Unsere Pläne für 2021

  • Wir sind 150 tsd Imker in D die Mehrheit dandlt zwischen meiner sehr geringen und deiner fortgeschrittenen Handwerksfertigkeit umher-zwei Musterbeispiele der Imkerreslität. Durch die Regionalität können wir als Marktteilnehmer trotz geringer Absatzvoluminas den Preis stärker Mitgestalten als du es eventuell annimmst. Dabei bleibe ich !
    Bezüglich des Durchschnittsertrags: Nicht nur die Trachtreifen Völker zählen. Teil den Ertrag durch die Einheiten im Herbst des Vorjahres+eventueller Zukäufe.

    Zu den Kosten: 90 € ist wohl noch zu gering, ich sag nur ökologischer Fußabdruck, Fahrtkosten und Abschreibungen von Gegenständen und Gebäudeteilen die ja „sowieso“ da sind. Es müssten wohl 120 € sein.

  • Stimmt schon, wenn man sein Volk jeden Frühling durch ein Neues ersetzen muß. Die Phase hatte ich auch mal.

    Viele liebe Grüße

    Wolfgang

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • So ist es-da gibt es nichts zu beschönigen.

    Ich rechne fest damit, dass ein nicht unerheblicher Anteil der Imkerschaft, draufzahlt- nur um einen illusorischen Kilopreis halten zu können-ist ja schließlich nur ein Hobby-andere fahren in den Urlaub. Tut bei der größten Gruppe von unter 8 Völkern je Imkerei hier in Bayern auch nicht weh. Gesund ist es nicht und entbehrt jeglicher Rationalität.
    zum weiteren Kommentar mit den Frühjahrsverlusten:

    Man hört immer wieder von solchen Schicksalen, aber dass Thema ist Gott sei Dank bei mir noch nicht stark zu Tage getreten. Meine Verluste sind genau 1 Volk in 5 Jahren, über die Anzahl der Überwinterungen sind das ungefähr 2 % Verlust.
    Denken sie an

    1. Ablegerbildung

    2. Vereingen

    3. Königinnenzucht

    Da steckt zumindest bei mir 1,5 Herbstvölker in jedem Trachtreifem Volk.

    Ich vergönne Ihnen ihren Erfolg nicht und bitte verbittern Sie nicht-ich erkenne Ihre Kompetenz an. Ich verstehe auch was Sie meinen, dass jemand mitgackert der weniger Erfahrung nervt! Trotzdem denke ich, dass es ein kluge Entscheidung wäre
    dem Händler und Kunden keine Kosten zu verheimlichen.


  • Nein Christof, ich war auch mal Anfänger und finde es gut, wenn man sich hier meldet mit seinen Problemen. Ich glaube zwar, daß ein Imkerkurs und ein örtlicher Pate gemeinsam bessere Ergebnisse bringen, trotzdem, nur fragen kann helfen. Was ich meine ist, daß das Thema schon oft hier besprochen wurde und mir erscheinen deine Zahlen zu hoch. Du hast verschiedene Punkte aufgeführt. Was kostet es Dich, einen Ableger zu bilden? Mich 10€ für den Zuchtstoff den ich zugebe.

    Was kostet Dich das Vereinigen? Eine Kiste auf die andere stellen, bei mir ist das umsonst.

    Die Königinnenzucht mache ich nicht, wie zuvor schon bei den Ablegern eingerechnet sind das 10€ und wenn ich selbst welche nachziehe, dann kostet das garnichts. Meine Kisten sind alt und vorhanden, die waren vor 10 Jahren abgezahlt, vielleicht macht das den Unterschied. Und ich kaufe mir keine spezielle Pumpe um in die kleinen Fütterer mit der Zapfpistole Zuckerwasser zu verabreichen.

    Einige wenige Völker als Hobby im eigenen Garten plus einem Außenstand zu bearbeiten kostet nicht viel, nicht viel mehr als die Anfangsinvestition. Beim Preis, den Du für den Honig forderst bin ich ganz nah bei Dir. Und sorry für meinen Sarkasmus, war witzig gemeint, nicht böse.

    Viele liebe Grüße

    Wolfgang früherer Anfänger der immernoch dazulernt

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Hallo Wolfgang ,

    ich bin so der Typ der zur endlosen Diskussion und zur Wiederholung neigt. Toll finde ich, dass du gleich darauf reagiert hast, als du verstanden hast, dass ich etwas in den falschen Hals bekommen habe.


    Ich greife jetzt trotzdem noch ein zwei Schlagworte auf und dann lass ich es darauf beruhen.


    Ich finde schon, man sollte das ganze mit spitzem Bleistift bilanzieren.


    Schlagwörter


    Vereinigen: ( im Frühjahr)

    Da hab ich doch den dicksten Kostenblock ab dem Sommer des Vorjahres gesetzt-egal ob es Ableger oder Wirtschaftsvölker waren. Je nach Variante kannst du dir selbst ausmalen was da kommt und wie intensiv z. B. Futter,Mittelwände,Bienenmasse,Behandlungskosten( in Summe m.E. 40€), Königin (aus eigener Zucht noch teurer ( mind. 80€)als gekauft35-70€),

    Beuten im schlechten Honig/Abnutzungsverhältnis.
    Bei Umweiseln alle zwei Jahre komme ich da gut auf 80 € Kosten ab Spätsommer ohne Beuten.


    Ein paar übrige Futterwaben beim Vereinigen sind da nur ein schwacher Trost-zumeist ich sie dann überhaupt nicht gebrauchen kann- da fallen ja regelrecht Lager-und Schädlingsbekämpfungskosten an.


    Königinnenzucht über Zuchtstoff bei mir:

    Da wird ein sehr schönes Volk schlussendlich aus dem Ernterennen genommen. + Brut aus anderen Völkern.
    -> Belegstelle ja/nein Tendenziell ja

    Wie ich auf 1 Trachtvolk=1,5 herbstvölker komme bei Imkerein mit unter 20 Völkern.


    10 Völker eingewintert.

    -2 im Frühjahr vereinigt

    =9

    - 1 für Zucht

    =8

    -1 Umweiselung während der Tracht

    =7 Ernten 120 kg Honig

    Klar ich hab jetzt noch irgendwie 1-3 Kisten Bienen zusätzlich die nächstes was tolles werden könnten aber die Kosten mich ja im Herbst auch wieder was.
    Ich bleib dabei die Kosten sind da, ob Meister oder Dilletant.

    Grüße

    Christof

  • Ich persönlich finde die 2-3 Völker Hobby - wirwollendieBienenunddieWeltretten Imker momentan mehr nerviger, als die "Altimker" die noch bei Preisen sind, wie vor 20 Jahren. Ich höre in der letzten Zeit immer wieder folgende Sprüche: Wir bekommen den Honig von XYZ geschenkt, da brauchen wir keinen Honig kaufen.


    Auf die direkte Anfrage bei XYZ, warum er seinen Honig kompeltt verschenkt und nicht lieber vermarktet, bekommt man die Aussage: Ich "imkere" der Bienen wegen, da ich ich was für den "Artenerhalt" was tun möchte ( Seele beruhigen ) und ich verschenke den Honig an meine lieben Mitmenschen ( Gutmensch ) und will keinen Profit daran sehen (Neureicher, der nicht weiß was er mit seinem Geld machen soll ), zumal man dürfte kein Geld für ein Produkt nehmen, wo man die Bienen "ausbeutet" ( aber einen dicken Porsche fahren )......


    Auf den Hinweiß, Bienen kosten Geld, Hobby refinanzieren usw. wird nur geblockt und gemeint, so teuer sind die ja auch nicht und Vögel füttern kostet auch Geld. Da gehen einem irgendwann auch die Argumente aus. Auf die meinerseits sarkastische Frage, dann könne er ja den Honig uns so geben, hörte man den Spruch - ich unterstütze diesen Kommerz nicht. Wenn mehrere solcher WeltretterundVerbesserer in der Nähe hat, macht es echt keinen Spaß mehr, insbesondere, wenn man seinen Verkauf so aufstellen will, dass er doch ein wenig Geld abwerfen soll.


    Dann lieber die oben erwähnten Altimker, die man irgendwann überzeugen kann, dass sie bewußt Geld verbrennen, wenn sie für 3,5 Euro dass 500 Gramm Glas verkaufen. Die kann man dann doch rumbekommen, dass sie die Preise anziehen.

  • Na, da freu ich mich doch, daß ich kein Skifahrer bin. Und nur zur Info, zwei Signale für eine Märklin HO Kosten so viel wie Du für die Pflege von 1,5 Völkern veranschlagst. Ich möchte ja nicht jammern, aber kannst Du Dir vorstellen was es kostet ein mittelschweres Motorrad zu unterhalten, zwei Katzen oder einen alten Hund? Kein Mensch muß seine Ausgaben für sein Hobby wieder reinholen und sich am besten noch ein ordentliches Honorar zahlen. aber nochmal, die leidige Preisdiskussion muß hier nicht sein. Da gibt es für Dich keinen Grund sich aufzuregen. Ich setze mich über die nächsten vier Monate hin und bastele aus Bausätzen Rähmchen, die ich dann mit Mittelwänden und Anfangsstreifen ( billiger ) versehe. Das macht mir Spaß, ich mache es gerne und, ähnlich wie bei einem schönen, eiskalten Bier am Abend in Südfrankreich, ficht mich der Preis nicht an.

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • ja, Modellbahn ist nicht ganz billig - bin zwar eine Größe unter H0 unterwegs - aber grundsätzlich unterscheidet sich der Modellbahner vom Imker dadurch, dass es für die kleine Bahn nicht teuer genug sein kann, obwohl klar ist, daß es keinen Gewinn, nicht mal einen Ausgleich für die Ausgaben, von der immateriellen Freude abgesehen, geben wird.

    Beim Imker darf es oft nix kosten, dafür möchte man aber tonnenweise Honig verkaufen.


    Für den Anfang würde ich nur zwei Völker raten - wachsen kann man immer noch. Sinnvoll sind am Ende wenigsten 20...30 Völker. Die Investitionen in die Infrastruktur muss ja auch irgendwie lohnen - oder wie ich sage: Wegen eines Volkes zieh ich mich doch nicht extra um.

    Sollten es wirklich viel mehr Bienen werden, muss man dann überlegen, ob man nicht doch Profi werden sollte - mit allen Konsequenzen.


    Grüße Ralf

  • Northlight

    bei deinem Beitrag #21 bin ich fast ganz bei dir!

    Nur das mit den Billig-Altimkern sehe ich nicht so locker. Denn rumkriegen und von Preisanpassungen an ein wirtschaftliches Niveau überzeugen funktioniert bei denen erfahrungsgemäß nicht. Man hört dann zwar immer Sprüche wie "hast ja recht, eigentlich müsste ich mal...", aber danach passiert - genau: gar nichts! So Leute kriegt man nicht rum - das schafft höchstens die Zeit.


    Die haben irgendeine Sperre im Kopf, weiß der Geier wieso und warum, sind es doch meistens reichlich geizige Zeitgenossen, die alles basteln, egal wie aufwändig, Hauptsache nicht kaufen müssen. Da sollte man doch meinen, dass sie dann umgekehrt auch scharf auf gute Einnahmen sind, aber nein, Fehlanzeige. Und meistens habe diese Imker dann auch noch richtig viel Völker und Honig, weshalb ich diese Imkergruppe als ähnlich nachteilig für das Honigimage empfinde wie die von dir genannte.

  • Na, da freu ich mich doch, daß ich kein Skifahrer bin. ... Kein Mensch muß seine Ausgaben für sein Hobby wieder reinholen und sich am besten noch ein ordentliches Honorar zahlen.

    Der Skifahrer bin dafür ich, hab damit sogar viele Jahre meinen Lebensunterhalt bestritten.

    Das Problem an der Sache ist das die anderen von dir genannten Hobbys kein Endprodukt erzeugen, welches an den Verbraucher geht.
    Und spätestens da, wo Jungs mit viel elan und wissen das Leben schwer gemacht wird die auch davon Leben müssen und wollen ist es weder gut, noch fair den Honig unter Erzeugerpreis zu entsorgen, weil das ja Hobby ist.

    Auch wenn es einem selbst egal ist, der Bienenhaltung in Deutschland tut man damit keinen Gefallen.
    Unser Produkt muss nicht mit Honig aus nicht EG-Ländern Konkurieren, weil es einfach was ganz anderes ist. Aber das ist ein Thema das die gesammte Landwirtschaft betrifft.

  • Aber diese Imker, die so alt sind wie ich oder sogar, man kann es kaum glauben, noch älter und den Honig für 4,-€ verkaufen, verkaufen ihn immernoch teurer als Halbprofis die große Mengen dazu, an Abfüller verkaufen. Also was soll’s, da wird der Honig Tonnenweise nach Maisen oder sonstwohin verkauft zu einem Preis der noch viel geringer ist als Opa Kasurke seine gesamte Jahresernte von 180 kg. Und jetzt komm mir ja nicht mit Vermarktungskosten. Bei Opa Kasurke sind die vernachlässigbar und bilden die Grundlage für seine so schon spärlichen Kontakte mit anderen Menschen. Offensichtlich kann man auch günstiger produzieren und die Masse ist es nicht. Und die, die größere Mengen an die Abfüller verticken produzieren wohl auch viel günstiger.

    Viele liebe Grüße an diesem frühen Morgen

    Wolfgang

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Dass deutscher Honig Mangelware ist, ist schon die erste falsche Grundannahme bei eurer Diskussion. Darum lohnt es auch nicht, diese nochmal zu wiederholen.

    Vermarktung hat JaKi schon als Kritikpunkt abgehakt.


    Vielleicht noch ein paar Anmerkungen zu den anderen Plänen und somit wieder zurück zum Thema?