Franeknbeute

  • Hallo Prinz,


    die Frankenbeute ist eine der teuersten Kunststoffbeuten die es gibt ,dazu kommt noch das es viele unnötige Teile gibt die man gar nicht brauch. Die Beute kostet so um die 99 Euro ,etwas zu teuer für dich sagen ich einfach mal. Ich selbst würde die mir nicht kaufen ,1 weil zu teuer ,2 da man da kaum ein richtiges system auf bauen kann bei dem viel Zubehör.
    Wenn du eine Kunststoffbeute für Dadant such kann ich dir nur die Combibeute vom Warnholz empfehlen . Schau unter der URL unten und geh auf Beuten und dann Combi.
    http://www.warnholz.de/shop/ Ich gebe dir noch den vergleich zur Frankenbeute
    http://www.holtermann.de/bienenkaesten/frankenbeute.htm
    Jetzt kannst du dir ja überlegen was du für einen haben willst. :D


    Gruß Michael2

  • Hallo Wendt!


    Also, da ja hier kaum einer mit der Franken/Holtermannbeute arbeitet mein Erfahrungsbericht:


    Ich bin zu dieser Beute einst gekommen wie die Jungfrau zum Kinde, ein Imker hatte aufgehört und so hatte ich die ersten Beuten. Anschließend habe ich spottbillig nachgekauft (Fast alles von Imkern die die wieder loswerden wollten, könnte einem evtl. zu denken geben) und nun werde ich mit dieser Beute sicherlich bis zum Ende meiner Imkerlaufbahn weitermachen.


    Ich habe immer irgendwie den Eindruck, dass diese Beute bei unserem Trachtangebot mit der Carnica hier genau die zwei DN Rahmen zu groß ist, die den Unterschied zu der Seegeberger ausmacht.
    Da die Beute nicht quadratisch, sondern rechteckig ist, kann das Volk auch keine ideale Brutkugel bilden und die Außenwaben werden (selbst bei starken Völkern) immer vernachlässigt.


    Ich hatte letztens mit jemand gesprochen, der nur noch mit Buckfast imkert und der ist vollkommen begeistert von dieser Beute. Warum liegt auf der Hand: So weit ich weiß ist es die größte Beute auf dem Markt. Die Bienen haben wirklich sehr viel Platz. Nachteile davon: Das Gewicht steigt natürlich entsprechend. Und je schwerer eine Styroporbeute ist, desto eher ist sie natürlich gegen Beschädigungen anfällig. Womit ich übrigens massive Probleme habe sind die kleinen Ameisen, die fressen sich richtige Gänge in die Beute. Das ist aber ein Problem aller Kunststoffbeuten.


    Ein Vorteil fällt mir gerade noch ein: Die Beute wird definitiv besser belüftet als die Seegeberger, weil am Rand immer noch ein bischen Platz ist. Außerdem erleichtert das die Arbeit, weil man alle Waben in der Beute belassen kann und nur schieben muß.


    Michaels Bemerkung, daß man mit dieser Beute kein System aufbauen kann, kann ich nicht nachvollziehen, denn bei mir hats bestens geklappt, aber was solls.
    Wenn ich noch mal beginnen dürfte, würde ich mich aber wahrscheinlich auch nicht noch einmal für diese Beute entscheiden.
    Allein der Wiederverkaufswert ist erheblich niedriger als bei der Seegeberger und wie gesagt: Diese Beute ist nur was für wirklich starke Völker!



    Gruß aus der Heide


    Andreas

  • Hallo Andreas,


    es sollte einem tatsächlich zu denken geben. Oftmals handelt man sich mit diesem ewig gebrauchten Material unbeabsichtig dier Faulbrut und andere schöne Sachen ein. Mei Magazinen geht es noch einigermaßen, weil diese leicht zu reinigen bzw. desinfizieren sind.


    Aber spätestens beim Angebot einer Batterie Freudensteinhinterbahndlungsbeuten sollte man ablehnen und dem Verkäufer nahelegen, diese Kästen zu verbrennen.

  • Hallo Obstbrenner



    Vielen Dank für diesen Erfahrungsbericht, Das Problem mit der Form des Innenteils würde ich nicht haben da ich mit Dadantmaß arbeite.
    Du sagtest das die Zargen dann so schwer würden, das kann ich nicht ganz nachvollziehen sie können ja wohl kaum schwerer werden als meine jetziegen Dadant Holzbeuten.Mich interessiert halt an diesen Beuten die Tatsache das sie nicht verotten und sich so die neuanschaffungskosten in jedem Jahr in grenzen halten.
    Das Problem mit der Größe der Beute werde ich denke ich auch nicht haben da ich die Buckfast halte!!!Und wenn ich richtig informiert bin hat die Frankenbeute ja auch nur 11 Waben im Brutraum, ich habe in meinen jetziegen Kästen sind es 12!

  • Klaus


    Grundsätzlich hast Du natürlich recht, die Beuten waren aber alle in Top Zustand (Und schon gestrichen!!) ich brauchte die also nur noch zu desinfizieren.
    Meinst Du das das denn überhaupt noch ein Thema ist??
    Seit es die Varroa gibt ist die Faulbrut bei uns hier fast verschwunden, weil es die "Honigernter"/ "Bienenquäler"(Imker möchte ich die nicht nennen) schon gar nicht mehr gibt! Da hat die Varroa längst aufgeräumt. (Leider nicht bei den Bienenhaltern, sondern bei den Bienen)
    Es waren doch immer solche Typen wo es schon aus den Beuten stank, und die immer noch nichts gemerkt haben, die die Verbreitung der Faulbrut erst ermöglicht haben.



    @Wendt


    Zu den Zargen: Ich wollte damit nur sagen, das die im Verhältnis zu den Seegebergern schwerer sind. Da habe ich schon viele Klagen drüber gehört!!


    Zum Verrotten/Haltbarkeit: Ich bin der festen Überzeugung, dass eine Holzbeute die Styroporbeute 10x bzgl. der Haltbarkeit schlägt!
    Mach Dir da keine Illusionen, nur weil Styropor nicht verrottet.


    Mein Imkervater hat noch die alten Blätterstöcke aus Holz. Die sind teilweise aus den 50er Jahren und sehen noch top aus, obwohl es mit denen immer lang in den Raps und die Heide geht!


    Wenn ich mir da einige meiner neuen Beuten ansehe: Au weia! Die Falze schon abgebrochen, von Mäusen angenagt, von Ameisen zerbröselt und zerfressen, die Wandergurte haben tiefe Striemen hinterlassen, der Stockmeißel ebenso, selbst Meisen haben Ihre Spuren auf den Böden hinterlassen.
    Ich hatte einmal einen Specht am Stand, der hat die Zargen förmlich zerfetzt! Vorletzten Winter gab es da eine Maus, die hat sich um das Mäuseschutzgitter gar nicht geschert, sondern sich einfach durch den Unterboden genagt usw. usw.


    Leider habe ich (noch) keine Holzbeuten kann also noch keinen höchstpersönlichen Vergleich anstellen, vielleicht ist da aber hier noch jemand anderes der dazu was sagen kann.


    Ansonsten bin ich der Meinung, daß wenn Du mit der Buckfast imkerst (Wo ich auch schon schwer am überlegen bin) und eine Kunststoffbeute suchst, die Holtermannn/Frankenbeute das Beste für Dich ist.



    Viele Grüße


    Andreas

  • Lieber Wendt,
    seit vier Jahren imkere ich mit 15 Völkern in der Franken/Holtermann-Beute. Ich bin ganz zufrieden damit.
    Es stimmt nicht, dass sich damit kein System aufbauen lässt. Es passen sogar Normalmaß und Zander in die gleichen Zargen. Langstroth oder Dadant brauchen eigene Zargen. Allerdings lassen sich die Zargen verschiedener Formate problemlos miteinander kombinieren.
    Keine Zarge hat trotz intensiven Wanderbetriebs bisher ihren Geist aufgegeben. Mit dem Außenformat 57x50 cm passen die Beuten "knirsch" auf Hänger, die in der Regel glatte Meter lang sind. Das erleichtert das Verschnüren ungemein.
    Die Nachteile: Weil sie so groß sind, sind die Zargen nicht sehr handlich. Sie nehmen es übel, wenn sie angestoßen werden. Gleich ist eine Delle drin. Es gibt speziellen Spachtel auf Dispersionsbasis, mit dem die Dellen zugespachtelt werden. Auch das Hebeln selbst mit einem breiten Stockmeiseln hinterlässt an den Ecken mit den Jahren ihre Spuren. Vor einigen Wochen ist mir bei einer stark verkitteten Beute ein acht cm langes Stück des Innenfalzes abgebrochen. Das ist zwar ärgerlich, aber es beeinträchtigt die Funktion nicht.
    Ich habe meine Beuten mit grüner Dispersionsfarbe gestrichen. Nach vier Jahren ist diese an den Deckel etwas abgewittert, so dass nachgestrichen werden muss. Der Deckel isoliert sehr gut. Kissen, Innendeckel und Blechdeckeln wie bei anderen Beuten sind nicht notwendig.
    Die Fluglochkeile sind nach zahlreichen Wanderungen etwas locker im Flugloch. Daher klebe ich sie mit einem Paketband aus Papier vor der Wanderung noch zusätzlich zu.
    Mit dem hohen Wanderboden hatte ich bisher keine Probleme durch Verbrausen. Vor der Wanderung muss aber unbedingt die Windel entfernt werden, weil die Völker sonst durch das große Belüftungsgitter keine Luft bekommen.
    Die Überwinterungsverluste sind nach meinem Eindruck geringer als bei anderen Imkern mit anderen Beuten (was natürlich viele Ursachen haben kann). Mein Eindruck ist aber, dass die Völker in den Frankenbeuten gut für den Winter verpackt sind.
    Wirklich prima ist, dass die Beute leicht ist. So kann ich alleine ohne Probleme Wirtschaftsvölker auf zwei BR und einem leeren HR auf- und abladen und mit einer Karre an den Wanderplatz bringen.
    Insgesamt kann ich die Frankenbeute empfehlen.
    Gruß Marc-W. Kohfink

  • Hallo Andreas,

    Zitat

    Meinst Du das das denn überhaupt noch ein Thema ist??
    Seit es die Varroa gibt ist die Faulbrut bei uns hier fast verschwunden, weil es die "Honigernter"/ "Bienenquäler"(Imker möchte ich die nicht nennen) schon gar nicht mehr gibt! Da hat die Varroa längst aufgeräumt. (Leider nicht bei den Bienenhaltern, sondern bei den Bienen)


    Ich glaube, das ist eine Ursache, wesalb die Faulbrut oft nicht rechtzeitig erkannt wird und sich dadurch ausbreiten kann. Viele Imker denken, dass es sie sowieso nicht trifft.
    Und auch "Honigernter"/"Bienenquäler" wid es wohl weiterhin geben. Imker werden älter, bilden sich nicht weiter und machen alles so, wie es schon früher gemacht wurde. Natürlich nicht alle, aber einige davon wird es immer geben.
    Viele der älteren Imker können sich vielleicht auch aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in dem Mass um ihre Bienen kümmern, wie es notwendig wäre.
    Faulbrut wird immer ein Thema sein, denn es kann jeden treffen!


    Liebe Grüsse
    Gabi