Wesensgemäße Imkerei

  • Hallo Rainfarn,

    wenn jetzt Dein Link noch passen würde zum Thema. Oder hab ich inzwischen den Faden verloren?

    Gruß Eisvogel

    Tut mir leid, da ist der falsche Link hinterlegt und ich habe deine Antwort falsch interpretiert. Danke für den Hinweis. Evtl. kannst du es ja noch ändern.

  • Der Weg zur varroatoleranten Biene kann über die „wesensgemäße“ Bienenhaltung führen. Allerdings mit dem Verlust der Ergebnisse einer über 100jährigen Zucht sanftmütiger, ertragreicher Bienen. Dem vorübergehenden Verlust von 99,?% der derzeitigen Völkerzahl. Dem Verlust der Erwerbsimkerei, dem Verlust fachlicher Fähigkeiten der Imkerschaft, dem Verlust an Arbeitsplätzen und nicht zuletzt dem Verlust an ein breiten Angebots quantitativ und qualitativen Einheimischen Honigs. Wollen wir das? VG Jörg

  • Von Karl May hatte ich als Kind mein ganzes Wissen über die Indianer. Ganz schön schöne Geschichten, dafür daß der Mann nie in Amerika war.

    Das pure Überleben sollte nicht das alleinige Kriterium sein.

    Aber, Danke für deine Meinung!

    Die Sachlage ist Ausdruck des Ganzen. Man sollte die Meinung des Andersdenkenden akzeptieren und respektieren. Man sollte aber Andersdenkende auch nicht "beschimpfen" - man soll sie respektieren.


    Rolf

    Konfuzianer:

    "Man soll ein anständiges Menschenleben führen, aus dem einfachen Grund, weil man ein anständiges Menschenwesen ist."

  • Hallo FransXR,

    eine starke, aber durch nichts untermauerte Aussage.

    Man könnte auch sagen ein wenig überzeugender Angriff auf die Forumsteilnehmer, zumindest auf "sehr viele".

    Gruß Eisvogel

    Als ich mich zum imkern entschlossen hatte, fand ich mich ratlos vor diversen modernen Beuten-Systemen.

    Abbé Emil Warre 1948, 12. Auflage Bienenhaltung für alle, Übersetzt von Mandy Fritsche, 2010

  • Hört auf euch gegenseitig anzup..... eigentlich will hier doch jeder nur das Beste für deine Bienen und von anderen lernen .(denke ich) Also ist es doch gut soviel wie möglich in andere Betriebsweisen reinzuschnuppern um dann für sich selbst das Beste herauszufiltern .Da nützen nur sachliche Angriffe und der Wille andere "leben " zu lassen

  • Uff 20 Seiten Thread und als konsensfähig bezüglich naturnaher Bienenhaltung habe ich mir jetzt mitgenommen:


    Naturbau

    Respekt vor dem Brutnest

    Warmer Kopf

    Einzelaufstellung


    Kann jemand die Liste fortführen?

    Anfängerin 2019, Ökotante, Warré, aktuell 9 Völker

  • Uff 20 Seiten Thread...

    ... das Forum ist übersichtlicher am PC, wenn man mehr Beiträge pro Seite einblendet: > Kontollzentrum > Einstellungen > Allgemein > Beiträge pro Seite > 40 (statt Standard)

    ... und als konsensfähig bezüglich naturnaher Bienenhaltung habe ich mir jetzt mitgenommen:

    Der vielleicht einzige Konsens ist: Jeder Bioverband, und jeder Imker nimmt für sich in Anspruch naturnah zu imkern. - Schließlich fliegen alle Bienen frei im Raum, und sammeln Pollen und Nektar nach Belieben.


    Glücklicherweise gibt's auch kein Okkupationsrecht für Wörter. - Wo wie ggf. Demeter "wesensgemäß" in der Bienenhaltung für sich beansprucht.


    Synonyme für wesensgemäß sind: eigentümlich, symptomatisch (Duden)

  • keine künstliche Königinnenzucht

    Würde ich so nicht unterzeichnen. Wenn man das Pflegevolk gezielt in Schwarmstimmung führt, dann einen kurzen Schlüsselreiz setzt (kurzfristige Trennung von der Königin) und es dann einfach dort Schwarmzellen bilden lässt, wo es gerade bequem für den Imker ist, was ist daran so viel wesensungemässer als eine Schwarmvorwegnahme und eine Bildung von Schwarmzellenablegern?

    naturbelassenen Honig

    Was heisst das?

    Holzbeuten

    Wieso? Fühlen sich die Bienen nicht wohl in Styropor? Höre ich jedenfalls oft. Ich verwende aus persönlichem Empfinden lieber Holzbeuten, aber mit wesensgemäss oder artgerecht hat das gar nichts zu tun.

    «Wer heute die Dunkle Biene, die Carnica oder die Buckfast will, findet dieselbe Ausgangslange vor: Allein intensives Züchten und gepflegte Belegstationen entscheiden darüber, ob sich die gewünschte Rasse halten, bzw. erhalten lässt. Der Unterlassungsfall nennt sich Swissmix, hat alle erdenklichen Eigenschaften und ist vor dem Anspruch der Biodiversität wertlos» (aus: mellifera.ch-Magazin, April 2018, S. 10).

  • Das mit dem Holz- oder Styroporbeuten nervt auch langsam. Demeter Bioland usw sind doch auch alles nur festgeschriebene Vorgaben für bestimmte Arbeitsweisen und Herstellmethoden.

    Beim Obstanbau sind bei Demeter fast die Hälfte der Behandlungsmittel zulässig gegenüber „konventionell“, ist das gut!? Und dann kommen die mit Holz, finde ich nervig!

    Ich kümmere mich um meine Bienen, es geht ihnen gut, sie haben essen und Trinken. Ich stehle ihnen den Honig, dafür gibt’s Ersatz und ich behandle ohne Chemie gegen die Milbe. Ich habe einen guten Platz und kann ohne wandern 2-3 mal ernten. Das finde ich Rudi- gemäßes Imkern und fühl mich gut!!!
    LG Rudi

  • In Styropor und Holz könnte man wesengemäß imkern. Ich habe in der verlinkten Demeter-Fibel nichts Gegenteiliges gelesen.

    Beim Material für die Beute dürfte es eher um die Ökobilanz gehen. Wenn man vielleicht irgendwann Styropor aus der Gelben Tonne sinnvoll recyceln kann, dürfte sich dieser Punkt auch relativieren.

  • Ich habe in der verlinkten Demeter-Fibel nichts Gegenteiliges gelesen

    Ein bisschen mehr Mühe, dann hättest Du in den Richtlinien folgendes gefunden:

    "Die Bienenwohnung – mit Ausnahme von Verbindungselementen, Dachabdeckung und

    Gitterboden – ist vollständig aus natürlichen Materialien wie beispielsweise Holz, Stroh

    oder Lehm zu fertigen."

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)