• Hier werden solche Investitionen, und ja, ich ahne als Häuslebauer was da noch dranhängt, damit begründet, daß man keine Mitarbeiter mehr findet und ohne diese Technik garkeine. Gespritzt wird trotzdem in Mischungen. Ich habe gelernt, daß sich starke Medikamente im Verbund mit ordentlichem Alkohol nicht gut machen. Aber, das ist die Tragik, Elvis und Marilyne haben leider nicht mit PMS-Mischungen experimentiert, also, woher sollte man das wissen?

    Viele liebe Grüße und bleibt vorsichtig

    Wolfgang

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Mischungen sind eher die Regel als die Ausnahme.

    Das ist jedoch keine Hexenwerk, sondern bewährte Praxis mit bekannten und gewünschten Effekten.

    Wer da experimentiert zerschießt sich schnell den Ertrag.


    Lächerlich wird’s allerdings tatsächlich bei den Empfehlungen im Pflanzenschutzknigge. Da soll man z.B. möglichst viel (auch präventiv, obwohl oft nicht nötig) auf einmal ausbringen damit sich nicht irgendwelche Spinner aufregen dass man so oft spritzt!
    Schönes Beispiel dass Agrarpolitik heute kaum noch von ökonomischen und ökologischen Aspekten gelenkt wird, sondern vornehmlich von sozialpolitischen.

  • Davon fühle ich mich wieder zurück geholt. Ich weiß ...

    Doch so ist es nicht. Habe ich auch nicht behauptet.

    Es ist aber auch recht einfach, zu behaupten: Das geht nicht!

    Auch wenn es nur weniger als 1% der Rapsfläche ist und vorwiegend unter günstigen Bedingungen erfolgt, es beweist: BIO-Rapsanbau ist NICHT unmöglich.

    Ich praktiziere Landwirtschaft nicht, so wie das auch die meisten Imker/Bienenhalter nicht tun. Somit muss ich nicht den Beweis antreten. Genauso wie Du es mir gegenüber auch nicht musst!

    Mit deinem Wissen könntest Du einfach nur anderen helfen. Der Rest ist doch für dich nur anstrengend!?

    Gruß

    Harald

  • Moin, moin,


    Also Raps im Bioanbau geht, und die Felder sehen nicht schlechter, sondern besser aus, als bei konventionell pfluglos arbeitenden Landwirten auf schweren Böden.

    Wenn der Biolandwirt ein guter Ackerbauer ist, der seinen Beruf beherrscht.

    Gruß Clas

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...

  • PS.: Wenn 'mit biologischen Mitteln' mit Kupfer & Co ist, fänd ich das bedenklicher. Und wenn jeder der mault mal seine Analysen auf den Tisch legen würde, dann wüßten wir wenigstens, wovon wir reden.... Wobei es dieses Jahr anders laufen könnte, wenn Landwirte in Ermangelung an Alternativen rechtswidrig mit Mosopilan oder Danjiri in die Blüte spritzen, Acetamiprid ist zwar von der Wirkung ziemlich gleich zu dem vorher für diese Anwendung (gegen Kohlschotenmücke u. -rüssler) im Einsatz befindlichen Biscaya (Thiacloprid), aber die zulässige Höchstgrenze im Honig sind bloß 50μg (anstatt 200μg bei Thiacloprid). Da beide Mittel auch B4 sind, könnte der Landwirt glaüben, es sei okay. Aber die Ernte kann man dann entsorgen. Wenn man denn analysieren würde.

    Moin Ralf,


    Kupfer ist kein Insektizid, das wäre gegen synthetische Fungizide zu rechnen, und zumindest bei meinem Bauern weiß ich, dass er gar nicht spritzt, keine Spritze hat und auf keine haben will. Die Bienen stehen da in den Fahrspuren vom Striegeln und von der Güllegabe.

    Daher gibt es auch wenig Veranlassung, den Honig untersuchen zu lassen.


    Aber ich maule ja auch nicht.


    Gruß Clas

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...

  • Ich hab dieses Jahr bei mir in flugentfernung glücklkcherweise noch kein Raps Feld gefunden.

    Warum glücklicherweise? Meine Kunden und meine Bienen lieben den Raps. Rückstände gibt's laut Analyse auch nicht. Also wo rührt Dein Vorbehalt her?

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Ich hab dieses Jahr bei mir in flugentfernung glücklkcherweise noch kein Raps Feld gefunden.

    Warum glücklicherweise? Meine Kunden und meine Bienen lieben den Raps. Rückstände gibt's laut Analyse auch nicht. Also wo rührt Dein Vorbehalt her?

    Ich bin zwar nicht der Baggerkutscher, aber wenn Du eine schöne Naturtracht zu der Zeit hast,

    die im Glas ungerührt erst gegen Weihnachten langsam zu kristallisieren beginnt, willst Du auch

    keinen Raps im Flugkreis :lol:. Wer im größeren Stil imkert wird schon im Eigeninteresse Analysen

    machen lassen. Ist doch die beste Verhandlungsbasis mit dem Bauern, bei dem die Bienen stehen

    sollen - oder auch nicht, weil ...

    immer wieder bin ich gespannt, was die Bienen anders machen...

  • Bei uns in der Gegend gab es schon bedenkliche Werte von Rückständen im Raps, bisweilen wurde der Honig wegen zu hoher Werte von einer Stadt bei Dresden nicht angenommen. Für mich ist Raps zwiespältig, auch weil es, wenn es bei uns Raps gibt, es sonst nichts gibt, garnichts für 48 Wochen.

    Ich freue mich für Dich und alle Anderen, die andere Erfahrungen damit gemacht haben. Ich könnte hier gut darauf verzichten.

    Viele liebe Grüße und bleibt vorsichtig

    Wolfgang

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Moin, moin,


    das ist auch im Moment noch etwas schwer zu sagen und für die gesamte Fläche des deutschsprachigen Raumes so pauschal gar nicht. Für hier rechne ich im Moment mit Ende April bis Anfang Mai.


    Gruß Clas

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...

  • Stellt ihr eure Bienen bei konventionellen Rapsanbau direkt in das Feld? Ich bin in meiner Gegend mit einem Rapsbauern in Kontakt, will meinen Bienen aber nicht direkt an bzw ins Feld stellen.

    Die Besitzer der Flächen drumherum kenne ich nicht/konnte ich nicht ausfindig machen.

    Nur eine Gemeinde hat dort einen Grünstreifen, diese hat mir jedoch nach Rücksprache mit Ortsansässigen Imkern eine Absage erteilt...