Waldtracht lernen

  • Hallo Zusammen,


    ich habe herausgefunden, dass es im Vogelsberg Waldhonig gibt. Jetzt überlege ich, wie ich da beim Lernen am Besten den Anfang mache. Die Bücher wie [1] oder [2] sind rar und teuer, das Video [3] habe ich bereits entdeckt.


    Meine aktuelle Strategie wäre, eines dieser Bücher bestellen und dann auf gut Glück einen Waldstandort suchen, dort ein Volk aufstellen und wenn es Gewicht zu nimmt, den Platz anwandern. Wie würdet ihr dieses Thema angehen?


    Gruß,

    Jan



    [1] Waldtracht und Waldhonig in der Imkerei: Herkunft und Eigenschaften des Waldhonigs von Werner J Kloft

    [2] Die Waldtracht Taschenbuch – 1. Januar 2012 Liebig

    [3]

    12er DNM im Warmbau, ab 2021 10er DD

  • Hast du dir das Video denn auch schon angesehen?

    Viel mehr ist zurzeit nicht wirklich zum Thema erhältlich.

    Es gibt noch die veraltete Liebig-Seite waldtrachtinfo und auch stockwaage.de


    Warum? Weil Waldtracht mühsam ist und nur die wenigsten Imker gezielt danach suchen.

    Die meisten nehmen mit was kommt, aber unternehmen nichts, um diese Quelle zu steigern.

    Auch darum sind diese Informatioen so rar.

    Waldtracht ist unzuverlässig. Es gibt nicht jedes Jahr in der gleichen Region Waldhonig.

    Gibt es eine andere Quelle wird diese meist bevorzugt.

    Man muss die Bereitschaft mitbringn nach Läusen zu suchen. Hier hapert es schon bei vielen Imken.

  • meist gönnt Einer dem Anderen nix! Und wenn , dann nur mit dem Spruch: sach blos nix weiter, behaftet.

    Oder schreibt hier Jemand; hier geht die Post ab? Obwohl 10 K Völker die Tracht nicht ausnützen können, stehen nur sehr wenige genau da wo 5Kg plus Wald am Tag......

    Ist leider usus so!

    Es gibt Stockwaagen, mit Subvention angeschafft, reichlich!, aber Zugang gibts meist nur......;(

    Du wirst das schwer haben

    Das, was du sicher weisst, hält dich vom Lernen ab.

    sine missione

  • trachtnet... Nur der von dir bestimmt anvisierte Schwarzwald ist da ein Entwicklungsland. Die kochen ihr eigenes Süppchen. Wohl aus den von dir genannten Gründen.

    Lvwi Meldesystem

    Relativ genaue Standort Angaben sind da nicht zu holen. Nur quadrantenweise...;( Interessant ist der zweite Absatz unter 'Datendarstellung im Internet'

    Beim trachtnet ist auch eine Unschärfe der Standorte drin, aber nur ca.500m zur Diebstahlverhindeung. Das hier ist eine andere ganz andere Nummer...


    Schon mal versucht da Mitglied zu werden?

    Steingarten ist Keingarten
    Für alle die, die kein Imker sind: gemeint ist Schottergarten, reimt sich aber nicht so prickelnd...

  • Es funzt nur eines sicher, Konnektion;) gibst du mir so ich dir!:)

    Es gibt genug Imkers, die Wandern mit richtig Vollen Kisten ab, und "vergessen" eine dankende nachhaltige Erinnerung zurück zu lassen, die ruft latürnich keiner mehr an, wenns wieder was gibt:P

    Wenn du Buckies pflegst, hast vielleicht gute Karten, wenn du dich einbringst! (.....)

    Die sind offener:saint: (nich immer aber immer öfter) In verfleischte C...... bekommst keinen Fuß in die Tür.

    Wald ist auch sehr leckere Himbeere, im Ertrag auch nich zu verachten, Augen auf und was hinstellen lohnt also immer! Mann muss nur drauf schreiben was drinn ist;)

    Ich hab schon oft Läuse gesucht und gefunden (oder nicht), meine Voraussagen obs honigt oder nicht, trafen meist nicht zu, ein Griller oder ein Gewitter oder der östliche Pesthauch machten meinen Hoffnungen und Bemühungen meist ein schnelles Ende, nur die Himbeere hat mich fast nie im Stich gelassen.....

    Das, was du sicher weisst, hält dich vom Lernen ab.

    sine missione

  • meist gönnt Einer dem Anderen nix! Und wenn , dann nur mit dem Spruch: sach blos nix weiter, behaftet.

    Und wieder einmal: Darum geht es doch gar nicht. Es geht um Informationen, wie man selber passende Plätze findet. Wo du deine Bienen stehen hast, will doch hier gar niemand wissen.

    Vorteilhaft sind natürlich Gruppen von mehreren Imkern, die sich vertrauen, aber erstmal muss man wissen wonach man suchen soll.

    Man muss schon viele kleine Texte zusammensuchen um sich hier einzulesen. Vieles wiederholt sich. Manches ist schlicht falsch und das Meiste blind abgeschrieben.

    Eine schöne schriftliche Zusammenfassung zu dem Thema ist leider im Moment nicht verfügbar. Die Informationen muss man genauso suchen, wie die Waldracht selber.


    Und der Himbeerhonig ist ergiebig und lecker, aber per Definition eben kein Waldhonig.

  • beim Waldhonig hilft nur rausgehen und nach Läusen suchen. Aber selbst wenn man welche findet stellen sich Fragen wie, werden sie sich stark vermehren, wie wird das Wetter, starker Regen und vorbei ist es mit dem Wald, zu trocken haben die Bäume kaum Saft, etc. Auch kommt es beim Wald oftmals auf wenige Kilometer an. In Gegenden mit Waldtracht gibt es auch Waldtrachtbeobachtungen, also Führungen wo man im Wald nach Läusen sucht und erklärt wird um welche es sich handelt. Wald ist Glückssache, wenn man nicht in ausgedehnten Wäldern ist, wie Schwarzwald, Bayerischer Wald, etc

  • Das sind zwei paar Schuh.

    Himbeerflächen sind empfehlenswert.


    Für erfolgversprechende Waldhonigplätze muss man Läuse suchen.

    An der mangelnden Bereitschaft dies zu machen scheitert in den meisten Fällen eine Waldhonigernte.


    Ja, Waldonig ist ein Glückspiel, aber man muss die Regeln kennen und befolgen, sonst kann man nicht gewinnen. Oder besser gesagt, ist die Gewinnchance mit Beachtung der Regeln erheblich höher.

  • Mein Feedback ist leider negativ. Jahrelang Läuse beobachtet, Waldameisen gepflegt und vermehrt, trotzdem ist dunkler Honig reines Glück. Noch mehr Glück ist es wenn viel, ohne Meli und über 4 Wochen.:)Den dunkelsten Honig hatte ich ausgerechnet in der Stadt weil die Eichenalleen zuletzt häufig honigten.

    Also Vorhersagen und Anwandern kann ich mir nicht vorstellen. Eher es honigt grad "Zaunspfähle" andere Imker könnten anwandern. Aber wer macht das schon bei dieser unsicheren Tracht?

  • Hallo,

    wie Berggeist richtig schreib: Waldhonig hat nichts mit Glück zu tun.

    Waldhonig bedeut sich bemühen und lernen.

    Und nicht vergessen die berühmten Stockwagenmeldungen in Trachtgebieten sind immer Werte aus der Vergangenheit (Gestern).

    Und noch eine Bemerkung zu den bemägelten "ungenauen" Standortangaben der Waagen. Das ist zwingend notwendig; Waagen sind teuer und begehrt.

    Gruß Stockmeisel

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

  • Und wieder einmal: Darum geht es doch gar nicht.

    doch! nicht jeder hat mögliche ergiebige Waldtrachtgebiete um die Ecke. Oft viele Hundert Km weit wech! Zb den schwarzen Wald.

    Du kannst da Läuse suchen und keine Finden, wärend um die Ecke im nächsten Tal die Post ab geht. (und du bekommst das auch anders einfach nich mit! So geschehen 2019 im Norden von RLP, als es vorbei war, wurden lange Nasen gemacht)

    Dann gibts vermehrt Melitrachten;(, das heisst du wanderst mit deinem Kram an, bekommst die Kiste voll und davon nur 20% in den Eimer (mit sehr viel Arbeit kaputten Honigwaben und sauteurem Equipment gehts nun doch...) Macht einfach keinen Spass wenn Tonnen voll Mehli im Keller....

    Diesjahr wars so, anfangs nur Meli bis zum Abwinken, dank guter infos bin ich erst mal nicht hin:P

    Läuse gabs massenhaft!!! Die Kollegen fluchten reihenweise!

    (Das siehst du also vorraus, aha! Ich hab wohl die falschen Freunde!;()

    Irgendwann schien die Sonne auf mein Dach,: komm mach hinne, kein Meli..... die Tanne....!

    Und wie!!

    Da hätte ich suchen können....... ohne Netzwek geht nix!

    Ich quatsche nich von 5 Völkern die ich mal hoffnungsvoll um die Ecke schleppe, sonders von einer Wanderung ( volle Ladung!) mit Ankunft am Ziel (Kiste/n richtig voll)


    ttps://deutscherimkerbund.de/userfiles/downloads/satzung_richtlinien

    /Merkblatt_Sorten_3_4_neu.pdf

    Auszug:

    Die Doppelbezeichnung „Wald- und Blütenhonig“ wurde vom D.I.B. 1991 eingeführt. Der Waldhoniganteil sollte mindestens 30 % betragen. Das bedeutet, dass die typischen organolepti-schen, mikroskopischen und physikalisch-chemischen Merkmale des Waldhoniganteils deutlich vorhanden sein müssen. Als Mindestgrenze für die elektrische Leitfähigkeit wurde 0,70 mS/cm festgelegt (2012).


    Wenn du also mal wieder so auf den Putz haust.......

    Das, was du sicher weisst, hält dich vom Lernen ab.

    sine missione