• Wenn Landwirte die Finger von den Pestiziden ließen,

    wäre das nicht zugleich eine Aufforderung an Imker?

    Das ist sie, eine machbare Herausforderung. Daneben ist es für Imker auch eine sehr sinnige Überlegung Bio Zucker zur Auffütterung zu verwenden und ein Blühstromprodukt für die Steckdose einzukaufen.


    Den Strom habe ich persönlich schon, das Winterfutter im kommenden Jahr.


    LG

    Frank


  • Aber der Raps wird bei uns Ende August ausgebracht und man kann jetzt schon sehr genau sehen, wo im kommenden Jahr die Rapsfelder stehen werden ...

    ok dumme Frage: Ich dachte bisher immer, dass die jetzt mit Raps frisch bewachsenen Flächen später untergepflügt werden, um den gebundenen Stickstoff oder was auch immer als Düngung zu nutzen.

    Liege ich da falsch und das werden tatsächlich die nächstjährigen Rapsfelder?

    Oder reden wir aneinander vorbei und woran siehst Du das?

    Das macht man eher mit dem Klee, zumindest bei uns. Mancherorts auch mit Erbsen und Ackerbohnen.

    Oder Senf, der blüht gerade bei mir =O Soll tollen Honig (lecker) geben.

  • Ein Landwirt aus Hessen hat mir heut erzählt dass raps immer schwieriger wird und dass es im Prinzip keinen Bio Raps gibt

    Es gibt Bio-Raps (oder werden die Bio-Zertifizierer in Wahrheit von den Illuminaten geschmiert?), aber der Anbau ist schwierig/die Erträge sind gering, weil es drölf Schädlinge und Pilzerkrankungen gibt. Das es Bio "im Prinzip" nicht gibt, kommt meist von denen, die nicht biologisch bewirtschaften, weil "aus Gründen". :/

    "Immer wenn man die Meinung der Mehrheit teilt, ist es Zeit, sich zu besinnen." Mark Twain

  • ... Das es Bio "im Prinzip" nicht gibt, kommt meist von denen, die nicht biologisch bewirtschaften, weil "aus Gründen".

    ... ist interessant, es könnte dem Verhältnis und dem Umfeld von Bien und Milb ähneln.


    Eben fand ich eine Info (Berufsimker demonstrieren für die Agrarwende), die hierzu passen mag!

    Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! (Kant)

    Ich weiß, dass ich nicht weiß. (Sokrates)

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  • Ein Landwirt aus Hessen hat mir heut erzählt dass raps immer schwieriger wird und dass es im Prinzip keinen Bio Raps gibt

    Es gibt Bio-Raps (oder werden die Bio-Zertifizierer in Wahrheit von den Illuminaten geschmiert?), aber der Anbau ist schwierig/die Erträge sind gering, weil es drölf Schädlinge und Pilzerkrankungen gibt. Das es Bio "im Prinzip" nicht gibt, kommt meist von denen, die nicht biologisch bewirtschaften, weil "aus Gründen". :/

    Richtig, es gibt Bio-Raps, aber der Marktanteil liegt irgendwo im Promillebereich, bestenfalls niedrigen Prozenzbereich. Raps ist wie hier richtig festgestellt eine der Kulturen mit dem höchsten Schädlings- und Krankheitsdruck. Ohne Mittel ist nicht unmöglich, aber sehr schwierig. Dazu kommt in vielen Ecken auch das Problem mit den sehr trockenen Sommern. In der badischen und elsässischen Rheinebene bauen vielen Landwirte keinen Raps mehr an, die Kombination aus immer weniger zugelassenen Mitteln, trockenen Sommern und sandigen Böden die kaum Wasser halten lässt oft keine andere Wahl mehr.


    Habe kürzlich mit einem Landwirt gesprochen, der gerade auf Bio umstellt: Er wird (oder hat mittlerweile wohl schon) testweise eine Blühmischung mit sehr hohem Rapsanteil ausbringen. Wenn das im Frühjahr gut dasteht gibts Bioraps, wenn nicht wars Gründünger und es kommt im April Mais drauf.

  • ... Das es Bio "im Prinzip" nicht gibt, kommt meist von denen, die nicht biologisch bewirtschaften, weil "aus Gründen".

    ... ist interessant, es könnte dem Verhältnis und dem Umfeld von Bien und Milb ähneln.


    Eben fand ich eine Info (Berufsimker demonstrieren für die Agrarwende), die hierzu passen mag!

    Die Berufsimker waren, nimmt man ihren Anteil an der Gesamtimkerschaft als Basis, absolut stark vertreten. Was man von den Vielen, in der Fläche verteilten Hobby und- Freizeitimkern. nicht sagen kann, die doch so gerne das Fähnchen "Bio", "Umwelt", "Ich tue was für die Natur" vor sich hertragen. Frau Seehaus-Arnold hat recht klar Stellung bezogen, auch ungewöhnlich für Imkers.

    Es gab in der Biene&Natur schon Anfang des Jahres einen Kommentar von Claudia Garrido zum Thema. Leider wird es wohl ausgehen wie immer und es wird sich nichts ändern. Vertane Chance!

  • Die Wirtschaftlichkeit des Rapses in der Fruchtfolge wird seit Jahren stark strapaziert. Da kommt mittlerweile einiges zusammen. Über die Jahre sind durch die Hexenjagd immer mehr wichtige PSM weggefallen oder deren Einsatz durch immer mehr spezifische Auflagen erschwert worden.

    Der letzte, bzw. aktuelle Tritt in die E... der Rapsanbauer ist die weitere populistische Verschärfung der Düngeverordnung:

    Raps darf im Herbst nicht hungern!!! Da wird der Ertrag gemacht.

    Wenn das Stroh der Vorfrucht auf dem Feld verbleibt bindet das aber schon in etwa die seit diesem Jahr maximal im Herbst erlaubt auszubringende Stickstoffmenge. (Ergibt mit Kohlenstoff Humus, statt wie bei intensiver Bodenbearbeitung statt Glyphosateinsatz als CO2 in die Atmosphäre zu verpuffen.)

    Nun könnte man dünner säen, um mit dem verfügbaren Stickstoff weniger aber kräftigere Einzelpflanzen zu bekommen. Toll! Dummerweise müsste man aber mangels insektizider Beize dicker säen um Pflanzenausfälle zu kompensieren...

    Ist halt ein weiterer Sargnagel für den Rapsanbau.

    Da kommen mittlerweile einige zusammen.

    Die meisten bauen den schon nur noch an um mangels Alternativen die getreidelastige Fruchtfolge mit einer Blattfrucht aufzulockern.

    Wenn man dann so die hochqualifizierten (oder zumindest lauten) Meinungen zum Thema PSM von so einigen hier liest...

  • Ein Landwirt aus Hessen hat mir heut erzählt dass raps immer schwieriger wird und dass es im Prinzip keinen Bio Raps gibt

    Es gibt Bio-Raps (oder werden die Bio-Zertifizierer in Wahrheit von den Illuminaten geschmiert?), aber der Anbau ist schwierig/die Erträge sind gering, weil es drölf Schädlinge und Pilzerkrankungen gibt. Das es Bio "im Prinzip" nicht gibt, kommt meist von denen, die nicht biologisch bewirtschaften, weil "aus Gründen". :/

    Richtig, es gibt Bio-Raps, aber der Marktanteil liegt irgendwo im Promillebereich, bestenfalls niedrigen Prozenzbereich. Raps ist wie hier richtig festgestellt eine der Kulturen mit dem höchsten Schädlings- und Krankheitsdruck. Ohne Mittel ist nicht unmöglich, aber sehr schwierig. Dazu kommt in vielen Ecken auch das Problem mit den sehr trockenen Sommern. In der badischen und elsässischen Rheinebene bauen vielen Landwirte keinen Raps mehr an, die Kombination aus immer weniger zugelassenen Mitteln, trockenen Sommern und sandigen Böden die kaum Wasser halten lässt oft keine andere Wahl mehr.


    Habe kürzlich mit einem Landwirt gesprochen, der gerade auf Bio umstellt: Er wird (oder hat mittlerweile wohl schon) testweise eine Blühmischung mit sehr hohem Rapsanteil ausbringen. Wenn das im Frühjahr gut dasteht gibts Bioraps, wenn nicht wars Gründünger und es kommt im April Mais drauf.

    Es gibt viele Bereiche im Ökolandbau, bei denen man sich rantasten muss. Es kommt auch immer auf die Verhältnisse vor Ort an und gewisse Prozesse, wie z.B. auf den Pflug zu verzichten und auf die "Selbstregulierung des Bodens" zu setzen dauern ca. 3 Jahre bis sich das eingespielt hat. Dafür braucht man einen langen Atem. Auf der anderen Seite ist die pfluglose Bodenbearbeitung gerade in Zeiten länger anhaltender Trockenperioden und v.a. auf Sandböden gar nicht so abwegig.


    Bei einem Vortrag der Ölsaaten- bzw. Rapslobby hieß es letztes Jahr noch, dass man die Erträge halten bzw. ausbauen will, um dann z.B. Traktoren damit fahren zu lassen oder mehr ins Benzin zu kippen. Vor dem Hintergrund immer weniger zugelassener Pflanzenschutzmittel sind solche Aussagen auch im konventionellen Sektor einfach nur tollkühn.


    Soja soll ja in Süddeutschland immer mehr Sinn ergeben - mal gucken was die Zukunft bringt.

    "Immer wenn man die Meinung der Mehrheit teilt, ist es Zeit, sich zu besinnen." Mark Twain

  • Damals hat sich halt nicht jeder Verein so sehr mit Rum (ääähm, schrieb ich das gerade wirklich? Ich meinte das mit h hinter dem u) bekleckert.

    Wenn man aber mal bedenkt über wieviele Jahrzehnte diejenigen politische Entscheidungen getroffen haben, die diese Hungerjahre bewusst miterlebt haben, ist es für die politische Landschaft heute echt schwer, da wieder raus zu kommen. Besonders, wenn man mit der "billiger ist besser"-Mentalit groß geworden ist.

  • ok dumme Frage: Ich dachte bisher immer, dass die jetzt mit Raps frisch bewachsenen Flächen später untergepflügt werden, um den gebundenen Stickstoff oder was auch immer als Düngung zu nutzen.

    Liege ich da falsch und das werden tatsächlich die nächstjährigen Rapsfelder?

    Oder reden wir aneinander vorbei und woran siehst Du das?

    Denke du verwechselst das mit dem Gelbsenf. Kann das sein?

    ... oder er hat die letztjährigen Rapsfelder vor Augen, auf denen jetzt der ausgefallene Raps steht. Der wird natürlich vor der Aussaat der Folgefrucht untergearbeitet.

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?

  • ... oder er hat die letztjährigen Rapsfelder vor Augen, auf denen jetzt der ausgefallene Raps steht. Der wird natürlich vor der Aussaat der Folgefrucht untergearbeitet.

    untergerbeitet dann in ca. 10 Tagen, der Rest des Oberbodens,

    Nachdem hier aktell die letzten Tage und auch Heute mit einem Totalherbizid alles Pflanzenleben auf der gesamten Fläche gestoppt wurde und wird.

    Wird auch gefördert mit der Bergründung "Projekt Pfluglos"