Wachsmotten Maden im Volk

  • Hallo zusammen,

    nachdem eines meiner Völker die Zuckerwasserlösung mehrmals nicht angenommen hat, hab ich nun genauer nachgesehen und leider festgestellt, dass sich eine Menge vom Maden im oberen Brutraum befinden und die Waben dementsprechend zerfressen sind. Wie soll ich bei der Bekämpfung der Maden Eurer Meinung nach am besten vorgehen? Dr. Google hat mir bisher leider nicht wirklich helfen können. Was haltet Ihr davon, dass ich die am meisten befallenen Waben vernichte und Essigsäure im Volk per Schwamm verdunste?

    Danke im Voraus für Eure Tipps.

    LG, Andi

  • Ich fürchte da wirst Du nicht mehr viel machen können.

    Wenn ein Volk so viele Wachsmottenmaden hat (wieviele sind denn eigentlich viele?), dass es sie nicht selbst in den Griff bekommt, hat das Volk ein Problem.

    Dass das Volk kein Futter abnimmt ist auch so ein Inditz für Probleme im Volk.


    Ich würde Dir empfehlen, nimm alle befallenen Waben raus und schmelz die ein.

    Wenn nochwas vom Volk übrigbleibt, solltest Du abschätzen ob das Futter über den Winter reicht bzw. ob das Vollk noch eine überwinterungsfähige Größe hat.


    Viel Hoffnung habe ich wenig. :(


    Des weiteren hilft es ungemein, wenn Du Dein Profil ausfüllst. Damit können wir Dir deutlich besser helfen, da wir die klimatischen Bedingungen besser abschätzen können.

    Fotos helfen auch sehr bei der Beurteilung.

  • Servus bieneschubser,

    vorerst vielen Dank für Deine rasche Antwort.

    Habe meine beiden Völker krankheitsbedingt bereits an meinen Nachbarn abgegeben (daher das Profil nicht ausgefüllt) und möchte ihm diese im Frühjahr möglichste gesund übergeben.

    Meine Damen stehen in der Nähe von Linz in Österreich. Was hältst Du von der Verdunstung von Essigsäure (nach dem Entfernen der befallenen Waben) um die etwaigen restlichen Maden abzutöten?

    LG

  • Die Maden sind da, weil keiner sagte "Ihr kommt hier nicht rein". Einer sagte mal "mach ein Kreuz drauf...". Symptonbehandlung nutzt nichts, versuche heruszufinden, was mit dem Volk los ist und verteil den Grund nicht noch in die anderen, hoffentlich gesunden Völker!

    LG Rudi.

  • Unmöglich, dass es in einem halbwegs intakten Volk zu einer Wachsmotteninvasion kommt. Wenn da noch ein paar Bienen da sein sollten, haben diese jegliche Instinkte und Reflexe eingebüßt, sind praktisch völlig apathisch. Sowas habe ich auch noch nie gesehen.

  • Hallo Alavarium,

    es ist alles zum Problem gesagt.

    Nur soviel noch: Vergiss ganz schnell die Überlegung Essigsäure im Volk zu verdampfen.

    Essigsäure ist eine Möglichkeit eingelagerte Leerwaben vor Wachsmotten zu schützen.

    Gruß Eisvogel

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

  • Die Maden sind da, weil keiner sagte "Ihr kommt hier nicht rein"

    Wetten die waren schon vor den Bienen im HR? Das geht schnell wenn man die Zarge irgendwo gelagert hat und dann aufsetzt.

    Unmöglich, dass es in einem halbwegs intakten Volk zu einer Wachsmotteninvasion kommt.

    normal nicht, das ist richtig. Wenn man aber nun a la Liebig 2 zargig Einwintern muss und einem schwachen Volk noch eine ganz Zarge aufsetzt und sie eigentlich nur damit beschäftigt sind ihre paar Waben unten zu wärmen (ggf können bei einer stärkeren Einheit auch entsprechende Futterkränze die Annahme verhindern), dann machen die Motten da oben Party und keiner merkt es.


    Obere Zarge runter, einschmelzen und dann direkt auf der einen Brutzarge füttern.

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit

  • Daß Wachsmotten nicht bienenbesetztes = unnötiges Wabenwerk abbauen helfen und damit Platz für Wabenerneuerung schaffen, ist ein natürlicher Vorgang. Warum das Bienenvolk schon jetzt den zweiten Brutraum (in welchem Rähmchenmaß? - da kein Profil ausgefüllt) nicht mehr besetzt -> den Wachsmotten überläßt, muß der Imker selber aufklären (Erkrankung, Parasitenbefall, Futtermangel etc.).


    Wenn an dem Volk noch etwas zu retten ist, dann allenfalls die bienenbesetzten Waben (offenbar im ersten Brutraum) und ein auf seine Bedürfnisse angepaßter Brutraum. Neu bauen die Bienen jetzt nicht mehr - weg also mit den zerfressenen Waben und unnötigen zusätzlichen Bruträumen, dabei ausreichend Futtervorrat belassen.


    Dem Imker selber: Gute Besserung!

  • nachdem eines meiner Völker die Zuckerwasserlösung mehrmals nicht angenommen hat, hab ich nun genauer nachgesehen und leider festgestellt, dass sich eine Menge vom Maden im oberen Brutraum befinden und die Waben dementsprechend zerfressen sind.

    Wie stark und gesund sind denn die Bienen? Wie voel Futter haben die drin?

    Wie soll ich bei der Bekämpfung der Maden Eurer Meinung nach am besten vorgehen?

    Linz in Österreich

    Falls das Volk schwach und krank ist, mach das Flugloch zu und schwefle sie ab (Bienen und Motten) und schmelze dann alles ein.


    Jetzt ist in Linz fast schon Winter, brüten werden die nicht mehr, da läuft höchstens noch der letzte Brutdurchgang durch sofern die überhaupt noch Brut haben, bei mir sind die ersten Völker schon vor mehr als 2 Wochen aus der Brut gegeangen. Wenn sie dann nicht wirklich gesund und stark sind oder genügend Futter nicht bereits drin haben, dann werden die das Frühjahr sowieso nicht erleben...

  • Nur soviel noch: Vergiss ganz schnell die Überlegung Essigsäure im Volk zu verdampfen.

    Essigsäure ist eine Möglichkeit eingelagerte Leerwaben vor Wachsmotten zu schützen.

    Gruß Eisvogel

    Kann man nicht genug unterstreichen! Ich habevorher zuwenig genau gelesen und in Gedanken "nach Entnahme" ergänzt, so wie man das macht. Nein, IM Volk ist Essigsäure ein NoGo!

    Ich vermute im oberen Magazin sind kaum Bienen, oder? Wieviele Waben sind denn insgesamt dicht mit Bienen besetzt? Ist das Volk weiselrichtig? Welche Varroabehandlung wurde schon durchgeführt? Davon abhängig könnten wie dir weitere Massnahmen empfehlen. Bitte antworte bald, dein Volk steht auf der Kippe!


    Gruß

    Reiner

    Grenzen sind konstruiert. Was uns trennt und verbindet, wird von Menschen gemacht.

  • Wachsmotten sind keine Krankheit und auch kein Zeichen dafür, dass mit dem Volk etwas nicht stimmt. Sie legen über all da ihre Eier, wo unbeaufsichtigt Bienenwachs herumhängt oder -liegt. Somit ist in diesem Fall einfach nur die Kiste für das Volk zu groß oder das Volk für die Kiste zu klein. Ein kleines Volk kuschelt sich bei kühlem Wetter zusammen und hat keine Lust sich das Futter zu holen.

  • Wachsmotten sind keine Krankheit und auch kein Zeichen dafür, dass mit dem Volk etwas nicht stimmt. Sie legen über all da ihre Eier, wo unbeaufsichtigt Bienenwachs herumhängt oder -liegt. Somit ist in diesem Fall einfach nur die Kiste für das Volk zu groß oder das Volk für die Kiste zu klein. Ein kleines Volk kuschelt sich bei kühlem Wetter zusammen und hat keine Lust sich das Futter zu holen.

    Die Larven kommen ja nicht einfach so daher, sondern die Eier sind von den Wachsmotten direkt auf die Waben gelegt worden. Entweder hat der Imker verseuchte Waben in ein Völkchen mit schlechten Status eingehangen oder die Motten sind selbst eingedrungen. Um das beschriebene Bild zu erzeugen braucht es etwas Zeit und Wärme.

    Will damit sagen hier stimmt schon länger was nicht.

  • Jede Wabe die Pollen und/ oder bebrütete Stellen hat, hat auch Wachsmotteneier intus. Wenn genug Volk da ist, dann wird das nie ein Problem. Ich würde auch eher auflösen, wie auch immer.

    Ich würde ziemlich sicher davon ausgehen, dass das Volk im Frühjahr nicht auswintert.

    Ob Du den Bienen etwas gutes damit tust, dieses Sterben über den Winter zu verlängern, wage ich zu bezweifeln. Hier liegt gut meinen und gut machen evtl. weit auseinander.

    Ein gutes Händchen bei der Entscheidung.


    Grüße

    Peter

    Man kann ohne Bienen leben, aber wie halt.