• Nein, einfach ist es nicht!

    Einfach wird es dann, wenn die richtige Technik zum richtigen Zeitpunkt auf dem Acker zum Einsatz kommt.

    Reportertechnik ist in der Erprobung und übernimmt die mech. Unkraut- / Beikrautbekämpfung. Und macht das mit Solarenergie, recht sogar für eine Nachtschicht 😁

    Also keine Angst, das wird schon.

    Für den Übergang genügen die derzeit verfügbaren technischen Möglichkeiten.

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?

  • Guten Morgen,


    ich habe als Jugendlicher Anfang der 80er Jahre dem Landwirtschaftsbetrieb, der die Pferde unseres Vereins hielt, in der Rübenpflege geholfen. Die Pflanzen waren ca. 10cm hoch, wenn sie verzogen werden mussten. Das bedeutete, eine 2 Kilometer lange Reihe, dicht an dicht wachsende, Rüben auf etwa 15cm (?) Abstände zu bringen - ob per Hand gebückt oder per Hacke weiß ich nicht mehr. Einige Zeit später war " rundhacke" dran. Nun wurde das Unkraut per Hacke entfernt.

    Ich erinnere mich nicht mehr, wieviele Reihen wir am Stück machten, aber es war sehr monoton und anstrengend.


    Nix Roboter!


    Naja, die Technik kam dann 10 Jahre später...


    Gruß Bernd

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  • Ich habe bei mir im Garten dieses Jahr mal spaßeshalber 20qm Sommerraps angepflanzt.

    Wollte mal sehen wie sehr sich die Bienen dafür interessieren. Im Flugradius gab es bei mir keinen Raps.


    Kaum waren die ersten Blüten auf, hingen sie voll kleinen schwarzen Käfern die die Blüten völlig platt gemacht haben. Der Raps hat dann im Grunde auch 0 Früchte angesetzt.


    Das wäre für einen Bauern und Imker ein Totalausfall gewesen.

  • ...Sommerraps...


    Kaum waren die ersten Blüten auf, hingen sie voll kleinen schwarzen Käfern die die Blüten völlig platt gemacht haben. Der Raps hat dann im Grunde auch 0 Früchte angesetzt.

    Das ist beim Sommerraps nochmal extremer als beim Winterraps.

    Da der Sommerraps später blüht und sonst (so gut wie) nicht angebaut wird, stürzen sich so ziemlich alle Rapsglanzkäfer der Gemarkung auf das bisschen Sommerraps, sobald der Winterraps abgeblüht ist.

    Hätte sonst selber, trotz schlechterer Erträge, wohl schon Sommerraps angebaut um die Rapstracht zu verlängern, aber gegen den massiven RGK-Befall kann man kaum noch gegen anspritzen...
    Hab die gleiche Erfahrung leider auch schon zwei mal mit Senf auf kleineren Flächen, die ich nur noch für „Bienenfutter“ bestelle gemacht. Wenn man den gleich im Frühjahr sät, dass er in der Trachlücke nach Raps blüht, sind die RGK einfach schneller als die Bienen...

  • Liebe Mit-Imkernde!

    Der Rapsanbau soll wohl auch bei uns in Sachsen-Anhalt zurückgehen. Ob ich das jetzt schlimm finde ist eine andere Frage.

    Die Jahre wenn kein Raps in der Nähe ist, erntest Du vielleicht weniger, aber der Honig hat mehr Aroma.

    Und weniger Pestizide :thumbup:

    ....könnten wir vielleicht wenigstens in einem Raps-Honig-Thread das Miesmachen (Bashing) des Rapshonigs lassen?!?!?!?! Nur mal so, einfach als lustiges Experiment der völlig sinnfreien und unmodernen Toleranz untereinander? Mir ist auch egal, ob er in Holz-, Plastik- oder Titan-Rtenium-Dickblech-Beuten, in Dickwaben, Langstroth-, Halbrähmchen, Naturbau- oder auf Plastik-Mittelwand, nackend im Mondschein (bei Vollmond!!!) , von den Waben heruntergesungen oder bienenquälerisch mit Flucht und Abkehren am Morgen gewonnen wird!


    Natürlich pampe ich als Gegenleistung für soviel unglaubliche Beherrschung dann auch jeden Kunden laut an, der nach Rapshonig frag, ob er sonst auch Pferdeäpfell lutscht und ob ihm klar ist, was er der Natur, den Bienen, mir und sich selbst antut mit diesem schrecklich-wiederwärtigem Zeug. Nur, um ihm dann ganz verschämz unter dem Tisch ein Gläschen des verbotenen Teufelszeugs durchzureichen, weil mir ausbeuterischem Bienenqäuler die vorgeschriebene Entsorgung als Sondermüll einfach zu teuer ist. Mit Handschuhen, damit keine verwertbaren Fingerabdrücke auf dem Glas sind und ich nicht bei der nächsten Walprurgisnacht aus der Gilde der Imker ausgestoßen werde!!!


    (Sorry, jedes Jahr die gleiche Leier, immer 30-50 mal , sobald "Raps" irgendwo auftaucht! Ich habe Kunden, die ihn mögen, manche fragen extra und ausschließlich danach!)

    Grundsätzlich ist Rapsanbau in DE wohl nicht mehr lohnend, da insbesondere Raps aus Russland massiv den Preis heruntergetrieben hat. War es früher beim Bahnfahren zur Rapsblüte manchmal ein Durchfahren ganzer "Gelbteile" der Republik, so ist es schon fast zur Seltenheit geworden. Letztes Jahr auf einer Zugfahrt von Celle nach Hamburg (ca. 125km) sind mir ganze 3 Felder ins Auge gefallen...

    Die Frühtracht ändert sich eh aufgrund der Trockenheit, so hat bei mir das erreichbare Rapsfeld dieses Jahr nahezu 0 gehonigt.

    LG Rudi.

    Der Rapsanbau geht insgesamt zurück, ist jedes Jahr auch ein Thema im Bienen-Journal. Hier stelle ich das auch seit zwei oder drei Jahre fest. Genau wie die Tatsache, dass er in den trockenen Jahren wenig Honig-Ertrag gebracht hat - zumindest nicht den, den ich schon hatte!

    Ich habe interessanterweise einen richtig großen Schlag, so circa 2,5 km², der regelmäßig alle drei oder vier Jahre dran war. Diesen Sommer auch, schön in Reichweite zweier Stände, also hatte ich mich schon auf eine inzwischen mühsame Suche nach Ersatz eingestellt.

    Und nun läuft da ganz friedlich und durch den Regen prächtig dastehend im Folgejahr wieder Raps auf!

  • Raps auf Raps wäre eine ziemlich dämlich-fahrlässige Angelegenheit und hat nichts mit guter landwirtschaftlicher Praxis zu tun. :)

    "Immer wenn man die Meinung der Mehrheit teilt, ist es Zeit, sich zu besinnen." Mark Twain

  • Was da jetzt nach Raps aufläuft ist wohl Ausfallraps. Der wird nicht bis zur Blüte stehenbleiben...

    Raps auf Raps wäre eine ziemlich dämlich-fahrlässige Angelegenheit und hat nichts mit guter landwirtschaftlicher Praxis zu tun. :)

    Ich werde berichten, es sah allerdings nach gesäten Reihen aus... Ausfallraps hatte ich diese Jahr auch an einem anderen Schlag, der wurde nicht "umgemacht" und war absolut unergiebig.´Ich werde berichten....

  • Was da jetzt nach Raps aufläuft ist wohl Ausfallraps. Der wird nicht bis zur Blüte stehenbleiben...

    Raps auf Raps wäre eine ziemlich dämlich-fahrlässige Angelegenheit und hat nichts mit guter landwirtschaftlicher Praxis zu tun. :)

    DAS ging jetzt schnell: Ihr hattet Recht - am Samstag morgen rückten die Maschinen an und nach über sechs Wochen wurde der schon hoch stehende Raps umgebrochen und was Neues ausgesät.

    Was mich in die Irre geführt hatte, war dass nach der Ernte der Boden schon einmal bearbeitet wurde... Also wieder auf die Suche machen.

  • DAS ging jetzt schnell: Ihr hattet Recht - am Samstag morgen rückten die Maschinen an und nach über sechs Wochen wurde der schon hoch stehende Raps umgebrochen und was Neues ausgesät.

    Was mich in die Irre geführt hatte, war dass nach der Ernte der Boden schon einmal bearbeitet wurde... Also wieder auf die Suche machen.

    Der Boden wird erstmalig bearbeitet, damit die heruntergefallenen Raps Körner Bodenschluss erhalten und Keimen können.

    Wenn dann alles aufgegangen ist, wird der Boden erneut bearbeitet um den Aufgegangenen Raps zu bekämpen.

  • Gerade habe ich mich mit einem Bauern aus der Pfalz unterhalten. Er meinte wenn die Rübenpreise weiter so sinken, würden sie in fünf Jahren stattdessen Raps anbauen.

    12er DNM im Warmbau, ab 2021 10er DD