Podcast Bienengespäche mit Bernhard Heuvel

  • Aber genau das sagt er doch, er bricht immer nur die Spitze. Das ist 10O% das Gegenteil von 'dann muß die Behandlung allerdings sitzen'.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Würde er mit Minis arbeiten, hätte er spät im Jahr mehr als genug junge Queens übrig , die Kunststückchen mit ner Unbegatteten?

    Diese Nummer mit den Jungfern im August stammt laut eigener Aussage aus Neuseeland, wo ein Erwerbsimker so seine 10.000 Kisten umweiselt, indem er Zellen steckt und dann der Natur ihren Lauf lässt. Finde ich auch interessant, imitiert es doch die stille Umweiselung.


    Dann muß die Behandlung allerdings sitzen!!! Überspitzt: Wo nichts überlebt, wird auch nichts resistent.

    Das ist ja genau der springende Punkt: VarroMed sitzt bei Vorhandensein verdeckelter Brut überhaupt nicht - wenn überhaupt, dann nur als Blockbehandlung und bei höchstens mäßigem Befall.


    Und so hat rase schon recht: Beim Bernhard geht es exakt nur darum, die Spitzen abzuschneiden, den Befall unter der Saison niedrig zu halten, bis dann letztlich im Winter bei Brutfreiheit das gründliche Ausputzen kommt. Ob dazwischen im Sommer noch Apivar rein muss, hängt dann vom aktuellen Befall ab.

  • Wenn ich so viele Völker habe, dass ich nicht mehr ohne Medikamente und ohne Behandlung in der Honigsaison durchkomme, stimmt in meiner Imkerei einiges nicht mehr. Dann ist das Haben wollen grösser als der Wunsch, einen guten Honig zu produzieren.


    Gruss

    Ulrich

  • Nein, stop!

    Ihr schmeißt die metabolische, die wirkortspezifische und die verhaltensbedingte Resistenz zusammen in einen Topf.

    Das geht garnicht!


    Das sind eigentlich Grundlagen, die leider kaum bekannt sind, da das Thema in der ideologiedominierten Hobbyimkerschaft tabuisiert wird.

  • Nein, stop!

    Ihr schmeißt die metabolische, die wirkortspezifische und die verhaltensbedingte Resistenz zusammen in einen Topf.

    Das geht garnicht!


    Das sind eigentlich Grundlagen, die leider kaum bekannt sind, da das Thema in der ideologiedominierten Hobbyimkerschaft tabuisiert wird.

    Dann kläre uns doch über diese Grundlagen auf (oder verweise auf entsprechende Veröffentlichungen), damit wir hier ideologie- und tabufrei diskutieren können.


    Grüße vom Apidät

  • Was ich aus seinem Vortrag nicht herausgehört habe (bzw. ich es überhört habe) ist: Wo kommt der Forschungsunterbau zum Fettkörper her, wie er aufgebaut, bzw. verbraucht wird. Konkreter: Bernhard sagt, dass schlüpfende Brut am Fettkörper der Arbeiterinnen zehrt. Daher sei die TBE so ein Kraftakt, weil plötzlich lauter gleichaltrige Bienen schlüpfen, die versorgt werden wollen.


    Ich fand seine Einlassungen ja durchaus plausibel, aber für mich steht und fällt es damit, ob die Ausführungen zum Fettkörper eine wissenschaftliche Grundlage haben oder theoretische Überlegungen sind.

    Vielleicht kommt man hiermit weiter. Vitellogenin als Antioxidant und damit als Zeiger für Vitalität u. Lebensdauer. Hauptsächlich wird es im Fettkörper gebildet. Die Studie nimmt Arbeiterinnen u. Drohnen als Vergleich. Die Bildung ist zumindest beeinflussbar von Stresssituation.

    Die Krücke zur aufgestellten Theorie wäre, TBE=Stress bzw erhöhte Beanspruchung des vorhandenen evtl.schon nicht mehr ganz so fitten Fettkörpers der relativ vielen alten Bienen usw.

  • Was soll er denn sonst zur TBE sagen, wenn er lieber mit Medikamenten behandelt.

    Vielleicht: TBE funzt aber ich bin zu faul?

    bei ner Handvoll Völker ist die TBE schnell durch. Ich hatte dieses Jahr 20 einer TBE verpasst, bin zwar nicht unbedingt faul, aber die Zeit/ Materialschlacht war heftig. Heute bin aber froh das durchgezogen zu haben. Ich hatte Glück, das Wetter hat gut mitgespielt und die Völker haben die Kunstschwärme eingeholt.



    grüße Stefan

  • Da hast du etwas falsch verstanden. Umweiseln per ZSZ im Herbst, ohne Altköniginentnahme macht man mit Begatteter Königin, nimmst du eine Jungfer, war es das mit der.

  • Plastikmittelwände als Randerscheinung zu betitteln ist auch gut, (...)

    Deswegen gibt es in D'land auch keine Anbieter für die Manlakedinger 👍

    Das hat aber einen anderen Grund, Man Lake hat die Generalvertretung EU an Man Lake GB (bzw. jetzt Burt's country store, ist 1:1 der selbe Laden, selbe Personen) abgegeben, Großbestellungen werden direkt aus den USA abgewickelt.

    Die anderen führen in Deutschland den Platzhirschen Nordwabe oder Standardkunststoffmittelwände (Holtermann erweitert da sein Sortiment sogar in den letzte Jahren). Acorn wird durch Swienty abgedeckt, und ICKO handelt auch damit, wobei es die Nicot Waben ja leider nur als Dadant Blatt gibt, die sind wirklich super.

  • Das ging jetzt wohl aneinander vorbei...

    Ich meine die Methode, die er vor paar Jahren mal auf einem Vortrag bei den Berufsimkertagen erläutert hat.

  • Das ging jetzt wohl aneinander vorbei...

    Ich meine die Methode, die er vor paar Jahren mal auf einem Vortrag bei den Berufsimkertagen erläutert hat.

    Das war im Weimarer Bienensimposium, stimmt da hat er es so erklärt im Spätfrühling/Frühsommer. Da hab ich mich mit der Methode vertan. Bin aber selber dazu übergegangen, die Völker mit Altköniginnen einfach aufzulösen, da es einfacher ist neue Völker heranzuziehen. Wenn ich da die alte sehe drücke ich sie ab, wenn nicht, sind halt zwei Königinnen drinnen. Da nehm ich aber Zellen mit Ausfressschutz oder n BGK on top, funktioniert auch super.

    Das Amitraz nicht mit Flumethrin im Wechsel eingesetzt wird, hat einen wichtigen, ganz anderen Hintergrund, Flumethrin hat ein wesentlich höheres Potential Resistenzen auszulösen als Amitraz. Amitraz mehrfach hintereinander macht schon Sinn und dann alle paar Jahre mit Flumethrin, Thymol und Fluvalinat zu unterbrechen ist definitiv Sinnvoll.