Wie geht es weiter? Bitte um Hilfe bei der Planung für die nächste Saison

  • Zieh Dir von Deiner Lieblingskönigin im HR nach. Verfahren nach Weiß. Geht super, macht Spaß, man lernt was dabei (ohne was zu verlieren) und selbst wenn es nicht klappt, kann man zu dieser Zeit an jeder Ecke Königinnen bekommen. Unbedingt mal ausprobieren! Und sei es nur, um ein weiteres Werkzeug zur Unabhängigkeit im Repertoire zu haben!

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Was meinste, wer mich da reingequatscht hat (Thema Kö-Zucht) ;).

    Im Ernst: ich werde das auf jeden Fall ausprobieren. Nicht nur weil ich es für wichtig halte, das zu können, sondern auch weil ich das total spannend finde.


    Ob aber nächstes Jahr schon, mache ich davon abhängig, ob ich lokal Unterstützung gewinnen kann. Ich will mich einfach nicht übernehmen: wenn ich im Frühjahr sämtliche Familienmitgleider zur Schwarmverfolgung zwangsrekrutieren muss, weil ich es nicht gebacken bekomme, will ich nicht noch im Hinterkopf haben, dass ich gleichzeitig bei den Prinzessinen noch dieses oder jenes veranlassen muss. Das ist ja nunmal recht eng und streng getakt.


    Ich lasse das mal ganz entspannt auf mich zukommen und setze mich da nicht unter Druck. Ich habe ja hoffentlich noch ein paar Imkerjährchen vor mir :).

    Munterbleiben!


    Erste Gehversuche mit 3 WV und einem Ableger in 12er Dadant mod.

  • Bei der Methode, Honigraumbienen über Bienenflucht einer begatteten Königin zulaufen zu lassen, habe ich festgestellt, dass es besser ist, die Bienen eine Nacht in einer leeren Kiste eine Traube bilden, also auf Schwarmmodus umschalten zu lassen. Da wurde anschließend blitzschnell und wunderbar ausgebaut. Bei denen, denen ich gleich die Wohnungseinrichtung gegeben habe (Mittelwände), war das immer zögerlicher. Daher bilde ich den Turm am Nachmittag, wenn ich den Schattenplatz habe, lasse die Honigräume über Nacht drauf, räume sie am nächsten Vormittag (bevor die Sonne zu stark wird - ab und verfahre die Beute - noch mit der Bienenflucht drauf, Deckel, drauf, an den neuen Stellplatz. Dort gebe ich die Mittelwände und weiteres Futter und öffne das Flugloch. Dann musst Du dann keinen Turm transportieren, Waldi.

  • Bienenfrau  
    Ich hatte schon in eine ähnliche Richtung überlegt: Turm Nachmittags am Ursprungsplatz bilden, Flugloch über Nacht zu lassen (quasi wie eine kurze Kellerhaft), am nächsten Morgen HR abräumen und BR und (ggf.) HRe getrennt transportieren.

    Aber bei solchen Modifikationen traue ich mir einfach noch nicht (annähernd).


    Deine Methode ist der Kellerhaft noch ähnlicher, was ich nicht uninteressant finde. Ganz klar ist mir nur noch nicht, wann du die Weisel hinzugibst. Zu Anfang in die leere Beute? Und - verzeih mir die naive Frage - wie machst Du das (ganz praktisch) mit der Zugabe der MWe? Ich denke mir, die ganze Frauschaft kettet sich am Deckel zu einer Traube auf: stellst Du Dir dann erstmal eine Leerzarge daneben, um die Zwischenzuparken? Oder verteilen die sich gleichmäßig in der Kiste und du kannst vorsichtig die Rähmchen geben?

    Munterbleiben!


    Erste Gehversuche mit 3 WV und einem Ableger in 12er Dadant mod.

  • Die Königin gebe ich in einen der üblichen Käfige mit etwas Zuckerteigverschluss, nicht dick, dass sie schnell frei kommt. Diesen Käfig platziere ich direkt unter der Bienenflucht mit Hilfe einer dünnen Leiste, die ich in meinen Kisten da von Beutenwand zu Beutenwand einklemmen kann und den Käfig mit dünnem Draht, ggf. noch ein Reißnagel, dass da nix verrutscht beim Hantieren. Nur wenn da unten eine reife Königin sitzt, ist es für die Honigraumbienen attraktiv, runter zu krabbeln.

    Bitte auch etwas Futter geben, entweder Futterteig in die Ecke kleben - der aber dann stört, wenn man die Mittelwände reinhängt, oder ev. eine Futterwabe, oder ein Honigraumrähmchen, gerne noch offen. Diese Bienen haben ja im Gegensatz zu einem Naturschwarm keinen Proviant dabei! Rähmchen dabei bitte auch richtig befestigen, z.B. mit dem Leistchen für die Königin. Wie es halt in Deinen Kisten möglich ist.

    Die Mittelwände geben ist wie bei Naturschwärmen/Kunstschwärmen auch. Schau da mal nach Filmchen in Youtube: Mittelwände bereit legen, ev. Wassersprüher, die ganze geschlossene Kiste einmal beherzt aufstoßen (vorher überlegen, wo Du da bei Deiner Beute hinfassen musst!), dass die Bienen runterpurzeln, sofort Deckel auf mit der Bienenflucht, ev etwas Wasser sprühen, Königinnenleistchen raus, dabei kontrollieren, ob sie frei ist, die Rähmchen mit den Mittelwänden/Anfangsstreifen etc. reingleiten lassen, zusammenrücken, ev. Folie und Deckel drauf. Wenn auf der Unterseite der Bienenflucht noch Bienen sitzen, was gar nicht schlecht ist, diese schräg vors Flugloch stellen, dieses öffnen, dann können alle rein, die dabei rausgeflogen sind. Nachdem die ganze Aktion ja auf fremden Terrain stattfindet, suchen die sich ihr Flugloch, da wird gesterzelt.

    Verständlich beschrieben?

  • Ja, richtig verstanden; nur unbegattete Kö's kann man so nicht einweiseln. Ich habe mich nicht korrekt ausgedrückt. Die kommen bei mir schon vor (!) der ersten Honigernte in vorbereitete Einheiten: Im Mai zwei Brutwaben aus zwei unterschiedlichen Völkern, 3 Tg. Kellerhaft und dann die Prinzessin im Käfig dazu und Platzierung außerhalb des Flugkreises. Begattungserfolg hängt natürlich von den verfügbaren Drohnen im Flugkreis ab, aber die Diskussion würde zu weit führen. Mach' doch erst mal ...

  • Schönen guten Abend,

    ich würde es nicht so aufwendig machen,

    führe doch die Völker ganz normal bis etwa Mai,

    dann ziehst du von deiner liebsten Königin nach,

    2 Tage vor Schlupf "opferst" du dein schwächstes Volk und teilst es gleichmäßig in 4 Beuten auf. Und dann einfach die Prinzessin im neuen Ableger schlüpfen lassen. Fertig

    Es kommt dir ja eh nicht so auf den Honig an am Anfang, aber man muss ja auch keine Raketenwissenschaft daraus machen

    Beste Grüße:thumbup::S

    Nils

  • 3 Tg. Kellerhaft und dann die Prinzessin im Käfig dazu

    Du gibst ihnen erst Gelegenheit und Notwendigkeit zum Nachziehen und setzt dann 3 Tge später eine Königin/Prinzessin dazu? Im Sommer?

    Wie hoch ist die Ausfallquote?

    Moin.
    Habe dieses Jahr 30 Völker mit Belegstellenköniginnen so umgeweiselt.

    Alte raus, 1-3 Tage warten, Zellen brechen im Käfig zuhängen. Ausfressen lassen. Annahme bei 29 geklappt. Allerdings waren die alle begattet. Bei den Prinzessinnen klappt das auch, aber da ist die Annahme schlechter. Und die habe ich immer gleich einlaufen lassen.

  • Im Sommer ? Wie hoch ist die Ausfallquote?

    Im FJ (Mai), vor der ersten Honigernte! Um die Zeit bekomme ich vom Züchter nur unbegattete Königinnen.


    Ausfallquote war gering durch nicht-Begattung. Es waren l.J. 5 Fälle. Dennoch stimmt Dein Hinweis. Transfer aus dem Flugradius und nach 9 Tagen Zellen brechen sind natürlich sicherer. Aber es fehlt manchmal die Zeit...

  • Hallo zusammen,

    nun habe ich das alles mal überschlafen und mir heute Vormittag nochmal in Ruhe durchgelesen. Ich denke, ich habe das meiste verstanden.


    Wichtig ist mir,

    - dass ich bei den Wirtschaftsvölkern eine TBE durchführen kann, die möglichst bis zur Winterbehandlung "hält" und
    - dass ich die Ableger bei der Bildung möglichst brutfrei behandeln kann.

    Aus je einem Volk einen Ableger zu bilden reicht mir, mehr muss garnicht sein.

    Es wäre schön, wenn das Verfahren möglichst einfach ist (eigentlich müßig, wer will das nicht).


    Frage: MUSS ich bei der TBE eigentlich Brutscheunen aus mehrerern Völkern bilden oder macht man das im Allgemeinen nur, um Kisten und Stellplatz zu sparen?


    Wenn Letzteres zutrifft, kann ich dann nicht zur TBE einfach die Brutwaben jedes Volkes in eine eigene Kiste umhängen, also quasi vier Brutscheunen bilden und dann vorgehen, wie in post #2 umrissen?

    Teilen und behandeln nach der Sommertracht und entweder Königinnen in den Brutscheunen nachziehen lassen oder unbegattete vorbestellen, 9 Tage nach Bildung der Brutscheunen alle Zellen brechen und 14 Tage nach Bildung der Brutscheunen die unbegatteten Damen zusetzen. Bis zur Begattung ist die Arbeiterinnenbrut geschlüpft neue Mittelwände rein, Ox-Behandlung, fertig.

    P.S.: als Zeitpunkt hätte ich eher zwei Wochen vor Ende der Tracht angepeilt, nicht zur Ertragsoptimierung, sondern um den Ablegern mehr Zeit zum Einwintern zu geben.

    Munterbleiben!


    Erste Gehversuche mit 3 WV und einem Ableger in 12er Dadant mod.

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  • Einfach machen! Kommt sowieso alles anders ;)

    Vor allem, man lernt dabei ...

    Aber man sollte auch einige Dinge - zum Wohle der Bienen - beachten.


    Rolf

    Konfuzianer:

    "Man soll ein anständiges Menschenleben führen, aus dem einfachen Grund, weil man ein anständiges Menschenwesen ist."