Inselbelegstelle Baltrum

  • Hallo Leute,


    Nach meinen (etwas älteren) Informationen sollte auch in diesem Jahr der Belegstellenbetrieb "bis auf Widerruf" erfolgen.


    kennt eigentlich jemand er mitlesenden den aktuellen Stand der Dinge?



    Grüße


    Ulrich

  • Hallo, alle Miteinander,
    Hallo, Ulrich,


    meine letzte Information ist aus „ Die neue Bienenzucht“ vom Mai.
    Ich zitiere;
    Der Baltrumversuch ist noch nicht vollständig ausgewertet, so dass die Entscheidung, ob auf Baltrum eine Belegstelle für Buckfast betrieben werden kann, noch nicht gefällt ist.
    Auf Baltrum wird nur dann eine Belegstelle errichtet, wenn sicher gestellt ist, dass von dort keine Beeinträchtigung der Nachbarbelegstellen
    - Langeoog – und – Norderney – erfolgt.


    Ich behalte das Thema im Auge und werde berichten sobald es etwas Neues gibt.
    Man hält sich hier sehr bedeckt und wie ich heraus hören konnte, ist man im allgemeinen nicht begeistert.
    Man stelle sich vor, Buckfast inmitten der letzten Carnica-Bastionen.
    Kann interessant werden.
    Ich habe nur noch wenige Freunde, seit ich bekannt gegeben habe, dass ich auf Buckfast umstelle.


    Ich wünsche Euch, viele gesunde Bienen


    Margret

  • bisy schrieb:


    Der Baltrumversuch ist noch nicht vollständig ausgewertet, so dass die Entscheidung, ob auf Baltrum eine Belegstelle für Buckfast betrieben werden kann, noch nicht gefällt ist.
    Auf Baltrum wird nur dann eine Belegstelle errichtet, wenn sicher gestellt ist, dass von dort keine Beeinträchtigung der Nachbarbelegstellen
    - Langeoog – und – Norderney – erfolgt.


    Hallo Magret,


    das ist auch der Stand von Anfang April, der mir auch bekannt ist. Allerdings dachte ich, daß es mittlerweile Neues geben sollte.


    Das ganze ist mehr als seltsam. Meines Wissens war ein zweijähriger Probebetrieb vereinbart worden, der vom Bieneninstitut in Celle wissenschaftlich betreut wurde. Dazu wurden auf allen drei Inseln von den Cellern Begattungskästchen mit Königinnen aufgestellt, deren Nachkommenschaft gentechnisch untersucht wurde um die Vaterlinie zu bestimmen.


    Schon im letzten Sommer hörte man von Fehlpaarungen auf den Nachbarinseln im vorletzten Jahr, die genetischen Fingerprints der Väter waren angeblich jedoch nicht mit denen der Drohnenvölker auf Baltrum identisch.


    Mittlerweile sollten auch die Ergebnisse des letzten Jahres vorliegen. Trotzdem hat man wohl noch nichts offizielles verkündet.


    bisy schrieb:


    Ich behalte das Thema im Auge und werde berichten sobald es etwas Neues gibt.
    Man hält sich hier sehr bedeckt und wie ich heraus hören konnte, ist man im allgemeinen nicht begeistert.


    "Sehr bedeckt" ist wohl noch stark untertrieben. Es wäre schön, wenn Du dich meldest, wenn Du etwas hörst.


    bisy schrieb:


    Man stelle sich vor, Buckfast inmitten der letzten Carnica-Bastionen.
    Kann interessant werden.


    Na ja, zwischen Baltrum und den Nachbarinseln liegt doch noch einiges an Wasser. Und wenn ich die Forschungsergebnisse der letzten Jahre richtig interpretiere, so bleiben die Drohnen mit Sicherheit auf der Insel, und die Königinnen wagen die Überquerung des Wassers nur wenn es auf der eigenen Insel viel zu wenig oder gar keine Drohnen befinden.



    bisy schrieb:


    Ich habe nur noch wenige Freunde, seit ich bekannt gegeben habe, dass ich auf Buckfast umstelle.


    Dann hast Du wohl die falschen Freunde gehabt ;-)


    Bei uns in der Gegend stehen die meisten Carnica-Imker der Buckfast relativ neutral gegenüber.


    Es gibt allerdings auch Ausnahmen. So habe ich von einem befreundeten Imker einige üble und unwahre Geschichten über den Baltrum-Versuch gehört. So wurde beispielsweise behauptet, daß die Drohnenvölker im vorletzten Jahr nach der Frühtracht abgeschleudert worden und quasi "nackt" auf die Insel gekommen seien. Aber so etwas ist bei weitem nicht die Regel.


    Grüße


    Ulrich

  • Hallo,
    das die Drohnenvölker 2001 auf Baltrum ohne Honig auf die Insel verbracht worden waren ,ist eine glatte Lüge!!
    Thomas Rüppel hatte die Völker gestellt und Sie wurden mit ca. 50 kg Rapshonig in den drei Honigräumen auf die Insel am 16.05.01 (zwischen durch wurde immer wieder flüssig gefüttert)verbracht.
    Diese Völker waren im Topzustand im Gegensatz zu den auf den Nachbarinsel überwinterten Carnicavölkern.
    Es wurden bei diesen Ca-völkern am 17.05.01 bei der Masse noch keine Drohnen gefunden und das obwohl der Belegstellenbetrieb Anfang "JUNI" starten sollte(ist).
    In Thomas Völkern waren Drohnen bis zum abwinken.
    Er kann es halt(das imkern).
    Die Fehlpaarungen die entstanden sind, waren auf fremde Drohnen(CA-Drohnen sind von einer Insel über Baltrum zur anderen Ca.Belegstelle geflogen:)), sie mögen warscheinlich auch keine Buckfastköniginnen:))
    Aus Männern soll man(frau) schlau werden :lol: .
    Der Rest waren schon vom Züchter nicht sauber rausgesuchte Königinnen.
    Letztes Jahr hättet Ihr mal die Drohnenvölker sehen müssen,es war zum heulen :cry: , die Völker waren unten blank und hatten zwischen dem Brutraum ein Absperrgitter zum Honigraum.
    Jeder Züchter weiß doch das die Drohnen freien Zugang zum Honig haben müssen.
    Zum Teil waren keine Drohnenwaben gesetzt (bei Drohnenvölkern ganz klasse, war ein super Könnerer)
    Die Drohnen waren schon ganz schlapp und die restlichen , im unterem Brutraum, Drohnenwaben waren nach drei Wochen auf der Insel nicht mehr bestiftet.Obwohl noch zwei weitere Durchgänge angesagt waren.
    Wir durften nach längerem Telephongespräch mit dem Verantwortlichen gnädigerweiße das Absperrgitter entfernen und es wurde uns zugesichert das in dieser Woche die Völker noch gefüttert werden( mit Futterteig, ächts)
    Das Ende vom Lied: Die Königinnen wurden letztes Jahr auf der Insel miserabel begattet im Gegensatz zu 2001, von denen ich jetzt noch Supertiere habe.
    Das Ende vom Lied: Auser Spesen(Spritkosten für 4800 km ca.500 €, Belegstellengebühr 240 € ,kein Schlaf für fast 6 Tg, Streß , Ärger, Angst u.s.w.)nichts gewesen.
    Aber Hauptsacher der Landesverband Niedersächsischer Buckfastimker zahlte dem Drohnenvölkerbereitsteller 2000 €, obwohl diese Herren nicht mal in der Lage waren Königinnen im Vorjahr dafür zu ziehen und der
    Thomas ihnen wieder von seinen Königinnen und Ableger geben mußte.
    Es ist schon ein armes Deutschland mit......... :evil:


    Aber Schwamm drüber neues Jahr neues Glück.
    Tschüß
    Heike

    Wer hinfällt und nicht wieder aufsteht , der hat schon verloren.

    ( von mir ;-) )


    Gruß

    Heike


  • Hallo Heike,


    das ist mir durchaus bekannt ;-)


    Und beim Nachfüttern war ich im vorletzten Jahr einmal dabei, war eine ziemliche Schlepperei mit den Behältern ;-)


    Und auch dem Imker, der mir diese Geschichten zugetragen hat war durchaus nicht von ihrem Wahrheitsgehalt überzeugt und hatte mich u.a. auch deshalb befragt, weil er "dem Braten nicht traute".



    Heike Aumeier schrieb:


    Die Fehlpaarungen die entstanden sind, waren auf fremde Drohnen(CA-Drohnen sind von einer Insel über Baltrum zur anderen Ca.Belegstelle geflogen:)), sie mögen warscheinlich auch keine Buckfastköniginnen:))
    Aus Männern soll man(frau) schlau werden :lol: .


    Das deckt sich mit dem, was ich gehört habe und was mir ein Mitarbeiter des Celler Bieneninstituts auch "durch die Blume" bestätigte. Allerdings habe ich bis heute nichts von offiziellen Ergebnissen gehört.



    Auch das deckt sich mit dem, was ich gehört habe. Bei mir haben zwei Königinnen aus 2002 im Sommer still umgeweiselt. Da hat sich das Bienenistitut meiner Meinung nach bis auf die Knochen blamiert. Wieso man diesen Mist verzapft hat, ist mir vollkommen unklar. Den zumindest im Vorjahr für die Betreuung des Versuchs eingestetzten Bienenfachberater aus Oldenburg halte ich durchaus für sehr kompetent.


    Was allerdings die Saharensis-Lienie aus dem Jahr 2001 angeht, so "paßte" diese wohl leider nicht zu meinen Königinnen. Ich hatte erstmals massive Probleme mit Schwärmen, so etwas kannte ich von meinen Buckfast-Bienen bisher nicht und wurde deshalb auch prompt "auf dem falschen Fuß erwischt"


    Heike Aumeier schrieb:


    Das Ende vom Lied: Auser Spesen(Spritkosten für 4800 km ca.500 €, Belegstellengebühr 240 € ,kein Schlaf für fast 6 Tg, Streß , Ärger, Angst u.s.w.)nichts gewesen.
    Aber Hauptsacher der Landesverband Niedersächsischer Buckfastimker zahlte dem Drohnenvölkerbereitsteller 2000 €, obwohl diese Herren nicht mal in der Lage waren Königinnen im Vorjahr dafür zu ziehen und der
    Thomas ihnen wieder von seinen Königinnen und Ableger geben mußte.
    Es ist schon ein armes Deutschland mit......... :evil: 


    Das ist natürlich mehr als ärgerlich. Ich habe nur einen Durchgang mitgemacht und meine sechs oder sieben Königinnen einem anderen Imker mitgeben können.


    Grüße


    Ulrich


    P.S.: Weißt Du eigentlich, welcher Typus von Drohnenvölkern dieses Jahr zum Einsatz kommt?

  • Hallo zuammen, es sollen sogar Drohnen vom Festland an den Fehlbegattungen beteiligt gewesen sein. Zumindest habe ich das im Jahresbericht des Celler Instituts gelesen, die haben von diesen Völkern, die im den Gegenüberliegenden Küstenbereich standen, Genetische Proben genommen. Wofür, wenn nicht der Verdacht bestand, das... Folglich dürften die Inselbelegstände nicht so sicher sein, wie man es uns immer gesagt hat. Mir ist von einem Züchter bekannt (mündlich mitgeteilt), das die (eine Züchtergemeinschaft) mal nach dem Abwandern der Drohnenvölker auf einer Inselbelegstelle, einen Probedurchlauf gemacht haben, mit gutem Begattungsergebnis! Was mich an den Inselbelegstellen schon immer stutzig gemacht hat: Drohnen fliegen nicht über größere Wasserflächen. Aber was ist bei Ebbe? V.H.w. Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Lothar schrieb:

    Hallo zuammen, es sollen sogar Drohnen vom Festland an den Fehlbegattungen beteiligt gewesen sein. Zumindest habe ich das im Jahresbericht des Celler Instituts gelesen, die haben von diesen Völkern, die im den Gegenüberliegenden Küstenbereich standen, Genetische Proben genommen. Wofür, wenn nicht der Verdacht bestand, das... Folglich dürften die Inselbelegstände nicht so sicher sein, wie man es uns immer gesagt hat. Mir ist von einem Züchter bekannt (mündlich mitgeteilt), das die (eine Züchtergemeinschaft) mal nach dem Abwandern der Drohnenvölker auf einer Inselbelegstelle, einen Probedurchlauf gemacht haben, mit gutem Begattungsergebnis! Was mich an den Inselbelegstellen schon immer stutzig gemacht hat: Drohnen fliegen nicht über größere Wasserflächen. Aber was ist bei Ebbe? V.H.w. Lothar


    Hallo Lothar,


    es hat -wenn ich mich recht erinnere u.a. ebenfalls auf Balturm- vor eingen Jahren Versuche in diese Richtung gegeben. Danach sind es wohl nicht die Drohnen, die das Wasser überqueren. Vielmehr nehmen die Königinnen dieses Risiko auf sich, wenn es auf der eigenen Insel keine oder nicht genug Drohnen gibt.


    Aus diesem Grund ist der von Heike angesprochene schlechte Zustand der Drohnenvölker auf den Nachbarinseln im vorletzten und der in Baltrum im letzten Jahr doppelt problematisch, da dies solche "Ausflüge" geradezu provozieren könnte.


    Daß man Genproben von Völkern im Küstenbereich gezogen hat, ist für mich neu, es würde aber ins Bild passen.


    Leider gibt es bis heute wohl keine offiziell bekanntgegebenen Ergebnisse, das führt dazu daß die Spekulationen ins Kraut schießen. Im letzten Jahr hörte ich sogar, daß es im vorletzten Jahr einige Fehlpaarungen auf den Carnica-Inseln gegeben habe bei denen zwar wohl Buckfast-Drohnen, nicht aber die von Baltrum, im Spiel gewesen seien. Ob das wirklich stimmt, kann ich allerdings nicht sagen. Es könnte genauso gut reine Spektulation oder eine absichtlich gestreute Unwahrheit sein.


    Zu guter letzt darf man auch nicht vergessen, daß so ein Freilandversuch nie vollkommen sicher vor Manipulationen ist. Zumindest hört man von Drohnen, die anscheinend zu faul zum Fliegen sind und statt dessen mit Auto und Fähre reisen ;-)


    Grüße


    Ulrich