Raps & Pestizide

  • Alles unter der Nachweisgrenze, außer ein Fungizid (CantusGold) geradeso nachweisbar. Alles in allem also völlig sauber. Raps, konventioneller Anbau (das Ereignis deckt sich im übrigen mit meinen Beobachtungen an den Völkern).

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Hallo Ralf, das kenne ich vom eigenen Raps und den eigenen Völkern. Wenn du deine Landwirte jetzt noch bittest statt Cantus Gold evtl Amistar Gold zu spritzen, dann bist du auch bei Boscalid unter der Grenze. So war das bei mir. Seitdem ich das mache bin ich überall drunter. Boscalid ist eben sehr wasserlöslich und geht eben in den Nektar.


    Grüße Simon

  • Irgendwie auch bezeichnend: Viele ellenlange Diskussionen mit viel Meinung und wenig Ahnung zu möglichen Auswirkungen und Rückständen von Pestiziden, grade im Raps. Nur hier mal ganz konkrete Daten eines Forummitglieds und null Reaktion. Danke fürs Teilen rase .

  • Ich war es, ich habe aus eigenen Erfahrungen den Raps gehasst. Im Zusammenspiel mit keiner weiteren Tracht ,einem trockenen Jahr und zu wenig Aktion meinerseits war er für einige meiner Völker schlecht.

    Die Toxidität des Raps selbst ist wohl mit den neuen Vorschriften gesunken. Es kann sich auch mal was ändern.

    Viele liebe Grüße

    Wolfgang

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Wolfgang du bist ein Fan von Superlativen und fröhnst sehr den Überspitzungen und Übertreibungen. Das macht es echt schwer irgend etwas gescheites aus deinen Artikeln zu übernehmen außer Statement ich mag etwas oder ich mag etwas nicht.

    Von Toxizität des Rapses zu sprechen ist allerdings gelinde gesagt vollkommener Schwachsinn und nötigt mich gerade zu dieser eher harschen Äußerung.

    Bitte überdenke doch mal deine Schreibweise und benutze mehr Prosa um deine Gedanken besser verständlich zu äußern oder einfach mal die Finger still halten.


    Liebe Grüße Bernd.

    Pushen wir uns nicht an den Stöckchen dieser Welt, bewegen wir Baumstämme, auf denen wir stehen.

  • Nur hier mal ganz konkrete Daten eines Forummitglieds und null Reaktion.

    Naja, was soll ich reagieren wenn ich Rapshonig schon nicht mag, weil er mir einfach zu pappig süß ist und meine Bienen da eh nicht hinfliegen? Deswegen trauere ich ja dem Frühjahrshonig i.d.R. auch nicht nach, der ist auch oft viel zu süß. Außer dem heuer, der wäre phantastisch gewesen...

    HG

    Monika


    Wir sollten immer daran denken: Im wesentlichen sind unsere Bemühungen auf eine vernünftige, fürsorgliche Pflege beschränkt. (Bruder Adam)

  • Ich bin der Ansicht, oder besser ich war es, daß Raps schädlich ist für meine Bienen. Ich kaufe auch kein Rapsöl und vermeide Butter mit Rapsanteil. Das ist auch schon das eine oder andere Mal in meinen Posts durchgedrungen. Deshalb sag ich meistens nichts, wenn hier das Thema aufkommt. Auch bei den Themen DD, wann muß ich einengen oder wie oft kann ich noch Säuren sprühen.... .

    Also bei Schwachsinnsthemen halte ich mich wirklich zurück, aber hier wurde ich im Post zuvor geradezu dazu aufgefordert. Jedenfalls habe ich das so empfunden.

    Bei uns in Sachsen-Anhalt ist es vielleicht auch nicht ganz so einfach zu Imkern, weil wir mit einer konventionellen Landwirtschaft auf riesigen Parzellen gesegnet sind und, überzeuge Dich auf Maps, kaum noch wilder Bewuchs zugelassen wird. Alles sehr ordentlich, nur kritisch für die Versorgung der Bienenvölker. Die verheerende Trockenheit, die es auch schon vorher gab ist bei uns ebenfalls sehr stark ausgebildet. Wenn ich zwei Wochen nach dem Raps anfangen muß die Völker zu füttern, dann ist das schon extrem.

    Und ja, manchmal übertreibe ich.

    Lange Rede garkein Sinn, mit diesem Post habe ich auf den vorangehenden geantwortet, fühlte mich dazu verpflichtet und ich habe meine durch und durch negative Einstellung zum Raps darin relativiert. Also, was will die Bauernlobby noch von mir, außer, daß ich die Finger still halte. Kikibee hat schon recht, ich langweile mich und unterhalte mich gerne, sorry.

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Nur hier mal ganz konkrete Daten eines Forummitglieds und null Reaktion.

    Was möchtest du hören?

    Ralf hat eine gute Grundlage zum Überlegen eingebracht. Das ist toll. Soll man jetzt sein Büßerhemd anziehen und bekennen gegen den Raps gewettert zu haben?

    Nein. Denn es hat sich durchaus etwas geändert in den letzten Jahren. Wenn man dann solche Untersuchungsergebnisse bekommt, ist das ein Erfolg und nicht zuletzt darauf zuückzuführen, dass eben Menschen und insbesondere Imker gegen den Raps mit seinen Schadstoffgehalten gewettert haben. Es ist noch nicht so ganz lange her, dass noch ganz andere Ergebnisse bei Untersuchungen heraus kamen. Am wichtigsten ist der Sinneswandel, der sich immer mehr vollzieht. Ob zu langsam, passend oder zu schnell, darüber lässt sich dann wieder trefflich streiten. Aber ohne Diskussion hätte sich wohl wenig geändert. Es sind auch noch reichlich Verbesserungen möglich. Da ist noch Luft nach oben.

    Aber ich nehme zufrieden zur Kenntnis: Zumindest die Richtung stimmt.

    Ich suche den Kontakt zu den umliegenden Landwirten. Das ist zu meinem Wohle (insbesondere meiner Bienen) und auch dem der Landwirte. Schön wenn wir weiter kommen.

  • Schon mal ein gutes Ergebnis; denn Fakten sind immer besser als nur Meinungen. Es gilt für eine regionale Situation. Ob und wie man extrapolieren kann, weiß man nicht. Angenommen, man kann es überwiegend, dann ist das doch ein Erfolg für all' die Widerstände gegen immer (Insekten)toxischere Substanzen. Und möglw. Ein status quo, der erhaltenswert ist.


    Übrigens strebt Bayer gerade eine Revision des Urteils des EuGH gg. die Neonicotinoide an...



    https://www.agrarheute.com/pfl…koennte-aufgehoben-573121

  • Laut "Ages" wurden mit "(Monokultur)-Trachten (Mais, Raps, SoBlu, ... ) erhöhte Wintersterblichkeiten festgestellt.

    Was ist mit den Rehen, die viel Raps fressen? 0-Raps, 00-Raps ...


    Wer denkt "allumfassend"? Nicht nur Imkermäßig?

    Ich schaffe das nicht, versuche es aber ...

    Wir reden hier schließlich über die "Grundlage", die Basis der menschichen Existenz.

    Manche glauben es nicht, man kann ohne großen TV oder Auto leben, aber nicht ohne die erschaffene Natur ...

    Soll aber an NIEMAND eine Kritik sein, höchstens zum Denken anregen ...


    Rolf

    Konfuzianer:

    "Man soll ein anständiges Menschenleben führen, aus dem einfachen Grund, weil man ein anständiges Menschenwesen ist."