Umstellung Betriebsweise DNM 1.0 => angepasster BR 1.5 & MiniPLUS & Königinnenzucht

  • Ich bin in ähnlicher Situation. Dieses Jahr 6 Völker ausgewintert, jetzt 30 eingewintert.

    Organisches Wachstum oder durch Zukauf :/

    Aus den 6 gewachsen. Unter Verzicht auf ca. die hälfte der möglichen Ernte. Wobei 2 von den 6 eh "schwach" ausgewintert haben.

    Mags mal kurz erklären, wie du das angestellt hast?

    Anfang Mai zwei kleine Serien mit Bogenschnitt - im Honigraum ziehen lassen und im Wirtschaftsvolk fertig pflegen lassen. Für Bienenmasse jeweils aus einem WV einen Königinnenableger gebildet und das "Restvolk" verwurstet.

    Eine Serien mit Sammelbrutableger (wie Völkervermehrung in 4 Schritten)

    Eine Serie mit SBA aus den Brutwaben der TBE der 4 Verbiebenen Völker und auch aus den 2 Kö-Ablegern. War nicht so wirklich gut - ist m.M. zu spät und die Bienen haben zu wenig Power.


    Für nächstes Jahr plane ich die Königinnen-Aufzucht früher zu beenden - aber mit eher kleinen Einheiten. Die Masse aus der TBE wird dann zur Verstärkung verwendet. Und meine jetzigen Altvölker muss ich nächsten Herbst auch alle Umweiseln...

  • Servusla, (...) wenigen klaren Zielen pro Saison mit klar definierter Priorität.(...)
    involvierte) Personen daran teilhaben. (...)

    Sichere dich in alle Richtungen ab. (...) ein Realitätsfaktor<1 hat mir bei meinen Überlegungen im Vorfeld sehr geholfen (...)pro Saison nur ein oder zwei wichtige Ziele (...)Nur zu!

    Danke für den konstruktiven Beitrag!

    Dieses Jahr 6 Völker ausgewintert, jetzt 30 eingewintert. Nächstes Jahr wird nochmal vergrößert(...) Die großen Technik-Investitionen konnte glücklicherweise - nach aktuellem Plan - auf 2022 verschieben. (...)Bis dahin habe ich die Chance einiges über den Technik-Bedarf zu lernen und zu planen.
    (...)(...)Meine Erfahrung: Sollte gehen (...) - wenn nicht zu spät gebildet - [Anm: gehen die bei zugesetzter Kö in Eilage] richtig durch die Decke.

    Ein weiterer Erfahrungsaustausch würde mich hier freuen. Danke für die Anregungen!

    Obwohl diese Minis sehr früh erstellt werden und das ganze Jahr gehätschelt werden, sind sie im nächsten Frühjahr zur Frühtracht nicht voll trachtreif.

    Danke für den Hinweis, ich überlege, die M+ mit den weisellosen, inzwischen brutfreien Brutscheunen (die aus Wirtschaftsvölker - TBE) Anfang-Mitte August (über Zeitungspapier) zu vereinigen und erhoffe mir so für das dann kommende Jahr stabile Wirtschaftsvölker.


    Macht das in deinen Augen Sinn? Reicht dann die Winterabschlussbehandlung mit Oxalsäure träufeln dann im Standmaß im Dezember?

    Oder ggf. vor der Vereinigung ein bis zwei mal Ameinsensäure Schwammtuch-Behandlung beim M+, damit das

    - Oxalsäure besprühte dann auf frischen MW angefütterte Brutscheunen-Volk -

    nicht direkt wieder mit Varroa aus den M+ belastet wird?


    Schöne Grüße - Matthias

    Du lebst dann am intensivsten, wenn du etwas Neues tust.

  • Ich habe den Eindruck, hier denkt mancher Imkerkollege/in, ich hätte die Auffassung, man könne mit dem Finger schnippsen und ZACK sei man erfolgreicher Nebenerwerbsimker. Probleme würde es wenige bis gar keine geben, die Welt ist rosa, man muss nur mehr Bienenvölker anschaffen und der Rest ginge von alleine. Vertrieb piepegal, Völker durch das Jahr führen, Varroabehandlung, Anschaffungskosten, Arbeitsaufwand, sich in die dann zwei neue Betriebsweisen einfinden, die richtige Schleudertechnik anschaffen, überhaupt erstmal Standorte für die Völker zu finden, alles kein Thema, das würde man so aus dem Ärmel schütteln können.


    Schade, in solch eine Schublade gesteckt zu werden.


    Hilfreich, zu fragen, was ich denn von der Imkerei die nächsten Jahre erwarten

    Lieber Matthias,


    wer hat das denn gesagt oder geschrieben? Viele, die in einer ähnlichen Situation wie Du Lehrgeld gezahlt haben oder zahlen, versuchen Dir recht offen und unter ihrem öffentlichen Namen zumTeil mit Link zur Homepage zu schildern, wo das Schwierigkeiten bereiten kann(!) Anders hat es auch niemand formuliert, alle Ratschläge waren entsprechend „gekennzeichnet“.

    Niemand verlangt, dass Du das annimmst. Aber Du wirkst gekränkt und verlangst, man müsse doch nachfragen und verstehen, dass Du das ohne die Erfahrungen und die Ausrüstung und vielen anderen Aspekte - die Du gar nicht geschildert hast - schon schaffst.

    Weißt Du, Du bist nur für Dich verantwortlich. Dann mach es doch! Viele hier werden sich mit Dir freuen, wenn alles klappt. Wenn nicht, werden wir es auch nicht erfahren.


    Freue Dich doch, dass sich andere die Mühe machen, Dir zu antworten und Dich so ein wenig unterstützen möchten.


    Mir sind wie vielen Anderen hier Punkte aufgefallen, an denen ich aus eigener Erfahrung dachte: „Hmmm...“ Zu hoch gegriffen, zu optimistisch gerechnet. Aber ich stelle für mich fest, die Diskussion wäre mir zu mühsam.

    Viel Erfolg!

  • (...)SBA spendet keine Brutwaben (...) 12 M+ sind auch das Maximum was du da raus bekommst, rechne lieber mit 6-8 (...)

    Ein Waben Ableger gehen schon (1BW, + 0,5 L Bienen), mit Schlupfreifer Zelle.(...) Deine Haupttracht ist der Raps/Frühtracht.(...)


    Mitte April (...) Königinnen im Starter/Finisher verfahren(...)auf keinen Fall alle Völker schröpfen). (...) (...)

    Danke für deinen Beitrag, den muss ich noch ein paar Mal komplett lesen, um es vollständig verstanden zu haben, die einzelnen Schritte einmal notiert und alles gedanklich durchgegangen :)


    Die Brutwaben sollen aus den WV kommen, nicht aus dem SBA, das war von mir missverständlich ausgedrückt. Die Königinnenzucht dauert ja ne Weile, und in den zwei Wochen bis zum Schlupf ist hoffentlich wieder genug Brut da zum eine Wabe schröpfen. Wir stehen dieses Jahr 250m Luftlinie vom Raps entfernt, mit etwas Glück kommt da einiges rein, wenn es nicht wieder so extrem kalt im Frühjahr wird wie dieses Jahr.

    Schöne Grüße - Matthias

    Du lebst dann am intensivsten, wenn du etwas Neues tust.

  • (...)Aber Du wirkst gekränkt und verlangst, (...) Du bist nur für Dich verantwortlich. (...)
    Freue Dich doch, dass sich andere die Mühe machen, Dir zu antworten und Dich so ein wenig unterstützen möchten.

    Ich bin nicht gekränkt.


    Nur: Wenn ich eine Frage stelle, und von einigen Kollegen gar nicht erst auf diese Frage eingegangen wird, sondern direkt, ohne konkret zu werden, in das Horn "das wird sowieso nix", "Schuster bleib bei deinen Leisten", usw. gestoßen wird, dann ist das zwar im besten Fall "nett gemeint" und das weiß ich auch zu schätzen, aber was genau (!) denn demjenigen zuviel wurde/war (was dann 1:1 automatisch auch mir zwangsläufig zuviel werden wird , wurde oft nicht geschrieben, was genau schief gegangen ist, wo es Probleme gab/gibt, usw., dann hilft das glaube ich keinem weiter.


    Und ja, über konstruktive Beiträge freue ich mich und bin auch dankbar dafür.


    Schöne Grüße - Matthias

    Du lebst dann am intensivsten, wenn du etwas Neues tust.

  • Das Problem wurde von allen klar dargestellt. In der Summe waren sie mit all den kleinen Teilaufgaben dann zum Schluss überfordert.


    Da kann man nicht sagen genau das und das hat mich geschafft.

    Wenn du ständig unter Strom stehst, evt sogar noch deinem Zeitplan hinterherhängst fällt es dann irgendwann schwer sich aufzuraffen und die notwendigen Arbeiten mit dem nötigen Spass und der notwendigen Qualität ab zuliefern. Wenn man dann ab und an schnell schnell macht und ein wenig schludert rächt es sich hinterher mit noch mehr Aufwand.


    Mir zum Beispiel ist es so passiert.

    Den ganzen Winter über habe ich an allen möglichen Sachen gebaut, die ich für die kommende Saison voraussichtlich brauchen würde.

    Ich brauchte zB. MiniPlus Doppelböden für meine zu besamenden Königinnen. Also habe ich für 2 Aktionen a 12 Königinnen insgesamt 12 Doppelböden gebaut. Dabei müssen die über einige Wochen über ein Königinnenabsperrgitter als Ausflugsperre verfügen. Dafür habe ich Plastabsperrgitter zerschnitten und verbaut, da ich dafür nicht die Originalen mit 24x5€ ausgeben wollte. Hat alles soweit geklappt. Die Reste des zerschnittenen großen ASG habe ich natürlich aufgehoben.

    Da ich außerdem noch Königinnen auf Belegstellen schicken wollte, habe ich dieses Jahr alle meine apideaformatigen Begattungskästchen ausreichend vorher vorbereitet. Die gekaufen original blauen Drohnenabsperrgitter erwiesen sich letztes Jahr als etwas zu klein, sodass die besten gut gebaute Königinnen nicht Ausfliegen konnten und es zu keiner Belegstellenbegattung kam.


    Toll, das wollte ich dieses Jahr vermeiden, darum gleich mal im Winter alle Drohnenabsperrgitter aus einem großen Gitter zurecht schneiden. Da das über 40 Kästchen waren, dauert das halt auch.

    Also alles zusammengebaut und aus den Resten der Absperrgitter kleine geschnitten und von innen in die Begattungskästchen geschraubt. Irgendwann gehen ein dann auch die kleinen V2A Schräubchen aus und der Baumarkt erwartet deinen Besuch. Herje da kommt man auch nicht in 5min plus hin und Rückfahrt raus.


    Trotzdem soweit alles super gelaufen und nach der Arbeit immer mal an der einen oder anderen Sache gebastelt, damit alles zu den Terminen fertig ist und nur weggenommen werden musste.


    Ende Mai also die ersten 8 Königinnen gehen auf Belegstelle A und die nächsten 10 werden für die Inselbelegstelle vorbereitet die dort 3 Wochen bleiben und eine Woche später den Kollegen mitgegeben. Die Abholung von Belegstelle A ist die Woche drauf auch im Wechsel gegen neue 8 Königinnen da. Ich bewunderte mich schon, warum noch keine verdeckelte Brut nach ja 2 Wochen Belegstelle zu sehen war. Naja manchmal brauchen Sie halt. So jetzt waren 26 Königinnen auf/von der Belegstelle. Das mit dem fehlendem Brutbild ließ mir keine Ruhe und ich ging alle möglichen Problemstellen mehrfach über x Tage im Kopf durch. So ein Scheiß, alles gut vorbereitet und jetzt das. Stress pur. Bis mir einfiel, du hast doch die silbernen ASG zurechtgeschnitten und verbaut. Das waren doch auch die für die MP Böden.

    Mist ...., bei den 8 Apideas des ersten Belegstellenrücklauf nachgeschaut und nachgemessen, grr die falschen zu klein. Was nun?

    18 falsche Begattungskästchen jetzt zu den 8 falschen auf den 2 Belegstellen. Dieses Jahr scheint wohl belegstellenmäßig ein Desaster zu werden.

    Also nochmal eine Königinnenserie für Belegstelle A angesetzt und mal kurz Urlaub und eine Inselüberfahrt geordert.

    Auf der Insel habe ich dann die Absperrgitter in den Begattungskästchen live umgebaut, ohne das da was fremdes rein oder raus ist, da dort terminlich noch 2 Wochen Ausflug möglich war.

    Zum letzten Termin konnte ich dann noch die Belegstelle A mit 10 Königinnen aus meiner letzten Koniginnenserie belieferen.

    Es hätte mich mit Belegstelle A trotz Geldverlust nicht so gekratzt, wenn ich nicht diese Anpaarung einem guten Freund versprochen hätte. Da er sich für mich auch immer zum Fenster rauslehnt, konnre ich mir es nicht leisten zu sagen, heh sorry ist nix geworden.

    Also habe ich dieses Jahr viel Geld und Zeit eine vermeindlich gut vorbereiteten Saison nachgeworfen.

    Es hat zwar alles geklappt, ich konnte alles erfüllen und hatte am Ende auch noch gute Begattungsergebnisse von der Insel und von A mit ausreichend F1 Königinnen.


    Hätte hier irgendwas mit den Zuchtvölkern versagt, stände ich extrem blöd da und da passiert immer mal was.


    So etwas entfernt fragt man sich schon, warum der Depp Königinnenabsperrgitter statt Drohnengitter verbaut hat. Beim nächsten Mal ist halt was anderes.

    Doch wer hat darunter mehr gelitten als Bienen oder ich selbst?

    Familie Freunde und andere Sozialkontakte und die fehlenden Erholungsphasen machen dann den Rest. Ständig müde, wenig ansprechbar für andere Themen ausser Bienen. Die Belegstellen sind dann leider auch nicht um die Ecke, sodass da dann auch ein guter Tag Weg ist.


    Sorry für die ganze Prosa, aber vielleicht hilft es ja.


    Liebe Grüße Bernd.

    Pushen wir uns nicht an den Stöckchen dieser Welt, bewegen wir Baumstämme, auf denen wir stehen.

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  • (...) In der Summe waren sie mit all den kleinen Teilaufgaben dann zum Schluss überfordert. (...) (...)


    Sorry für die ganze Prosa, aber vielleicht hilft es ja. Liebe Grüße Bernd.

    Hallo Bernd,

    danke für deinen ausführlichen Erfahrungsbericht und deine Mühe, das alles hier so darzustellen. Ein gutes Beispiel, wie Dinge sich nach dem Motto entwickeln können: "Es war alles so gut geplant - und dann kam das Leben dazwischen!". Ich werde Unwägbarkeiten mit einbeziehen und bin glücklicherweise auch nicht dazu gezwungen, dass alles nach starrem Planungsraster X zwingend so wie gedacht funktionieren muss, - bin da zum Glück flexibel. Danke für deinen Beitrag!


    Schöne Grüße - Matthias

    Du lebst dann am intensivsten, wenn du etwas Neues tust.

  • Nix ist leichter als Wachsen. Goethe hat dazu auch Mal was gemacht, 'Zauberlehrling' oder so ähnlich. Einfach machen, die Bienen schleifen das glatt.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Goethe hat dazu auch Mal was gemacht, 'Zauberlehrling' oder so ähnlich. Einfach machen, die Bienen schleifen das glatt.

    Nur durch Handeln ist m.E. ein Lernprozess möglich. Nicht nur "Lernen aus Fehlern", sondern "Lernen aus Erfahrungen" (auch positive Resultate haben Lernprozesse zur Folge). Best mögliche Vorbereitung des Handelns, um nicht auf die Nase zu fallen, ist eine gute Sache, wie der Helm/Schutzkleidung und Fahrstunden beim Motorradfahren - aber nur durchs Fahren lernst du fahren.

    rase 's Vortrag "Wachstumsschmerzen" hatte ich schon vorher auf YT gesehen, sehr sehenswert, bis hin zur nicht ins Auto passenden Palette oder dem "Geräusch" beim Näherkommen an das Lagergebäude, wenn ich mich recht entsinne...

    Nichtsdestotrotz, ein (hoffentlich guter) Plan wird erstellt, der dann auf die Realität treffen wird. Ich werde wenn es irgendwann nächstes Jahr soweit ist, von den Resultaten berichten (ggf. auch davon, warum etwas nicht so geklappt hat, wie gedacht.)


    Danke für Eure konstruktiven Anregungen.

    Schöne Grüße - Matthias

    Du lebst dann am intensivsten, wenn du etwas Neues tust.