Wie geht es weiter? Bitte um Hilfe bei der Planung für die nächste Saison

  • Und lässt ausreichend Zeit das aus den Ablegern tollen Völker werden, die selbst noch Nektar einsammeln können kombiniert mit einer guten Verwertung von Bienen, die nicht benötigt werden in der dann einsetzenden Trachtpause bis zur Sommertracht.


    Liebe Grüße Bernd.

    Pushen wir uns nicht an den Stöckchen dieser Welt, bewegen wir Baumstämme, auf denen wir stehen.

  • Und warum möchtest du die mögliche Leistungsfähigkeit deiner Königin auf nur 6 Waben beschränken, wenn sie auch 8 oder 10 schafft?

    Du hast Recht, wenn ich es jetzt nochmal lese, ist die Frage total bescheuert: kann kein Mensch voraussehen und es kann in beide Richtungen schief gehen, mit der Folge, dass sie im Baum hängen, bevor ich "Rapsblüte" sagen kann. Bei manchen Fragen ist offenbar eher der Wunsch Vater des Gedanken, im Grunde hätte ich mir das selbst beantworten können.


    Ich werde nach dem Reinigungsflug schauen, was ich erkennen kann und versuchen, entsprechend zu Schieden. Wenn alle durch kommen und die Königinnen so gut sind, wie ich vermute, sollte ich schon Brut für sechs Ableger zusammen bekommen. Wenn davon vier hinhauen, ist es ja gut. Und wenn es nur zwei oder drei sind, werde ich auch das überleben...


    Rein aus Interesse: warum hast du dich für die TBE am Ende des Rapses entschieden?

    Das hat sich im Verlauf der Diskussion so ergeben. Es ging v.a. darum, TBE und Vermehrung unter einen Hut zu bringen. Einen Vorteil sehe ich darin, dass sich das Thema "Schwärmen" damit für das Jahr gleich mit erledigt haben sollte (ich klopf mal auf ne leere Zarge...).

    Außerdem haben die Ableger bis zum Winter Zeit genug, schön zu wachsen und die Ursprungsvölker könnten bis zur Linde durchaus wieder gut genug dastehen, um noch etwas Sommertracht zu bringen (so geschehen in diesem Jahr bei einem der von mir übernommenen Völker).


    Zweite TBE nach dem Abschleudern fände ich etwas heftig. Wenn ich im September entsprechend Varroen in den Ursprungsvölkern habe, kommt halt noch ein MAQS-Streifen drauf.

    Munterbleiben!


    Erste Gehversuche mit 3 WV und einem Ableger in 12er Dadant mod.

  • Und warum möchtest du die mögliche Leistungsfähigkeit deiner Königin auf nur 6 Waben beschränken, wenn sie auch 8 oder 10 schafft?

    Du hast Recht, wenn ich es jetzt nochmal lese, ist die Frage total bescheuert: kann kein Mensch voraussehen und es kann in beide Richtungen schief gehen, mit der Folge, dass sie im Baum hängen, bevor ich "Rapsblüte" sagen kann. Bei manchen Fragen ist offenbar eher der Wunsch Vater des Gedanken, im Grunde hätte ich mir das selbst beantworten können.

    Moin Waldi,


    mit den 6 Brutwaben Dadant mod. liegst du schon ganz richtig. Bernd sieht das eben aus der Sicht der Zucht. Da möchte man dann schon sehen, wo das Leistungslimit der Königin liegt. Auch die Schwarmträgheit kann man besser mit einem unbegrenzten Brutraum bewerten.

    Aber wenn du einfach nur reine Wirtschaftsvölker führst ohne Beurteilung der Kö. sind 6-7 Waben völlig ausreichend. Da schwärmt dir auch nix wegen zu wenig Platz (Stichwort Honigkappe und virtuelles Brutnest) im Brutraum, sondern eher bei zu viel Platz im Brutraum. Aber immer das Futter im Auge behalten. Im Brutraum ist dann in der Regel nur Brut von Holz zu Holz und die Reserven liegen im 1. Honigraum.


    Viele Grüße

    Ron

  • Ron Vielen Dank für Deinen Zuspruch. Bei einem Volk habe ich das diesen Sommer zum ersten Mal gemacht (5 BW und ein DR: oben halbe MW unten Drohnenbau) und das kam super hin. Sah aus, wie im Lehrbuch (man muss auch mal Glück haben :)).

    Aber möglich wäre ja, wie Du selbst andeutest, auch, dass einige schleppend aus dem Winter kommen und mir dann den zu großzügigen Brutraum mit Honig und v.a. Pollen zuknallen - und dann habe ich den Salat.


    Es führt kein Weg dran Vorbei: beobachten, nachdenken, dann handeln.

    Kochrezepte gibt 's halt nicht.

    Munterbleiben!


    Erste Gehversuche mit 3 WV und einem Ableger in 12er Dadant mod.

  • Waldi


    Das hat nichts mit Glück zu tun. Bei guter Führung sieht fast jedes Volk so aus. 😉

    Im Frühjahr schiedest du ja auch nicht gleich auf 6-7 Waben. Da passt du wirklich nur auf die Bienenmasse an. Und wenn die Randwabe bebrütet wird kannst du je nach Brutumfang erweitern. Das dann bis auf 6-7 Waben. Damit kannst du nicht viel verkehrt machen. Wenn aber das Brutnest erst einmal verhonigt ist bzw. die Honigkappe das Brutnest begrenzt beginnen die Probleme. Da wird der Schalter umgelegt und dein Honig lernt fliegen.

  • Kurze Anm. noch, Radtke spricht von besseren Ergebnissen bei der TBE nach Rubinie statt nach dem Raps (S.181)

    Der Plan ist eigentlich, zwei, spätestens eine Woche VOR Ende der Rapsblüte die TBE zu machen. Robinien gibt es hier zwar ein paar, aber das ist ja offenbar immer so ein Roulettespiel: dieses Jahr haben sie zwar geblüht, gehonigt haben sie - wohl aufgrund der Trockenheit - aber offenbar eher bescheiden.


    Wenn, würde ich den Nektar eher zum Aufbau lassen. Denn was ich zumindest an einem Stand jede Menge habe, sind Linden. Da wäre es schon schick, wenn die Wirtschaftsvölker die noch mitnehmen könnten :).

    Munterbleiben!


    Erste Gehversuche mit 3 WV und einem Ableger in 12er Dadant mod.

  • Mach dir ein oder mehr Sammelbrutableger mit allen Brutwaben aus deinen Völkern

    Noch eine praktische Frage: lege ich da ein Absperrgitter über den Boden oder ist das so früh im Jahr noch nicht nötig?

    Munterbleiben!


    Erste Gehversuche mit 3 WV und einem Ableger in 12er Dadant mod.

  • Wenn du viele Linden hast würde ich lieber auf Nummer sicher gehen die mitzunehmen und nach dem Raps Kunstschwärme aus den Honigraumbienen machen. Is' ja quasi auch eine TBE.

    Imker seit Februar 2020
    12er DNM im Warmbau, ab 2021 10er DD