NABU vs Imker, Honigbiene vs. Wildbienen

  • Hallo zusammen,


    habe im Internet folgenden interessanten Artikel vom NABU gefunden.

    Es scheinen wohl immer noch einige viele nicht zu verstehen, dass weder Landwirte noch Imker oder Jäger die aktuellen Probleme verursachen.

    Alleine der Konsument bestimmt durch sein Kaufverhalten die entsprechenden Produktionsausrichtungen.

    https://schleswig-holstein.nab…nsekten/wespen/19172.html


    Gerade die Annahme, die Honigbienen würden den Wildbienen die Nahrungsgrundlage wegnehmen ist schon recht fragwürdig.


    Gruß

    rako

  • Die Überschrift ist falsch. Ohne ein flächendeckendes Angebot wird der Kunde nicht das kaufen können was Ihr wollt. Und für die Beamten hier: Weil es auch ärmere Leute gibt, ist es schön, wenn sich jeder Essen und Trinken leisten kann. Es gibt auch Gegenden wo das nicht so ist.

    Viele liebe Grüße

    Wolfgang

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Der NABU wird zum neuen Feindbild für Imker. Die Schafhalter wissen schon, was für ein ehrenwerter Verein das ist. Jäger auch. Alles Personengruppen, die viel für die Umwelt tun.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Gerade die Annahme, die Honigbienen würden den Wildbienen die Nahrungsgrundlage wegnehmen ist schon recht fragwürdig.

    Diese Positionierung des NaBu ist ja nicht neu (s. Unterzeichnung mit 2015). Der genannte LV tritt hier schon mal recht radikal auf den Plan: Ob generelles Mähverbot bei Jakobskreutzkraut oder Stacheldrahteinzäunung von sog. Schutzstreifen, an denen sich Wild verletzt o.ä. - kommt alles vor.


    Im Falle der Wildbienen muss man jedoch zustimmen. Was fehlt, sind die 3 von Hrn. Westrich benannten Requisiten:


    - Nistmöglichkeiten

    - Baumaterialien

    - Nahrungsangebot


    Sich auf letzteres zu fokussieren und die Honigbienen u.a. für den Rückgang der Wildbienenpopulationen verantwortlich zu machen, zeigt die grundsätzlich zielgerichtete Argumentation dieser Organisation (, wie bei jeder anderen auch!). Man muss halt differenzieren und abwägen und sich immer wieder fragen, welchem Zweck soll das dienen ?


    Hat es vlt. etwas mit notwendigen Spenden zu tun oder mit Einfluss auf Entscheidungsgremien (O-Ton eines Kommunalpolitikers: " Wir dürfen da nichts machen, sonst sitzt uns der NaBu im Nacken!"). Hier wird definitiv beeinflusst, obwohl nicht demokratisch gewählt bzw. entschieden. Das ist m.E. weder korrekt noch hilfreich...


    Die Honigbienen, Berufsimker oder Nebenerwerbsimker verursachen den Rückgang der Wildbienen ursächlich nur sehr eingeschränkt. Dazu hat Hr. Prof. Steffan-Dewenter (Uni Würzburg) u.a. ausreichend und eindrucksvoll publiziert. Es fehlen infolge der sog. Landschaftspflege die beiden anderen Requisiten - Nistmöglichkeiten und Baumaterialien. Und weil die Wildbienen einen bedeutend kleineren Flugradius (< 500 m) besitzen als die Honigbienen, sind sie von den lokalen Bedingungen abhängig. Hier kann man im eigenen Garten, so man einen besitzt, die erforderlichen Voraussetzungen schaffen; quasi als Insel in der öden Landschaft.


    Für diese Verödung sind verantwortlich: moderne Agrarwirtschaft, Kommunen mit Mähwahn und/oder der aufgeräumte Garten mit Rasen bzw. Schotterflächen etc. Da gibt's die widersinnigsten Sachen....


    Und ja, am Ende sind wir als Verbraucher und Gartenbesitzer mitverantwortlich und können schon einiges tun.

  • Die Schafhalter wissen schon, was für ein ehrenwerter Verein das ist. Jäger auch. Alles Personengruppen, die viel für die Umwelt tun.

    Tja, was soll man machen? Bei den Naturschützern gibt's ähnliche Animositäten wie bei den Imkern. - Naturverbunden und geerdet reicht nicht für jene, die wesensgemäß darüber schweben.


    Vor vielen Jahren war ich mal engagiert im Jugendbund Naturschutz, das ist die Jugendorganisation von BUND. - Zu der Zeit war Greenpeace die moralische Speerspitze. Alles darunter war weichgespült, nicht radikal genug.


    Gute Absicht schützt leider nicht vor Profilierungssucht.

  • Die Überschrift ist falsch. Ohne ein flächendeckendes Angebot wird der Kunde nicht das kaufen können was Ihr wollt. Und für die Beamten hier: Weil es auch ärmere Leute gibt, ist es schön, wenn sich jeder Essen und Trinken leisten kann. Es gibt auch Gegenden wo das nicht so ist.

    Viele liebe Grüße

    Wolfgang


    Tante Julias Totschlagargument, dass sie auch mal von hinten aufrollt, z.b. bei der Grünen Woche 2020. Ich verlinke die Statistik dazu gerne zum wiederholten Male. EU Ausgaben Lebensmittel

    Deutschland an 5 letzter Stelle. Wir sind ja auch wesentlich ärmer, als das reiche Rumänien.;)

    Alles eine Frage der Betrachtungsweise und was man unter Lebensmitteln versteht. Gut, ich bin noch aus einer Zeit, in der zumindest im Winter "Schmalhans Küchenmeister " war und der Joghurt noch Joghurt und nicht Zucker mit Geschmack u. Milchpulver.

    Heute abend gehe ich noch einen Bruchteil der Äpfel pflücken, die in unserer Überflussgesellschaft, Jahr für Jahr an den Obstbäumen verfaulen....:saint:

  • Sry das mit dem Nahrungsangebot ist aber auch so ein Argument, das sehr zweifelhaft ist.

    Viele Wildbienen sind extrem spezialisiert und zwar auf Blüten sie unsere Bienen gar nucht oder nur wenig anflieg. Des Weiteren ist es so das unsere Biene la massiver Bestäuber zwar ineffektiv, dafür aber universell ist. Durch die Bestäubung aber auch die Vermehrung der Blüher fördert und damit sogar das Gesamtnahrungsangebot erhöht. Wenn ich mir angucke was es an meinen neue Angelegten Bienenständen an wilden Insekten gab und was da nach zwei drei Jahren alles Unterwegs ist, ist das ein massives mehr.

  • die letzte Mutterkuh (Fleischrindrasse Blonde a Aquitaine) welche ich im Juli verkauft hatte brachte 300€ auf. Im gleichen Monat erhielt ich eine Berufsgenossenschaftsrechnung von über 500€.

    Wer es nicht glauben will dem schicke ich die Rechnungen per Mail


    Naja is halt mittlerweile ein Hobby. Meine Eltern konnten zumindest in den 70er Jahren noch von dem Betrieb gut leben.

  • Schön alles auf den Verbraucher abschieben, wenn man als Händler zu geizig ist einen reellen Preis für die Produkte zu zahlen. Und wenn jetzt jemand jammert, daß das der Discounter machen muß, sonst macht es ein Anderer, dann haben wir einen neuen Schuldigen. Voilà, es ist ( Trommelwirbel ): Der Andere!

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Schön alles auf den Verbraucher abschieben, wenn man als Händler zu geizig ist einen reellen Preis für die Produkte zu zahlen. Und wenn jetzt jemand jammert, daß das der Discounter machen muß, sonst macht es ein Anderer, dann haben wir einen neuen Schuldigen. Voilà, es ist ( Trommelwirbel ): Der Andere!

    Was willst du eigentlich? Wir haben hier keine französischen Verhältnisse, schön wär´s, zumindest ansatzweise. Der Gesetzgeber kriegt seit Jahrzehnten keine vernünftige Gesetzgebung dazu gebacken(auch die grüne Frau Künast nicht), die Handelskonzerne sind nicht in die Schranken zu weisen und die strunzdoofen Handelsabkommen, wie Mercosur etc. tun ihr Übriges. Der deutsche Michel, mit angeborenem Hang zur Sparsamkeit, freut sich über das südamerikanische Entrecote für 19,90 €/kg.

    Es ist der Verbraucher, der das Rad noch in eine andere Richtung drehen kann/könnte. Allein dazu wird es sowieso nicht kommen.

  • Schön alles auf den Verbraucher abschieben, wenn man als Händler zu geizig ist einen reellen Preis für die Produkte zu zahlen. Und wenn jetzt jemand jammert, daß das der Discounter machen muß, sonst macht es ein Anderer, dann haben wir einen neuen Schuldigen. Voilà, es ist ( Trommelwirbel ): Der Andere!

    Wenn du demnächst keine 5€ mehr für deine 500gr Hönig von Verbraucher bekommst, wer ist denn dann in deinen Augen der "Schuldige"??

    Aliens oder Weihnachtsmann?