es wäre fatal, wenn sich der Honig in den Gläsern, wegen zu warmer Lagerung, trennen würde.


    Gruss

    Ulrich

    Hallo Ulrich, das Problem hatte ich mit dem Rapido, mit dem Rührwerk keine Probleme. Lager auch unter 20 Grad.

    Bis bald Marcus

    40 Wirtschaftsvölker auf DN 1,5, 8 Miniplus, 20 Ableger Dadant, Zander und DN, Waage 401

  • na ja,

    Honig feincremig im Glas hinzubekommen, hat mehrere Faktoren.

    Mit meiner Aufzählung oben möchte ich ein paar Aspekte einbringen für unsere Arbeit als Künstler beim Imkern.

    Und einfach den Honig immer im Winter bearbeiten, weil im Sommer zu viel Arbeit oder zu Warm, ich versuche es halt noch anders.

    Möchte auch nur meine Erkenntnisgewinne weitergeben an die Kollegen, welche die selben Fragen haben.


    Meine Gläser lagern dann schon kühl und fachgerecht. Nur der extra Kühlraum ist halt nicht da.

    LG Andreas

  • Es wäre fatal, wenn sich der Honig in den Gläsern, wegen zu warmer Lagerung, trennen würde.


    Gruss

    Ulrich

    Hallo Ulrich, das Problem hatte ich mit dem Rapido, mit dem Rührwerk keine Probleme. Lager auch unter 20 Grad.

    Bis bald Marcus

    Rapido schleift Kristalle, und macht dann bei Wärme Brei und Phasentrennung.

    Rührwerk mit Anteil flüssigen Honigs untersrützt feinkstalline Bildung, und es kommt bei fester, cremiger Kristallstruktur weniger zum Aufschwimmen des noch flüssigen Anteils.

  • Nicht alles zu Brei oder Schleim machen, sondern mit einem richtig flüssigem Teil dann alles durchrühren.

    Nehmen wir an, ich habe drei Eimer Raps:

    Ich würde also einen Eimer richtig verflüssigen, indem ich ihn durchs Melitherm gebe (der Melitherm? das Melitherm? ), lasse das Verflüssigte zunächst etwas abkühlen und gebe dann jenen flüssigen Anteil plus die zwei weiteren Eimer ins Rührfass und lasse die drei Eimer dann gut durchmischen - aktuell ohne Heizung (weil um die 9-10 Grad im Raum), bzw. das Thermostat auf 11 Grad eingestellt, damit - falls die Temperatur tiefer fällt, der Honig nicht zu kalt wird.

    Das lasse ich dann gut durchrühren.


    Wenn der Honig anfängt, die gewünschte Konsistenz zu bekommen, wärme ich ihn auf 25 Grad hoch und fülle ihn ab, und lagere die Gläser dann kühl - woraufhin im Glas dann mehr oder weniger die gewünschte Konsistenz wieder eintritt.


    Das wäre jetzt meine Zusammenfassung dessen, was ich deinen und rase 's Ausführungen entnommen habe.

  • Welches Rührgerät hast du, welches auch kühlen kann?

    Gruß Martin