Umstellung Betriebsweise DNM 1.0 => angepasster BR 1.5 & MiniPLUS & Königinnenzucht

  • Ein Danke nach Wilhelmshaven !!!

    Du sprichst mir aus der Seele!

    :*


    Aber Warnungen und Ratschläge will Stylex ja nicht, er will Fachberatung und Wissensinput. Vor allem alles auf einmal, was ja nicht geht. Nicht umsonst haben Lehrlinge eine Lehrzeit!


    Wenn Du noch mehr wissen willst, dann empfehle ich Dir einfach mal das Studium des Imkerforums: suchen und lesen, lesen und nochmals lesen!


    Sehr häufig sind die von Dir gesuchten Antworten schon dutzendmal gegeben. Alleine man muss diese finden. Aber:


    Manchmal ist es gut wenn man lange suchen muss, weil man unwahrscheinlich viele Informationen aus früheren Beiträgen heraus lesen kann. Und lesen bildet!!!

    ;)

    Grüße Luffi


    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. :u_idea_bulb02:

    (Lucius Annaeus Seneca - römischer Politiker, Dichter und Philosoph - * 4 v.Chr, † 65)

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von luffi ()

  • Ich kann rall0r uneingeschränkt recht geben. Ich bin vor zwei Jahren von 8 auf 18 Völker gewachsen, inzwischen auf 20. Damals auch das heere Ziel der 30...oder gar 70? Oh dieses verlockende, nahezu steuerfreie Geld, was man mit einem Hobby, das Spaß macht, nebenbei verdienen könnte....


    Ich hab dieses Jahr beschlossen, dass 20 Völker so grob der Punkt ist, wo ich bleiben möchte. Alleine deswegen, weil ich mir nicht vorstellen möchte, wie viel arbeit dann 40....oder 60....oder oder oder.....machen.


    Der Platz für Material ist jetzt schon "ausgereizt" (Zargen...überall nur Zargen....und diese Rähmchen und Waben....aaahhhhh...und keine Lust, die Hütte zu erweitern...), die Schleudertechnik so, daß sie zwar wahrscheinlich noch zehn, zwanzig Völker vertragen könnte....aber diese Eimer voller Honig im "Lager"....


    Und das ständige Abfüllen....diese Berge an Gläser, und dann kommen da auch noch ständig welche und bringen die wieder zurück.


    Stolz wie bolle wenn man dann mal nen lokalen Laden findet, der einem auf Anhieb 400 Gläser abnimmt...bis man merkt, daß die Abfüllstraße halt dafür doch nicht so recht ausgelegt ist, die an einem Tag zu produzieren...


    Hab ich schonmal was über die ganzen Zargen und das Gerümpel gesagt, was da auf einmal so da ist? Und das Wachsschmelzen....hach jetzt hab ich mir nen richtig schönen, neuen, großen Dampfwachsschmelzer gegönnt, und das macht richtig laune, aber es ist halt alles so viel.


    Und nebenbei sind da ja auch noch Bienen, Ableger, Königinnenzucht um die man sich kümmern muss.


    Ich denke, wer auch immer die 70 Völkergrenze ersonnen hat, wusste genau, was er tut, denn ich will's mir gar nicht vorstellen....ich denke da ist man dann schon an dem Punkt, wo man sich sagt "jetzt kann ich's auch gleich wirklich als Teilberuf/Beruf machen, und geh auf 100....oder mehr".


    Ich bleib bei meinen 20 bis 30, und wenn, dann wachse ich mit meiner Imkerei organisch, aber nicht "hauruck". Mir hat das eine Jahr von 8 auf 18 gelangt, denn es ist nicht die Arbeit an den Bienen, die auf einmal aus dem Ruder läuft...es ist alles drumrum, was man sich in seiner verträumten, idealen Nebenerwerbesimkerwelt so nicht vorgestellt hat.


    Diese Zargen....überall Zargen....

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von tuo ()

  • Ich arbeite mit MiniPlus. Dazu habe ich immer 4 bis 5 Völker laufen die nur dafür da sind.

    Aus denen mache ich Mitte April 2 Sammelbrutableger die ich gleich mit Ameisensäure behandle und anschließend für eine Serie Königinnen verwendet werden. Die Sammelbrutableger bestehen aus je 10 Brutwaben Dadant und je 3 Futterwaben. also richtig voll mit Bienen.

    Aus diesen Sammelbrutablegern werden je nach Bienenmasse 20 bis 28 MiniPlus mit ca. 500g Bienen.

    Die Kästchen sind richtig voll.

    Die Minis werden ständig gefüttert und erst im Oktober wieder behandelt.

    Die Minis werden 2 mal erweitert. Einmal auf Überwinterungsminis und einmal durch Aufsetzen einer Dadantablegerzarge. Obwohl diese Minis sehr früh erstellt werden und das ganze Jahr gehätschelt werden, sind sie im nächsten Frühjahr zur Frühtracht nicht voll trachtreif.

  • Diese Zargen....überall Zargen....

    So wahr!

    Aber den Rückschluss zu ziehen, etwas nicht anzupacken, nur weil ich noch einige Fragen zum Vorgehen habe, bringt in meinen Augen niemanden weiter.

    Ich möchte dir nichts ausreden. Ich kann deine Motivation und deinen Ehrgeiz total nachvollziehen, und ich weiss, wie ungern man sich darin bremsen lassen will.


    Aber du hast nächstes Jahr ab Mitte Mai 30-40 Völker, plus M+. Und die wollen dann alle behandelt und eingefüttert werden.

    2022 hast du ab dem Sommer 50-70 Völker - also in dem Jahr, in "in dem es richtig losgehen" soll.

    "Richtig losgehen" tut es aber schon 2021 - und daher einfach der Rat, es einfach etwas kleiner anzugehen.

    Mache inhaltlich alles, was du dir vorgenommen hast: 1.5, M+, Königinnen ziehen. Alles gut. Probiere das alles aus, aber plane einfach mit der Hälfte.


    Ich denke, jemand wie du, der noch seine Betriebsweise sucht, der braucht aktuell nicht über 40 WV oder eine Nebenerwerbsimkerei nachdenken. Und das meine ich nicht von oben herab, sondern weil ich meine eigene naive Herangehensweise vor Augen habe. Ich komme genau da her, wo du jetzt gedanklich bist.


    Aber wenn du darauf bestehst, es eben doch auf die harte Tour auszuprobieren: Nur zu, ich drücke dir beide Daumen :-)


    PS: Ich habe >40 Kisten auf dem Hof stehen. Wenn die alle auswintern und ich nicht signifikant Völker im Frühjahr verkauft bekomme, dann bin ich echt am Arsch.

  • PS: Ich habe >40 Kisten auf dem Hof stehen. Wenn die alle auswintern und ich nicht signifikant Völker im Frühjahr verkauft bekomme, dann bin ich echt am Arsch.


    Fun fact: die WV, die ich zu Beginn gekauft habe, und die, mit denen ich erweitert habe, kamen alle von Imkern, die so ca. vier bis sechs Jahre zuvor angefangen haben, und DRINGEND verkleinern wollten (der eine von 60 auf unter 30, der andere von 100 auf möglichst 20).


    Konnte ich damals gar nicht nachvollziehen, wieso man "weniger" Bienen möchte....

  • ...

    PS: Ich habe >40 Kisten auf dem Hof stehen. Wenn die alle auswintern und ich nicht signifikant Völker im Frühjahr verkauft bekomme, dann bin ich echt am Arsch.

    Lieber Ralf!


    Ich bin mir sicher, dass Du das packst! Merke Dir aber einen Satz aus der Landwirtschaft: Man darf als Imker mit vielen Völkern nicht jedem "(Kuh-)Schwanz" hinterher weinen!


    Auch nicht jeder Königin hinterher weinen! Wenn sie weg ist, dann ist sie weg! Wenn sie umgeweiselt wird, dann wird sie umgeweiselt!


    Du brauchst immer viele Völker mit vielen Bienen und mit wenig Schwarmtrieb. Daher mach einfach keine Schwarmkontrollen mehr. Das wird zwar dann ein hartes Jahr mit wenig Honig und vielen Jungvölkern, aber:


    Danach hast Du eine schwarmträge Biene!!!


    Oder Du besorgst Dir eine absolut schwarmträge Biene.


    Wöchentliche Schwarmkontrollen können sich nur Hobbyimker leisten.

    :saint:

    Grüße Luffi


    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. :u_idea_bulb02:

    (Lucius Annaeus Seneca - römischer Politiker, Dichter und Philosoph - * 4 v.Chr, † 65)

  • #Oder Du besorgst Dir eine absolut schwarmträge Biene.#

    Hallo, da hat Luffi eigentlich das Stichwort gegeben. Taugt deine jetzige Bienenzucht überhaupt was für 50 und mehr Völker? Versuch doch erst mal das zu klären, nicht dass du wieklich 70 Völker hast, die Arbeit wie 150 machen.....

    Bis bald Marcus

    40 Wirtschaftsvölker auf DN 1,5, 8 Miniplus, 20 Ableger Dadant, Zander und DN, Waage 401

  • Servusla,

    wenn du das mit dem Fernziel 70 Völker wirklich durchziehen willst, dann rate ich zu wenigen klaren Zielen pro Saison mit klar definierter Priorität.


    Spinne deinen Plan aus dem ersten Post über den Winter weiter und lass andere dir wichtige (am besten involvierte) Personen daran teilhaben. Das ist m.E. noch nicht fokussiert genug, um den erfolgreich umsetzen zu können.


    Sichere dich in alle Richtungen ab. Wenn das Schicksal zuschlägt, brauchst du einen Plan B. Und das nicht erst, wenn die Imkerei zu deinem Einkommen beiträgt, sondern auch schon vorher, denn deine Bienen brauchen Pflege auch wenn du mal kürzer oder länger ausfällst. Bei 14 Kästen kann das ein Kumpel nebenbei erledigen. Bei 40 brauchst du dann schon einen gestandenen Nebenerwerbsimker oder mehrere Kumpels.


    Vergiss dabei nicht, welche Verantwortungen du neben der Imkerei zu erfüllen hast.

    Grenze Zeit und Geld vorher ab und halte dich unbedingt daran.


    Die Zahlen auf dem Papier sind am Ende des Tages nur Theorie, ein Realitätsfaktor<1 hat mir bei meinen Überlegungen im Vorfeld sehr geholfen (z.B.: geplante Vermehrung * 0,8, Begattungserfolg * 0,7 usw.)


    Am besten setzt du dir pro Saison nur ein oder zwei wichtige Ziele, z.B. Ende 2021 40 starke Kästen einwintern und 500kg Honig direkt vermarkten.


    Bleib dabei flexibel und verlier dich nicht im klein klein. Gute gekaufte Königinnen zum Beispiel ermöglichen dir in der Wachstumsphase mehr Zeit für andere Dinge wie Ableger bilden und pflegen, Vermarktung aufbauen, Wanderungen planen usw.


    Nur zu!



    „Es kommt nicht auf den Kritiker an; nicht auf den Mann, der erklärt, warum der starke Mann gestrauchelt ist oder wie ein Mann der Tat es hätte besser machen können. Der Lorbeer gebührt dem Mann, der tatsächlich in der Arena steht, dessen Gesicht mit Staub und Schweiß und Blut verschmiert ist; der tapfer strebt; der sich irrt, wieder und wieder scheitert, weil es kein Fortkommen ohne Irrtum und Scheitern gibt; aber der sich tatsächlich bemüht, das Nötige zu tun; der den großen Enthusiasmus und die wahre Hingabe kennt; der für eine Sache, die es wert ist, alles gibt; der im besten Falle schließlich den Triumph einer großen Leistung kennen lernt und im schlimmsten Fall scheitert, weil er Großes gewagt hat, so dass sein Platz niemals bei den kalten, furchtsamen Seelen ist, die weder Sieg noch Niederlage kennen.“ T.Roosevelt

  • Stylex zu 4, das wird nichts werden, die M+ Ja, aber ein SBA spendet keine Brutwaben, die sind wenn die Brut schlüpft bereits ausgelaufen. 12 M+ sind auch das Maximum was du da raus bekommst, rechne lieber mit 6-8, aus den SBA hauen immer wieder recht viele Bienen ab.


    Ein Waben Ableger gehen schon (1BW, + 0,5 L Bienen), mit Schlupfreifer Zelle.


    Du kommst aus Nordfriesland, mach dir nicht so viel Arbeit und verzettel dich nicht. Deine Haupttracht ist der Raps/Frühtracht. Nehm die mit und vergiss den Sommer, wenn da was kommt sehe es als Bonus.



    Mitte April ziehst du dir Königinnen im Starter/Finisher verfahren (2 Starter) und lässt die Begatten (für die Bienen löst du ein bis zwei Völker auf, auf keinen Fall alle Völker schröpfen).

    Abschleudern wenn die Königinnen begattet sind, bei der Ernte machst du dir gleich Kunstschwärme a 1 kg Bienen aus den Honigräumen und stellst alle Völker einer Serie auf einen Platz, Futterzarge drauf und 5 L Sirup drauf, nach einer Woche sollte der Sirup weg sein, jetzt 7,5 kg Futterteig in die Futterzarge.


    Bei den abgeschleuderten Völkern packst du auch gleich ne Futterzarge drauf und es kommt ein 15 kg Block Futterteig rein.


    Das machst du so lange bis du 60 Kunstschwärme gemacht hast (Die brauchst du). KS wird bei der Bildung mit Ox behandelt.


    Das ist Arbeit für etwa 3 Tage.


    Honigräume im Raps auf die Wirtschaftsvölker geben.

    Alle 1.0 Völker die Überleben werden im Sommer oder nächstes Frühjahr mit Zarge Verkauft.


    Willst du dir, viel viel Arbeit sparen, dann verkauf im Frühjahr alle 1.0 er Völker und kauf dir 1.5 er Völker oder kauf die Königinnen für die Kunstschwärme fertig begattet, dann sind sie da wenn du sie brauchst.


    Material das du brauchst 20 KS Boxen (Empfehlung Multibox, sonst Ikea Dokument) + Trichter. Sowie 60 im Winter vorbereitete Beuten (die brauchst du für 40 Völker eh).

  • Hallo stylex,


    ich würde mir zuerst überlegen, ob alle

    Variablen so multiplizierbar sind, ohne,

    dass du Tot unglücklich damit wirst.

    -Biene

    -Beute

    -Schleudertechnik

    -Lagermöglichkeit

    -Absatzwege

    -Zeitbedarf

    Bring am besten alles auf einen Stand, den du gerne vervielfältigen möchtest, und dann, wenn dus dir erlauben kannst ein Jahr Umstellung und Bienenmasse erzeugen und im nächsten dann mit Honig voll durchstarten.


    Beste Grüße und viel Erfolg

    Nils

  • Taugt deine jetzige Bienenzucht überhaupt was für 50 und mehr Völker? [Anm: Thema Schwarmlust]

    Hallo Marcus,


    ja ich denke schon. Wir hatten die letzten drei Jahre zwei Schwärme, mehr nicht (Umstellung vor zwei Jahren von davor 4 auf 8 Völker, dieses Jahr von 8 auf 14 Völker).


    Wobei ich mir bei der Umstellung u.a. auch denke, dass die Schwarmlust-verursachenden Faktoren wie Verhonigung und Verpollung des Brutnestes mit dem Betriebsweisenwechsel auf DNM 1.5 & angepasster BR abgemildert werden.


    Königinnenzucht war dieses Jahr im weiselrichtigen Volk / Standbegattung /WV Umweiselung (Guter Lerneffekt bei selbstgebauten, funktionierenden BGK sowie bei den Abläufen, Kunstschwarm usw.)


    rall0r - Ich habe den Eindruck, hier denkt mancher Imkerkollege/in, ich hätte die Auffassung, man könne mit dem Finger schnippsen und ZACK sei man erfolgreicher Nebenerwerbsimker. Probleme würde es wenige bis gar keine geben, die Welt ist rosa, man muss nur mehr Bienenvölker anschaffen und der Rest ginge von alleine. Vertrieb piepegal, Völker durch das Jahr führen, Varroabehandlung, Anschaffungskosten, Arbeitsaufwand, sich in die dann zwei neue Betriebsweisen einfinden, die richtige Schleudertechnik anschaffen, überhaupt erstmal Standorte für die Völker zu finden, alles kein Thema, das würde man so aus dem Ärmel schütteln können.


    Schade, in solch eine Schublade gesteckt zu werden.


    Hilfreich, zu fragen, was ich denn von der Imkerei die nächsten Jahre erwarten würde.


    Die Antworten könnten überraschen.


    Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich die nächsten Jahre nicht einen Cent mit der Imkerei verdienen werde. Allein die Anschaffungskosten für die ganze Materialschlacht mit den TBE, welche Gerätschaften usw usf, Anpassung und Umstellung der Abläufe etc. - das kostet in der kleinsten Variante eher einen fünfstelligen Betrag.


    Der ganze Arbeitsaufwand, schon im Vorhinein. Ich stemme gerade einen alten Stall 30 Quadratmeter Beton, Zement und Ziegelsteine mit dem Abrisshammer aus, 10-12 Kubikmeter Geröll wollen einzeln mit Schubkarre auf Anhänger geräumt werden, Stahl-Einbauten entfernt werden, dann Bodenplatte erstellen, Anschlüsse legen, alles bauen und weiß der Geier was, und ich bin kein gelernter Handwerker. Dann der Betriebsweisen-Wechsel, worauf muss ich achten, was funktioniert, was nicht, wie geht es, so dass es sowohl mir als auch den Bienen dabei auch gut geht. Erfahrungen sammeln mit angepasstem Brutraum, wie reagieren die Immen darauf, ein Gefühl für die neuen Kisten entwickeln und wie du sagst, Hebetechnik und so weiter. Ich bin mir dessen durchaus bewußt, dass das alles nicht mal so eben aus dem Ärmel geschüttelt werden kann.


    Aber ich denke, dass die Erfahrungen der nächsten beiden Jahre mich dahin bringen können, eine funktionierende Betriebsweise mit aufeinander abgestimmten Abläufen zu entwickeln, die funktioniert.


    Und ich denke, dass die vorgestellte Ziel-Betriebsweise massive Vorteile gegenüber zwei Bruträumen DNM 1.0 Segeberger + 1.0 HR hat, zum Beispiel leichtere Honigräume, höhere Ernte bei insgesamt weniger Aufwand pro Volk, geringere Schwarmlust, nur noch 7 statt im Extremfall 22 Rähmchen durchsehen, leichtere Gewinnung von Sortenhonigen, Winter-Einfütterung auf einer Zarge, besserer Wärmehaushalt, stets einen kleinen Vorrat von Ersatz-Königinnen vor Ort haben usw.

    luffi Und wenn ich in diesem Rahmen dann einige Fragen habe, weil ich in meinem Imkerverein z.B. keine Antworten finde und auch in Fachlektüre für meine geplante Umstellung kaum "Butter bei die Fische" zu finden ist, na klar, frage ich dann hier, wo es langjährige Praktiker und Experten gibt, die diese Erfahrungen hinter sich haben und mich vielleicht mit Glück daran teilhaben lassen, auf dass ich dann ggf. ein Jahr später dem nächsten Neuling Fragen aus meinen eigenen Erfahrungen heraus beantworten kann, was bei mir funktioniert hat und auch, was ggf. schiefgelaufen ist. Ich habe hier durchaus schon einiges gelesen, u.a. auch von olle flachzarge die erstklassige Beschreibung seines Schleuderraums mit Abläufen, wie man ggf. gemeinsam zu noch besseren Lösungen kommt von Problemen, die alle gemeinsam haben, die weder drei-Völker-Hobbyimker sind noch Berufsimker, sondern dazwischen,uvm, auch dafür ist m.E. ein Forum da.


    Soweit erst einmal dazu,

    schöne Grüße - Matthias

    Du lebst dann am intensivsten, wenn du etwas Neues tust.


  • Bezüglich Technik würde ich dringend davon Abraten einen Stand zu schaffen und dann zu skalieren. Du kannst auch ein Tablet nicht zu einer Workstation hochskalieren.

    Zum Skalieren muss die Basis stimmen!

    Ich bin in ähnlicher Situation. Dieses Jahr 6 Völker ausgewintert, jetzt 30 eingewintert.

    Nächstes Jahr wird nochmal vergrößert - da schaue ich mal wie weit ich gehen kann ohne das ich "zusammenbreche".

    Die großen Technik-Investitionen konnte glücklicherweise - nach aktuellem Plan - auf 2022 verschieben. Und da wird dann tatsächlich so gekauft und geplant das hier durch Ergänzungen eine Skalierung um 100% möglich bleibt. Bis dahin kann ich den kleinen Schleuderraum eines Kollegen verwenden. Der geht auch noch für 25-30 Völker klar.

    Bis dahin habe ich die Chance einiges über den Technik-Bedarf zu lernen und zu planen.

    Ich wäre schon blöd gewesen, wenn ich dieses Frühjahr für 10 Völker Technik angeschafft hätte und das dann hochskalieren müsste. Am Schluss hab ich 4 x eine 4-Wabenschleuder und 20 Doppelsiebe.

    Imkerei Sester "Die Schmerzen des Wachstums" Pflicht-Vortrag für jeden angehenden (Neben-)Erwerbsimker!

    Dann doch lieber soweit aufschieben wie möglich und bis dahin lernen, anderen mal über die Schulter schauen. Aber man sollte natürlich diese Investitionen einplanen. Da bin ich aktuell dran - also konkrete Zahlen zusammenzutragen, das es mich 22 nicht vom Stuhl haut!

    Ich glaube aus 14 WV bei der TBE 7 Brutlinge zu bilden wird zu knapp.

    Meine Erfahrung: Sollte gehen. Vor allem wenn die Kö schon in Eilage ist, die dann dazukommt. Habe das sogar schon mit Nachschaffung gemacht (würde ich aber nicht empfehlen). Die brechen zwar schnell ein, aber gehen - wenn nicht zu spät gebildet - richtig durch die Decke.