Beste Methode zum Befüllen von Futtertaschen

  • Hallo zusammen,


    eine kurze Frage zu den optimalen Arbeitsabläufen:


    Habe meine Bienen mittels Futtertasche aufgefüttert. Wie ist das Nachfüllen "ergonomisch" am sinnvollsten:


    - Futtertasche aus der Beute herausnehmen, außerhalb befüllen und dann wieder einhängen? Aufgrund des Gewichts der befüllten Futtertasche und der Enge in der Zarge ist das etwas fummelig bzw. meine Futtertasche aus Kunststoff weitet sich bei starker Befüllung, so dass sie nicht so ganz leicht zwischen Rähmchen und Beutenwand rutscht. Und ich will ja auch nicht hunderte Bienen von der Beutenwand bzw. dem Nachbarrähmchen "abrasieren" und kann die Tasche deshalb nicht einfach in die Zarge reinfallen lassen


    - Deckel der Futtertasche abnehmen und die Futtertasche eingehängt in der Zarge befüllen? In diesem Fall haben sich die Bienen zuletzt fast wie die Lemminge in das steigende Zuckerwasser bzw. in die Öffnung des Kanisters, mit dem ich Befülle, gestürzt und sind dabei ertrunken. Zudem laufen dann bereits viele Bienen in die Futtertasche hinein, bevor ich den Deckel mit den eingebauten Aufstieghilfen wieder aufsetzen kann. Die sind dann erstmal für längere Zeit gefangen, bis der Pegel soweit abgesunken ist, dass sie wieder an die Aufstieghilfen herankönnen


    Weiterhin sitzen in und auf der Futtertasche hunderte Bienen, welche vor der Befüllung immer entfernt werden müssen. Abschütteln/feste drauf klopfen löst die Bienen, aber insbesondere die Bienen, die in der Tasche sitzen (unter dem Deckel mit der Aufstieghilfe) mögen das gar nicht und haben bei der letzten Fütterung vor ein paar Tagen dann nahezu komplett auf Angriff geschaltet. Gibt es da einen Trick, wie man die Futtertasche möglichst schonend leer bekommt?


    Hilft zwar für diese (jetzt abgeschlossene) Einfütterungsphase nicht mehr, aber wäre für nächstes Jahr für ein paar Tricks dankbar. (Vermutlich nehme ich dann aber am besten eine spezielle Futterzarge)

  • Ich hatte die selben Probleme auch und bekam sie nicht gelöst. Deshalb habe ich jetzt überall futterzargen. Viel besser.

    Imker seit Februar 2020
    12er DNM im Warmbau, ab 2021 10er DD

  • Hi,

    benutze seit Jahren nur noch Futtertaschen.

    Ich lass die das ganze Jahr drinnen.

    Beim ersten Füttern in der Saison nehm ich einfach abgerissene Graßbüschel und stopfe die als Schwimmhilfe hinein. Mit der Zeit verbauen die Bienen die Futtertaschen innen, so dass sie nicht mehr ertrinken.

    Als elegant hat sich erwiesen, auf die Oberträger der Rähmchen eine Folie zu belassen. Und zwar nicht die feste, starre von Holt...., sondern eine flexible. Dann kannst beim Nachfüttern diese so leicht umschlagen, dass nur die Futtertasche frei ist. Kein Eingriff "ins" Volk notwendig, weniger Auffliegen und Stress.

    Ich hoffe, ich konnte Dir damit ein wenig weiterhelfen.


    Gruß

    Butsche

  • Hallo,

    ich habe so 4L Plastik Futtertröge mit mitteldom. Die lassen sich nach Gebrauch platzsparend ineinanderstapeln.

    Die Futterzargen finde ich brauchen zu viel Platz wenn sie nicht benötigt werden, und der Raum wo das Futter reinkommt muss auch noch gestrichen werden. Aber vielleicht kann man die Futterzarge auch als Deckel im Winter benutzen. Was sagen die Profis.


    Einige haben auch Adam Fütterer die sie Ganzjährig als Deckel benutzen und im Winter Dämmung einlegen, wenn ich das richtig verstanden habe mit der Dämmung. Hierzu wäre ich mal an Fotos interessiert.


    Das befüllen der Fütterer kann zum Beispiel mit sogenannten Heizölkannen (neu) erfolgen.


    Gruß Christian

  • Meine Futtertaschen sind oben offen und haben als Schwimmhilfe nur raue Wände. Die sind aber auch nur eine Wabe breit. Wir haben das am Ende so gemacht, dass die Tasche ganz am Ende der Beute hing. Dann haben wir zum füttern den Deckel nur so weit geschoben, dass die Tasche gerade so frei war. Dann kam ein Trichter rein und wir haben ganz langsam geschüttet, so dass die Bienen Zeit hatten darauf zu reagieren. Wirklich cool war es trotzdem nicht.
    jetzt machen wir einfach den Deckel runter und kippen oben in die futterzarge. Geht viel schneller, ohne stechen oder Aufregung, weder bei uns noch bei den Bienen.


    es gibt aber Imker die schwören auf die Taschen, ich weiß nur noch nicht warum.

    Imker seit Februar 2020
    12er DNM im Warmbau, ab 2021 10er DD

  • Offene Futtertaschen und als Aufstiegshilfe ein zur Schlaufe gelegtes Stück Plastikgitter. Auf dem Foto zwecks besserer Sichtbarkeit noch ein dunkles, inzwischen nehme ich dafür weißes Propolisgitter.

    In der Futtertasche verbliebene lebende Bienen schwimmen auf dem neuen Sirup auf und kommen problemlos raus. Falls tote Bienen drin sind, kippe ich sie vorher aus. Wie schon sehr oft gesagt: Viele tote Bienen in der Futtertasche deuten auf generelle Probleme hin.

    Die Taschen und die Gitter laufen bei Bedarf einmal mit durch die Spülmaschine.

    Die großen Futtertaschen fassen 6 Liter und lassen sich bei Nichtgebrauch gut ineinandergesteckt wegräumen.


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    Grüße von Kikibee, die keine Futterzargen haben möchte.

    Coronataugliches Freiluft-Imkerforumstreffen am 3.-5.9.2021 an der Lahn.

  • Füttern mit Futtertaschen erfolgt halt ganz unbemerkt für andere Völker am Stand. Vorteilhaft ist, wenn man Platz in den Kisten hat, wie z.B. in 12er DD. Dort füttere ich gern mit FTen. Als Schwimmhilfe dienen Korken, halbiert oder nicht auf denen die Bienen den Sirup aufnehmen können.


    Zum Nachfüllen nehme ich die FTen raus, drehe sie um, so dass die Korken rausfallen - mit ansitzenden Bienen und klopfe zwei bis drei mal die restlichen Bienen aus der FT. Das geht mglw. nur mit einer sanftmütigen Biene; ich hatte keine Probleme damit. Aufgefüllt wird ausschließlich im bienenleeren Zustand, damit keine Bienen ertrinken. Das Wiedereinhängen der gefüllten FT ist nie ein Problem gewesen- man muss halt Platz in der Kiste haben...

  • Ich bin vom Adam Fütterer auf Mannlake FT umgestiegen, mich hat es immer genervt das der ganze Futtertrog voller Bienen ist. Die FT sind zwar etwas teurer in der Anschaffung, aber absolut ihren Preis wert!

  • Hallo, ich hatte auch Ein-Waben-Briet Futtertaschen, befüllt habe ich die am bestem langsam mit der Gießkanne, eine neuen Ölkanne ist besser, da der Hals da schon nach unten gekrümmt ist. Gibt es online und im Baumarkt neben den Kaminen. Als Schwimmhilfe halbierte Korken oder die Kappen von PET-Flaschen. Bienen waren immer in Massen drinnen, wenen sie gut abgenommen haben oder eben tote. Mit dem langsam steigenden Pegel wanderten die auch noch oben, ich habe halt darauf geachtet, mit dem Strahl möglichst wenige unterzutauchen, daher und wegen dem Zielen lieber nicht aus dem Kanister!!! Ausklopfen und mit der Tasche hantieren fand ich immer unbefriedigned, außerdem sind die aus Kunststoff gerne mal kaputt gegangen - besonders üübel, wenn voller Sirup die Ohren brachen...

    es gibt aber Imker die schwören auf die Taschen, ich weiß nur noch nicht warum.

    Ich auch nicht!

    wenn einmal ausgelaufene Futterzargen (nicht Nicot) miterlebt hast, weißt Du warum:)

    Mir sind immer nur die Taschen ausgelaufen oder beim Füllen mit dem Kanister ist es drüber hinaus geschossen... Futterzarge Nicot läuft nur was raus, wenn man sie überfült - das passiert gerne mal, wen die Beute schräg steht!

    Hilft zwar für diese (jetzt abgeschlossene) Einfütterungsphase nicht mehr, aber wäre für nächstes Jahr für ein paar Tricks dankbar. (Vermutlich nehme ich dann aber am besten eine spezielle Futterzarge)

    DAS habe ich gemacht, Taschen aus Plastik gingen zu schnell kaputt und waren daher auch nicht mehr günstig. Au0ßerdem brauchen sie Platz in der Beute (ganz besonders bei Einzargern!) und müssen rein und raus und das Füllen... Habe Nicot-Futterzergen in größerer Menge direkt in Frankreich bestellt (an die "Cabochons 2x pro Boden denken!) - und ich füttere in weniger Zeit viel mehr Völker auf und das ganz ohne auffliegende Bienen.

  • Hallo, ich hatte auch Ein-Waben-Briet Futtertaschen, befüllt habe ich die am bestem langsam mit der Gießkanne, eine neuen Ölkanne ist außerdem sind die aus Kunststoff gerne mal kaputt gegangen - besonders üübel, wenn voller Sirup die Ohren brachen...


    Mir sind immer nur die Taschen ausgelaufen oder beim Füllen mit dem Kanister ist es drüber hinaus geschossen...


    DAS habe ich gemacht, Taschen aus Plastik gingen zu schnell kaputt und waren daher auch nicht mehr günstig.

    Was macht Ihr mit dem Zeug? Fußball spielen? Den Sommer über in der prallen Sonne offen liegen lassen? Aus 5 m Entfernung mit offenen Kanistern bewerfen?

    Ich habe meine Taschen in verschiedensten Formaten teilweise seit 2014 und bei mir ist noch nichts kaputt gegangen. Befüllen per Kanister geht auch mit einer Wabenbreite gut, solange man parallel zur Wabentasche schüttet.

    Coronataugliches Freiluft-Imkerforumstreffen am 3.-5.9.2021 an der Lahn.

  • HaroldBerlin,

    wie können den die Kunststoffuttertaschen auslaufen:?:


    Außerdem schrieb ich doch, dass sie ganzjährig drinnbleiben.

    Auch bei Einzargern kein Problem wegen Platzmangel. Das wurde aber schon an anderer Stelle genügend diskutiert. Z.B. Zellmaß 5,1 und schon reichen die restlichen Waben aus.

    Nicot müssen im Lot stehen, sonst sammelt sich das Futter in der Ecke und vergammelt.

    Zumindest war das bei mir so, da ich Futter mit Biozucker selber anmische.


    Zeitmäßig auch kein Problem. Pro Fütterung ca. 2-2,5kg in die Futtertasche. Kombiniert mit z.B. Varroakontrolle, Behandlung, allgemeine Kontrollen....

    Wenns daran hapert, dann 15kg Block Apifonda, Leerzarge und gut ist.

    Gruß

    Butsche