• Ich weiß, ich bin früh dran mit einem Raps Faden für 2021 :)

    Aber der Raps wird bei uns Ende August ausgebracht und man kann jetzt schon sehr genau sehen, wo im kommenden Jahr die Rapsfelder stehen werden oder eben auch nicht. Und das ist leider der Punkt. Im Flugradius meiner Bienen wurde nur ein relativ kleines Rapsfeld bestellt. In den Vorjahren hatten wir hier immer deutlich mehr Raps.

    Zwei befreundete Landwirte haben mir erzählt, dass ab dem kommenden Jahr einige Spritzmittel nicht mehr erlaubt sind, die bisher verwendet wurden. Das macht den Raps-Anbau unwirtschaftlich(er). Ist das nur bei uns in Bayern ein Thema?

  • Der Rapsanbau soll wohl auch bei uns in Sachsen-Anhalt zurückgehen. Ob ich das jetzt schlimm finde ist eine andere Frage.

    Viele liebe Grüße

    Wolfgang

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Du hast recht, der Raps-Faden geginnt jetzt.

    Ich habe auch rumgeschaut und bei mir sind 80% der Felder noch nicht bestellt =O

    Ich imkere ja erst dieses Jahr, aber durch mein 2. Hobby, Detektorarchäologie, betrachte ich Ernte und Einsaat genau. Dass sind meine Fenster zum suchen.

    Dieses Jahr ist alles sehr späht!


    Liegt es an den Gesprächen in Berlin mit der Regierung?

    Machen die Landwirte eventuell davon abhänging, was wo bestellt wird?


    Interessantes Thema, denn das Feld hinter meinem Haus wäre mal wieder dran mit Raps.

  • Grundsätzlich ist Rapsanbau in DE wohl nicht mehr lohnend, da insbesondere Raps aus Russland massiv den Preis heruntergetrieben hat. War es früher beim Bahnfahren zur Rapsblüte manchmal ein Durchfahren ganzer "Gelbteile" der Republik, so ist es schon fast zur Seltenheit geworden. Letztes Jahr auf einer Zugfahrt von Celle nach Hamburg (ca. 125km) sind mir ganze 3 Felder ins Auge gefallen...

    Die Frühtracht ändert sich eh aufgrund der Trockenheit, so hat bei mir das erreichbare Rapsfeld dieses Jahr nahezu 0 gehonigt.

    LG Rudi.

  • Rapsanbau ist generell eine Herausforderung. Da die Konventionellen immer weniger spritzen dürfen, werden sie sich den Praktiken der Ökos annähern (müssen), was bedeutet:


    - Raps wird auf maximal 25% der Betriebsfläche angebaut

    - weite Fruchtfolgen, d.h. nur alle 4 Jahre Raps auf der jeweiligen Fläche

    - möglichst späte Aussaattermine, damit Rapserdfloh und Kohlfliege weniger Schaden anrichten


    Oder sie verzichten ganz auf den Anbau.

    "Immer wenn man die Meinung der Mehrheit teilt, ist es Zeit, sich zu besinnen." Mark Twain


  • Aber der Raps wird bei uns Ende August ausgebracht und man kann jetzt schon sehr genau sehen, wo im kommenden Jahr die Rapsfelder stehen werden ...

    ok dumme Frage: Ich dachte bisher immer, dass die jetzt mit Raps frisch bewachsenen Flächen später untergepflügt werden, um den gebundenen Stickstoff oder was auch immer als Düngung zu nutzen.

    Liege ich da falsch und das werden tatsächlich die nächstjährigen Rapsfelder?

    Oder reden wir aneinander vorbei und woran siehst Du das?

  • Ich wollte nicht so zeitig mit diesem Thread beginnen, aber da ihr ja nun angefangen habt.

    Bei uns sind die Äcker schon längst geflügt und der Raps eingedrillt.

    Wenn der Raps aufgelaufen ist, gebe ich mal meine aktuelle Daten für das Rapsorakel.

    Die derzeitigen Termine decken sich ungefähr mit den Aufbereitungsdaten 2019 für den 2020er Raps.

    Ich befragte einen mir bekannten Bauern, warum der Raps immer zeitiger ausgebracht wird und ob man das nicht nach hinten verschieben könnte.

    Seine Antwort war sinngemäß, das eine Verschiebung der Aussaat nicht ganz so einfach ist. Je später es im Jahr wird, um so schlechter klappt es mit der Befahrung der Äcker und er hätte dadurch nur ein enges Zeitfenster für die Aussaat. Da möchte er dann lieber auf Nummer sicher gehen und diese Tätigkeit dann auch einfach abhacken, da er sonst zuviel mit seinen Arbeiten rumjonglieren muss.


    Liebe Grüße Bernd.

    Pushen wir uns nicht an den Stöckchen dieser Welt, bewegen wir Baumstämme, auf denen wir stehen.


  • Aber der Raps wird bei uns Ende August ausgebracht und man kann jetzt schon sehr genau sehen, wo im kommenden Jahr die Rapsfelder stehen werden ...

    ok dumme Frage: Ich dachte bisher immer, dass die jetzt mit Raps frisch bewachsenen Flächen später untergepflügt werden, um den gebundenen Stickstoff oder was auch immer als Düngung zu nutzen.

    Liege ich da falsch und das werden tatsächlich die nächstjährigen Rapsfelder?

    Oder reden wir aneinander vorbei und woran siehst Du das?

    Das macht man eher mit dem Klee, zumindest bei uns. Mancherorts auch mit Erbsen und Ackerbohnen.

  • Wir reden hier von Winterraps. Der wird immer im Herbst ausgebracht, überwintert dann als Pflanze und wird dann im Sommer geerntet.


    Liebe Grüße Bernd.

    Pushen wir uns nicht an den Stöckchen dieser Welt, bewegen wir Baumstämme, auf denen wir stehen.

  • Wenn Landwirte die Finger von den Pestiziden ließen,

    wäre das nicht zugleich eine Aufforderung an Imker?

    Ich weiß, dass ich nicht weiß. (Sokrates)

    Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! (Kant)

  • Ich verstehe die Suggestion nicht. Die Pflanzenschutzmittel sind etwas anders aufgebaut als Oxalsäure und Co. ^^

    "Immer wenn man die Meinung der Mehrheit teilt, ist es Zeit, sich zu besinnen." Mark Twain

  • ok dumme Frage: Ich dachte bisher immer, dass die jetzt mit Raps frisch bewachsenen Flächen später untergepflügt werden, um den gebundenen Stickstoff oder was auch immer als Düngung zu nutzen.

    Liege ich da falsch und das werden tatsächlich die nächstjährigen Rapsfelder?

    Oder reden wir aneinander vorbei und woran siehst Du das?

    Denke du verwechselst das mit dem Gelbsenf. Kann das sein?

    "Das Wort gleicht der Biene: Es hat Honig und Stachel."