Honig-Event auf eigenem Grundstück zu Corona-Zeiten

  • Hallo miteinander,


    ich überlege, ob ich für die Nachbarschaft einen kleinen Honigevent (Verkostung und Verkauf) auf dem eigenen Grundstück bzw. an der Grundstücksgrenze zur Spielstraße hin veranstalte. Vielleicht zu Erntedank oder an einem Wochenende in den Herbstferien.


    Was muss ich dabei als Hobbyimkerin ohne angemeldetes Gewerbe beachten?

    a) hinsichtlich rechtlicher Vorschriften? Was könnte da für mich relevant sein? Wonach muss ich mich erkundigen?

    b) hinsichtlich Corona?


    Vielen Dank schon mal,

    Kikibee

    Nächstes Imkerforumstreffen am 26-28.3.2021 im Jagdhof Kleinheiligkreuz bei Fulda!

  • Mit eigenem Honig bist Du eh nicht gewerblich. Von daher kannst Du da Honig verkaufen, wie Du lustig bist. Eigener Grund, da brauchst Du auch keine Erlaubnis. Ruhezeiten wirst Du kaum überschreiten, um acht isses eh dunkel. Zu Corona kann ich nix sagen, die Regeln werden zudem ja überall anders ausgelegt.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Hallo Kikibee,

    das Etikett muß stimmen- unabhägig zu Corona und am Stand den Mindestabstand einhalten. Da kaum 50 Leute auf einmal da sind, sollte das auch unproblematisch sein. Und mit dem angesprochenen Abstandhalten bist Du auf der sicheren Seite. Ich würde Dir, nur für den Tag, zu einem "Schmankerl" raten, z.B. Wunschetiketten direkt mit Namen ausgedruckt voort un/oder kleine Probiergläser zum Mitnehmen. Das finden die Leute toll und haben Dich dann gleich im Kopf, wenn sie an Honig denken. LG und viel Erfolg Rudi

  • Hast Du schon einmal in die Corona Schutzverordnung deines Bundelandes geschaut?

    Ich muss Schilder aufstellen, die auf das Abstandsgebot hinweisen, und selber einen Mundschutz tragen.


    Ist Verkosten am Verkaufstisch ein Verzehr vor Ort? Dann bräuchte ich eine Adressliste. Oder gilt das nur, wenn man sich zum Essen an einem Tisch niederlässt? Ich tendiere zu letzterer Auslegung.

    Nächstes Imkerforumstreffen am 26-28.3.2021 im Jagdhof Kleinheiligkreuz bei Fulda!

  • Ich würde Dir, nur für den Tag, zu einem "Schmankerl" raten, z.B. Wunschetiketten direkt mit Namen ausgedruckt voort un/oder kleine Probiergläser zum Mitnehmen.

    Das mit den Etiketten ist eine schöne Idee!

    Probiergläser sollte es sowieso geben. Jedes Kind soll sich eines abholen dürfen. Dazu dann ein buntes Etikett mit dem eigenen Namen... perfekt. Ich will sie doch mit meinem Kinderhonig (Raps mit Obstblüte) anfüttern. 8)

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  • Hast Du schon einmal in die Corona Schutzverordnung deines Bundelandes geschaut?

    Ich muss Schilder aufstellen, die auf das Abstandsgebot hinweisen, und selber einen Mundschutz tragen.


    Ist Verkosten am Verkaufstisch ein Verzehr vor Ort? Dann bräuchte ich eine Adressliste. Oder gilt das nur, wenn man sich zum Essen an einem Tisch niederlässt? Ich tendiere zu letzterer Auslegung.

    Aber das wär´ doch voll cool: Dann hast du gleich jede Menge Adressen! ;-)

  • Stimmt schon, die Gesundheitsämter sind überlastet, wende Dich lieber an die Imkergemeinde.

    Weil es überall etwas anders ist und natürlich auch Versammlungen auf eigenen Grund unterschiedlich begrenzt sind, auch Verkaufsveranstaltungen, Events, Demos, egal wie Du es nennen willst bis zu Familienfeiern, ist es vielleicht doch keine so schlechte Idee, beim zuständigen Gesundheitsamt nachzufragen.

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Corona und Hygiene ist das eine, das andere sind Vorschriften zum Verkauf von eigenen Produkten auf dem eigenen Grundstück.

    Wenn ich Rase richtig verstehe, betrifft mich in dieser Hinsicht nichts, weil ich erstens ein eigenes Erzeugnis, zweitens auf eigenem Grund, drittens unter Wahrung der allgemeinen Rücksichtnahme (Lärm etc), viertens selber und ohne Angestellte, fünftens als Hobbyist und sechstens nicht regelmäßig in Form einer Verkaufsveranstaltung verkaufen möchte. D.h. ich könnte das auch an einem Sonntag machen?

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  • ...kennst Du niemand, der beim Ordnungsamt arbeitet? So könntest Du ohne schlafende Hunde zu wecken, auf dem kleinen Dienstweg erfahren, wie das derzeit bei Vereinen oder so gehandhabt wird.


    In einem südhessischen Ort darf die Kita zwar mit den Kindern Martinsmänner und Laternenumzug mit Gesang machen, die Eltern sind aber außen vor. Die werden vor dem Tor Punsch etc für die Erwachsenen machen. Das sei privat und ginge....sofern man sich an den Abstand hält...


    Bekloppt alles.

    LG Jule

    Begeisterung ist der Schlüssel zum Tor der ungeahnten Möglichkeiten.

  • Hast Du schon einmal in die Corona Schutzverordnung deines Bundelandes geschaut?

    Ich muss Schilder aufstellen, die auf das Abstandsgebot hinweisen, und selber einen Mundschutz tragen.


    Ist Verkosten am Verkaufstisch ein Verzehr vor Ort? Dann bräuchte ich eine Adressliste. Oder gilt das nur, wenn man sich zum Essen an einem Tisch niederlässt? Ich tendiere zu letzterer Auslegung.

    Hallo Kiki,

    beim Verkosten ist es in der Regel so, dass die die essen, sich setzen müssen, dann darf die Maske runter. Natürlich mit genug Abstand, außer es ist der Haushaltspartner. Wie oben schon genannt, die Adresslisten und eine Möglichkeit zum Hände waschen und desinfizieren.

    Ab wieviel Leuten bei Dir sich jemand dafür interessiert, das musst Du zur Not im Amt erfragen oder einfach riskieren. Aus dem Bauch raus würde ich um die 20 Personen über den Tag als Privatsache -party sehen. Ab 30 Leuten wird es vermutlich den Rahmen familiär sprengen. Ab 50 wird es unauffällig nicht mehr gehen.

    Viel Erfolg

    Peter

    Man kann ohne Bienen leben, aber wie halt.

  • Ich würde eine Trennung zwischen Besuchern und Honigausgabe schaffen. Tisch(e) und weitere Abtrennung. Idealerweise mit aufgehängter oder aufgestellter Plexiglasscheibe. Probiereinheiten selber portionieren und nur so auf die Besucherseite geben.

    Benutzte Löffel oder ähnliches in ein so großes Gefäß geben lassen, dass man sie ohne Umstülpen nicht wieder raus bekommt. Auf Abstand hinweisen und Desinfektionsmittel bereitstellen.

    Das sollte schon auf eigenem Grundstück bei Honigverkauf reichen.

    Trotzdem würde ich das Vorhaben kurz dem Ordnungsamt so vorstellen. Da muss nur ein unangenehmer Vogel sitzen oder von einem Neider aufgestachelt werden und du hast vermeidbaren Ärger. Verbesserungen können dann noch umgesetzt werden und du bist auf der sicheren Seite. Viele Anweisungen sind Auslegungssache.

    Lass dir das Konzept schriftlich absegnen.

  • Nee, ich will da ja gar nicht sowas Großes draus machen. Dafür bräuchte ich wirklich Genehmigungen. Verkaufstisch, ggf. Scheibe, Probieren, Gläschen an Kinder verteilen, Verkaufen, fertig. Evtl. kurzfristige Schaukastenbesetzung. Keine Kinderbelustigungsaktionen, keinen Tische zum Hinsetzen. Mir geht es darum, in der Nachbarschaft bekannt zu machen, dass es bei mir Honig zu Kaufen gibt. Bisher habe ich nicht an der Haustür verkauft. Und bisher laufe ich auch vollkommen unter dem Radar sämtlicher Behörden etc. , wobei ich es gerne belassen würde.

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  • Wie lange wohnst du denn schon in der Nachbarschaft? Vielleicht einfach mal ein paar Leute zu Kaffee und Kuchen oder zum Grillen einladen und jedem als Willkommensgeschenk ein Probiergläschen auf den Teller stellen.

    Die Bude einrennen werden sie dir dann anschließend zwar nicht unbedingt, aber es gibt dann bestimmt welche, die immer wieder kommen.