Fluglochverengung mit Holz während AS-Behandlung

  • Hallo liebe Imkercommunity,


    zweiter Anlauf, nachdem der erste Versuch gelöscht wurde.

    Ich habe während der Ameisensäurebehandlung mit dem Nassenheider Professional den Boden immer mit einer Windel geschlossen und das Flugloch bisher immer mit Schaumstoffstreifen um ca. 3/4 eingeengt. Das Flugloch meiner Segeberger Hochböden ist 17mm hoch und das Flugloch kann während einer AS-Behandlung ja "bleiben wie es ist" (Quelle war glaube ich Liebig).


    Für die nächste Saison habe ich mir aus einem passenden Vierkantholzstab Holzstücke in entsprechender Länge abgesägt, sodass das Flugloch dadurch um 1/2 bis 3/4 einengbar ist, weil ich das Flugloch nur noch auf einer Seite und nicht mehr voll geöffnet haben möchte. Meint ihr ich kann die Holzstücke während der AS-Behandlung drin lassen? Vielleicht gibts ja Erfahrungen dazu von den Fluglochkeil-Nutzern.

    Ich weiß halt nicht, inwiefern Schaumstoff ameisensäuredurchlässig ist. Falls das nicht der Fall ist, sollte es ja keinen Unterschied machen, ob Holz oder Schaumstoff im Flugloch steckt.


    Vielleicht gibts ja auch eine ganz andere Alternative zu Schaumstoffstreifen?

    Schaumstoff hat den Nachteil, dass ich jedes Jahr pro Volk einen neuen Streifen brauche.


    Vielen Dank schon mal für Tipps und Ratschläge.

    Imker seit 2005. Ca. 10 Völker auf DNM 1,5 (Segeberger) im schönen Hochsauerland

  • Bei den Beutenböden einer Werkstatt, bei der ich die meisten meiner Beutenteile bestelle, gibt es mit jedem Boden zwei Fluglochkeile (für vorn und hinten - hier wegen der Windel). Auf der einen Seite befindet sich ein kleiner Bogen, groß genug für 7 oder 8 nebeneinander laufende Bienen, wenn dieser Keil nach unten gedreht ist. Nimmt man hier noch eine halbe Pappe von ner aufgebrauchten Toilettenpapierrolle, kann man diese soweit einengen, dass nur noch ein bis zwei Bienen nebeneinander durchlaufen können.

  • Mir geht es darum, ob die Bienen während der AS-Behandlung damit klarkommen, wenn 3/4 des Fluglochs mit Holz quasi dampfdicht gemacht ist. Bei Schaumstoff verkraften sie es, allerdings weiß ich nicht was die Ursache ist. Entweder sie kommen auch mit einem kleinen Flugloch während der Behandlung zurecht, oder AS kann durch den Schaumstoff diffundieren.

    Imker seit 2005. Ca. 10 Völker auf DNM 1,5 (Segeberger) im schönen Hochsauerland

  • Ich habe während der AS-Behandlung das halbe Flugloch offen (etwa 19cmx2cm).

    Wenn ich bei mir das halbe Flugloch offen hätte, wäre das eine Fläche von ca. 20x1,7cm, also in etwa vergleichbar.


    Vielleicht gibts ja diesbezüglich noch weitere Erfahrungen oder Vorgehensweisen ?

    Imker seit 2005. Ca. 10 Völker auf DNM 1,5 (Segeberger) im schönen Hochsauerland

  • Dem muss ich zustimmen, das Flugloch muss deshalb offen bleiben damit eine vernünftige Luftzirkulation beim verdampfen der Ameisensäure erreicht werden kann.

  • Dem muss ich zustimmen, das Flugloch muss deshalb offen bleiben damit eine vernünftige Luftzirkulation beim verdampfen der Ameisensäure erreicht werden kann.

    Also "muss" würde ich nicht sagen. Ich habe wie oben geschrieben immer das Flugloch bei der letzten Ernte mit Schaumstoff eingeengt und mich an den Satz gehalten "das Flugloch kann bei der Behandlung bleiben wie es ist". In meinem Fall bleibt es dann eben eingeengt. Hat bisher immer gut funktioniert.

    Imker seit 2005. Ca. 10 Völker auf DNM 1,5 (Segeberger) im schönen Hochsauerland

  • Ich habe, eher aus Schusseligkeit als aufgrund eines Forscherdrangs, alle Varianten (Schaumstoff, Holz und offen) mehrfach durchprobiert... Ich konnte keinen Unterschied feststellen, weder beim Verhalten der Bienen noch bei der Wirksamkeit der Behandlung.


    Beste Grüße,

    Thanaidh

  • Die Behandlung mit Ameisensäure reagiert mit der Luft. Damit ein reagieren zustande kommt, muss man viele Faktoren beachten. Ein Faktor ist es, um ein gewünschtes Ergebnis zu erreichen, ist es das die Säure mit der Umgebungsluft reagieren kann. Dies kann nur über Luftzufuhr passieren.

    Um zu schauen welches Ergebnis besser ist, im Fall der Fluglochgröße, muss akribisch eine Varroakontrolle vor und nach der Behandlung durchgeführt werden.

    Wie in anderen Beiträgen bereits erwähnt, wird das zu unterschiedlichen Ergebnissen führen. Man sollte auch bedenken das wir es hier mit Lebewesen zu tun haben.

    Die immer wieder unterschiedlich reagieren und nicht in ein starres vorgehen hinnein gedrängt werden wollen.

  • Moin

    Ich nutze ebenfalls den NP und habe mich bisher immer an die Empfehlung gehalten

    "Flugloch ganz offen ". Ich nehme also die (Holz) Keile während der AS Behandlung raus (Segebergerbeute) Probleme mit räuberei gab es nicht.

    VG Martin

  • Die Behandlung mit Ameisensäure reagiert mit der Luft. Damit ein reagieren zustande kommt, muss man viele Faktoren beachten. Ein Faktor ist es, um ein gewünschtes Ergebnis zu erreichen, ist es das die Säure mit der Umgebungsluft reagieren kann. ...

    Kannst Du als Beleg bitte kurz die Reaktionsgleichung einstellen? Welche Reaktion ist erforderlich

    damit die Ameisensäure am Bien wirkt?


    Gruß, Thorsten

  • Moin

    Ich nutze ebenfalls den NP und habe mich bisher immer an die Empfehlung gehalten

    "Flugloch ganz offen ". Ich nehme also die (Holz) Keile während der AS Behandlung raus (Segebergerbeute) Probleme mit räuberei gab es nicht.

    VG Martin

    stammt diese Empfehlung vom Hersteller?

    Imker seit Februar 2020
    12er DNM im Warmbau, ab 2021 10er DD