Reihenfolge Innendeckel / Fütterer

  • Meine Iso ist aus Styrpor......

    da saugt sich nix voll! Und Letsche (Pfützen oder Tropen) oder Schimmel gibts nie nirgens!

    EGAL ob Schieber drinn oder nicht.

    Leider meinen viele immer mehr, das Wesens-gemäss Bienen-gemäss entschpricht, dabei ist das meiner bescheidenen Meinung nach nur der Imkerintuition-gemäss.

    Ich leg also ne Folie drauf damit der (Bio) Saugschwamm darüber nich nass wird ...

    Auf wen oder was beziehst Du Dich gerade?

    Nächstes Imkerforumstreffen am 26-28.3.2021 im Jagdhof Kleinheiligkreuz bei Fulda!

  • auf den Saugschwamm Kiki.

    Ich muss ja nich alles verstehen, was sich so in den Jahren alles als Wesensgemäss eingeschlichen hat,

    aber den Schwamm verstehe ich, ein teurer Nixnutz mit Insensionshintergrund.

    Mensch wir sind doch nicht alle Bioimker, selbst da versteh ich das Ding nicht.

    Fütterer mit dicker Holzplatte (Iso) abgedeckt und Deckel drüber geht auch bei Bio prächtig.

    Das Styro dient nur Meiner Gewichtsintension.

    Schaut euch mal Bruder Adams Originalkisten an, und lest seine Meinung über übertriebene Isolation, besonders das über seine Behelfsbeuten! Die einzige Iso die er hatte war schlicht LUFT und (wunderschöne!!) Deckel drüber.

    DA halte ich mich dran, und fahre sehr gut damit.....

    Was sich da so eingeschlichen hat...... Folien Saugschwämme Holzspäne etc. tssss

    Sorry, auch wenns gegen den Mainstream geht, ich bleib da wesensfest bei Br Adam

    Das, was du sicher weisst, hält dich vom Lernen ab.

    sine missione

  • Es gibt sehr unterschiedliche Klimabedingungen. Nicht nur Patagonien und Kambodscha, sondern auch Golfstrom und Inlandsklima, Windräder überall oder Nebellöcher, verschiedene Höhenlagen und auch sonnenreiche warme Regionen. Das macht einen großen Unterschied und nicht überall ist es wie in Causten. Die Wärme spielt eine Rolle, nicht weil Binder das sagt, sondern weil die meisten Dadantler schieden, das ist für mich ein deutlicher Hinweis.

    Viele liebe Grüße

    Wolfgang

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • wasgau immen

    Um mal Deine Signatur aufzgreifen und etwas abzuwandeln:
    "Das, was Du sicher (über andere) zu wissen glaubst, hält Dich erstens vom gründlichen Lesen und zweitens vom differenzierten Anworten ab."


    Außerdem gibt es noch andere Wege nach Rom als die von Dir bevorzugte Version. Schön übrigens auch im schon an anderer Stelle vorgestellten Buch "Interviews with beekeepers" zu lesen, in dem mehrere Profis mit ganz unterschiedlichen Herangehensweisen erfolgreich sind. Was nicht heißt, dass ich Deine Version blöd finde, nur weil Du es anders machst als ich. Aber mir gefällt meine. Aus Gründen.


    Schöne Grüße auf die andere Rheinseite,

    Kikibee

    Nächstes Imkerforumstreffen am 26-28.3.2021 im Jagdhof Kleinheiligkreuz bei Fulda!

  • mmmmhhh Wolfgang,

    vornewech, Br Adam imkerte in einer unwirtlichen NASSEN und Kalten Gegend. (Nachlesen!)

    Geschiedet hat er nur Ableger beim Aufbau und im Marz zum Aufbau nach dem Ausgleich.

    Die Trachtvölker mussten 10 Brutwaben im Juni/Juli vorweisen, sonnst Daumen drauf.

    (Is doch klar bei einem Heideimker)

    10 Brutwaben DD geht nicht... aha, so so:-?

    Wenn die nicht da (min 7/8 Platten) sind, taugts nicht, so sage nicht nur ich. Schiede in der Trachtzeit kann man (muss man!) machen, wenn die Mutti nicht genug Stimmung;) macht.

    Is Stimmung in der Kiste, also über den Winter........ brauchts eigentlich kein Deckelschied

    Das, was du sicher weisst, hält dich vom Lernen ab.

    sine missione

  • jo Kiki,

    du hast gefragt;)

    andere auch, und da ist es hier doch üblich seine Denke zu schreiben...

    Besonders gerne mach ich das wenn ich Fehler erkenne (aus meiner Sicht;))

    Man kann mir schon folgen, klappt, Ich habs (sogar vergleichend!) ausprobiert, auch aus Gründen.



    Ich grüsse ebenso die andere Rheinseite

    Wasi

    Das, was du sicher weisst, hält dich vom Lernen ab.

    sine missione

  • Ich dachte schon, ihr kauft Euch Riesenkisten um ihnen dann zumindest im Frühjahr durch schieden ein warmes Brutnest zu ermöglichen.

    Und ja, Du hast Recht, ich weiß über die Temperaturen bei Bruder Adam nichts, auch nicht über die Windexposition. Vier Kisten aneinanderkuscheln ist auch was anderes als Einzelaufstellung. Ich glaube auch nicht, weiß es aber nicht, daß seine Böden offen waren. In einem Klostergarten mit Gebäuden und Mauern drumherum, weiß ich nicht, ist das Klima wieder anders als in der östlichen norddeutschen Tiefebene. Und natürlich ist Causton die Heimat von Barnaby, völlig egal, wie es wirklich geschrieben wird.

    Viele liebe Grüße

    Wolfgang

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • daß seine Böden offen waren.

    nö zu

    Stände von 40 Stück in Einzelaufstellung in 4er Blocks (wegen Verflug) , nicht gekuschelt, und er hat auf Windschutz geachtet. Dies in Unterschiedlichen Trachtgebieten (bezogen den Boden.....)

    Im Klostergarten standen nur seine ausgewählten Zuchtmütter..... aus Gründen;)

    Das, was du sicher weisst, hält dich vom Lernen ab.

    sine missione

  • Muss ich auch mal meinen Senf dazu geben.

    Meiner Meinung nach ist es den Bienen komplett schnurz ob die Beute gross, klein, rund oder viereckig ist. Einen Unterschied macht es nur für den Imker, ob der sich daraus ergebende Arbeitsablauf mit der eigenen Vorstellung und/oder Religion zusammenpasst.

    Ich habe gelernt, dass die Bienen nicht das Haus, nur die Bienenkugel heizen. Somit ist das kondensieren an der Aussenwand unumgänglich, wenn die Bude hermetisch dicht gemacht wird. Darum haben wir den ganzen Winter den Boden offen. Direkt auf dem Brutraum bleibt der (Nicot) Fütterer, dann gibt es kein abgenagtes Plastik von der Folie in und bei den Bienen. Auf dem Fütterer ist ein Holzdeckel und darauf unsere Aussendeckel. Irgendwelche Füllungen im Fütterer sind schön um den Imker zu beschäftigen, jedoch das was Isoliert ist stehende Luft, je mehr rein gestopft wird, desto schlechter wird die Isolierung. Das ist physikalisch Fakt. Noch besser würde nur noch weniger, also -keine Luft, isolieren. Aber mit Vakuum am Bienenstand wird es dann echt aufwändig.

    Wenn es am Platz zieht wie Hechtsuppe, dann ist der Platz nicht unbedingt the yellow from the egg, dann evtl. vorher einen besseren wählen oder für ein bisschen Windschatten sorgen.

    Mehr braucht es dann auch meiner Meinung nach nicht.

    Also außer noch, wenig Milben, gute Gene und genug Futter.

    Man kann ohne Bienen leben, aber wie halt.

  • Vielleicht heizen sie aber nur die Kugel, weil es anders nicht geht. Es ist ein Trugschluss, dass sie keine Dämmung brauchen. Denn alles was an Wärme abhaut, muss wieder geheizt werden. Und je kälter es im Rest der Beute, insbesondere am Deckel ist, desto mehr muss "nur die Kugel" nachgeheizt werden.


    Wenn ich die Oberflächentemperatur meiner dicken Winterjacke messe, liegt die auch im Bereich der Umgebungstemperatur. Kann ich deswegen davon ausgehen, dass Menschen bei - 20°C gar keine Jacke brauchen?

  • Wenn ich die Oberflächentemperatur meiner dicken Winterjacke messe, liegt die auch im Bereich der Umgebungstemperatur. Kann ich deswegen davon ausgehen, dass Menschen bei - 20°C gar keine Jacke brauchen?

    Der Vergleich hinkt, Menschen benötigen eine konstante Kerntemperatur die zum Überleben aufrecht erhalten werden muss - die Wintertraube der Bienen im brutlosen Zustand hat das nicht, die kann die Kerntemperatur weit herunterfahren und dadurch die Verluste minimieren, sobald allerdings wieder Brut gepflegt wird, ist das anders...

  • Die kleinstmögliche Oberfläche, ist die einer Kugel. Darum halten die das wohl so.

    Die niedrigere Temperatur gleichen sie meines Wissens dadurch aus, dass sie entweder mehr Futter brauchen, den Bienensitz (die Kugel) verkleinern, oder weniger Brut pflegen bzw. aus der Brut gehen.

    Bienen haben keine Winterjacke.

    Früher als die Bienen in den Hinterbehandlern im Bienenhaus standen, haben die Imker im besten Willen die Bienen dick mit allem was isoliert eingepackt, damit die Bienen es warm haben.

    Passiert ist, (nachweislich) das Gegenteil. Wenn draußen am einen oder anderen Tag das Wetter gnädig mit der Temperatur war, konnten die Bienen nicht zum Abkoten raus fliegen. Da es wegen der tollen Isolierung in der Beute, nach wie vor knackig kalt war. Genau darum gibt es heute, zumindest in neu, quasi keine Bienenhäuser mehr. Obwohl es vor 50 Jahren die Standardbauweise war.

    Die Bienen sollen die Temperatur umgehend, kurzfristig mitbekommen die Draußen vor dem Flugloch herrscht. Das funktioniert nur ohne (welche auch immer) Isolierung und mit offenem Bodenschieber.

    Nur dann können sie, wenn Draußen über 12°C herrschen, mal zwischendrin zum Abkoten raus fliegen.

    Können sie das vor lauter Isolierung nicht, dann werden und müssen Sie das auf der Wabe tun. Nicht mal eine Biene kann vier Monate fressen und nie zum Kacken gehen. Passiert das dann auf der Wabe, ist der normale Gang, dass alle Stück für Stück da mal drüber laufen und sich mit Fäkalbakterien infizieren. Das führt dann in der Regel zu Durchfall und Ruhr, dem Ende des Volkes.

    Ein totgeschissenes Volk ist weder für den Imker noch für die Bienen was erstrebenswertes.

    Wie im normalen Leben auch gilt hier, gut gemeint, ist meistens nicht automatisch auch gut gemacht.

    So gibt es weder Schwitzwasser, in der Folge keinen Schimmel und auch keinen Durchfall wegen verschissener Waben.

    Nochmal, die Basis des Winterbetriebes ist: Die Bienen heizen nur die Wintertraube, nicht das Haus.

    Dann funktioniert es auch mit dem Auswintern.

    (Vorausgesetzt die Milbenlast ist nicht zu hoch und das Futter ausreichend)


    Grüße

    Peter

    Man kann ohne Bienen leben, aber wie halt.

  • Die Bienen sind ganz hervorragend auf die verschiedenen klimatischen Gegebenheiten und den Bedürfnissen des Bienenvolkes eingestellt. In der Brutphase sind sie in der Lage aufs zehntel genau die optimaler Bruttemperatur einzuhalten. Andererseits sorgt in der Winterzeit der sogenannte "Lammertsche Temperatursprung" also das Aufheizen des Bienenvolkes auf bis ca. 25°C (u.U. bis 30°C) und der dann folgende Temperaturabfall auf ca.15 °C (u.U. bis10°C) für wechselnde Temperaturen im Bienenvolk. Die Vorteile sind zum Einen die ökonomische Verwendung der Futterreserven ( wie beim Auto: Gas geben und rollen lassen) und dem Schutz vor Krankheitserregern.

    Wenn nur das Bienenvolk und nicht die ganze Beute isoliert wird, kommt über kurz oder lang nach dem Beenden der Heizphase durch das Bienenvolk der Temperaturabfall bis zu dem Punkt an dem das Bienenvolk wieder zu heizen anfängt.

    Wahrscheinlich kommen von dem Aufheizen daher auch die Probleme mit Bienenvölkern, wenn die ganze Beute isoliert wird und sich der Temperaturabfall verzögert.

    Interessant ist vll. die Frage ob das Bienenvolk über die Länge der Zeit vom Beenden des Aufheizens bis zum Wiedereinsetzen des Heizen einen Zusammenhang zur Umgebungstemperatur und Brutgeschehen herstellen kann.


    Imkerliche Grüsse

    Wenn Du kleine Änderungen vornehmen willst, dann ändere die Art und Weise, wie Du die Dinge ausführst.

    Wenn Du große Änderungen vornehmen willst, dann ändere die Art und Weise, wie Du die Dinge beurteilst.