Melitherm vs. Heizspirale im Spitzsieb

  • Es gibt auch noch das Gerät von Honig-tau.de

    Hallo ,

    350 gegen 500 €. Edelstahl gegen Plastik. In die Edelstahlvariante passt ein 20 kg Eimer Honig am Stück. Wo ist der Thermostat beim Honigraum, es sieht aus, als ob es genau über dem Eimer ist, wie bei den ersten Melitherm ?

    Bis bald

    Marcus

    Ich nehme an, du beziehst dich auf den Melitherm mit der Edelstahlvariante.

    Wo bekommt man den für 500.-EUR?

    Viele Grüße aus dem Bergischen
    Thomas

  • Mit dem Problem der Instabilen Konstruktion hast du recht. Die würde ich stabilisieren/modifizieren.

    Die von mir errechnete Filterfläche fürs Spitzsieb habe ich nur auf den beheizten Bereich kalkuliert.

    Am meisten Praxiserfahrung beim Handling beider Varianten hat da wohl rase...

    Bei mir soll der vorgewärmte Honig komplett aufgelöst werden und in meinen vorhandenen 150kg Edelstahlbehälter laufen. Ist die Charge drin, Impfen, Rührwerk drauf (noch in Planung mit einem gebrauchen Winkelgetriebe und passend zum Behälter gebautem Rührrechen). Wenn fertig entweder mit einer elektrischen Seiwinde oder Hochhubwagen auf Abfüllhöhe bringen und ab ins Glas.

    Projekt soll bis Ende des Jahres fertig sein.

    Bei mir geht´s um etwa 1000kg Honig pro Jahr.

  • Ich verwende die Spitzsiebheizung so, wie auf den Bildern dargestellt.pasted-from-clipboard.jpg

    Der Spitzsiebhalter ist auf 2 Latten geschraubt. Diese liegen auf einem Holzgestell. Dadurch ist die Spitzsiebhalterung relativ stabil.

    In das Gestell sind 3 Metallbleche eingelegt: Ein kleines aus Edelstahl, auf das der geschmolzene Honig tropft und das den Honig verteilt. Von dort aus läuft der Honig auf ein breites Edelstahlblech (Dicke 1mm), und von dort über die Schräge in den untergestellten Hobbock. Unter dem großen Edelstahlblech befindet sich ein 3mm dickes Alublech, das der Wärmeableitung dient. Um zwischen dem Edelstahlblech und dem Alublech den Wärmekontakt herzustellen, wird das Alublech mit etwas Wasser besprüht und dann das Edelstahlblech aufgelegt.

    pasted-from-clipboard.jpg

    In das Gestell ist ein PC-Lüfter eingebaut, der das Alublech von unten kühlt.

    Wenn die Spitzsiebheizung auf 60°C eingestellt ist, läuft der Honig mit ca. 55°C auf das kleine Edelstahlblech und wird dort in einem breiteren Strom auf das große Edelstahlblech gelenkt. Wenn der Honig schließlich in den Hobbock läuft, hat er eine Temperatur von ca. 40°C. Die Honigoberfläche im Hobbock liegt bei ca. 35°C.

    Eine Honigtrocknung wird mit diesem System nicht beabsichtigt. Honigtrocknung wäre aber möglich, wenn man die Bleche andersrum einlegt, sodass sie von oben angeblasen werden.

    Unabhängig von der Verflüssigung verwende ich den Aufbau auch bei der Schleuderung, damit die Spitzsiebe stabil gehaltert werden. Die Bleche werden dann herausgenommen und der Lüfter bleibt aus.

    Gruß Ralph

  • Freue mich gerade, dass ich nicht als Einziger diese Überlegungen anstelle.


    Zusammengefasst steht für mich unterm Strich, dass das oder der Melitherm super funktioniert, es Nachbauten von "H..." und "H-Tau" gibt und vor allem den Vorteil hat, dass ein ganzer Eimer á 20 Kilo reinpasst.... Da ich Hobbocks habe, wäre das dann der genau dafür konzipierte "Megatherm" oder eben vorher fließfähig gemachter Honig (mit meinem selbst gebauten Wärmeschrank oder dem CFM-Deckelwachsschmelzer, der allerdings immer die ganze Bude mitheizt) durch das Spitzsieb...

  • Hast Du (oder jemand anderes) Erfahrung mit dem Teil v Holtermann? Ist der ähnlich gut oder sollte man auf das Original gehen. Ich werde die Tage wohl auch sowas benötigen!

    Ja habe ich, irgendwann war das Thermostat kaputt, aber aus China gab es ein neues, 2 Stück daran helfen braune Flecken auf dem Seihtuch zu verhindern. Habe damit schon viel Honig verflüssigt.

    Bis bald

    Marcus

    40 Wirtschaftsvölker auf DN 1,5, 8 Miniplus, 20 Ableger Dadant, Zander und DN, Waage 401

  • ich habe auch das Spitzsieb mit der Kegelheizung, aber die offene Holzkonstruktion hat schon mein Vater beim Kauf im Geschäft gelassen. Ich kann dem wackligen Dreibein auch nichts abgewinnen und mich stört die offene Kostruktion.

    Ich habe es im 50kg Abfüller, wurde bisher nur beim Raps-Schleudern verwendet.

    Statt der Holz-Blech-Konstruktion würde ich es vom Abfüller dann in die Schleuder laufen lassen, da hat man einen geschlossenen Raum - Lüfter und Klimagerät kann man da einbauen/unterbauen bzw. andocken.

    Für die Arbeitshöhe entweder Hubtisch oder kleine Treppe, wenn man "kleine " Honigeimer hat- ich habe dies Jahr fast alles in 20-30kg-Eimern abgefüllt.

  • Bei mir ist es jetzt das Spitzsieb geworden, am "H-Tau" störte mich etwas, dass ich nicht ganz nachvollziehen kann, wie das Sieb im Boden abgedichtet ist... Und da ich selbst die flachen Heizspiralen nicht zu vernünftigen Preisen bekomme, war es einfach. 33er Durchmesser, weil ich die Spitzsiebe schon habe und günstig nachbekomme - und ich mich frage, wie haltbar die 45er ohne Blechkonus wohl wären, schon die 33er werden da manchmal ganz schön "ballonig".


    Ob ich auf Dauer mit dem Dreibein arbeite oder mir da mal was baue, was auf Eimern, Hobbocks oder anderen Außenhüllen basiert, sehe ich dann, wenn es bei mir arbeitet. Oder ob es irgend wann doch ein Melitherm wird, wo ich den Klumpen einfach auf das passend abgedichtete Sieb legen kann... Kann auch sein, dass es dann auch der MegaTherm wird, wenn ich mal so weit bin.

    Ja habe ich, irgendwann war das Thermostat kaputt, aber aus China gab es ein neues,

    Hallo Marcus,

    das war dann ein Thermostat mit angeschlossener Steckdose? Oder wie nimmt das Einfluss auf die Heizleistung?

    Ich mag nicht ohne Bienen...

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  • Hallo Ralph,


    Edelstahl ?

    In das Gestell sind 3 Metallbleche eingelegt: Ein kleines aus Edelstahl, auf das der geschmolzene Honig tropft und das den Honig verteilt. Von dort aus läuft der Honig auf ein breites Edelstahlblech (Dicke 1mm), und von dort über die Schräge in den untergestellten Hobbock. Unter dem großen Edelstahlblech befindet sich ein 3mm dickes Alublech, das der Wärmeableitung dient. Um zwischen dem Edelstahlblech und dem Alublech den Wärmekontakt herzustellen, wird das Alublech mit etwas Wasser besprüht und dann das Edelstahlblech aufgelegt.


    Die von Dir verwendeten "Edelstahlbleche" sind auch aus lebensmittelgeeignetem Edelstahl ?


    Die "Edelstahlbleche" am Rand meines beruflichen Lebens sind dies nämlich nicht ....

    ... dafür sind sie besser formbar, hitzebetändiger u.a. ... aber halt nicht fürs Essen geeignet, insb. nicht für säurehaltige (Blütenhonig Ph-Wert: 3,5-4,5).


    GdBK

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

  • Vielen Dank für den Hinweis, den habe ich garnicht beachtet.

    Der Stahl hat die Bezeichnung 1.4301, Güte 18/10. Laut Edelstahl-Lexikon ist dieser Stahl für den Haushalts- und Lebensmittelbereich empfohlen. Da habe ich wohl einfach Glück gehabt.

    Gruß Ralph

  • Hallo.

    Ich hatte vor mit dem Melitherm zu kaufen, eine kleine Selbstwendeschleuder und fand die Idee mit einer Stockwaage mit GSM Modul cool. Jetzt ist mein Auto kaputt gegangen und ich habe mir bei Swienty nur das api Therma 45 mit Spitzsieb im Bundle geholt, was unter der Hälfte des Melitherm liegt. Meine 100 kg ankristallisierten Honig habe ich an 2Abenden weg und es gefällt mir sehr gut.

    Wollte es dann beim Schleudern zum Feinsieben einsetzen, mal sehen.

    So bin ich sehr zufrieden!

    LG Rudi