Melitherm vs. Heizspirale im Spitzsieb

  • Hallöle, ich möchte mich der Diskussion anschließen. Ich habe Holtermann-Eimer und ca. 22 kg eingefüllt. Und einen ApiNord-Abfüller 35 kg. Honig habe ich beim Schleudern bereits 4x gesiebt und gerührt, muss also beim Abfüllen nicht mehr sieben. Bis dato schmelze ich die Honige im Wasserbad, dauert ewig, musste aufpassen dass der Eimer nicht anschmilzt/durchschmilzt, außen ist der HOnig schnell flüssig, innen noch hart. Bisher rühre ich dann einmal kräftig nach. Nervt aber und dauert lange, mehr als 2-3 Eimer am Tag schaffe ich nicht.

    Nun ist mir Melitherm zu teuer und vor allem der Reinigungsaufwand.

    Habe gerade mit Holtermann telefoniert und bin zusammen die Idee durchgegangen;

    -ich kaufe mir einen größeren Abfüller (50 kg)

    -ich kaufe mir entweder einen Abfüllturbo oder eine Wärmeschlange(kostet nahezu gleich)

    Arbeitsablauf dann;

    Ich schmelze den Honig im PVC-Eimer nur kurz im Wasserbad an, kippe ihn dann i.d. 50 kg Abfüller(mit Schmackes und Wums), i.d. kleinen würde ich mich nicht trauen, der ist im Durchmesser m.E. zu klein.

    Unter den 50kg-Abfüller setze ich den Abfüllturbo oder außen rum die Wärmeschlange, schalte ein.

    Ich öffne den Hahn und lasse den Honig vom 50'er in den 35èr laufen.

    Will ich mehr als 35 kg schmelzen kann ich auch nen Eimer unter den 50'er stellen.


    Kosten in dem Fall ca. 330 €.


    Meint ihr das kann klappen? Was ist besser Schlange oder Turbo? Ich habe noch Sorge davor, dass der noch feste Honigklumpen den Ausgang blockiert oder dort auch mittelgroße Honigklumpen gerade so durchrutschen. Holtermann sieht keine Bedenken..

    Freue mich auf eure Meinung

    Jörn

  • Hallo, dann hast du wieder was suboptimales. Ich befürchte, dass auch ungeschmolzene Grobe Kristalle mit rausfließen, weil ja das Seihtuch fehlt. Der Reinigungsaufwand ist nicht so groß, wie man sich das vorstellt.

    Bis bald

    Marcus

    40 Wirtschaftsvölker auf DN 1,5, 8 Miniplus, 20 Ableger Dadant, Zander und DN, Waage 401

  • Melitherm. Wir schon Gründe haben, das den so viele benutzen. Reinigen geht fix, das wäre kein Gegenargument.


    Aber gerührt und super sauber in Eimer abfüllen und dann wieder ganz auftauen ist..... - da wär noch Luft beim Arbeitsablauf ;)

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Unter den 50kg-Abfüller setze ich den Abfüllturbo oder außen rum die Wärmeschlange, schalte ein.

    Ich hab auch irgendwo noch so einen Abfüllturbo rumliegen. Zum leicht erwärmen beim Abfüllen funktioniert der gerade eben, aber flüssig bekommst du den Honig damit nicht.

    Zu wenig Leistung bei zu viel Abstand zum Honig.


    Gönn dir den Melitherm, der macht vieles einfacher, besser und sauberer als das ganze Gepansche.

  • Ohne Seihtuch kein kristallfreier Honig.

    Zum cremig rühren mit tollem, wiederholbarem Ergebnis eine Grundvoraussetzung.

    Spülen ist auch kein Gegenargument. Den Melitherm (oder vergleichbares Produkt) in einen 30 Liter Hobbok stellen und halbvoll kaltes Wasser machen. Ein paar Stunden stehen lassen, abschütten, abbrausen, fertig.

    Man kann ohne Bienen leben, aber wie halt.

  • So, nachdem ich jetzt ein paar Hobbocks verflüssigt habe, bin ich immer noch recht zufrieden mit dem Spitzsieb. Aber es gibt auch Punkte, die ich nicht ganz so gut finde:

    1. Der Verbrauch an Sieben: Mittlerweile sind schon zwie Siebe hin. Da liesse sich sicher etwas verbessern, wenn zum Beispiel der Kegel etwas steiler geschnitten wäre. So weitet er das Spitzsieb unten zu sehr, während er oben los herum wandert
    2. Der Rest im „Zipfel“: es bleibt, da natürlich weder die Heizspirale noch der Edelstahlkegel bis in die Siebspitze reichen, unten immer ein 250-gr-Glas Hong in Form von nicht erwärmten Kristallen zurück, die sich auch nur schlecht vom Kegel entfernen lassen
    3. Das „Wackelige“: Dreibein + Edelstahlkegel + eingehängte Heizspirale = ziemlich kopflastige Apparatur
    4. Der erste Viertelbogen des Spirale wird so heiss und liegt oft oberhalb des Honigs so das da Zuckerreste auch mal karamellisiert werde.

    Mal sehen, was sich da verbessern lässt, zum Beispiel mit einem Stativ für die Spirale oder vielleicht einem besser zu den Sieben passendem Kegel.

    Was davon auch beim Melitherm zutrifft (zum Beispiel Honigkristalle am Rand und im Seihsack kann ich nicht abschätzen. Auf jeden Fall ist es sicher eine standsichere Konstruktion, die keine Spitzsiebe „verbraucht“...

  • 25 KG Eimer mit Quetschhahn. Das Sieb passt perfekt drauf. Steht wie eine eins.

    Danke für den Tipp! DAS ist genau die Eimergröße, die ich noch nicht habe.

    Aber an so etwas hatte ich auch mal gedacht, es aber wieder aus den Augen verloren. Hobock mit Loch im Deckel gibt es schon, 25-Liter-Eimer ohne Boden und es läuft senkrecht ab...

  • Hänge mich hier mal ran, scheint mir nach kurzer Suche der passendste Thread zu sein.


    Habe nun das erste mal eine Spitzsiebheizung zum Auftauen genutzt, leider nur mir mäßigem Ergebnis. Die Heizspirale verflüssigt den Honig recht zügig, aber der läuft dann nur langsam durch das Spitzsieb. Ich habe den Eindruck, dass ich zwischen Spitzsieb und Schutzkegel eine Schicht noch sehr zähflüssigen Honigs befindet, der das Sieb quasi abdichtet und nur wenig durchlässt. In der Heizspirale ist der Honig hingegen schnell flüssig. Nun dümpelt der flüssige Honig in der Heizspirale vor sich hin, kann aber nicht bzw. nur sehr langsam abfließen. Ich habe nun vermeintlich die Wahl entweder Wärmeschäden in Kauf zu nehmen oder keine vollständige Verflüssigung zu erreichen.


    Da ich das nun aber das erste Mal in deisem Setup laufen lasse, ist es erstmal naheliegend, dass es hier ein paar Tricks und Kniffe gibt, die ich nicht kenne und mit denen alles wie gewollt funktioniert. Kann mir jemand auf die Sprünge helfen? So sieht es übrigens aus: Api Nord Honig Therme

  • Hallo Llecter,

    liegt denn das Lochblech direkt am Spitzsieb an, oder hat das noch Luft, bzw. Honig dazwischen?

    Wie ist der Honig? Sind dort "nur" Kristalle zum Auftauen da, oder auch noch Wachspartikel, weil vielleicht beim Schleudern erstmal nur grob gesiebt wurde?

    Wie hoch ist die Temperatur eingestellt und welche Honigsorte soll durchs Sieb?


    Grüße

    Peter

    Man kann ohne Bienen leben, aber wie halt.

  • einige Spitzsiebe haben eine Zipfelschnur mit Ring, um die Spitze hochziehen zu können, wenn der untere Teil verstopft ist. Die Schnur wird am Haltegriff vom 50kg-Abfüller gesichert oder mit einem Haken von der Decke verbunden. Die Feinsiebe hängen bei uns immer im Abfüller bzw Lunzer, damit keine Insekten oder Staub ran kommen.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von bienenfred ()

  • Danke euch für die Rückmeldungen. Es handelt sich um Blütenhonig aus der Frühtracht, der bereits fein gesiebt war und im Hobock auskristallisert war, das auch schon recht fein. Das Lochblech liegt nicht überall dicht am Spitzsieb an, da der Heizkörper der Heizung etwas Ungleichgewicht rein bringt. Sieb und Heizung wurden zueinander pasend im Set erworben.


    Überall dort wo es nicht dicht anliegt (sicher 2/3 der Fläche) scheint sich aufgrund mangelnder Wärmeübertragung eine Schicht halbfester Honig zu halten, der die Siebpassage des flüssigen Honigs verhindert. Die Temperatur hatte ich zunächst auf 55°C, als ich gesehen habe dass der flüssige Honigsee in der Mitte auch nach einiger Zeit kaum abfliesst habe ich auf 40°C reduziert um Wärmeschäden zu vermeiden. Habe zunächst nur mit einer kleinen Menge getestet.


    Das Lochblech geht auch nicht ganz auf den Grund des Spitzsiebes. Der Tipp von bienenfred mit dem festbinden des Zipfels kann da schon helfen, dass sich dort kein fester Honig hält.

  • Ich stütze die Heizspirale, damit der Kegel besser mittig bleibt. Oder rühre beim dritten Hobbock auch mal mit so einem langen schlanken IKEA-Pfannenwender außen zwischen Kegel und Sieb entlang.

    Dann würde ich nicht mit „kleinen Mengen“ testen und mit höherer Temperatur. Immer wenn es mal stockt, braucht es ganz schön, bis der Hong flüssig wird...wie ganz am Anfang, bis alles gut durchgewärmt ist. Darin sehe ich auch einen Nachteil gegenüber dem Melitherm, an manchen Stellen - insbesondere oben - wird die Spirale ganz schön heiß. Ich denke, das KÖNNTE beim Melitherm besser gehen.