• Ich habe in der Umgebung noch kein einziges Rapsfeld entdecken können. Wo der Weizen war, und normal Raps hingekommen wäre, gibt es Gras mit bischen Phacelia…

    Das wird seit vielen Jahren das erste ohne Raps.

    Dafür gibt „Blühmischungen“ im Spätherbst …

    Grüße Ralf

  • Nachdem hier aktell die letzten Tage und auch Heute mit einem Totalherbizid alles Pflanzenleben auf der gesamten Fläche gestoppt wurde und wird.

    ... das nennt man heutzutage "gute landwirtschaftliche Praxis". Pflügen ist ja sowas von umweltschädlich, weil man damit doch viel CO² freisetzt und natürlich auch Bodenlebewesen wie Mäuse aller Art "schreddert"...


    Warum Raps anbauen, wenn man nur noch mit Maisanbau über die Runden kommt?

    "Damit ein Skeptiker geboren wird, müssen tausend Gläubige wüten." [Cioran]

  • Wird auch gefördert mit der Bergründung "Projekt Pfluglos"

    In der Gesamtbetrachtung hat auch die Pfluglose Wirtschaftsweise, vorallem in hinblick auf Bodenerosion, Wasserhaltung und Bodenleben durchaus einen SInn und seine Berechtigung.

    Wenn man natürlich nur eindimensional gegen RoundUp hetzen möchte, passen die deutlichen Vorzüge nicht mehr ins Weltbild:)

  • Wird auch gefördert mit der Bergründung "Projekt Pfluglos"

    In der Gesamtbetrachtung hat auch die Pfluglose Wirtschaftsweise, vorallem in hinblick auf Bodenerosion, Wasserhaltung und Bodenleben durchaus einen SInn und seine Berechtigung.

    Wenn man natürlich nur eindimensional gegen RoundUp hetzen möchte, passen die deutlichen Vorzüge nicht mehr ins Weltbild:)

    Absolut! Die pfluglose Bearbeitung hat definitiv ihre Vorteile. Pfluglos bearbeitete Flächen enthalten deutlich mehr Bodenfauna (Milben, Collembolen, Würmer etc.), als solche die vom Pflug umgedreht werden, sowohl was Abundanz und Artenvielfalt betrifft - trotz Glyphosat. Dazu geht mit jedem Pflügen auch nicht unerheblich Wasser verloren, der Boden trocknet schneller ab. Auch das wird künftig problematischer, wie die letzten trockenen Jahre gezeigt haben. Klingt im ersten Moment widersinnig, aber für einige Artengruppen ist der Einsatz von Glyphosat & Co. durchaus von Vorteil. Wie alles im Leben ist auch das eben nicht schwarz oder weiß sondern manchmal einfach grau.

  • Es geht ohne (Pflug) und auch ohne Totalherbizide.

    Auch wenn es nur eine Minifläche ist, sie wird aber seit 1983 ohne Pflug / Spaten bewirtschaftet. Und es wurde noch nie mit Herbiziden gearbeitet.

    Die besten arbeiten meines Wissens in der Schweiz. Auch die Gerätschaft ist dort gut entwickelt.

    Es ist aber auf den großen Ackerflächen nicht einfach.

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?

  • Ja ja, regelmäßiger Einsatz von Totalherbizid über Jahre hinweg hat keinerlei Auswirkungen auf den Boden, iss klar. Und die in der Werbung für wenige Sekunden Ökoselbsthilfegruppe, 20 Leute, die sich mit Harken einen Bioacker vornehmen und schön vorsichtig zwischen den Stängeln das Unkraut wegharken. Beides sind gelogene Extreme. Ich habe zwar keine englischsprachigen Doktorarbeiten zu dem Thema, aber

    You can Tell that somebody who has no Kremp on his hat.
    Viele liebe Grüße

    Wolfgang, English for runaways

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Ja ja, regelmäßiger Einsatz von Totalherbizid über Jahre hinweg hat keinerlei Auswirkungen auf den Boden, iss klar. Und die in der Werbung für wenige Sekunden Ökoselbsthilfegruppe, 20 Leute, die sich mit Harken einen Bioacker vornehmen und schön vorsichtig zwischen den Stängeln das Unkraut wegharken. Beides sind gelogene Extreme. Ich habe zwar keine englischsprachigen Doktorarbeiten zu dem Thema, aber

    You can Tell that somebody who has no Kremp on his hat.
    Viele liebe Grüße

    Wolfgang, English for runaways

    Naja, niemand hat behauptet, dass das keinerlei Auswirkungen hat. Ich behaupte nur, dass die Auswirkungen hinsichtlich Artenvielfalt und Abundanz auf die genannten Artengruppen geringer sind als die, die durch den Pflugeinsatz entstehen. And that tells you somebody who works with soil organisms on agricultural fields from time to time.


    Viele liebe Grüße

    Llecter, Beiträge korrekt lesen für Fortgeschrittene ;)

  • ... Ich behaupte nur, dass die Auswirkungen hinsichtlich Artenvielfalt und Abundanz auf die genannten Artengruppen geringer sind als die, die durch den Pflugeinsatz entstehen. And that tells you somebody who works with soil organisms on agricultural fields from time to time.

    Wen und was bringt Fachchinesisch weiter?

    Die Alten dachten gelegentlich darüber nach, warum "dümmste" Bauern bessere Karttoffeln ernteten.

    Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! (Kant)

    Ich weiß, dass ich nicht weiß. (Sokrates)

  • ... Ich behaupte nur, dass die Auswirkungen hinsichtlich Artenvielfalt und Abundanz auf die genannten Artengruppen geringer sind als die, die durch den Pflugeinsatz entstehen.

    Wen und was bringt Fachchinesisch weiter?

    Ich seh da zwar auch als Laie kein Fachchinesisch aber Fachsprache ist halt für sinnvolle Kommunikation wichtig. Wir als Imker sprechen ja auch nicht von den gelben Dingern wo die Dinger darauf brüten, die das süsse Zeug machen...

    Und Erkenntnisse, durch eindeutige Fachsprache kommuniziert, bringen uns alle weiter, darum sitzen wir nicht mehr in der Höhle am Feuer.

  • ... Ich behaupte nur, dass die Auswirkungen hinsichtlich Artenvielfalt und Abundanz auf die genannten Artengruppen geringer sind als die, die durch den Pflugeinsatz entstehen. And that tells you somebody who works with soil organisms on agricultural fields from time to time.

    Wen und was bringt Fachchinesisch weiter?

    Die Alten dachten gelegentlich darüber nach, warum "dümmste" Bauern bessere Karttoffeln ernteten.

    Hast du auch mal darüber nachgedacht, wie uns dein sinnvoller Beitrag hier weiterbringt?


    Auf http://www.duden.de kannst du dir übrigens das Fachchinesisch meines Beitrags übersetzen.

  • Der eiserne Scharpflug war (!) eine bahnbrechende Erfindung.

    Hat aber ausgedient!

    Nun braucht es Zeit für Umstellung und Innovation.

    Diese Zeit wird eine Auseinandersetzung zwischen JA und NEIN (zum Pflug).

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?

  • Erklärung von Nebenwirkungen aus der Entwicklung der modernen Landwirtschaft!

    O-Ton aus dem Link: "Früher wurde es mühsam mit der Hacke teilweise rausgehackt so gut es ging". Also Manne, Hacke in die Hand und mit gutem Vorbild voran gehen. In den 1950ern (auf die der Mann im Video das Loblied singt) war jeder vierte Deutsche noch in der Landwirtschaft beschäftigt, da war noch die Arbeitskraft zum Hacken da. Heute sind es nur noch 1,3 %. Ich für meinen Teil bin froh und dankbar, dass ich nicht mit der Hacke im Feld stehen muss. Das ist die andere Seite der Medaille, die gerne mal vergessen wird. Ich bin auch kein Freund der modernen Landwirtschaft und von Monokulturen, aber so einfach isses halt auch nicht.