• Es bezweifelt auch niemand, dass der Anbau von Bioraps grundsätzlich möglich ist

    doch.

    Raps unbehandelt ist ein Totalausfall.

    Unbehandelt und Bio kann, muss aber nicht das gleiche sein. In diesem Faden wäre es aber Haarspalterei und Bio ist erst nachträglich eingebracht worden.

    Die Vorwürfe, dass alle Landwirte keine Ahnung haben und nur aus Lust und Laune spritzen, kritisierst du immer wieder. Die Vorwürfe hat aber hier überhaupt niemand gebracht, oder? Das wird von dir sehr oft unterstellt. Schreibt aber gar keiner.

    Wer sich ernsthaft damit beschäftigt, hat durchaus Verständnis für die Sorgen und Nöte der Landwirte. Es schließt aber nicht aus, dass es noch Verbesserungspotential gibt.

    Das darf man auch Thematisieren.


    Und zu dem Anpflanzversuch muss man schon anmerken, dass es ein Unterschied ist, ob alle in der Gegend vorhandenen Schädlinge sich auf einen Quadratmeter stürzen, oder auf einen Hektar verteilen. So ganz objektiv ist die Versuchsanordnung nicht.

  • Du kannst dich sicher erinnern, dass Dt. mal auch einen „DDR-Teil“ hatte.

    Dort ging’s um Essen.

    Deutet doch irgendwie darauf hin, dass die PSM einen wesentlichen Beitrag zu unserer heutigen "Wohlstandgesellschaft". beigetragen haben. :/

    Die heute übervollen Regale mit dem "Essen", welches das Budget, des Normalverdieners kaum noch wesentlich belastet, lässt halt auch Geld für das "Wirtschaftswachstum" übrig......Seit der Zeit, wo ein Arbeiter für einen Laib Käse einen ganzen Monatslohn ausgeben musste, hat sich einiges verändert.


    In Ländern, wo es nur um das Essen geht, bleibt interessanterweise kaum Geld für Pflanzenschutzmittel übrig.....Eine Schlussfolgerung, ziehe ich dabei jetzt nicht.


    Lg Sulz.

  • Es bezweifelt auch niemand, dass der Anbau von Bioraps grundsätzlich möglich ist

    doch.

    Es ging um reproduzierbar ertragssicher. Und das ist eher.... schwierig. Wenn das Mal klappt und Mal nicht, ist er auf professioneller Basis, wirtschaftlich, unmöglich.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Moin, moin,


    ich gestehe jedem konventionellen Landwirt zu, konventionell zu wirtschaften.

    Was mir zu weit geht, ist die Behauptung, es gehe nur so, und er müsse alles, was er tut, weil es anders nicht gehe. Und wenn dann irrelevante Versuchsanordnungen zur Beweisführung empfohlen werden, dann reagiere ich vielleicht allergisch. Kreuzallergie zu den Schildern, die hier vor einigen Jahren bauernverbandlicherseits an Ackerstellen mit ertränkter Kultur, Kümmerwuchs an Ackereinfahrten oder mit unter den Pflug genommenen ehemaligen Feldwegen aufgestellt wurden, und die Behauptung trugen, so sehe Ökolandbau aus und hier wäre der fehlende Pflanzenschutz die Erklärung. . Ich habe etwas gegen unredliche Argumentation.

    Gruß Clas

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...

  • Ich möchte hier im Forum die Welle sehn wenn einer sagen würde :

    Bioimkerei ist wirtschaftlich für große imker nicht möglich.

    sollen wir das Faß mal aufmachen? Deutschlands größter Imker und die Geschäftsgebaren und Völkerführung? Das ist Bio(Land) und spielt, für mich, als Geschäftsmodell trotzdem in der gleichen Sympathie-Liga wie Tönnies & Co. Billo, billo mit Aushilfen, Praktikanten, Woofern, Zynisch bis der Arzt kommt. Aber Bio. Discounter Bio. Moralische Überlegenheit in der Holzklasse. Budget-Liga.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

    Einmal editiert, zuletzt von rase ()

  • Es ging um reproduzierbar ertragssicher. Und das ist eher.... schwierig. Wenn das Mal klappt und Mal nicht, ist er auf professioneller Basis, wirtschaftlich, unmöglich.

    Moin Ralf,


    nein. Robinienhonig gibt es mal, und mal gibt es ihn nicht. Eine reine Robinienhonigimkerei geht natürlich wirtschaftlich und imkerlich nicht. Das versucht ja auch keiner. Im Landwirtschaftlichen Betrieb ist aber der Raps auch nur ein Bein von mehreren. Schon, weil er in der Fruchtfolge eher weit stehen sollte.

    Dass aber die Ernten der einzelnen Kulturen jahrweise unterschiedlich ausfallen, liegt im Wesen der Landwirtschaft. Im Können des Landwirtes liegt es, diese Schwankungen möglichst auszugleichen, aber es bleibt ein Anbaurisiko, und bei Bioraps ist das nicht klein. Also braucht es Abnahmepreise, die das Anbaurisiko angemessen berücksichtigen.

    Gruß Clas

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...


  • Man nehme einen Topf mit Erde, sät bis zum 1.9 ca 30 Körner / m2 aus. (Feinkrümeliges Saatbeet) und schaut sich die Entwicklung und den Befall mit Schädlingen mal an.

    Da lese ich nichts von Hektarerträgen.

    Moin Llecter,

    das kommt, wenn man nicht den ganzen Beitrag 813 (?) zitiert. Dort steht im letzten Satz, man möge nicht vergessen, den Ertrag auf den Hektar hochzurechnen.


    Gruß Clas

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...

  • Hab heute feststellen müssen ,daß es mehr Spaß macht Rapshonig(auch wenn es nicht wirklich viel ist)abzufüllen als mich über Raps zu streiten .

    Wobei ich allen danke sagen muss die Informationen beigetragen haben .

    Hab echt viel gelernt .