TotaleBrutEntnahme (TBE) in Segebergern sinnvoll? Wie sonst mit OX behandeln?

  • Hallo, was würde Binder sinngemäß zu deinem Handeln sagen: Ich schneide einer Kuh einfach einen Zitzen ab....... Du schwächste die Völker massiv, wegen der Schwarmstimmung. Woher kommt die Angst davor, ich kann es mir fast denken...... Besorg dir eine gute Biene , die sich lenken lässt und mach im Sommer TBE.

    Bis bald

    Marcus

    40 Wirtschaftsvölker auf DN 1,5, 8 Miniplus, 20 Ableger Dadant, Zander und DN, Waage 401

  • Ich habe 2 Brutscheunen erstellt und diese dann nachschaffen lassen. Fast alle Waben aus den Brutscheunen wurden eingeschmolzen. Aber warum fehlte Dir diese Info? Mir geht es darum, wenn ich im Jahr Regelmäßig Rähmchen tausche, dann hab ich eben den Mehrwert des Wabentauschs durch die TBE nicht. Soll ich die bebrüteten Waben aus der Brutscheune einlagern?

    Weil du sie nicht als eingeschmolzen erklärt hattest. Mich hatte in der Abfolge irritiert, dass du vorher auf 10 erweitert hast, aber nichts von der Brut aus der Sammelentnahme geschrieben hattest. Demnach hast du die ausgelaufene Brut wieder auf die erleichterten Völker zurückgegeben, sonst müsstest du jetzt vermutlich deutlich mehr als 10 Völker haben. Für die Brut benötigt man auch die Pflegebienen, die die Brut versorgen, die fehlen dann im erleichterten Volk für den Honig.


    Man kann mit TBE ja auch direkt Ableger oder neue Völker mit frischen MW aufbauen, diese Info fehlte mir. Dass die alten Waben eingeschmolzen werden, war klar. Wenn sie zu alt sind, müssen sie irgendwann raus. Es soll auch Imker geben, die die entnommenen Brutwaben mitsamt Brut und ihren Milben ohne Umweg einschmelzen und nicht erst auslaufen lassen.

  • Nur Bienen sammeln Honig. Wenn ich alle 2 Wochen Jungbienen und zukünftige Jungbienen entnehme, habe ich mit Zeitverzögerung weniger Sammlerinnen. Die Völker sammeln trotzdem noch Honig, aber eben weniger.

    Nach einer Umstellung auf eine einzargige Völkerführung muss man sich auch angewöhnen recht- und frühzeitig die Völker zu erweitern - das hat mich Lehrgeld gekostet - abgesehen von der passenden Biene. Ich bin mit den unbegatteten aus Willich sehr zufrieden.

  • Hallo, was würde Binder sinngemäß zu deinem Handeln sagen: Ich schneide einer Kuh einfach einen Zitzen ab....... Du schwächste die Völker massiv, wegen der Schwarmstimmung. Woher kommt die Angst davor, ich kann es mir fast denken...... Besorg dir eine gute Biene , die sich lenken lässt und mach im Sommer TBE.

    Bis bald

    Marcus

    Mal im Ernst, ich nehme mit einem Rähmchen ein Zehntel der Bienenmasse weg, wenn überhaupt. Warum sollte das für 1/3 weniger Ertrag sorgen? Wobei die Königin das Rähmchen sofort wieder zustiftet.

  • Weil du sie nicht als eingeschmolzen erklärt hattest. Mich hatte in der Abfolge irritiert, dass du vorher auf 10 erweitert hast, aber nichts von der Brut aus der Sammelentnahme geschrieben hattest. Demnach hast du die ausgelaufene Brut wieder auf die erleichterten Völker zurückgegeben, sonst müsstest du jetzt vermutlich deutlich mehr als 10 Völker haben. Für die Brut benötigt man auch die Pflegebienen, die die Brut versorgen, die fehlen dann im erleichterten Volk für den Honig.

    Man kann Völker auch verkaufen, dies habe ich mit 2 Stück gemacht.


    Ich habe die TBE nach der Linde gemacht, da kommt kein Honig mehr rein bei mir.

    Und warum reden hier alle vom Honig? Lasst den Honig mal mein Problem sein. Ich will brutfreie Völker um diese mit OX zu behandeln.

  • .......

    Mal im Ernst, ich nehme mit einem Rähmchen ein Zehntel der Bienenmasse weg, wenn überhaupt. Warum sollte das für 1/3 weniger Ertrag sorgen? Wobei die Königin das Rähmchen sofort wieder zustiftet.

    Eventuell weil so eine Biene an 3 Fronten nacheinander fehlt. Ich habe das noch so gelernt, dass ein Drittel Innendienst macht(Bauen, Brutpflege, Putzen), ein Drittel Nektar am Flugloch abnimmt und verarbeitet und das letzte Drittel Flugbienen sind. Die letzten beiden Drittel sind variabel. Es gibt entweder mehr Flugbienen oder mehr verarbeitende Bienen, je nach Trachtmenge und Flugzeit, so dass Wartezeit bei der Übergabe minimiert wird. 😀

  • Mal im Ernst, ich nehme mit einem Rähmchen ein Zehntel der Bienenmasse weg, wenn überhaupt.

    Voller Ernst, du nimmst ca. 5.000 Brutzellen weg. Da legt die Königin 3 Tage dran, um das wieder auszugleichen. Die Sprüche, dass es alles kein Honig kostet, kommt von den Leuten, die das Brutnest auf 40 Waben schön verteilt haben und denen auch regelmäßig der Brutraum verhonigt.


    Bis bald

    Marcus

    40 Wirtschaftsvölker auf DN 1,5, 8 Miniplus, 20 Ableger Dadant, Zander und DN, Waage 401

  • Ich kenne mich mit zweiräumigen Betriebsweisen nicht aus, aber Mal angenommen du machst TBE zur Brutfreiheit, kannst du dann nicht auf die anderen Wabenhygienemaßnahmen verzichten und hast so weniger Arbeit?


    Theoretisch kann man zB im Raps die Kö auch rausnehmen und nachschaffen lassen oder brechen und zusetzen. Dann bekommt man auch ein brutfreies Fenster.

    Imker seit Februar 2020
    12er DNM im Warmbau, ab 2021 10er DD

  • Auch wenn ich die Dadant-Betriebsweise sehr befürworte und selbst auch keine Bienen oder Brutwaben (mehr) schröpfe, halte ich die Aussage „schröpfen = weniger Honigertrag“ für Quatsch.


    Vor ein paar Jahren habe ich auch auf 1 Brutraum DNM geimkert und dabei zur Ablegerbildung Brutwaben geschröpft. Mittlerweile fahre ich die Betriebsweise DNM 1,5 ohne zu schröpfen und muss sagen, dass ich, egal bei welcher Betriebsweise, meist Honigerträge um die 50kg hatte (je nach Trachtsituation). Dieses Jahr waren es sogar nur 35kg. Selbst bei 2 Bruträumen DNM habe ich vor vielen Jahren mal 70kg geerntet. Die Trachtsituation und das Wetter vor Ort spielen da denke ich die übergeordnete Rolle und der Einfluss des Schröpfens ist zu vernachlässigen.

    Imker seit 2005. Ca. 10 Völker auf DNM 1,5 (Segeberger) im schönen Hochsauerland

  • Oder muss ich einen Tod sterben, und entweder TBE mit Oxalsäure oder keine TBE dafür mit Ameisensäure anwenden?


    Wie machen das die anderen Imker mit Segebergern?

    Es gibt ja noch einige Optionen:

    - TBE mit Fangwabe (Leerwabe, neu zu bestiften)

    - Bannwabe mit Königin, wie von meikel beschrieben

    - Käfigen der Königin (Scalvinikäfig)


    ... dient ja alles einer gezielten Brutfreiheit als Vorbereitung einer effizienten Behandlung. Die kann mit AS oder OXS in geeigneter Applikationsform als Kurzzeitbehandlung erfolgen; denn die Milben sitzen dann ja nicht in der verdeckelten Brut und sind somit der Behandlung zu 100 % ausgesetzt.


    Das wirkt effektiv!


    Und bevor ich die gesammelte Brut verwerfe (da steckt viel Arbeit und somit Potenzial drin), schaue ich mir mittels einer Blockbehandlung doch erstmal deren Befall an. Dieser lag in diesem Jahr z.B. weit unter 1 % und damit lassen sich die geschlüpften Bienen (und ggf. Königinnen) noch gut verwenden.


    Was Schröpfen angeht, ist das doch eher eine Verfahrensweise, mit der man glaubte, schwarmlustige Genetik in den Griff zu bekommen - mitnichten, würde Binder sagen.

    Die richtige Genetik ist da m.E. entscheidender.


    Ich habe mehrfach TBE im Mai angewandt, was dem Honigertrag unmerklich schadete im Vergleich zu den anderen Völkern. Man sollte den aktivierenden Effekt auf das Volk nicht unterschätzen - ähnlich wie ein Schwarm...

  • Ich habe mehrfach TBE im Mai angewandt, was dem Honigertrag unmerklich schadete im Vergleich zu den anderen Völkern. Man sollte den aktivierenden Effekt auf das Volk nicht unterschätzen - ähnlich wie ein Schwarm...

    Rase hat ins einem Video davon gesprochen, TBE 2 Wochen vor Trachtende zu machen. Hast Du das im Mai so durchgeführt?

  • halte ich die Aussage „schröpfen = weniger Honigertrag“ für Quatsch.

    Kannst du halten wie du willst, du hast jetzt ein paar eigene Ergebnisse, die nicht untereinander vergleichen kannst. Jedes Jahr ist ein anderes. In manchen Jahren kann man machen was man will, dann hat man 70kg, in anderen nur 20kg. Also ich halte mich da an die Lehrmeinung, dass jede Biene zählt und Ableger erst im Juli gemacht werden. Diese Meinung ist schon sehr alt und weder vom Gerd, noch der Pia wissenschaftlich widerlegt worden

    Bis bald

    Marcus

    40 Wirtschaftsvölker auf DN 1,5, 8 Miniplus, 20 Ableger Dadant, Zander und DN, Waage 401

  • Ich halte es ja auch so und schröpfe nicht mehr während der Honigsaison (aber nicht wegen des Arguments, dass dadurch der Honigertrag eventuell höher sein könnte ^^). Dennoch hast du Recht: eine fundierte Aussage kann ich darüber auch nicht treffen. Aber das ist hier eigentlich eh off-topic.

    Imker seit 2005. Ca. 10 Völker auf DNM 1,5 (Segeberger) im schönen Hochsauerland

  • Man kann Völker auch verkaufen, dies habe ich mit 2 Stück gemacht.


    Ich habe die TBE nach der Linde gemacht, da kommt kein Honig mehr rein bei mir.

    Und warum reden hier alle vom Honig? Lasst den Honig mal mein Problem sein. Ich will brutfreie Völker um diese mit OX zu behandeln.

    Aah... Jetzt ist es vollständig. Vorher war es sehr lückenhaft und unplausibel. Das kann man zur besseren Verständlichkeit auch direkt mitteilen, um evtl. lästige oder vermeintlich vorwurfsvoll aufgefasste Nachfragen zu vermeiden.

    Mitten in der Haupttracht Juni bis Juli würden vermutlich eher wenige Imker so verfahren wie du, weil sie für den Winter möglicherweise noch Reserve- oder Verkaufsvölker aufbauen und nicht die Honigernte gefährden wollen. Ohne auf maximales Ergebnis zu schielen, sondern die Ernte generell im Auge behaltend:!:


    Nochmal zu deiner Titelfrage: es ist dann egal, mit welchem System du es machst. Es ist die Frage der Planung und Verfügbarkeit von Ausstattung, inwiefern es mit System X oder Y sinnvoller oder sinnfreier sein könnte, eine TBE zu machen.

    Um deine Frage dann u.U. zielgerichteter zu formulieren:

    "Ist eine TBE nach der Linde [ oder andere späte Tracht ] in dieser Verfahrensweise sinnvoll?